Organspende bei/von kinder

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
19.06.2013 | 105 Antworten
da ich grad den bericht bei stern tv sehe, wo ein 15jähriger ne lunge transplantiert bekommen hat.
dort haben die wiedermal drauf hingewiesen das vorallem kinder-spende-organe viel zuwenige da sind.

darauf hin hab ich mir die frage gestellt (auch wenn sie makaber klingen mag): würde ich die organe meiner kinder freigeben? bin da ehrlich gesagt sehr unentschlossen. auf der einen seite klar, man könnte anderen kinder ne chance geben, aber auf der anderen seite, mein kind "zerlegen" lassen. ich weiß nicht ...

hat sich von euch jemand darüber schonmal gedanken gemacht?
wie würdet ihr entscheiden?

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105 Antworten

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1 Antwort
ja so sehe ich das auch finde es ist eine schöne sache anderen kindern zu helfen aber ich persöhnlich würde die Organe meiner Tochter nicht Spenden
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.06.2013
2 Antwort
Ich habe meinem mann ganz klar zu verstehen gegeben das ich dafür bin. Ich finde es sehr wichtig. Und wenn ich schon den Tod meines Kindes verkraften muss, weiß ich das ich einer anderen Familie sowas erspart habe! Mir ist es nicht wichtig was ich am ende beerdigen muss, mein kind ist Tod. Und ab dem moment kann es gar nicht mehr schlimmer werden!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.06.2013
3 Antwort
Ich schließe mich da SKKJFP an! Mit dem Tod meines Kindes klarkommen zu müssen, wäre für mich ungefähr so, als würde ich selber sterben!!! Das ist etwas das man NIEMANDEM wünscht und wenn ich weiß, dass ich mit seinen Organen einem anderen Kind vielleicht das Leben retten kann, dann mache ich das gerne! Mag sich furchtbar anhören, aber mein Kind würde von nich Spenden auch nich wieder lebendig :- (
MaerzBueblein
MaerzBueblein | 19.06.2013
4 Antwort
Ich habe immer gedacht, ich würde es nie tun können. Da ist mein Kind, so perfekt, so lebendig, ... Wie kann man sich da vorstellen ... ? Nein, das ist vom Gefühl her, als spräche man sein Todesurteil über sein Kind! Und auch heute, wenn ich meine gesunden, lebenden Kinder hier herumtollen sehe, kann ich solche Gedanken einfach nicht zulassen. Die andere Seite ist aber eben eine Entscheidung zu treffen, wenn das Kind nicht mehr leben kann. Man sitzt als Eltern da, dem unausweichlichen Abschied ausgeliefert und man weiß, dass das Kind gehen wird. In dem Moment schreit alles innerlich, zieht sich zusammen, will nicht begreifen und doch muss man den Tatsachen ins Auge sehen. Das eigene, geliebte Kind, wird nie wieder die Augen aufschlagen und einem ins Gesicht lächeln. In der Zeit, vier Monate, die unser Kleiner auf Intensivstation lag habe ich so viel Leid gesehen. Eltern, die eben noch draußen mit mir sprachen, wie sehr sie hoffen, dass es nun für ihr Kind bergauf geht. Und im nächsten Moment hörst Du die verzweifelten Schreie der Mutter, siehst sie, durch die Trennscheiben der Zimmer, in die Knie gehen, zusammenbrechen, ... Der weinende Vater, der die Mutter zu stützen und gleichzeitig von seinem Kind Abschied zu nehmen versucht, ... Du siehst Familien, die ins Sterbezimmer des Kindes gehen, sich verabschieden und bist all dem immer wieder ausgesetzt, dankbar, für jeden Tag, an dem dieser Krug an Deinem eigenen Kind vorbei geht. Und dann erlebst Du diese kleinen, großen Wunder. Ein totgeweihtes Kind, dessen Leben durch ein Spenderorgan gerettet werden kann. Wie es die OP übersteht, jeden Tag kräftiger wird , in ein neues Leben durchstartet, ... Als unser Sohn starb, hätte ich viel darum gegeben, seine Organe spenden zu dürfen. Ich habe es nicht so gesehen, dass man ihn zerstückeln