Versteht jemand unser Rechtssystem besser als ich?

Moppelchen71
Moppelchen71
04.03.2015 | 38 Antworten
Ich komme gerade nicht wirklich mit der Entwicklung klar, die sich nun aus den Verhandlungen gegen einen deutschen Politiker ergeben hat.
Der Besitz von kinderpornographischen Schriften ist strafbar und man wird auf § 184 b Abs. 4 Satz 2 StGB verwiesen, handelt man zuwider. Soweit verstehe ich es.
Aber wie kann es dann sein, dass jemand, der eine solche Straftat begeht, lediglich ein Schuldeingeständnis verkünden muss, um dann freigesprochen zu werden?
Heißt das dann, man gebeht eine Straftat, kommt vor Gericht, gibt dort zu, die Tat begangen zu haben und hat damit dann das Recht, als unschuldig erklärt zu werden?
Für welche Bereiche gilt das dann noch?
Kann jemand, der volltrunken einen schweren Verkehrsunfall - als Fahrer eines Motorfahrzeugs - verursachte, vor Gericht steht, damit man sein Strafmaß verhandelt und wo im Vorfeld bereits gewiss ist, im Falle der Schuldigkeit, die ja eindeutig erkennbar ist, wird er nie wieder - oder zumindest sehr lang - keinen Führerschein mehr erhalten, seine Tat auch einfach vom Tisch wischen, indem er einräumt, er habe das, was man ihm vorwirft begangen, um mit einer Geldstrafe davon zu kommen und als Unschuldiger das Gericht zu verlassen?
Kaufen wir uns also von unseren Straftaten frei???

Auch verstehe ich den Widerspruch nicht, wieso der Gestehende, wenn er doch als unschuldig gilt, überhaupt eine Geldstrafe zahlen muss. Wenn ich schuldig bin, kann ich zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt werden. Als Unschuldiger nicht.
Wo ergibt das jetzt also Sinn?

Ich habe auf einer anderen Plattform heute einen Spruch gelesen, den ich zitieren möchte:
"Da kann * ja froh sein, dass er nur Kinderpornos runtergeladen hat und keine Musik. Sonst hätten sie ihn ja richtig drangekriegt."
Ein Satz, der mich sehr nachdenklich werden lässt und bei dem ich mich frage, wie viel Wahres daran ist.

Egal wie ich es drehe und wende, verstehe ich eben die Vorgehensweise nicht, die in diesem Fall scheinbar genutzt wird. In mir entsteht der EIndruck, man muss nur zugeben, wo man sich strafbar gemacht hat, zahlt dann eine gewisse Geldsumme und ist dann wieder unschuldig.
Hat für mich ja etwas Vergleichbares mit der Absplittung der lutherischen Kirche, von der katholischen Kirche, da Luther nicht mehr damit konform laufen konnte, wie sich Menschen von ihren Sünden, durch den Ablass, freikaufen konnten. Und das im Vorfeld bereits.

Oder verstehe ich die aktuellen Geschehnisse so falsch? Gilt der Politiker nicht als unschuldig, weil er seine Schuld einräumte und stimmt es auch nicht, dass er keine weiteren Konequenzen tragen muss, seine Ansprüche auf Bezüge und Altersabsicherungen aus seinem Amt weiter behält?
Kann mir jemand nachvollziehbar erklären, warum das so richtig ist, im rechtlichen Sinn, wie es momentan gehandhabt wird?
Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

