Hündinnen aneinander gewöhnen

Moppelchen71
Moppelchen71
20.12.2013 | 8 Antworten
Viele wissen ja, dass unser Chaosbande eine äußerst eigenwillige Deutsche Dogge als Mitglied hat.
Zu lesen in der Kolumne unseres MW_Magazins hier, wie sie beispielsweise zu meinem Mann in die Wanne klettern will oder sich von unseren Kindern mit tonnenweise Sandkuchen füttern lässt.
Diese, unsere "dürre Blondine", wie wir sie auch ganz gern mal nennen, hatte nun heute die Chance, eine gleichaltrige, gleichartige und gleichgroße Hündin als Spielkameradin zu bekommen, was zumindest auf Seiten unserer Skadi Liebe auf den ersten Blick war.
Ich überlege gerade, in welchem Kinderfilm das war, wo eine der Figuren immer wieder mit tiefer Stimme und etwas tumpen Gemüt säuselte "Ich liebe Dich!"... oder war es ein Tierfilm? (denk)
Auf jeden Fall wollte Skadi heute morgen die gleichaltrige Doggenhündin, die meine Tochter und deren Freund gestern zu sich nahmen, im Sturm erobern.
Vielleicht mit etwas zu viel Sturm!
Lotta ist ebenfalls eine Deutsche Dogge, wie ich ja schon schrieb, allerdings irgendwie ihrem Alter entsprechend, wesentlich gelassener, als Skadi.
Während die Tierärztin uns vor kurzem noch sagte, anhand Skadis Temperament, die immer gleich jeden liebt und ihm das auch unbedingt zeigen will, würde sie uns auch glauben, wenn wir erzählen, Skadi sei erst 2, statt 5 Jahre alt.
Lotta hingegen, verhält sich wie die "grande Dame". Sie wartet ab, geht gelassen auf die Menschen zu und es scheint unter ihrer Würde, sich flippig zu verhalten, wie ein kreischender Teenager vor der Boygroup.
Unsere Hoffnung war, dass unsere Skadi sich spielerisch ein wenig von Lotta abguckt, wenn die Beiden sich denn anfreunden können, doch das erste Zusammentreffen heute, auf neutralem Boden, war dann wohl doch etwas einseitige Liebe.
Während Skadi mit ihrem Herzchen sprühenden Blick gleich zu Lotta wollte, machte diese einen Höllenlärm, kläffte und knurrte und unsere Skadi tat so, als wollte sie sagen "Ach komm schon, tu doch nicht so spröde. Ich liebe Dich und Du lernst schon, mich auch zu lieben!"
Wir brachten beide Hunde dan erst einmal auf zwei verschiedene Zaunseiten, stellten uns locker plaudernd an den Zaun und lobte beide Hunde immer dann, wenn sie sich nicht anblafften.
Beide wurden gestreichelt, bekamen Leckerli und als wir das Gefühl hatten, sie lieben sich vielleicht nicht, schaffen es aber, sich nicht an den Hals zu gehen, gingen mein Sohn mit Skadi und der Freund meiner Tochter mit Lotta, ein Stück spazieren. Die Hunde außen, beide Männer in der Mitte.
Gut, Skadi versuchte immer wieder mal zu Lotta vorzustoßen. "Nun lasst mich ihr soch mal zeigen, wie toll ich sie finde!", aber Lotta ignorierte Skadi komplett, bis diese es ihr annähernd gleich tat und zumindest gleichgültig tat.
Wir wollen die nächsten Tage immer wieder die Hunde zum Spaziergang annähern lassen, ohne sie zu eng zusammenkommen zu lassen.

Was meinen die Hundeprofis hier, hört sich das Ignorieren, nach dem anfangs doch heftigem Bellen und Knurren, danach an, dass aus den Doggen doch vielleicht noch Freundinnen werden können, wenn wir es langsam angehen lassen?
Über Lottas Leben wissen wir nicht viel, nur, dass sie bereits zwei Vorbesitzer hatte. Der Erste soll mehrere Tage bewusstlos in der Wohnung gelegen haben (Alkoholiker), bis Nachbarn auf lottas Winseln aufmerksam wurden und die letzten 1 - 1, 5 Jahre war sie in einer Familie, mit kleinen Kindern und ANschluss zu anderen Hunden.
