Wie Kindern erklären, dass die Mama bald nicht mehr da ist?

enyaundelias
enyaundelias
04.02.2013 | 15 Antworten
Hallo,
es fällt mir wirklich schwer darüber zu schreiben, aber ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Nachdem der Bruder meines Mannes vor 4 Jahren durch einen Autounfall ums Leben kam, war meine Schwägerin alleine mit den beiden Kindern (damals 5 und 3 Jahre alt). Nun ist sie unheilbar krank und ihr bleiben maximal nur noch wenige Monate. Seit 3 Monaten leben die beiden Kinder (heute 9 und 7) bei uns und haben sich soweit auch gut eingelebt.
Nun fragt besonders die Kleine beinahe täglich nach ihrer Mutter. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr ist ein Besuch nur alle 4 Wochen möglich, wodurch die beiden natürlich sehr leiden.
Momentan hat sich der Gesundheitszustand meiner Schwägerin wieder drastisch verschlechtert, sodass die Ärzte ihr nur noch sehr wenige Wochen vorhersagen können.
Mich beschäftigt das natürlich auch sehr und ich frage mich wie ich es den Kindern erklären soll?
Kennt ihr vielleicht Kinder, die ihre Eltern sehr früh verloren haben?
Nach dem Tod des Vaters waren sie in psychologischer Behandlung, was die Mutter aber nicht mehr wollte, weil sie es nicht mehr für notwendig hielt.

Wie kann man es den Kids so einfach wie möglich machen? Meine Schwägerin hofft ja die letzte Zeit ihres Lebens mit den Kindern zu verbringen, aber wie ist es am besten für die beiden?

Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt, denn ich weiß echt nicht mehr weiter.

Tagsüber sind die beiden sehr beschäftigt, sodass die Mama eher in den Hintergrund rückt, aber gerade abends beim ins Bett gehen fließen die Tränen.

Meine Schwägerin möchte unbedingt, dass die beiden bei uns einziehen, wenn es dann soweit ist, was auch alles schon mit dem Jugendamt geklärt ist. Daran soll es nicht liegen, aber auf die Dauer müssten sie auch die Schule wechseln und dadurch auch ihren Freundeskreis verlieren, wobei Kontakt nach der Schule noch möglich wäre..
Wie seht ihr das?

Ich hoffe wirklich, dass ihr es versteht und uns helfen könnt. Es ist sehr persönlich..