38 Antworten (neue Antworten zuerst)

38 Antwort
Ich habe die Hypothese, dass Herr E. genauso weitermacht wie bisher. Allein die Bewertung, dass er im juristischen Sinne ein Geständnis, aber kein Schuldbekenntnis abgelegt hat, dürfte auch Wasser auf die Mühle von Menschen mit ähnlicher Neigung ein. Ich sollte beruflich anders denken, bin aber bei dieser Thematik radikal.
ace09
ace09 | 06.03.2015
37 Antwort
@Maulende-Myrthe Klar, meine Annahmen sind Spelulationen. Genau so wie deine. Ich kann aber sogar begründen, weshalb ich zu diesen Annahmen komme. Ich bin mehrere Jahre in einen Verein gewesen, der sich gegen Missbrauch einsetzt. Als Co-Bettroffene, da ich eine Freundin unterstützen wollte. In dem Verein bin ich auch mit einigen Fällen von Kinder-Pornographie konfrontier zworden. Und ja, es gibt Fälle, da schämen sich die Täter und trauen sich quasi keinen Schritt mehr in die Öffentlichkeit. Diese treten aber auch nicht öffentlich auf und behaupten ohne einen winzingen Funken an Schuldbewußtsein, dass sie doch nichts unrechtes getan haben. Leider scheint es halt eben doch eine Vielzahl von Pädophilen zu geben, die sich in Gruppen von Gleichgesinnten zusammengefunden haben, um sich gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Ind sich bloß nicht anschrecken lassen, denn man tut ja gar nichts unrechtes.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
36 Antwort
@Maulende-Myrthe Meike, , ich bin immer verwunderter! Du maßt Dir an, anderen zu sagen, sie bilden ihre Meinungen rein spekulativ, aber Deine Meinung ist zu akzeptieren? Wir bemessen die Problematik mit Pädophilen und den Vorurteilen unserer Gesellschaft gegen diese Menschen nun zuverlässiger über spirituelle Kreise, statt dem realen miteinander leben müssen? Aber es ist in meinen Augen zumindest positiv zu hören, dass Du noch ganz andere Ideen - rein emotional – hättest, um mit Menschen wie ihm zu verfahren. Diese Aussage lässt mich zumindest erkennen, dass wir hier noch einigermaßen menschlich nachvollziehbare Gefühle zeigen dürfen, ohne als zu primitiv zu gelten. Und ich verlache damit ganz sicher keine spirituellen Kreise oder Arbeiten. Im Gegenteil. Allerdings lösen diese nicht die menschlich geschaffenen Probleme dieser Welt und da bin ich eben auch lieber spekulativ, dafür aber realistischer. In keinem spirituellen Kreis finde ich nämlich Zugang zu dem Denken und den Gefühlen von Pädophilen. Was ich eigentlich auch nicht möchte, denn wer seine niederen Triebe an Unschuldigen und Wehrlosen auslebt und nur durch Strafverfolgung daran gehindert werden kann, nicht, weil er sich Hilfe sucht und darum bittet, vom Umsetzen seiner Phantasien abgehalten zu werden – was tatsächlich nur der geringste Teil der Pädophilen tut - der hat mein Verständnis einfach nicht verdient. Ob das nun im Denken einiger mittelalterlich ist, ist mir, gelinde gesagt, herzlich egal. Wenn ich mehr über die armen und einsamen Seelen – diese Aussage treffe ich jetzt sarkastisch und unterstelle sie nicht Dir! - wissen möchte, dann gehe ich in eines der psychiatrischen Pflegeheime unserer direkten Umgebung, in der Pädophile zwangsweise untergebracht wurden, weil man sie als Gefahr für die Öffentlichkeit ansieht und unter Kontrolle haben möchte. Oder ich stelle mich in die Nähe einiger öffentlicher Orte bei uns, an denen ich immer wieder eben diese zwangsweise im Pflegeheim Untergebrachten vorfinden kann und befrage sie selbst, denn eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung bedeutet nicht wegschließen, da die meisten von ihnen einen Anspruch auf unbeaufsichtigten Freigang haben. Rechtlich abgesichert. Wir wollen über die Vereinsamung sprechen, mit der dieser Mensch nach Afrika geht? Nun, wie viele Pädophile können sich wohl einen weiteren Wohnsitz im Ausland leisten? So schlecht scheint es also dem Herrn auch finanziell nicht zu gehen, bei all den spekulierten Abstrichen, die er jetzt zu machen hat. Und