Wie erklärt ihr es eurem Kind?

ostkind
ostkind
09.01.2015 | 26 Antworten
Hallo zusammen,

wie viele von euch wissen, lebe ich derzeit mit meiner Familie in Frankreich. Gestern gab es hier landesweit eine Schweigeminute und im Zuge dessen hat mich meine Große (5 Jahre) am Abend nach dem Zusammenhang gefragt.

Ich habe ihr das Geschehen so gut ich konnte erklärt, ihr gesagt, dass böse Menschen Journalisten getötet haben, weil sie wütend auf sie waren. Super Thema so vor dem einschlafen ...

Zum Glück beschränkten sich die Nachfragen mehr darauf, warum alle schweigend rumstanden und an was sie dabei gedacht haben. Das mit den bösen Menschen hat sie erstmal so akzeptiert (da gab es in der Vergangenheit schon mehr Probleme als sie anfing zu verstehen, dass nicht alle Menschen gut sind).

Jedenfalls wollte ich von euch wissen, ab welchem Alter ihr euren Kinder solche Dinge des Weltgeschehens erklärt? Und wie stellt ihr das an? Lasst ihr sie Kindernachrichten (z. Bsp. Logo auf Kika, falls es das noch gibt) schauen?

Überhaupt, wie erklärt man Kindern, dass Menschen andere Menschen töten? Wie erklärt man Krieg?

Ich freue mich über eure Meinungen und auf eine spannende Diskussion.

Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

26 Antworten

[ Antworten von neu nach alt sortieren ]
21 Antwort
@Mrs_Burns bin deiner meinung! bei manchen dingen sollte man es einfach lassen massenweise öl ins feuer zu gießen. in meinen augen missbraucht ein solcher journalist die pressefreiheit in dem moment. es gab ja nicht einmal eine schlüssige aussage die diese satire auf irgendweise hätte bezwecken sollen. sagt ja niemand dass sie toten selbst schuld seien…um himmels willen. werden ja tausende unschuldige durch islamisten getötet. aber mal abgesehen von dem attentat fand ich das damals mit der karikatur schlicht und einfach respektlos.
tate
tate | 09.01.2015
22 Antwort
mal etwas off topic, aber vllt als erklärung, warum wirklich alle franzosen "je suis charlie" schreien. es geht dabei nicht darum, dass sie die satirezeitung gut fanden, die war und ist extrem umstritten . aber wenn dann wollen sie bitteschön die zweitung einstellen, weil SIE es fordern, weil es volksdemokratisch beschlossen wird und nicht, weil jemand mit nem sturmgewehr um sich feuert. dies war ein angriff auf ihre freiheit, eines ihrer wichtigsten, wenn nicht das wichtigste gut. die wichtigsten feiertage sind hier der stumr auf die bastille und die waffenstillstände beider weltkriege. alle drei daten stehen für den erfolgreichen kampf des volkes für ihre freiheit. und nun hat diese wieder jemand bedroht, da werden sie echt wütend. "je suis charlie" ist also eher ein bekenntnis zur freiheit, ein versprechen, die bis aufs blut zu verteidigen.
ostkind
ostkind | 09.01.2015
23 Antwort
@ostkind Gut, dann kann ich das bei den Franzosen zumindest nachvollziehen. Hab die letzten Tage viel bei FB durch Profile gestöbert und da sind mir so einige aufgefallen, die die fleißig Beiträge von Pegida teilten und Pegida verteidigen und genau diese brüllten dann "je suis Charlie" ... da glaub ich dann eher, dass das nen ganz anderen Hintergrund hat ... Ich bin nicht rechtsgerichtet, aber auch ich als DEUTSCHE kann dieses "je suis Charlie" einfach nicht teilen. Aber das hab ich ja schon weiter unten erklärt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.01.2015
24 Antwort
@ostkind ich denke das problem liegt darin, dass die franzosen ganz genau wissen was sie rufen bei "je suis charlie"…kann mir nicht vorstellen dass das auch nur die hälfte der menschen aus andern ländern, die sich quasi solidarisieren, checkt was wirklich damit gemeint ist. deshalb erlebe ich es grade im moment, dass dieses je suis charlie einen schönen deckmantel bietet für irgendwelche einstellungen die denen der pegida gleichkommen. dass dies im moment grade alles aufeinander trifft ist sehr unglücklich, denn dadurch entsteht ein brei, welchen die meisten bürger nicht mehr durchschauen und wie wir wissen sind es eben grade die die dann mitläufer für irgendwelche aktionen werden. pegida macht ja kein hehl daraus, dass sie islamisten von muslimen NICHT unterscheiden und dann kommen noch einige "gute" gründe in ihren augen dazu die dieses ganz denken legitimieren, ein paar attentate, eine ganze französische nation die sich mobilisiert und von pegida missbraucht und falsch verstanden wird ét voilà haben wir eine hochexplosive mischung aus intoleranz, hetze und hitzköpfigkeit und die gesellschaft hat keinen blassen was denn nun wirklich abgeht.
tate
tate | 11.01.2015
25 Antwort
@Mrs_Burns Ja, das bestreitet ja niemand, dass Karikaturen respektlos sind. Was mich aufgeregt hat, waren diese statements gegen "je suis Charlie". Dass sich da einige so distanziert haben - dass da gesagt wurde, jene, die "Je suis Charlie" propagieren, wären Befürworter von Respektlosigkeiten, etc ... Dagegen hab ich gewettert. Und es ist wirklich nicht schwer herauszufinden, was mit "Je suis Charlie" gemeint ist - und dass es dabei nicht um das Magazin geht, sondern um den Tag etc ... kann man alles selber nachlesen.
BLE09
BLE09 | 12.01.2015
26 Antwort
@BLE09 es gibt aber nunmal auch genug, die "je suis Charlie" propagieren, um ihre ABLEHNUNG gegenüber dem Islam zu propagieren! Wie tate schrieb, das ist momentan ein Einheitsbrei, wo viele Menschen, die sich nicht die Mühe machen zu differenzieren, lieber der großen Menge folgen. Es ist immer einfacher das Fähnchen im Winde zu sein. Und das bin ich nie! Und da nehme ich mir auch das Recht raus, mich ein wenig von "je suis Charlie" zu distanzieren!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.01.2015

«2 von 3»

ERFAHRE MEHR:

Ähnliche Fragen finden

Kategorie: Erziehung

Unterkategorien:

In den Fragen suchen



uploading