Gorilla erschossen um Kind zu retten: Shitstorm im Internet

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
31.05.2016 | 7 Antworten
Hallo Mütter,

ich war heute verblüfft über das Ausmaß der Reaktionen auf den "Vorfall". Ich meine: Tragisch und schlimm, mir tun Gorilla und Kind leid.
Wie sicher soll man einen Zoo machen? Und: Hätte das nicht (fast) jedem passieren können, mit mehreren Kindern? Sind die Eltern schuld?

http://web.de/magazine/wissen/gerechtigkeit-harambe-zorn-toetung-gorilla-us-zoo-31590214

"Gerechtigkeit für Harambe" - Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo
Aktualisiert am 31. Mai 2016, 10:08 Uhr

Hat der Zoo überreagiert, und wo waren die Eltern? Ein Kind stürzt in ein Gorilla-Gehege mit einem Silberrücken, der ihn durch einen Wassergraben zieht. Das Tier wird erschossen. Jetzt gibt es einen Sturm der Entrüstung.

Die Tötung eines Gorillas im Zoo der amerikanischen Stadt Cincinnati hat über die USA hinaus Hunderttausende Tierliebhaber auf den Plan gebracht. Zoobedienstete hatten den 17-jährigen "Harambe" am Samstag erschossen, nachdem ein kleiner Junge über das Schutzgeländer geklettert, in einen Wassergraben um die Gorilla-Anlage gefallen und dann von dem Silberrücken durch das Wasser gezogen worden war. Der Vierjährige wurde danach gerettet und kam mit dem Schrecken davon.

Der Proteststurm via Internet und ein Medienwirbel in den USA, der sogar den Präsidentschaftswahlkampf in den Hintergrund rückte, zwang die Zooleitung am Montag dazu, ihr Vorgehen erneut zu verteidigen. Der Zorn richtete sich indessen nicht nur gegen den Zoo, der nach Ansicht der Kritiker zu radikal vorging, sondern auch gegen die Eltern des Jungen.
Shitstorm gegen Zoo und Eltern

Bis Montagabend (Ortszeit) unterzeichneten rund 200 Menschen dem Sender NBC zufolge eine Internet-Petition, in der ihre Bestrafung gefordert wurde. Sie hätten ihr Kind nicht genügend beaufsichtigt und dadurch den Tod des Gorillas herbeigeführt, hieß es zur Begründung.
Bild zu Mitarbeiter des Zoos von Cincinnati erschießen Flachlandgorilla
Junge fällt in Gorilla-Gehege

Zoo-Mitarbeiter erschießen den Silberrücken, um Kind zu retten.

Auch eine Facebook-Seite mit dem Namen "Justice for Harambe" (Gerechtigkeit für Harambe) erntete schon binnen weniger Stunden Zehntausende "Likes". "Ein vom Aussterben bedrohtes Tier zu töten ist schlimmer als Mord", zitierte die "Washington Post" beispielsweise einen Kommentar aus Dänemark.

Zoodirektor Thane Maynard bekräftigte am Montag vor Journalisten, dass der Tod von "Harambe" ein schwerer Verlust sei, es aber keine andere Wahl gegeben habe. Der Gorilla sei durch den Sturz des Jungen aufgeregt, desorientiert und unberechenbar geworden, mit seinen knapp 200 Kilo Gewicht habe er eine unmittelbare Gefahr für das Kind dargestellt.

Das Tier mit einem Betäubungsmittel lahmzulegen, sei keine Option gewesen. Das hätte zu lange gedauert, sagte Maynard: "Wir stehen zu unserer Entscheidung, und wir würden heute genauso verfahren."

Die Eltern des Jungen bedankten sich unterdessen in einer schriftlichen Erklärung für die "rasche Reaktion" der Zoomitarbeiter und erkannten zugleich an, dass der Zoo einen schweren Verlust erlitten habe. Ihrem Jungen gehe es gut, hieß es weiter.

US-Medienberichten zufolge plant die Polizei keinerlei Ermittlungen gegen die Eltern. Die Mutter war US-Medienberichten zufolge dabei, als ihr Sohn in den Wassergraben fiel, als Tagesmutter zusammen mit mehreren anderen Schützlingen.© dpa