in seinem anderen Lebensumfeld wird wohl niemand die genauen Hintergründe kennen, warum er Deutschland weitestgehend für immer verlassen könnte, was so ja auch nur spekulativ ist und als unbewiesen im Raum steht. Und selbst wenn es zuträfe, was Du diesbezüglich sagst, frage ich Dich, wo da ein Unrechtsbewusstsein oder gar das Gesuch nach Hilfe ist, um zukünftig nicht mehr „Opfer der eigenen Triebe“ zu sein? Würde dieser Mann sich als solches sehen, verließe er nicht das Land, würde nicht weiterhin die Worte passend drehen, um sein Tun zu verharmlosen und das gesamte Verfahren öffentlich hinzustellen, als habe sich die Welt gegen ihn verschworen, wo er doch „nur“ Bilder heruntergeladen hat und das nicht einmal in allzu großer Menge. Ihn also als gerecht bestraft zu sehen, halte ich persönlich für blauäugig und zweifle weiterhin an unserem Rechtssystem, in dem man für Steuerhinterziehung und Raubkopieren mit härteren Strafen zu rechnen hat, als für die Förderung zum Missbrauch unserer Kinder. Wie krank ist es allein, sich darüber auseinander zu setzen, wie einsam dieser „arme“ Mensch nun ist? Was ist mit der Einsamkeit der Opfer, auf die unsere Gesellschaft oft durch totschweigen reagiert oder den Opfern sogar die Schuld zuweist? Haben das nicht Kinder schon erlebt, die nach dem Missbrauch einfach weitermachen und ihr Paket daraus tragen mussten? Und da reden wir hier tatsächlich über eine Strafe, die der Täter ausreichend empfangen haben soll und dass eine mittelalterliche Hetzjagd gegen ihn stattfindet??? Da muss ich ehrlich gestehen, dass ich lieber „mittelalterlich“ bin, als Täter zu bedauern, während die Opfer allein dastehen. Und wenn ich dann überlege, wie es dazu kommen kann, dass man als Täter mehr Verständnis und Entgegenkommen in unserer Gesellschaft zu erwarten hat, als seine Opfer – nicht nur hier, in dieser Diskussion, sondern an vielen Stellen, wo über Täter und Strafen diskutiert wird – dann wundert mich doch nicht mehr, warum unser System eine Täterpflege betreibt und die Opfer damit verhöhnt und vergisst. Nein, da bin ich gern „mittelalterlich“, aber besitze einen mir angeborenen Instinkt, meine eigene Art zu erhalten, indem ich sage, dass unsere Kinder geschützt werden müssen und die, die unsere Kinder und damit unsere Spezies gefährden, die Randfiguren sind, die unter uns keinen Platz mehr haben. Radikales Denken? Ja! Aber dazu stehe ich aus voller Überzeugung.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 06.03.2015
35 Antwort
Fakt ist, dass unser Rechtssystem in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist. Psychische und zum Teil auch Körperliche Gewalt wird weniger geahndet, als Raub, oder ähnliche Dinge die quasi mit dem Anderen nicht richtig aufwiegen können. Geld war schon immer mehr Wert als ein Mensch, zumindest liegt die Vermutung nahe. Das man grade, wenn Kindern sowas angetan wird, richtig Rot sieht, ist verständlich, da sie einfach die Unschuldigsten Wesen sind die auf der Erde leben. Und ausgerechnet ihnen Alles zu nehmen, bevor sie es überhaupt entwickeln konnten, ruft selbst in mir den blanken Hass. Auch ich habe schon häufiger geäußert, dass ich sehr wohl auch zum Mörder werden kann. Ja er wird bis zum Ende seines Lebens ein geächteter beleiben und das ist auch das Mindeste, was ihm eigentlich an Strafe zusteht. Leider hab ich tatsächlich bei ihm das Gefühl, dass er sich keiner Schuld bewusst ist, oder wenn nur zu einem geringen Teil. Er hätte zumindest einen Schuldspruch bekommen müssen, damit er gewisse Berufe, oder Soziale Projekte nicht mehr ausüben darf. Er soll übrigens lächerliche 5000€ an den Kinderschutzbund zahlen, was ein absoluter Hohn ist. Das wäre es im Übrigen auch bei 1.000.000.000€ Als würde sich Geld alles wieder gut machen. Aber wie schon oben erwähnt, Geld ist mehr Wert als alles Leben auf der Welt!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
34 Antwort
