Stalking: Polizei sagt, sie könnte nichts machen

Moppelchen71
Moppelchen71
10.02.2015 | 10 Antworten
Mein Sohn hat eine Arbeitskollegin. Sonst eine gestandene Frau im Alltag und Beruf, feste und langjährige Beziehung, Kinder.
Seit gut einem Monat hat sie einen Stalker, der sich ausschließlich über SMS meldet. Allerdings kommen diese SMS nicht direkt von einem anderen Handy, sondern über einen Internetanbieter, über den man anonymisiert SMS verschicke kann.
Die SMS beinhalten Gewaltandrohungen, bis hin zu Morddrohungen. Zudem schreibt der Stalker ihr Informationen, die er nur haben kann, wenn er sie regelmäßig beobachtet. Beispielsweise, wann sie mit den Hunden draußen war, was sie wann - als sie das Haus verließ - an hatte und er kennt selbst Details, die er nur wissen könnte, wenn er sie auf der Arbeit gesehen hat, die über 20km von ihrer Wohnung entfernt ist.
Z.B. kamen da wohl Nachrichten, in denen er die Brille beschrieb, die sie erst bei der Arbeit trug, bzw. beim Verlassen des Gebäudes und die sie dann im Auto absetzte.
Über die SMS bekam sich sogar schon Todesanzeigen mit ihrem Namen zugeschickt.
Einen Verdächtige gibt es nicht, da sie eigentlich mit allen gut auskommt und sehr beliebt ist.
Arbeitskollegen scheiden weitestgehend aus, da die Zeiten, in denen sie beobachtet wird (privat)sich so mit Arbeitszeiten der maximal in Frage kommenden Kollegen überlappen.
Da es immer mehr Ausmaße annimmt, war sie nun bei der Polizei und wollte wissen, was sie tun kann, denn inzwischen ist sie nervlich extrem belastet. Die Polizei sagte nur, da die SMS nicht direkt verfolgbar wären und man über die Internetanbieter erfahrungsgemäß auch keine Hilfe erwarten könnte, hätten sie keine Handhabe, dem Fall nachzugehen. Sie wurde also praktisch wieder weggeschickt.

