Zweisprachige Erziehung

emilie32
emilie32
04.03.2015 | 26 Antworten
Huhu,
gibt es hier noch wen, der sein Kind zweisprachig erziehen möchte bzw. es schon tut?
Wie setzt ihr das konkret um?
Was sollte man unbedingt beachten? Oder sollte man dabei einfach "seinem Herzen folgen?"
Habt ihr eventuell auch gute Literaturtipps zur zweisprachigen Erziehung?
Ich habe gehört, dass es ganz wichtig ist, dass eine Person immer nur eine Sprache mit einem Kind spricht. Wieviel ist da dran?

Unsere erste Tochter kommt im Mai zur Welt. Der Papa ist Franzose, ich Deutsche. Wir beherrschen aber beide beide Sprachen sehr gut, können uns in beiden Sprachen so gut wie gleich gut verständigen und unser Alltag ist auch von beiden Sprachen geprägt. Das wollen wir natürlich auch gerne so an unser Kind weiter geben...
Da der Papa aber viel arbeitet, frage ich mich, wie die Französische in der sowieso schon deutschen Umgebung nicht zu kurz kommen wird, wenn ich mich an die Regel halte und nur deutsch mit dem Kind spreche.
Gibt es noch jemanden in einer vergleichbaren Situation? Wie willst du das machen bzw. wie setzt du das um?

Ich freue mich auf Erfahrungsaustausch! (zwinker)
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26 Antworten (neue Antworten zuerst)

26 Antwort
Wie du selber schreinst wichtig ist die konsequente Trennung der Sprache in den ersten Jahren d.h du deutsch dein Mann französisch. Es macht nix wenn er viel arbeitet aber wenn er da ist dann reden.misch-masch-reden
crispy1984
crispy1984 | 04.03.2015
25 Antwort
@tatiii00 Nein. Quatsch :) Es muss natürlich auch jeder selber entscheiden. Für mich stand schon immer fest, dass sie alle Sprachen - hauptsächlich deutsch, lernen soll und es läuft ganz gut. Sie hat ihre festen Bezugspersonen die mit ihr die jeweilige Sprache lernen und ich denke, dass genau das, wichtig ist :) Kann auf jeden Fall nicht meckern.
Kristina1988
Kristina1988 | 04.03.2015
24 Antwort
wir erziehen seit 9 jahren zweisprachig :) haben inzwischen 4 kinder und alle können beide sprachen "perfekt". mein mann spricht AUSSCHLIEßLICH albanisch mit ihnen und ich AUSSCHLIEßLICH schweizerdeutsch… wichtig ist dass man konsequent bleibt und die kinder jeweils eine sprache fest zuordnen können. unsere familiensprache ist albanisch…also mein mann und ich versuchen möglichst albanisch miteinander zu sprechen, weil wir gemerkt haben dass durch das ganze schweizer umfeld im kiga und schule es an ausgleich fehlt. mein mann ist eigentlich viel zuhause aber sobald die kinder im kiga sind merkt man das gewaltig. wir versuchen mind. 2 mal im jahr in die heimat meines mannes zu reisen…machen urlaub wo albanisch gesprochen wird und mein mann muss sich da halt wirklich ranhalten wenn es darum geht vorzulesen, geschichten zu erzählen und gemeinsam zu singen. ausserdem haben wir eine riesige videothek mit auf albanisch synchronisierten filmen :D wir achten auch immer darauf das von zeit zu zeit etwas besuch von der verschwandtschaft kommt…natürlich nicht nur wegen der sprache, aber das macht dann in dieser zeit auch viel aus. ich denke dass es auf einige kinder zutrifft dass sie später anfangen zu sprechen bei zweisprachigkeit, aber trotzdem ist das individuell…unsere eine tochter hat mit 13 monaten wie ein buch in beiden sprachen gesprochen während eine andere tochter erst mit 18 monaten überhaupt mal "mama und papa" gesagt hat ;-) was ich aber merke ist ein klarer vorteil bei weiteren fremdsprachen. mein sohn hat seit einem semester französisch in der schule und das fällt ihm sehr leicht…auch was die aussprache betrifft. ich hatte nach 9 jahren franzi nicht mal so ne gute aussprache und ich bin nicht gerade unbegabt was sprachen anbelangt :D fazit: zweisprachig, unbedingt!! ich persönlich finde es gibt nichts besseres als mit den kindern in der eigenen muttersprache zu sprechen. es gibt so viele ausdrücke und dinge die man wirklich nur dann so richtig ausdrücken kann :-) zweisprachig aufzuwachsen hat NUR vorteile.