@chrysantheme Man will einfach nicht verstehen, worum es mir geht. Ich bin dann wieder raus hier. :)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
33 Antwort
@chrysantheme sorry, mein erster satz war unvollständig: ..."die mit solch perversen zu tun hatten oder dessen kinder von sowas misbraucht wurden... "
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
32 Antwort
@Maulende-Myrthe auch von mir nicht bös gemeint. aber deine aussagen sind teilweise schon ein schlag ins gesicht für menschen die mit solch perversen, JA, er ist ein meinen augen einfach ein perverser. er wird sich ganz offensichtlich NICHT helfen lassen in form von therepien etc , warum auch, er is ja mit nem blauen auge davon gekommen. der zieht iwo anders hin und dann fängt er sein leben von vorne an.. es kennt ihn nun mal nicht jeder auf der ganzen welt, also kann er -wenn auch weit weg- ganz ungezwungen sein leben unbeschwert weiter leben, ganz im gegensatz zu kindern die zu solchen videos gezwungen werden nur um perverse menschen wie diesen zu befriedigen.. ganz sicher hab ich für diesen"menschen" kein mitglied weil er die menschen in seinem umfeld verloren hat, weil er vielleicht von seiner familie geächtet wird... hat er es denn besser verdient?? NEIN hat er ganz sicher nicht, sowas gehört einfach weggesperrt und nicht auf die menschheit losgelassen. das hat in meinen augen nix mit mittelalterlichen hetze zu tun sondern einfach nur mit gesunden menschenverstand.. sorry, aber MEIN verstand is dazu geneigt dass es selbstverständlich sein sollte unsere kinder vor sowas zu schützen...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
31 Antwort
Ganz offensichtlich ist hier der Eindruck entstanden, dass ich mit diesem Mann symphatisiere? Dass ich finde, dass das alles richtig ist so? Glaubt ihr das im Ernst? Auch, wenn man mich nicht gut kennt, so solltet ihr mich aus vergangenen Beiträgen gut genug kennen um zu wissen, dass ich kein Idiot bin, oder? Charmaine, das was du sagst, sind reine Spekulationen. Du magst Recht haben, aber ich halte das, was du da sagst, für sehr unwahrscheinlich. Nun, wir werden nie erfahren, ob das eintreten wird, was du sagst oder nicht. Dass die meisten Pädophile kein Unrechtsbewusstsein haben und sich gegenseitig feiern, weil sie wieder ein Kind missbraucht haben, ist für mich völlig abstrus und aus der Luft gegriffen. Das mag vereinzelt zutreffen, ist aber sicherlich nicht die Regel. Die meisten Pädophilen leiden unter ihrer Neigung, schämen sich und würden das nie jemandem erzählen. Hier spürt man den puren Hass, der dazu führt, dass im Kopf Filme ablaufen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Ist nicht böse gemeint, ist aber mein Eindruck und zwar nicht nur bei dir. Ich habe in einer anderen Gruppe von Menschen, die sich spirituell nennen und die Nächstenliebe sowieo Toleranz und Mitgefühl predigen, Sachen gelesen, die jenseits von Gut und Böse waren. Das ist also nicht speziell auf dich bezogen. Ich bin auch der Meinung, dass jeder, der auffällig geworden ist, die Auflage erhalten muss, sich therapieren zu lassen. Ich bin sogar dafür, dass diese Leute sich kastrieren lassen müssten, sofern mehrere Gutachten zeigen, dass diese Leute nicht zu heilen sind. Dann geht dieser kranke Trieb auch weg. Ich habe noch ganz andere Ideen. Aber darum ging es hier nicht. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass dieser Mann eine ordentliche Strafe bekommen hat, weil er für immer geächtet ist. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die Pädophilen dieser Welt jetzt mit Edaty best friends werden und die ab sofort abends ein Bierchen auf seiner Ranch in Namibia trinken. Dass da was schief gelaufen ist, steht außer Frage und ich habe das nicht in Abrede gestellt. Ich wollte bei der ganzen mittelalterlichen Hetze gegen diesen Mann einfach mal darauf hinweisen, dass das ein oder andere übersehen wird.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