Mir ist das unbegreiflich, dass nicht zumindest eine Anzeige aufgenommen wurde. Die Gesetzgebung wegen Stalking ist ja nun nicht mehr so neu, dass man davon ausgehen kann, die Polizei kenne sich damit nicht aus.
Arbeitskollegen begleiten sie nun nach Dienstschluss meist zu ihrem Auto oder beobachten sie, um ggf. eingreifen zu können, fahren teilweise einen Teil der Strecke hinter ihr her und behalten vor dem Gebäude mmögliche Verdächtige Personen und Fahrzeuge im Auge. Zudem rieten sie ihr, einfach die Polizei i der Kreisstadt aufzusuchen, statt die in dem kleinen Ort, in dem sie wohnt und dass sie sich bitte mit der Opferhilfe vom weißen Ring in Verbidung setzen soll, damit man ihr dort noch einmal nennt, was sie bei der Polizei an Hilfe einfordern könnte, wie beispielweise darauf bestehen, dass eine Anzeige aufgenommen wird.
Aber alles Beobachten führt nur im idealen Zufall zur Ergreifung des Täters.
Kann es wirklich sein, dass trotz Morddrohungen, der Internetanbieter nicht preisgeben muss, von wo er die Daten, die er weiterleitet, bekommt, damit man den Handybesitzer herausfinden könnte?
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10 Antwort
in den meisten fällen muss leider wirklich erst was passieren, damit die Polizei tätig wird ich würde auch raten, in eine größere polizeistation zu gehen oder ggf. gleich zur Kripo es gibt da durchaus Möglichkeiten, an die Daten des Täters ranzukommen wenn mich einer mit unterdrückter nummer auf Handy oder Festnetz stalkt oder auf diesem wege irgendwas anderes verbotenes versucht, kriegen die das auch raus..spätestens dann, wenns nochmal dazu kommt
gina87
gina87 | 11.02.2015
9 Antwort
@Moppelchen71 Ja, das ist das problem, solange nichts tät, ich es passiert ist, passiert auch von seiten der Polizei nichts. Das ist mir unverständlich. Da frag ich mich, machen die nichts, weil sie wirklich nichts tun können oder sind sie einfach nur zu faul oder sehen sie es als ungelegte Eier an.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 11.02.2015
8 Antwort
Mir tun die Opfer des Stalkings so leid, da wirklich meist nix gemacht, wird oder werden kann bevor etwas passiert. Aber soweit sollte es ja gar nicht kommen ... versteh das immer nicht das man da einfach so hilflos ist!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2015
7 Antwort
@Moppelchen71 Definitiv! Es ist schrecklich, dass ihr nicht geholfen wird. Zumindest eine Anzeige gegen unbekannt & dann eben auch entsprechende Ermitllungen.
kathi2014
kathi2014 | 11.02.2015
6 Antwort
@kathi2014 Ach so, ja. Da gab es wohl auch einige Tipps, bezüglich spezieller Foren. Und eben die Kontaktaufnahme zum weißen Ring. Also sagen wir so, ich meine, Unterstützer hat sie und eben Leute, die ihr helfen. Das Hauptproblem ist eben, dass die Polizei ihr nicht half, sondern sie wegschickte. Dabei wäre es von der Seite wahrscheinlich am einfachsten, den Stalker zu ermitteln. Solange man nicht weiß, wer es ist, wird der wohl ewig so weitermachen können und man kann ja nie sagen, was für ein eventuell kranker Mensch dahinter steckt, dem es irgendwann nicht mehr reicht, "nur" SMS zu schicken und seinen Worten Taten folgen lässt. Morddrohung ist definitiv eine Straftat. Und doch hört man immer wieder, dass Betroffenen gesagt wird "Solange nichts wirklich passiert ist..." Das kann es doch einfach nicht sein, meine ich.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 11.02.2015
5 Antwort
@Moppelchen71 Betroffene eher im Sinne von ... haben dasselbe erlebt und erfolgreich beendet ... & so noch einmal an Tipps kommen.
kathi2014
kathi2014 | 10.02.2015
4 Antwort
Wahnsinn, da wird mir gleich ganz anders. Meine ehemalige Nachbarin hatte auch mal n stalker aber längst nicht so krass wie das... Ich denke so lange sie nicht weiß wer sie stalkt, nützt auch der Anwalt nix. Warum die Polizei sie aber einfach so abweist ist mir unklar. Dürfen sie das denn oder ist es nicht im weitesten Sinne unterlassene hilfeleistung? Ein Staatsanwalt oder ein Richter müssten den Internetanbieter doch dazu verdonnern können die Daten raus zu geben bzw zu kooperieren. Eine Sauerei das sie einfach damit allein gelassen wird. Ich fürchte im Moment kann sie wohl nicht viel machen außer weiter jemanden auf sie aufpassen zu lassen und hoffentlich bald heraus zu finden wer denn dahinter steckt.
delila
delila | 10.02.2015
3 Antwort
Andere Betroffene sind - meine ich - nicht bekannt. Einen Anwalt einzuschalten, war auch bereits im Gespräch. Ob sie das jedoch bereits in Planung hat, weiß ich nicht. Werde es meinem Sohn aber noch mal sagen, damit er es weitergeben kann.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 10.02.2015
2 Antwort
Ich würde einen ANwalt einschalten. Das hört sich nicht mehr nach streich an da sollte auch was nunternommen werden und ein ANwalt kann da schon einiges mehr bewirken über gerichte und einsweilige verfügungen als die Polizei.
Sabi77
Sabi77 | 10.02.2015
1 Antwort
Immer und immer wieder zur Polizei. Mit anderen betroffenen Kontakt aufnehmen.. Ich drücke echt die Daumen, dass dies bald ein gutes Ende nimmt. Ich bin grad etwas sprachlos.
kathi2014
kathi2014 | 10.02.2015

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