Liebe Grüße
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15 Antwort
Euch auch Tips und Ratschläge geben. Ihr werdet bestimmt auch eine Menge Fragen haben und wollt bestmöglich vorbereitet sein. Ich wünsch Dir undn Deinem Mann ganz ganz viel Kraft für das, was noch auf Euch zukommt.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 04.02.2013
14 Antwort
erst mal finde ich es ganz toll von Dir, daß Du Dich so sehr um die beiden kümmerst, und Deine Schwägerin mit dem Wissen gehen kann, dass ihre Kinder gut versorgt sind und in ihrem Sinne erzogen werden. Das wird das allerwichtigste für sie sein. Wenn es soweit ist, wird sich ein Schulwechsel nicht vermeiden lassen und sie werden ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen. So hart es auch klingt, aber da müssen die beiden durch. Ich rate Dir dringend, Dich mit dem Psychologen in Verbindung zu sezten, ihm die Situation zu erklären und schon mit den Kindern hingehen, bevor das schlimmste eintrifft.Auch wenn es vielleicht nicht im Sinne Deiner Schwägerin ist, aber es ist im Sinne der Kinder und auch in Deinem und Deines Mannes Sinne, denn ihr seid die beiden, die den Kindern halt geben müsst. Ein Psychologe wird ganz andere Möglichkeiten haben, mit den Kindern zu reden und kann
Chrissi1410
Chrissi1410 | 04.02.2013
13 Antwort
wenn es mit dem jugendamt schon geklärt ist, dass die kinder bei euch leben werden, ist die geschichte dort ja auch bekannt. ich würde empfehlen beim fallzuständigen gleich "hilfe zur erziehung" beantragen. da die kindsmutter noch lebt, kann sie dies als personensorgeberechtigte eventuell noch selbst tun. dann schaut ihr euch am besten nach traumatherapeutischen Beratungsmöglichkeiten um. dies ist über sgb VIII finanzierbar, trägt also das jugendamt. alternativ kommt auch die zusammenarbeit mit einem hospiz in frage. hier bei uns können kinder in situationen wie du sie beschreibst von dort aus hinsichtlich trauer professionell begleitet werden. wünsche euch viel kraft.
ace09
ace09 | 04.02.2013
12 Antwort
Schrecklich....aber wenn ihr jungendamt schon Kontakt habt , frag dort nach nem Psychologen der euch bei Aufklärung unterstutzt. Ich kenne 2 Familien deren Kinder früh ein Elternteil verloren haben. Beide Familien zogen einen Kinderpsycholgen hinzu.
Amancaya07
Amancaya07 | 04.02.2013
11 Antwort
Da seid ihr euch ja alle einig. Morgen muss ich sowieso mit Elias zum Kinderarzt. Dann werde ich ihn direkt mal darauf ansprechen. Was ich auch nicht verstehe ist, dass das Jugendamt es alles so locker sieht. Die Frau meinte nur, dass wir es alles locker und langsam angehen lassen sollen und mal schauen sollen wie es sich entwickelt. Es war ja schon ein Kampf, dass die Kinder überhaupt bei uns wohnen dürfen. Das Jugendamt wollte sie in verschiedenen Pflegefamilien in einer anderen Stadt unterbringen, da sie unbedingt aus ihrem gewohnten Umfeld raus müssten...wenn ich sowas schon hören Ich werde dann auch noch den ehemaligen Therapeuten zu Rate ziehen. Den kennen die Kinder, ihm vertrauen sie. Als positives freuen wir uns, dass unser neues Auto bald kommt, denn zu sechst im Sharan ist ja alles andere als komfortabel... Besonders der Große freut sich, er ist ein absoluter Auto-Liebhaber.
enyaundelias
enyaundelias | 04.02.2013
10 Antwort
es tut mir unsagbar leid für euch alle. in meinem erweiterten bekanntenkreis mußte die familie mit dem tod einer tochter fertig werden, auch die zwei älteren geschwister. die wurden von anfang an mit in die krankengeschichte einbezogen, das thema tod merhfach angesprochen. gutes buch übrigens: astrid lindgren "die brüder löwenherz". holt euch hilfe und vor allem, wenn ihr irgendwie die möglichkeit habt, ermöglicht den kindern noch so viel zeit wie möglich mit der mutter! es kann nciht sein, dass sie nur alle 4 wochen hindürfen und besagt bekommen, dass sie sehr bald sie überhaupt nicht mehr sehen werden. wenn sie als "austherapiert" gilt, gibt es bestimmt möglichkeiten, sie täglich zu besuchen oder sogar zur häuslichen pflege. ich wünsche euch viel kraft!
ostkind
ostkind | 04.02.2013
9 Antwort