tate
tate | 04.03.2015
23 Antwort
meine kinder wachsen zweisprachig auf. wir eltern sprechen beide deutsch mit den kindern, in kiga und vorschule wird französisch gesprochen. da frz nicht unsere muttersprache ist, sprechen wir nur wenig frz mit den kindern, lesen aber schonmal ein buch auf frz oder schauen frz filme. viel wurde schon gesagt, hier noch eine büchleinempfehlung: "Zweisprachigkeit/Bilingualität - Ein Ratgeber für Eltern" von Solveig Chilla und Annette Fox-Boyer.
ostkind
ostkind | 04.03.2015
22 Antwort
@Kristina1988 Ohh ich hoffe du hast meine Antwort nicht böse aufgenommen .Ich kann nur von den Nichten meines Manned reden und wenn man die zwei dprechen hört kann man nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen .. gan schlimm :-( meine neffen und nichten hingegen haben auch erst russisch und dann deutsch gelernt und sprechen beides echt super ..
tatiii00
tatiii00 | 04.03.2015
21 Antwort
@tatiii00 Als wir nach Deutschland gekommen sind, konnten meine Eltern kein Deutsch. Ich dafür aber schon russisch. Ich bin dann in den Kiga gegangen und habe ohne Probleme deutsch gelernt. Habe eigentlich keine Defizite und man hört es mir auch nicht an. Ich finde man es im Vorfeld immer schlecht beurteilen, was zuviel ist ...Meine Tochter wächst auch mit 3 Sprachen auf ...Sie ist 19 Monate alt und wenn du sie reden hören würdest, würdest du dich wundern ...Mir ist es auch wichtig, dass sie die deutsche Sprache beherrscht... es ist ihre Hauptsprache und die anderen lernt sie nebenbei. ..es ist bei ihr auch alles andere, als zuviel.
Kristina1988
Kristina1988 | 04.03.2015
20 Antwort
@emilie32 Ich denke, dass dieser Weg genau der richtige ist! & wegen dem später sprechen, dass würde mich auch nicht stören & es könnte sein, muss ja auch garnicht! Mehrsprachig aufzuwachsen ist etwas ganz tolles, wenn es gut praktiziert wird und für das Kind kein Nachteil wird. Denn eine Vermischung der Sprachen ist ja nicht, was man auf Dauer will. In einem emotionalen moment wird das immer mal wieder passieren, aber das ist auch ok. Ich würde lea auch gern zweisprachig erziehen nur spreche ich keine sprache auch nur annähernd so gut wie Deutsch xD
kathi2014
kathi2014 | 04.03.2015
19 Antwort
*sie nicht die entschuldigt meine fehler doofes touchscreen
tatiii00
tatiii00 | 04.03.2015
18 Antwort
Und selbst wenn mein Kind dann später beginnt zu sprechen nehme ich ed in Kauf , denn ich kenne einige Kinder die zuerst türkisch gelernt haben und sind jetzt im Grundschulalter und können immernoch nicht richtig deutsch.Deutsch ist super wichtig für ihre Zukunft, meine Eltern zb. haben mir und meinen Geschwistern ersz Deutsch und danach erst russisch beigebracht . so handhabe ich es aucj weil ich drei sprachen jetzt zuviel fand. .Mir ist wichtig das die deutsch in wort und schrift gut beherrscht.
