Kinder und Beerdigung

Kleiner_Muck
Kleiner_Muck
09.02.2015 | 12 Antworten
Hallo!
Ich muss jetzt mal eine Frage stellen die mich schon ein paar Tage beschäftigt.
Meine Oma liegt im sterben und nun stellt sich mir die Frage, ob ich meine Kids mit zur Beerdigung nehmen soll wenn der Tag gekommen ist. Der ganz Kleine wäre dann 4-5 Monate alt, aber um ihn gehts gar nicht. Er würde definitiv nicht mitgehen. Mir gehts eher um die andern beiden, 5 und 7 Jahre alt. Sie haben nicht solo die enge Bindung zu ihrer Uroma. Sie waren wohl öfters im Altersheim um sie zu besuchen, aber jetzt nicht so regelmäßig.

Ward ihr schonmal in so einer Situation und wie habt ihr euch entschieden? Findet ihr dass Kinder generell nichts auf einer Beerdigung zu suchen haben oder seid ihr der Meinung, dass auch schon die Kleinsten mit dem Thema Tod konfrontiert werden sollten??
Für mich persönlich ist es ein sehr schwieriges Thema...

Lg und schonmal danke für eure Meinungen!
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12 Antwort
Die Oma von meinem Mann ist im Dezember verstorben. Wir haben unseren Kindern dann versucht das zu erklären, 6 und 3 Jahre alt. Sie haben es eigentlich ganz gut verstanden. Wir haben sie gefragt ob sie zur Beerdigung mit möchten. Der Große wollte mit, die Kleine wollte lieber in den Kindergarten. So haben wir es dann auch gemacht. Der Große mit 6 hat es echt gut verstanden, er hat sich sogar in der Leichenhalle zusammen mit meinem Mann am offenen Sarg von seiner Uroma verabschiedet und hat ihr ein selbst gemaltes Bild in den Sarg gelegt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2015
11 Antwort
meine kurze war bisher auch auf keiner Beerdigung als sie 3 war, starb der opa meines mannes, 1 jahr später, als mausi 4 war, dann die Oma... beide kannte sie kaum.. die beiden wohnten recht weit weg, weswegen man sich vielleicht ein- zweimal im jahr sah.. sie fragte da auch nie nach, wo die beiden sind..das haus is nach wie vor noch im Familienbesitz und wird genutzt, wenn wir mal dort sind um die onkel und tanten meines mannes zu besuchen, und da kam bis heute nie ne nachfrage von mausi, wo denn die Uroma und der Uropa sind, obwohl sie sich an beide erinnern kann... letztes jahr im Oktober, als mausi schon 6 war, verstarb dann mein opa..den sah sie zwar öfter, da er und Oma eben vor ort waren, auch als die beiden dann in ein Pflegeheim kamen, aber ne tiefergehende Bindung hatte sie keine zu ihm, und auch nich zu ihr... klar, sie war/is älter und fragte dann natürlich, sah auch das meine mutter und ich traurig waren und wir erklärten ihr es auch und beantworteten ihre fragen die sie hatte, aber so richtig verstanden wieso, weshalb, warum hat sies nich... ich bin dann im nachhinein mit ihr auf den Friedhof..das war mir lieber, als sie mit zu den Beerdigungen zu nehmen..das hätte sie bei meinem opa zumal sowieso nich recht verstanden, weils ne anonyme Urnenbeisetzung war..sprich. Trauerfeier in der trauerhalle am sarg und ca. ne Woche später dann die Urnenbeisetzung, bei der nur meine Eltern dabei waren kein "richtiges" grab mit stein oder so, lediglich ne kleine wiese, auf der an einer stelle ein großer stein mit einem spruch drauf steht, vor der man dann Blumen usw legen/stellen kann
gina87
gina87 | 10.02.2015
10 Antwort
meine große war 3J, als meine oma starb. wir hatten sie zwar regelmäßig besucht, aber sie hatte keine zu große bindung zu ihr. ich habe sie nicht mitgenommen, wir haben ein jahr später gemeinsam das grab besucht .
ostkind
ostkind | 10.02.2015
9 Antwort
Danke euch allen! Der Große weiß schon genau was es bedeutet wenn sie stirbt. Der Kleine eher weniger, aber auch nur weil er nicht so "wissbegierig" ist wie der Große. Wir haben mit beiden schon desöfteren drüber gesprochen, aber beim Kleinen hatte ich immer das Gefühl er interessiert sich bzw kann mit dem Thema noch nicht viel anfangen. Wir werden die beiden einfach selbst entscheiden lassen...
Kleiner_Muck
Kleiner_Muck | 10.02.2015
8 Antwort