Ich würde auf jeden Fall jetzt schon wieder einen Kinderpsychologen hinzu ziehen. Es tut mir sehr leid :-( Ich wünsche euch und den Kindern viel Kraft! Und der Mama wünsche ich, dass sie nicht leiden muss :-(
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 04.02.2013
8 Antwort
Ich Gebe AnnaLuisaPüppi da recht geben ganz unbedingt hilfe holen fragt beim Jugendamt nach und die werden eine Therapeutin empfehlen ist vielleicht besser wenn ein ausenstehender die Sachen Regelt und ihr nur die Hand haltet! Meine tante Starb früh wo die Kids noch klein waren sie hatten noch ihren Papa aber auch sie suchten sich früh Hilfe ohne wäre es nicht gegangen!!
Tyra03
Tyra03 | 04.02.2013
7 Antwort
Hallo! Also erstmal - ich hab echt den größten Respekt vor dir und deinem Mann, wie ihr euch um die Kinder kümmert. Ich würd bei der Wahrheit bleiben, und die Kinder darüber aufklären wie es um ihre Mama steht, damit sie dann nicht aus allen Wolken fallen. Aber wenn sie sie besuchen, sehen sie ja auch wie es ihr geht... ich würd mir schon Hilfe holen zb Familientherapeut o.ä. damit ihr auch als Familie unterstützt werdet in dieser schweren Situation, da gehört ihr alle "betreut"!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 04.02.2013
6 Antwort
Ganz im Ernst ich hoffe meine Worte klingen jetzt nicht plump.... Es tut mir echt leid! Aber ich würde mir ganz ganz dringend professionelle Hilfe suchen nicht nur für die Kinder, sondern auch für euch! Fühl dich gedrückt!!!!
AnnaLuisaPüppi
AnnaLuisaPüppi | 04.02.2013
5 Antwort
Ich schließe mich den Vorrednerinnen an - ich kann nur sagen - es tut mir so unendlich leid, was die Kinder, ihr und auch deine Schwägerin durchmachen müssen! Ich wünsch euch ganz viel kraft!! Das Leben ist so grausam
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 04.02.2013
4 Antwort
wert, dass du diese aufgabe annimmst... alles gute und viel kraft!
Mia80
Mia80 | 04.02.2013
3 Antwort
oh je, das klingt wirklich hart... aus dem Bauch heraus würde ich euch raten, die Kinder darauf möglichst bald vorzubereiten, dass die Mama sehr krank ist und nicht mehr lang leben wird - einfach auch darum, dass sie dich Möglichkeit haben, die wenigen letzten Augenblicke mit ihrer Mama zu genießen... andererseits, wenn ich das so schreibe, frag ich mich, ob man das dann wirklich genießt oder nicht doch voller Panik ist... ich glaub, euch knn nur professionelle Hilfe helfen - warst du vielleicht mal bei einer Familienberatung um dir hilfe/Unterstützung/rat zu holen? ich weiß nicht, was richtig ist... weil es einfach unheimlich traurig ist... im kiga empfehle ich das Buch "Leb wohl, alter Dachs" zur trauerbewältigung, was aber in eurem fall nicht so paßt, da der beliebte dachs, der stirbt, eben alt ist - das ist ja bei der Mama nicht der fall..... es tut mir sehr leid, wenn ich an eure situation denke und beneide dich nicht darum... trotzdem finde ich es sehr bemerkens
Mia80
Mia80 | 04.02.2013
2 Antwort
vielleicht.... vielleicht solltet ihr euch da psychologische Hilfe suchen das ist eine verdammt schwierige Situation.... aber ihr u die Kinder solltet nicht alleine sein vorallem nicht wenn die Mama dann wirklich "für immer gegangen" ist.... vllt suchst dir übers Inet eine Kinderpsycho. für Traumabewältigung oder rufst einmal bei einem Kia an die haben meist solche Adressen.Natürlich ist die Frage wie erklärt man es den Kindern dass man diese Hilfe benötigt. Ich wüsste NICHT wie ich es machen würde aber vllt würde ich ... nein ich weiß ehrlich nicht. Vllt sollte auch die Mama diese Aufgabe übernehmen in eurem Beisein... erklären was passieren wird....
Ostsonne0912
Ostsonne0912 | 04.02.2013
1 Antwort
also ich muß ehrlich sagen ich bin immer für die wahrheit die kinder sind keine babys und verstehen das und ich finde es gut das du es denen schonend beibringen tust damit sie sich vorbereiten können und nicht schon wieder abrupt dastehen wie beim vater, es tut mir leid was die kinder udn auch ihr durchmachen müsst wünsch euch alles gute und dir viel kraft
papi26
papi26 | 04.02.2013

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