30 Antwort
@dorftrulli Meine liebe Sabine :). Dieser Satz, dass ich anders reden würde, wenn ich selber betroffen wäre, ist bei mir so unangemessen wie ein Bart. Wenn du mich kennen würdest, wüsstest du das. Also spar dir das.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.03.2015
29 Antwort
In einem Punkt gebe ich der Maulende-Myrthe recht. Es zeigt sich weltweit, dass Strafen im Prinzip nichts bringen. Trotzdem wird gemordet, vergewaltigt, mißbraucht. Ob nun bei Erwachsenen oder bei Kindern. Und trotzdem gehört ein Mensch mit krankhafter Neigung, wie ein Pädofieler, der sich schon Filme und Bilder aus dem Internet zieht, oder sich anderweitig besorgt, sofort weggesperrt! In eine Zwangstherapie! Und die müssen wie ein Drogenabhänigiger ihr Laptop, Handy und was weiß ich, ein mal die Woche zur Kontrolle abgeben, sollte die stationäre Therapie enden. Aber auch danach müssen sie mindestens ein mal die Woche in Therapie und auch in eine geleitete und beaufsichtigte Selbsthilfegruppe. Sie dürfen meines Erachtens danach auch keinen Job mehr ausüben, der mit Computern zu tun hat, um auch da eine mögliche Quelle entgegen zu wirken. Ja sie gehören quasi Big Brother mäßig überwacht!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 05.03.2015
28 Antwort
Vielleicht hat er sein direktes, soziales Umfeld verloren. Aber er wird gerade nach diesem Urteil auch von anderen Pädophilen mehr als genug Zuspruch bekommen und dich von denen Feiern lassen. Der sich nichts mehr zu schulden kommen lassen??? Er ist sich doch keiner Dchuld bewusst und das Urteil ist für ihn und alle anderen Pädophilen fast eine Art Freifahrtschein. Selbst wenn er nach Afrika auswandern sollte ... ist es besser, wenn er den Kindern von dort aus schadet? Der wird sich nämlich dann ganz sicher nicht, in einer einsamen Hütte ohne Kontakt zur Außenwelt verkriechen?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 05.03.2015
27 Antwort
Jemand der Kinderpornos anschaut ist genauso schuldig wie jemand der Kinder missbraucht!!! Wen interessiert es ob der Mann geächtet wird? @ Maulende-Myrthe , würdest du genauso denken und reden wenn deine Kinder betroffen wären? Wohl kaum!!!!!
dorftrulli
dorftrulli | 05.03.2015
26 Antwort
@Maulende-Myrthe Ich werde mir nicht anmaßen zu beurteilen, ob der Mann etwas gelernt hat oder wieder rückfällig wird. Man sieht aber, egal um wen oder was es geht, dass häufig Menschen in gehobenen Positionen ein Auffliegen von Fehltritten nutzen, um in Zukunft eben zu wissen, wo sie vorsichtiger sein müssen und welche Lücken es zu schließen gibt, damit ihre "Geheimnisse" sicherer sind. Bei dem Politiker geht es um eine sexuelle Neigung. Lässt diese sich unterdrücken, weil er größtenteils gesellschaftlich ausgeschlossen wird? Das wage ich zu bezweifeln, denn dann hätten wir ja die perfekte Therapie, um verurteilte und damit bekannte Pädophile vom Rückfall abzuhalten. Leider sprechen aber die Rückfallquoten eine andere Sprache. Und für mich bleiben die Zweifel an unserem Rechtssystem, wenn man für den - gesetzlich verbotenen - Besitz kinderpornographischer Schriften mit Geldstrafen behaftet wird, die mit denen illegaler Musikdownloads vergleichbar sind oder sogar noch darunter liegen. Und einen finanziellen Ruin sehe ich auch nicht, wenn dieser Mensch, durch die Einstellung seines Verfahrens, alle Ansprüche behält, die ihm - auch beim Ausscheiden aus seinem politischen Werdegang - auch für die Zeit nach seiner politischen Karriere bleiben. Da magst Du mich für blind halten. Ich kann das dann leider nur genauso an Dich zurückgeben, denn diesen Mann als gebrochen zu sehen und davon auszugehen, dass er sich nichts mehr zu Schulden kommen lässt, ist - in meinen Augen - leider auch naiv, denn dieser "gebrochene" Mann scheint ja zumindest nach außen, weiterhin nicht viel Unrechtsbewusstsein zu zeigen und die Schwerpunkte auf perfekte Wortdreherei zu legen, wenn er einerseits vor Gericht einräumt, die Vorwürfe als zutreffend zu erklären, direkt nach der Verhandlung jedoch öffentlich postet, es hätte keinerlei Schuldeingeständnis gegeben. Das klingt für mich keinesfalls nach einem gebrochenen oder gar kurierten Menschen, sondern eher wie eine Verhöhnung. Aber das darf jeder so sehen, wie er mag.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 05.03.2015