Durch Umzug konnte die Familie Lotta nicht mitnehmen und sie war mit den anderen Hunden viel in einem riesigen Auslauf zusammen, ohne engeren Familienanschluss. ALso Familie eher als Besuch.
Könnte es sein, dass Lotta da einfach irgendeine schlechtere Erfahrung mit den anderen Hunden gemacht hat und deshalb so spröde reagiert?
Die Vorbesitzerin meinte, dass sie normalerweise immer sehr gut mit anderen Hunden ausgekommen ist. Aber diese Reaktion auf Skadi und die Tatsache, dass sie ähnlich laut reagiert, wenn sie beispielsweise beim Spaziergang einen anderen Hund sieht, wirkt gerade etwas anders. Wobei das ja aber auch daran liegen könnte, dass Lotta sich erst an den Familienwechesel gewöhnen muss.
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8 Antwort
Ich habe das gesehen über deine Tochter. Es hat viel mit vertrauen zum Halter zu tun wie sich Hunde verhalten. Da sie erst kürzlich in Familie kam muss hier wohl noch mehr Vertrauensarbeit geleistet werden ohne neue Reize die dies beeinflussen. Sie muss sich erst richtig einleben um zu ihrem wahren "ich" wieder zu finden um dann auch so zu reagieren wie es die ex Besitzer sagen. Eingewöhnung durchlaufen und langsam dran gewöhnen. Spaziergang war schon zu viel, neues Herrchen führt und dann neuer Hund , ignorieren ist auch Überforderung. Ich finde es aber einen Anfang das sie ignoriert anstatt krawall zu schlagen. Die plaudersituation war schon richtig. So ungefähr "oh Hallo , schön dich zufällig zu treffen" das ist gute Gewöhnung. Und nicht nervös werden bevor man sich wieder sieht. Das spüren sie. Ich kenn auch 2 wo die ruhige gegenüber der aufgedrehten einmal ausflippte. Zack ein knurren und biss in Nacken , ab da war Ruhe. Der flippige ist ruhiger dem anderen gegenüber. Bis zu nem Gewissen Maß sollten Maßregelungen von lotta unbeachtet bleiben.
daven04
daven04 | 20.12.2013
7 Antwort
@Moppelchen71 Das mit den Leckerlis ist ja schon mal sehr gut, ihr könnt den beide ja auch gleichzeitig was geben ein rechts und ein lings, wenn da alles ruhig abläuft.so bekommt jeder dann das selbe.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.12.2013
6 Antwort
Gerade MIT den Leckerli waren sie beide allerdings erst recht ruhiger und gelassener. Lotta hat eben drauf geachtet - nur durch aufmerksames Gucken - dass sie auch genug abbekommt, aber da war keine negative Anspannung, knurren oder ähnliches. Sie guckte zwischen meiner Tochter und Skadi hin und her, wenn Skadi gerade Leckerli bekam, setzte sich schmachtend vor meine Tochter und holte sich ihres ab. Da war keine Ablehnung meiner Hündin gegenüber, sondern einfach nur "Gib ihr, was Du meinst, aber vergiss mich nicht. Bitte einfach nur in meinen Schlund werfen. Danke!" Maike, hast Recht, ich rufe sie nachher mal an und schaue, ob sie Zeit zum plaudern hat.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 20.12.2013
5 Antwort
Schließe mich Aurora an Ich hab mir damals auch so ein "Sorgenkind" aus dem Tierheim geholt. 2 Vorbesitzer, der letzte war ein agressiver Alkoholiker... Mein Hund hat wenig Freunde gehabt und an die mussten wir ihn auch immer erstmal gewöhnen...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.12.2013
4 Antwort
Ich würde es erstmal bei den Spaziergängen belassen, was die Leckerlis an gehen das ist so eine Sache, das ist eine Ressource die es wert ist zu verteidigen da hat meine schon mit 9 Wochen Theater gemacht genauso wie Spielzeug, allso wirklich nur bei den Spaziergängen erstmal bleiben bis die Flippige Dame nicht mehr aus dem Häuschen gerät und die Ruhige Dame sich ebendfalls fraud sie zu sehn, ab da kann man das ganze dann ausweiten.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.12.2013