tatiii00
tatiii00 | 04.03.2015
17 Antwort
Ich habe das auch schon gehört, dass es sein kann, dass sie dann später anfangen zu sprechen. Aber ehrlich gesagt stört mich das nicht, denn der Vorteil einer Zweisprachigkeit af lange Sicht gesehen ist so enorm, dass es doch wirklich völlig egal ist, ob das Kind nun ein paar Monate später anfängt zu brabbeln oder nicht. Zumal das ja auch gar nicht immer so ist... Es gibt ja auch schon bei einsprachig erzogenen Kindern enorme Unterschiede, wann sie anfangen zu sprechen... Ich denke, das Kind sollte nicht zu sehr durch ein Sprachenwirrwarr irritiert werden, weil es dann vielleicht eher Hemmungen hat, mit dem Sprechen zu beginnen und gar nicht weiß, wie es sich nun ausdrücken soll. Daher denke ich auch, dass die Konsequenz schon wichtig ist. Wenn ich meinem Kind dann aber ab und zu auch eine Geschichte auf Französisch vorlese und am Essenstisch in der Familie alle zusammen Französisch sprechen und ich sonst darauf achte, dass ich unter der Woche, wenn ich alleine mit ihr bin, nur deutsch spreche, dann hoffe ich, dass das konsequent genug ist, also dass das klar "abgegrenzte" Situationen sind, in denen auch die Mama mal Französisch spricht... Ich muss ja zugeben, dass ich Französisch viel schöner als Deutsch finde und auch lieber Französisch spreche, aber bei der Erziehung darf das keine Rolle spielen. Ich bin ja Deutsche und diese Sprache hat natürlich schon ihre volle Berechtigung, zumal wir ja in Deutschland leben. Und natürlich will ich, dass das Kind auch gut Deutsch lernt und keine Probleme hat, seine Großeltern und das Umfeld, in dem es lebt, einwandfrei zu verstehen. Aber damit die französische Sprache eben nicht untergeht, finde ich solche Rituale, in denen dann alle zusammen Frranzösisch sprechen, ganz besonders wichtig...
emilie32
emilie32 | 04.03.2015
16 Antwort
Es war weder bei mir, noch ist es bei unsere Tochter der Fall, dass sich das Sprechen verzögert hat. Ganz im Gegenteil. Wir sind 15 Kinder in der Eltern-Kind-Gruppe und der größte Teil ist stammt aus Deutschland. Bis auf Mama und das auch nur bei einigen wenigen, spricht dort keine Kind. Deshalb würde ich mich nicht irritieren lassen.
Kristina1988
Kristina1988 | 04.03.2015
15 Antwort
Huhu :-) Unsere Tochter ist jetzt 6 Monate und wird zweisprachig erzogen, der Papa spricht mit ihr seine Muttersprache und ich meine , manchmam dpreche ich mit ihr in seiner Muttersprache und er in meiner ... uns ist wichtig das sie direkt beide lernt.Buchtipps hab ich leider nicht.Uns erschien es so richtig ind dann haben wir es so gemacht :-P
tatiii00
tatiii00 | 04.03.2015
14 Antwort
@Zara84 Stimmt, dass haben wir auch gelernt. Kinder die mehrsprachig aufwachsen können später reden. Da sollte man dann keine Angst haben und erst recht nicht aufgeben! Als alleinerziehende würde da nur bleiben, zuhause eine Sprache zu sprechen und unterwegs eine andere. Oder eben später damit beginnen.