25 Antwort
Man mag sich darüber streiten, ob das deutsche Rechtssystem astrein funktioniert. Aber wer sich ernsthaft darüber aufregt, dass der Mann seine gerechte Strafe nicht erhalten hat, der muss blind sein. Der Mann ist ein Geächteter. Für den Rest seines Lebens. Er wird nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommen. Er hat sein komplettes soziales Umfeld verloren und ist vermutlich nach Afrika abgehauen, um fern seiner Heimat zu leben. Und selbst dort wird er nie unerkannt bleiben. Er ist für immer am Arsch. Also, man kann sich tatsächlich darüber aufregen, dass bei dem Urteil irgendwas schräg ist. Aber sich an 5000 Euro hochzuziehen, weil das bei seinem Gehalt lächerlich ist, hinkt. Der Mann ist ruiniert. Finanziell, sozial und überhaupt auf allen Ebenen. Also durchatmen und runter kommen . Er weiß, was er gemacht hat und er wird sich hüten, noch einmal auffällig zu werden. Und DAS ist mehr, als jede noch so lange Gefängnisstrafe erreichen kann, wenn der Täter inkognito bleiben kann und nach dem Absitzen seiner Strafe wieder integriert wird. Strafen funktionieren nachweislich nicht. Die Rückfallquote ist eklatant. Hier im Fall Edaty kann jeder ziemlich sicher sein, dass der sich nichts mehr zu schulden kommen lässt. Darüber sollten alle zufrieden sein. Meine Meinung :)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 04.03.2015
24 Antwort
was diesen politiker betrifft, verstehe ich die welt echt nicht mehr.
linchen0608
linchen0608 | 04.03.2015
23 Antwort
@ace09 Ja, da dachte man als Kind und Jugendlicher noch, dass Politiker so etwas wie Volksvertreter sind... und dann wurde man erwachsen und verstand plötzlich, warum man Kindern Naivität nachsagt.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 04.03.2015
22 Antwort
Da er als nicht vorbestraft gilt, wäre sogar eine berufliche Tätigkeit mit Kindern möglich, wenn er eine pädagogische Ausbildung hätte. Das nach §72a SGB VIII notwendige erweiterte Führungszeugnis ist ja sauber. Aber die Geschichte ist ja nur ein Beispiel für den juristischen Umgang mit Politikern. Jeder Normalsterbliche wäre bis in die Steinzeit abgegangen für die CDU-Spendenmauscheleien. Helmut hat das locker ausgesessen und mit einer Geldstrafe weggeatmet. Tja, Beziehungen sind schädlich, für den der keine hat.
ace09
ace09 | 04.03.2015
21 Antwort
@xxWillowXx
Moppelchen71
Moppelchen71 | 04.03.2015
20 Antwort
@Moppelchen71 Okay, dann haben wir des Pudels Kern nun gefunden Lange Rede, kurzer Sinn. Wer schön reden kann, hat gewonnen. Ein Unding, eine Farce und unser Rechtssystem war für mich schon immer "überflüssig", so wie es jetzt besteht. Von sozialer Gerechtigkeit sieht man kaum eine Spur Trauriges Deutschland.
xxWillowXx
xxWillowXx | 04.03.2015
19 Antwort
@xxWillowXx Das meine ich ja. Es geht scheinbar nicht mehr um Recht und Gerectigkeit, sondern nur darum, wer taktisch besser argumentiert. Dabei kann man ja auch die Unwahrheit sagen, ohne direkt zu lügen. Man muss eben nur kryptisch reden und seinem Umfeld damit etwas suggerieren. Dann kann die Wahrheit noch so offensichtlich auf dem Tisch liegen, man zollt dem Wortverdreher Respekt und ignoriert das eigentliche Problem der Tat.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 04.03.2015

1 von 2
»

ERFAHRE MEHR:

wieso versteht mein freund mich nicht?
06.02.2012 | 11 Antworten
Versteht ihr
17.11.2010 | 18 Antworten
warum versteht das mein mann nicht
14.08.2010 | 13 Antworten

Ähnliche Fragen finden

Kategorie: Dies und Das

Unterkategorien:

In den Fragen suchen


uploading