würde, sondern dass sein Tod nicht ganz so unsinnig wäre. Etwas von ihm würde weiterleben, in anderen Kindern, ihnen ein Leben ermöglichen. Etwas von ihm würde leben, wenn sein Körper längst bestattet ist. Unser Sohn konnte seine Organe nicht spenden. Niemand hätte sie gewollt. Er hatte das Down-Syndrom und wenn, dann wären seine Organe nur an ein Kind gegangen, dass nicht nur von der Genetik gepasst hätte, sondern eben auch DS hätte. Nur, Kinder mit DS, haben bei uns kein Anrecht auf ein Spenderorgan. So kam auch kein Organ in Frage, das ihm das Leben hätte retten können. So sagte man es uns in der Klinik. Und es macht mich traurig, zu wissen, dass mein Kind gehen musste, ohne dass etwas von ihm weiterlebt. Nur, solche Entscheidungen kann man erst treffen, wenn man sie treffen muss.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 19.06.2013
5 Antwort
Oh mein Gott Das tut mir so leid das du so was erleben musstest! Ich will mir so etwas auch nich vorstellen und mir kamen auch schon bei meiner Antwort die tränen! Es ist wie du sagst, man will und kann einfach nich darüber nachdenken weil es schmerzhaft ist! Aber es ist ein schöner Gedanke das mit einer Spende das Kind irgendwie weiterlebt und nich umsonst gelebt hat! Das wäre auch der einzige Grund es zu machen und natürlich um anderen so etwas zu ersparen! Trotzdem hofft man natürlich niemals in solch eine Situation zu kommen!
MaerzBueblein
MaerzBueblein | 20.06.2013
6 Antwort
ja, meine Organe und die meiner Kinder würde ich spenden ... mein mann findet diese gedanken schrecklich und kann oder will sich nicht damit auseinander setzen ... aber ich bin dabei viel zu sehr realist und denke öfter über solche worst carse-sachen nach ... ich glaub sogar, dass es gut ist, irgendeinen plan zu haben, wenn das leben aus den fugen gerät - ich weiß nicht, ob ich unmittelbar nach dem tod meines kindes so klare gedanken fassen kann, um mir erst dann gedanken zu machen, ob wir spenden wollen ...
Mia80
Mia80 | 20.06.2013
7 Antwort
ich würde es nicht tun ... ich habe es auch nicht bei meinem Mann zugelassen ... mir ist absolut bewusst, wie wichtig das ist, keine Frage ... kann aber nicht mit dem Gedanken leben, das ich nur einen "ausgestopften Menschen" beerdige ... es mag sich für viele egoistisch anhören, aber ich würde es nicht machen lassen ...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.06.2013
8 Antwort
ich würde auch die Organe meines Kindes spenden. Es nicht zu tun, halte ich nicht für richtig. Ich stelle mir dann immer den umgekehrten Fall vor. Was ist, wenn mein Kind ein Organ zum weiterleben braucht und andere Eltern geben keine Organe frei, weil sie das aus irgendwelchen Gründen nicht möchten. Ich sehe das so wie Moppelchen. Mit einer Organspende lebt das eigene Kind in einem anderen Kind weiter.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 20.06.2013
9 Antwort
@carlita12052011 hmm, da widersprichst Du Dir aber. Du findest es toll, solange es andere machen, würdest es aber selber nicht machen? Ich schliesse mich da auch SKKJFP an.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 20.06.2013
10 Antwort
Bekannte von uns haben ihren Sohn durch einen Autounfall verloren. Da der Vater Arzt ist, haben sie sich entschlossen die Organe des Kleinen zu spenden. Eine Niere hat die kleine Schwester selbst bekommen. Einige Tage später, haben sie erfahren, dass der Kleine 4 Kindern das Leben gerettet hat! Man was haben sie sich gefreut. Dann hat der Tod des geliebten Kindes doch noch was "Gutes". Ich selber werde meine Organe später spenden. Die meiner Kleinen würde ich wohl auch spenden, aber da wollen wir nicht dran denken. Das mit den DS-Kindern finde ich ja krass. Unmöglich, dass sie kein Recht auf ein Spendeorgan haben.