3 Antwort
Warum muss ich grad an Pepe, das Stinktier und an Marmaduke denken? Ich glaube diese beiden Charaktere beschreiben die heutige skadi sehr sehr gut . Warum rufst du net mal das Weib in Kamen an, die hat glaub ich alles gefressen, wat der Rütter so von sich gegeben hat, die kann Dir bestimmt sagen, ob Lotta bleibende Schäden aus der Vergangenheit hat. Obwohl ich mir das auch denke! Und wenn Skadi sich wirklich SO aufgeführt hat, wie ich das in dem Film vor meinen inneren Auge sehe, dann hätte ich auch was gebellt und wäre genervt gewesen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.12.2013
2 Antwort
@Chrissi1410 ALso auf die Familie bezogen, ist sie, als wäre sie da schon immer gewesen. Gut, wenn alle den Raum verlassen, in dem sie ist, verunsichert sie das noch und sie will dann sicherstellen, dass sie nicht verlassen wird. ABer ansonsten ist sie gleich recht gut angekommen, hat sofort ihren Schlafplatz akzeptiert und eingeweiht, gefressen, sich ein bisschen verwöhnen lassen und, nach einem intensiven Rundgang durch die Wohnung, wieder auf ihren Platz gelegt. Draußen ist sie wachsam. Nicht, dass sie gleich bellt oder knurrt, aber wenn sich beispielsweise jemand ungestüm nähert, dann stellt sich die Ohren auf und starrt demjenigen entgegen. Soweit also ein wirklich lieber Hund, mit gutem Benehmen. Man merkt, dass sie eine Erziehung erhielt. Sie soll wohl, zwischen dem 1. und 2. Halter, vorübergehend bei einer Tiertrainerin gewesen sein. Beim 1. Besitzer, der bewusstlois in der Wohnung lag, soll wohl, bis seine Frau ihn verlassen hat, noch ein Rüde da gewesen sein und die Vorbesitzerin sagte, es hieß, dass Lotta auch mal Welpen gehabt habe. Mehr konnte sie uns leider auch nicht sagen, aber zumindest war zwischen Lotta und der Vorbesitzerin, ebenso zu deren Kindern, ein sehr vertrautes Verhältnis. Sie sagte uns, dass es wohl zwischen Lotta und einem Chiuahua nicht so gut gelaufen sein soll, aber eben, dass Lotta mit anderen Hunden sonst gut kann. Ich meine, wäre sie gänzlich abgeneigt, hätte sie Skadi letztendlich nicht ignoriert, sondern wäre weiter aggressiver ihr gegenüber gewesen. Nur, ich hatte bisher noch keinen solchen Vorfall. Meist verstanden sich die Hunde gleich. Von daher kann ich nur hoffen, dass die Beiden Hündinnen sich anfreunden. Für so große Hunde ist es ja auch schöner, gleichgroße Spielpartner zu haben.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 20.12.2013
1 Antwort
Wir haben bei Omas Hund ja auch das Problem, daß er zu 80% wie eine Rakete auf andere Hunde zuschiesst und sie ankläfft. Auf der anderen Seite ist er feige, sobald ein anderer Hund auf ihn zukommt, also den ersten Schritt macht, zieht er sprichwörtlich den Schwanz ein. Ich muss dazu sagen, meine Schwiegermutter, ich und alle anderen aus der Familie haben keinerlei Hundeerfahrung. Andere Hundebesitzer sagen, das ist bei ihm Angst und unsicherheit, wenn sie ihn erleben. Wir wissen auch nicht, was er genau erlebt hat, wir wissen nur, dass er eine Zeit lang Strassenhund war und sich durchkämpfen musste. Lotta wird sich erst an Euch und die neue Umgebung gewöhnen müssen, noch ist alles neu für sie und ihr müsst sie genauso kennenlernen. Mit Liebe und Geduld werdet ihr das hinkriegen, gebt ihr die Zeit, auch mit Skadi. Da wo wir den Hund her haben, ist uns gesagt worden, bei einigen Hunden kann es bis zu 4 Jahren dauern, bis sie richtig in ihrer Familie angekommen sind.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 20.12.2013

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