kathi2014
kathi2014 | 04.03.2015
13 Antwort
Die Vorrednerinnen haben hier vollkommen recht. Vor allem bei ganz kleinen Kindern sollte ein Elternteil die eine und das andere immer die andere Sprache mit der Kleinen sprechen. Dass dein Mann unter der Woche nicht sehr viel zu Hause ist, spielt eigentlich keine Rolle. War bei mir selbst ähnlich. Meine Mutter hat immer Deutsch gesprochen und ab dem 5. Lebensjahr auch englisch, mein Vater aber stets nur Italienisch. Und mein Vater hat sehr, sehr viel gearbeitet, so dass ich auch vermehrt am WE Italienisch gehört habe. Wundere dich nicht, bei mehrsprachiger Erziehung kann es sein, dass ein Kind im allgemeinen erst später anfängt zu sprechen bzw. auch mal das ein oder andere durcheinander wirft :-D muss aber auch nicht zwangsläufig sein. Insgesamt finde ich es total toll, einem Kind von vornherein diese Möglichkeit überhaupt bieten zu können. Soll ja die Intelligenz fördern ;-) Ich hab da auch schon drüber nachgedacht, ist allerdings als Alleinerziehende dann etwas schwierig O.O
Zara84
Zara84 | 04.03.2015
12 Antwort
Huhu :) Meine Tochter ist 19 Monate alt und wächst dreisprachig auf ;) Bei meinen Eltern lernt sie russisch, bei meinem Schwiegervater tunesisch und bei uns eben deutsch. Ich spreche zwar auch russisch, aber irgendwie ist deutsch für mich meine Muttersprache. Genauso ist es bei meinem Mann mit tunesisch. Meine Schwiegermutter ist deutsche. Sie meint immer, dass es auch an der Sprachbegabung des Kindes liegt. Auf jeden Fall, spricht unsere Tochter hauptsächlich deutsch und das richtig gut. Die hat Wörter und Sachen drauf ^^ Alle meinen immer, dass sie älter ist. Sie zählt auf allen Sprachen bis mindestens 10. Deutsch bis 20. Aber die zahlen zwischen 14 und 18, die lässt sie aus :-P Wenn wir ein Flugzeug sehen, dann sagt sie es erst auf arabisch, dann auf russisch und am ende auf deutsch. Wie gesagt, hauptsächlich nutzt sie die deutsche Sprache. Was auch gut so ist. Sie kennt russische Gedichte, kennt sämtliche Kinderlieder so gut wie auswendig ....Das gute Nacht Lied von Papa. "Glashaus - Von Guten Mächten" Singt sie dir im Schlaf. Das ist so süß. Ich will damit einfach sagen, dass es ihr absolut nicht schadet. wenn ich will, rede ich ab und an auch russisch mit ihr. Aber mir fällt es schon schwer ^^ Wir folgen definitiv unserem Herzen und das klappt gut. Mein Mann hat trotz komischem deutsch von meinem Schwiegervater, ohne Probleme arabisch und perfekt deutsch gelernt. Aber das liegt dann vllt an meiner Schwiegermutter. Wobei ich hier in Deutschland auch niemanden hatte, der mit mir spricht, als wir ausgewandert sind. Ihr macht das schon :)
Kristina1988
Kristina1988 | 04.03.2015
11 Antwort
Ja super, danke für den Link, Kathi!
emilie32
emilie32 | 04.03.2015
10 Antwort
@kathi2014 Ja allerdings :) Den Link Speicher ich mir gleich mal ab
Goldmouse
Goldmouse | 04.03.2015
9 Antwort
Hier mal ein Link zum Thema. http://bilingual-erziehen.de/zweisprachigkeit/info/regel-1-1/ Grundsätzlich ist die konsequenz das wichtigste.
kathi2014
kathi2014 | 04.03.2015
8 Antwort
@Goldmouse Definitiv allein ist es schwieriger, aber jetzt sind die Vorraussetzungen ja zum Glück ganz andere :)
kathi2014
kathi2014 | 04.03.2015
7 Antwort
@kathi2014 Aber vllt kriege. Wir es ja bei der kleinen hin:)
Goldmouse
Goldmouse | 04.03.2015

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