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7 Antwort
das Kind hatte einen Schutzengel und es war schon ein riesiges Glück , dass das Kind den 4m Sturz überlebt hat...und so harmlos sah es nicht aus , als der Gorilla das Kind durch das Wasser zog...dabei hätte es auch ertrinken können....
130608
130608 | 02.06.2016
6 Antwort
Ich versteh' das Ganze gar nicht. In dem hier genannten Artikel werden die Umstände ganz anders dargestellt, als zB auf N24 gestern. Da hieß es zB, dass der Gorilla NACH der Rettung des Kindes erschossen wurde, wo ich auch stutzig wurde. Ich denke, es sind viel zu viele Umstände unklar. Wie üblich. Ein Zoo sollte sicher sein. Kein Kind sollte in der Lage sein, in ein Gehege zu klettern. Ebenso sollten aber Eltern nicht den Begrenzungen bedingunslos vertrauen und wenn zu viele Kids dabei sein, eben nicht allein mit denen gehen . Egal, wie man sich entscheidet: Tier oder Kind haben das Nachsehen. Hier wurde sich für das sichere Überleben des Kindes zum Nachteil des Gorillas entschieden. Man hätte auch das Risiko eingehen, das Leben des Kindes auf's Spiel setzen und das Überleben des Gorillas sichern können. Aber welcher Mensch entscheidet tatsächlich so? Vor Allem, wenn es um Kinder geht? Keiner, die da nun schreien, würden sagen: "Ach betäubt a mal", wenn das eigene Kind da drin sitzt und der Gorilla aufgeregt ist und verwirrt. Es tut mir wirklich leid um den Gorilla, aber in dem Moment, als die Entscheidung getroffen wurde, gab es leider nur "entweder oder".
xxWillowXx
xxWillowXx | 01.06.2016
5 Antwort
die Entscheidung war richtig ...für den Gorilla tut es mir auch leid ...doch...Gorillas sind wilde Tiere und unberechenbar...da geht es um Minuten und man hätte nicht lange warten können bis eine Betäubung wirkt.... warum das Kind abgestürzt ist ? ausgerutscht ? oder über die Absperrung geklettert ?...es steht ja oben im Text , dass die Mutter dabei war , als ihr Sohn in den Wassergraben gefallen ist....
130608
130608 | 01.06.2016
4 Antwort
unsagbar traurig das ganze. in dem Fall gibt es leider kein entweder oder. mir tun sowohl der kleine als auch der gorilla leid. niemand weiß was passiert wäre. vielleicht war der Schuss unnötig, aber sowas weiß man nicht vorher um es drauf ankommen lassen geht natürlich schlecht. besser wäre es gewesen wenn die Leute und Kinder nicht wie verrückt geschrien hätten. das hat das Tier wohl erst so verunsichert. und dann noch mit der Kamera drauf halten. das muss man erstmal bringen. bei der Angelegenheit zählte jede Sekunde. da kann man wohl nicht lange drüber debattieren was man alles versuchen könnte. die Wut auf die Eltern kann ich durchaus nachvollziehen, aber man weiß nicht wie es wirklich war und an der Situation ändert er leider wohin. ich denke in Zukunft werden gehege dort besser gesichert und der Familie ist das sicherlich eine Lehre. fürs Leben. ganz schlimme Sache zur Zeit gibt es nur schlechte Nachrichten und von mir aus könnte auch fb mal mehr Charakter zeigen und dafür sorgen dass die Menschen aufhören im Internet andere wegen jeden mist aufs übelste zu beschimpfen. ich kann dieses schreckliche Wort sHitstorm nicht mehr hören. meckern ja, es besser machen oder handeln Nein. ein Glück bin ich nicht bei sowas angemeldet. ich weiß, nicht das Thema. kann die Wut verstehen, aber dem jungen tut man mit so einer petition mitunter an meisten weh. der braucht gerade jetzt seine Eltern undsRuhe und keine Mutter im Knast und solche Postings im Netz
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.05.2016
3 Antwort
sehe ich genauso wie Brilline. Klar kann man einem Tier eine Betäubungsspritze verpassen. Bloß: Wenn man den Gorilla verpasst/streift/etc. etc. und der dadruch wütend wird und das Kind hochwirf oder sogar einen "schlag" verpasst - dann wars das, aus die Maus. So hart es auch klingen mag, schade ist es allermal um den Gorilla. Und zu den Eltern, ob und wie das passiert ist, muss erstmal geklärt werden. Wenn ich mit mehreren Kindern im Zoo bin, rennen die auch mal vor, und klettern vlt. irgendwo hoch oder oder , .... das passiert leider mal viel zu schnell. Und hinterherspringen, hm... jetzt sollen wir realistisch bleiben.
keisimaileen
keisimaileen | 31.05.2016
2 Antwort
bei sowas könnte mir die galle hochgehen an erster stelle steht das kind. fertig aus. WIE es zu dem unfall kam muss danach geklärt werden. aber in DEM akuten moment da haben die im zoo richtig entschieden. das medienspektakel hätt ich nicht gern gesehen..."gorilla gerettet aber kind nicht"..was wäre dann los gewesen????? die umstände..wir waren nicht dabei....wie kann das passieren, dass ein kind da reinfällt...war es eine aufsichtspflichtverletzung? war der zoo zu wenig gesichert?? die ganzen tierschützer die da nun sich aufregen sollten sich dann gleich dafür einsetzen, dass überhaupt keine solchen tiere mehr in zoos leben. das wäre dann konsequent. auf jeden fall war in dem moment die reaktion leider richtig. schade um dem gorilla..
Brilline
Brilline | 31.05.2016
1 Antwort
HM das Kind ist gerettet, das ist doch das wichtigste! Klar ist des nicht schön, wenn ein Tier erschossen wird, aber die Reaktionen finde ich auch übertrieben :( Klingt ja fast so, als ob man um den Gotilla am Leben zu lassen eher das Kind hätte opfern sollen......
Mamita2011
Mamita2011 | 31.05.2016

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