miras2013
miras2013 | 20.06.2013
11 Antwort
@miras2013 das finde ich auch ein absolutes unding als ob dies keine Menschen wären die das Recht haben zu leben :- ( bei sowas werde ich echt wütend und traurig! Und stößt bei mir auf absolutes Unverständnis! Ich frage mich wie das allgemein bei behinderten Menschen ist?! Ich hab selbst nen Onkel der behindert ist, zwar kein ds aber er hat bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen, weil die Hebamme meiner Oma der Meinung war das dauert noch und heim gefahren ist :- ( Wenn ich dran denke das ihm nur weil er eben anders is auch Hilfe verweigert würde und das tun die Menschen in meinen Augen, wird mir anders!
MaerzBueblein
MaerzBueblein | 20.06.2013
12 Antwort
Nein meine Organe bleiben bei mir u.in mir, ich lass mich nicht ausrotten u.bei meinen Kindern ist es genauso! Wir sind herzensgute Menschen aber sich ausschlachten lassen, nein auf keinen Fall! Wenn ich da unten verwese u.meine Organe kommen nicht zur Ruhe u.müssen in einem anderen weiterexistieren ist ja echt nicht zum aushalten der Gedanke.Dann lieg ich da im Grab u.meine Organe kommen mich besuchen lach.Nee nee ... na klar anonym soll das ja sein aber mit mir NICHT!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.06.2013
13 Antwort
Ich bin hin und her gerissen. Ich selber habe einen Ausweis, allerdings steht in dem, dass mein Mann das entscheiden soll . So die Kinder. Ich habe vor ein Paar Tagen erst mit meiner Mutter darüber unterhalten. Ich kann es nicht sagen, ob ich es tun würde, einerseits bin ich froh, wenn ich für mein Kind ein Organ bekomme anderer seits mein Kind wie sagt meine Mama *ausschlachten* zu lassen. Hmm Aber eigentlich muss man das vorher entscheiden, weil ich glaube, wenn man genau in der Situation ist, kann man glaube ich das eigentlich nicht wirklich entscheiden, weil der Schmerz über den Verlust viel zu groß ist. ABER was ich auf alle Fälle will, sollte ich mich für eine Spende entscheiden. Nur unter VOLLNAKOSE. In Deutschland wird das wohl ohne gemacht. War vor kurzem ein Bericht, den hatte meine Mutter gesehen. Da hat eine Mutter die Organe ihres Sohnes gespendet und als
butterfly970
butterfly970 | 20.06.2013
14 Antwort
ich finde die Frage an sich gut aber auch sehr schwierig. Mein erster Gedanke war: natürlich würde ich es tun aber irgendwie wäre mir dabei schon mulmig. Natürlich steht eine Tatsache im Vordergrund: ein anderes Kind bekäme eine Chance auf ein lebenswertes Leben, wie könnte ich da noch zweifeln? Ich hoffe inständig das ich niemals in die Situation komme eine solche Entscheidung treffen zu müssen. Aber wenn es doch mal passieren wird, dann hoffe ich inständig das ich die Kraft habe das richtige zu tun.
