Hollywood bei uns im Harz

Moppelchen71
Moppelchen71
17.05.2013 | 70 Antworten
George Clooney, Traum vieler Frauen, dreht seinen neuesten Film im Harz.
So etwas gibt es? Wir Oberharzer hielten das für einen Scherz, bis vor einigen Wochen ein riesiges Casting für Statisten in Goslar stattfand.
WOW, der Clooney, der sexy Vampirkiller aus „From dusk till dawn“, Star der Ocean's Reihe, geplagter Scheidungsanwalt aus „Ein (un)möglicher Härtefall“, bei uns, im einsiedlerischen Oberharz? Nochmal WOW!

Und dann ging es mit den Dreharbeiten los. Zuerst klammheimlich, auf einem Gelände bei uns um die Ecke. Dann wurde Bad Grund unsicher gemacht und die Gastronomie dort freute sich bereits darauf. Könnte doch gerade dieser Film für Steigerungen des Tourismus sorgen.
Das so eine Zunahme von Besuchern und Feriengästen nun auch seinen Preis hat, , erlebt ein anderer Nebenort, Altenau.
Seit Monaten ist eine Hauptzufahrt von Goslar nach Altenau gesperrt, weil die Brücke über den Okerstausee saniert wird.
Wer nach Altenau möchte, muss einen langen Umweg über Torfhaus oder Clausthal-Zellerfeld in Kauf nehmen.
Und nun, gerade am Pfingstwochenende, wo die Haupteinnahmen von Hoteliers , Campingplätzen und Pensionen, aus unzähligen Motorradfahrern bestehen, die die traditionellen Pfingstfahrten unternehmen, dreht das Team des George-Clooney-Films direkt bei Altenau.
SUPER, na, ob das wohl weitere Touris in den Harz lockt?

Theoretisch bestimmt. Juchuuh, es kommt Leben in die Einöde!

... Oder aber auch nicht, denn für die Dreharbeiten wird für fünf Tage eben eine weitere Hauptzufahrt nach Altenau gesperrt.
Damit ist Altenau selbst nur noch über 2 Straßen, die Zuvor durch weites Waldgebiet im Harz führen, überhaupt erreichbar.
Und nun kocht die Volksseele. Zwei Campingplätze kaum bis gar nicht erreichbar. Aber für einen Campingplatz braucht es nun einmal befahrbare Straßen, über die man sein Wohnmobil in die Wildnis karrt. Und gerade einer dieser Campingplätze besitzt nur eine einzige Zufahrt. Eben die, deren Zufahrten durch die Dreharbeiten komplett gesperrt werden!
Wer dort bis heute nicht weg kommt, wird die Dreharbeiten bis kommenden Mittwoch aussitzen müssen.
Da kann man doch nur hoffen, dass die Filmcrew genug Stullen geschmiert hat, um zumindest die „Gefangenen“ auf dem Campingplatz, der komplett von der Außenwelt abgeschnitten wird und im Interview nicht einmal erwähnt ist, mit Nahrung zu versorgen.
Oder aber, man baut zusätzliche Szenen ein, in denen man anschaulich den Abwurf von Kehrpaketen aus Frachtbombern darstellt, um verhungernde und so gar nicht authentische Kriegsnotstands-Camper zu versorgen.
Wollten sie ein behagliches Wochenende im Oberharz, unter einfachen Bedingungen, im Wohnwagen erleben, dürfen sie nun Survival proben.
Werden sie dann von „Alliierten“ gerettet, die sie aus ihrem „Lager“ befreien?

Man mag ja irgendwie darüber schmunzeln, aber wohl auch nur, weil man selbst nicht dort ausharren muss.
Mr. Clooney, bei allem Respekt, aber Sie haben in Ihren Filmen Menschen überall auf der Welt gerettet. Vergessen Sie bitte nicht unsere Campinggäste! (kichern)

Hier ein kleiner Link:

http://www.hannover.sat1regional.de/video/article/hoteliers-in-rage-clooney-dreharbeiten-blockieren-zufahrtsstrassen-in-altenau-115848.html
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