Mein Opa, also der Uropa von meinem Sohn, ist vor 1 Jahr gestorben. Mein Sohn war damals 5 und für ihn war es keine Frage: ich gehe da mit. Ich würde deine Kinder fragen. Gerade wenn ihr nicht so engen Kontakt hattet werden deine Kinder nicht ganz so emotional reagieren. Wir haben vor der Beerdigung viel darüber gesprochen - was jetzt mit Opa passiert ist, was passiert, was Tod ist und haben ihn einfach viel Fragen lassen. Auch wie eine Beerdigung abläuft, dass es auch gut ist wenn man dann mal weint, auch als Mama... Mein Sohn, der normalerweise nie malt, fragte dann ob er für Opa ein Bild malen kann. Und er malte das was er sich vorstellte. Ein Haus aus dem wir alle rausguckten. Einen Regenbogen vom Haus in den Himmel und Opa der aus dem Himmel zu uns rüberwinkte. Er hat viel und lange von Opa geredet, auch heute noch. Wenn wir zb für die andern Omas/Opas was für Weihnachten basteln bastelt er für ihn was mit und legt es ihm aufs Grab. Wie es so schön heißt: der Tod gehört zum Leben dazu. Deshalb würde ich meine Kinder nicht ausschließen. Es gibt ein ganz tolles Buch darüber - vom Sterben, Tod und Trauer den Kindern erzählt. Das haben wir viel gelesen damals - auch wenn es mir mehr als schwer fällt. http://www.amazon.de/Von-Sterben-Trauer-Kindern-erz%C3%A4hlt/dp/3766613111
taunusmaedel
taunusmaedel | 10.02.2015
7 Antwort
Hi...ich finde auch, dass man damit so offen wie möglich umgehen sollte.Natürlich ist es ein schweres, trauriges Thema.Aber: Der Tod gehört zum Leben dazu, genau wie die Geburt. Und oftmals ist es eine Erlösung. Sprich mit deinen beiden großen darüber und lass Raum für Fragen.Ich glaube ich würde sie danach fragen, ob sie dabei sein möchten oder nicht.Ich denke, dass Kinder das oft besser für sich einschätzen können, als man denkt. Und wenn die Bindung nicht so eng War, ist das vielleicht eine gute Basis sie so positiv wie möglich an das Thema heran zu führen.Man braucht selber eine gesunde Einstellungen zum Thema Tod.
sophie2689
sophie2689 | 10.02.2015
6 Antwort
Unsere Kleinen waren mit 3 und 4 zum ersten Mal auf einer Beerdigung und dieser Abschied war sehr wichtig für sie, um zu begreifen, wohin hier kleiner Bruder nun kommt. Zum zweiten Man waren sie dann letztes Jahr auf der Beerdigung ihrer Oma. Zu dem Zeitpunkt waren sie 5 und 6 Jahre alt und wir fragten sie, ob sie mitkommen oder bei Freunden bleiben wollten. Sie wollten Oma verabschieden. Beide Male war die Beerdigung ein wichtiger Prozess für sie, allerdings hatten sie auch eine enge Beziehung zu den Verstorbenen.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 10.02.2015
5 Antwort
Wir haben unsre kinder bisher nie mit genommen. Lieber danach in ruhe auf den Friedhof und alles in Ruhe erklären! Mein großer wäre da zu sensibel, wenn er mich sa weinen sähe würde er sich total sorgen machen! Ich denk ab 12 ok, oder bei sehr nahen Angehörigen Natürlich auch eher!
rudiline
rudiline | 09.02.2015
4 Antwort
Als meine Oma gestorben ist, War ich 12 und meine Cousine 8 Jahre alt und wir waren nicht mit, das ist so entschieden worden und ich habe es so hingenommen. Was da das richtige für euch ist, müsst ihr entscheiden, gehe in dich, stell dir beide Situationen vor und entscheide nach bauchgefühl. Wenn du sie mitnimmst, ist es eventuell so, dass es eine der ersten bleibenden Erinnerungen ist, ob das gut oder schlecht ist, kann keiner sagen, bzw. Wie die kinder das später für sich empfinden. Wenn du sie nicht mitnimmt, würde ich am nächsten tag mit ihnen zum Grab gehen, wo dann jeder eine Blume aufs Grab legen kann, die sie vorher ausgesucht haben, das finde ich eine schöne geste. Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel kraft.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 09.02.2015
3 Antwort
Ich würde das Thema auf jeden Fall ansprechen und sie fragen. Wir wurden damals direkt "ausgeschlossen" Weder bei Oma, noch bei Opa waren wir auf der Beerdigung. bei der oma wurde es uns nicht mal direkt gesagt. wir waren da wirklich traurig und es war auch nicht einfach im nachhinein. Jetzt als Erwachsene können wir unsere Mum irgendwo verstehen, aber dennoch wären wir im Rückblick gern dabei gewesen - einfach um richtig Abschied nehmen zu können. Die Wahl würde ich lassen.
xxWillowXx
xxWillowXx | 09.02.2015
2 Antwort
Kinder gehen mit so etwas oft besser um als wir erwachsenen. Je offener du das Thema mit den beiden besprichst desto einfacher fällt es Ihnen es zu verstehen und abschied zu nehmen... Ich würde sie einfach fragen ob sie mit wollen und danach entscheiden. Aber es von vorne herein verbieten würde ich nicht. Ich wünsch euch ganz viel Kraft!
delila
delila | 09.02.2015
1 Antwort
wenn sie die uroma eh nicht gut kennen, dann würde ich das lassen und alleine hingehen. wären sie jetzt regelmäßig bei ihr gewesen und würden sie sehr vermissen, dann würde ich sie mitnehmen, damit sie verstehen was passiert ist.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 09.02.2015

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