Efeu
Efeu | 20.06.2013
15 Antwort
sie ihn anschließend nochmal gesehen hat, war sie wohl total entsetzt. Das Kind hatte ein Schmerzverzerrtes Gesicht. Ich weiß nicht, ob dem wirklich so war. Aber nachdem Mama mir das erzählt hat, habe ich meinem Mann das auch gesagt, wenn er meine Organe spendet nur unter Vollnarkose. Meine Mutter hat sich gegen die Organspende entschieden. Sie gibt keine Organe, aber sie will auch keine haben.
butterfly970
butterfly970 | 20.06.2013
16 Antwort
Letzes Jahr ist eine gute Freundin gestorben mit 35, sie hat eine Tochter hinterlassen die grad 3 geworden war, auch die wartete Jahre erst nur auf ein Herz und am Ende noch auf eine Lunge. Wenn ich Tod bin bin ich Tod, warum sollen andere nciht leben dürfen die noch eine Chance hätten im leben?! Ich fände es richtig wie in anderen Ländern, das wir das alle ablehnen müssten und sonst automatisch Spender sind! Und ja bei Kindern sehe ich es genau so! Der Verlust könnte kaum größer sein, als beim eigenen Kind, dennoch hatte mein Kind vielleicht Glück und war gesund ... Andere haben weniger Glück, ihr leben in Krankenhäusern verbracht ... Wenn ich mit ein paar Organen meines Kindes diesen Kindern leben schenken könnte würde ich es tun.! Das man nciht alles spendet okay ... Kann man ja sagen aber so ne Lunge ein Herz Nieren ob die drin sind oder nicht, Sorry makaber hin oder her, fällt bei ner Beerdigung nicht auf!
mami0813
mami0813 | 20.06.2013
17 Antwort
@butterfly970 Ich weiß nicht, WO diese Reportage her stammt, aber in D werden Organe in der Regel erst entnommen, wenn der Hirntod definitiv festgestellt wurde. Und mit Hirntod kann man gar keine Schmerzen mehr empfinden. Was auch etwas seltsam klingt, selbst wenn der Hirntod bei Entnahme nicht festgestellt war, wieso der Junge in der Lage gewesen sein soll, dass Gesicht zu verziehen, sich aber in keiner anderen Art artikulieren oder Gesten zeigen konnte? Das ist eigentlich unmöglich. Was ich aber für möglich halte, dass im Tod und durch Erschlaffung der Muskeln, die Mimik verändert werden kann. Dann könnte es auch so wirken, als sei das Gesicht schmerzhaft verzogen.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 20.06.2013
18 Antwort
also ich glaube nicht das sie noch extra Geld ausgeben um noch eine Vollnarkose zu machen.Nur weil der verstorbene Mensch dann das Gefühl hätte er würde nix mehr merken vom ausrotten.Wenn sie überzeugt sind von ihrer Arbeit u.hirntote Menschen dann massakrieren.Ganz ehrlich die Würde des Menschen ist unantastbar.Muss ja jeder selber wissen aber ich jedenfalls will so gehen wie ich gekommen bin.Versuchskaninchen ist man ja eh schon sein ganzes Leben u.irgendwann ist mal Schluss.Wenn man sich ausrotten lässt, dann ist das ja so als ob man sich vergewaltigen lässt.Ist jetzt makaber aber so seh ich das.Wenn ich sowas lese wie es fällt bei einer Beerdigung nicht auf ob was fehlt, ganz ehrlich es geht ja um den verstorbenen u.nicht um die Leute dann in der Halle vorm Sarg oder der Urne.Zwangsspenden wäre unmenschlich!Was mir immer wieder auffält ist u.a.auch das viele Menschen echt lamentieren u.keine Ahnung haben.Nahtoterfahrung auch so ein Thema.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.06.2013
19 Antwort
@seidenschnabel Genau, es geht um den Verstorbenen. Und meine Gefühle gegenüber einer Person sind doch nicht von dessen Organen abhängig?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.06.2013
20 Antwort
@cgiering das war zu dem Satz von mami0813 gemeint!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.06.2013

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