Organspende

Corie
Corie
24.05.2012 | 22 Antworten
Guten Morgen Ihr Lieben,
ich habe mal eine kurze Frage zum Organspenderausweis.
Ich habe nun ja auch seit gut einem Jahr einen ...

Muss oder sollte man sich eigentlich noch zusätzlich irgendwo registrieren lassen, oder reicht es aus, seine nächsten Angehörigen zu informieren, dass man einen Organspendeausweis hat und diesen immer mitführt?

Vielen Dank für Eure Hilfe
LG Corie
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22 Antworten

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1 Antwort
glaub die wollen das irgendwie/-wann durchsetzten dass diese angabe/bereitschaft auf der versichertenkarte gespeichert wird. bislang reicht es aber wenn du den ausweis im geldbeutel dabei hast.
Krümelchen0402
Krümelchen0402 | 24.05.2012
2 Antwort
achja, was ich noch hinterher schicken möchte: toll, dass wieder eine mehr dazu bereit ist. in deutschland muss man nämlich ewig warten, bis man z.B. eine spenderniere bekommt.
Krümelchen0402
Krümelchen0402 | 24.05.2012
3 Antwort
Ich hab meinen nach 18 Jahren zerrissen. Und ICH bin der Meinung, dass man sich nicht nur einseitig informieren sollte, wie es viele tun, die Befürworter der Organspende sind. Ich bin dafür ein Beispiel und keiner muss mich da niedermachen, dass ich mich nach 18 Jahren dagegen entschieden habe. Ich habe dafür gute Gründe. Leider sind nur wenige bereit, sich diese Gründe dafür wenigstens mal durchzulesen, schimpfen aber fröhlich weiter gegen die Gegner der Organspende. Ich wäre froh, wenn das Gesetz geändert werden würde, dass "hirntote" Komapatienten KEINE Narkose zur Entnahme der Organe bekommen dürfen, denn so ist das leider, weil es der Definition "Tod" widerspräche, würde man sie ihnen geben. Das Resultat ist verheerend und deswegen ist mein Ausweis nun im Müll. http://www.johannes-holey.de/cms/aktuelles/176-das-geschaeft-mit-der-organspende
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
4 Antwort
mein Mann hat seinen Ausweis im Geldbeutel ... ich darf ja leider nicht spenden ...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
5 Antwort
Aber um deine Frage zu beantworten: Nein, du solltest lediglich deine Angehörigen informieren, dass du bereit bist, Organe zu spenden. Es wäre dennoch schön, wenn du dir meinen Link wenigstens mal ansehen würdest. Einfach nur, um über die gesetzlichen Hintergründe und ihre Folgen informiert bist. Im übrigen: Wenn du Organe spenden möchtest, weil du dich damit besser fühlst, da du etwas für die Menschen tun willst, wenn du tot bist, finde ich das großartig. Ich würde zumindest das Motiv dafür nie an Abrede stellen, denn ich würde das unter anderen Umständen auch tun. Ich habe mich daher, nachdem ich meinen Ausweis zerrissen habe, bei der DKMS als Knochenmarkspender registriert, habe das Nabelschnurblut meiner Kinder versucht zu spenden
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
6 Antwort
Meike, ich hab den Bericht komplett gelesen und war doch entsetzt und nachdenklich. Wenn das wirklich so ist, wäre das eine kathastrophe.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 24.05.2012
7 Antwort
Mag ja sein, dass er mit seinem Bericht Recht hat, aber dass die Kinder nach der Organspende schmerzverzerrt oder so aussehen war bei meinem Bruder absolut NICHT der Fall. Er sah tod aus, aber ansonsten wie immer, als würde er schlafen!!! Und eins kann ich dazu auch sagen, als wir ein Schreiben bekamen damals, dass eine 35 Jährige Frau sein Herz bekam, waren wir überglücklich, den für uns lebt er irgendwo weiter, ob das natürlich bei ihr Wesensänderungen hervorgerufen hat, weiß ich natürlich nicht, aber wenn ja dann fährt sie jetzt sicherlich extrem fahrlässig und bescheuert mit dem Motorrad irgendwo auf der Welt rum. Uns tat die Organspende gut!
Schneefee85
Schneefee85 | 24.05.2012
8 Antwort
@Chrissi1410 Ja, Chrissi, das sehe ich auch so. Es muss ganz schnell etwas an diesem Gesetz geändert werden. Die Frage ist nicht, ob das tatsächlich so ist, die Frage ist, warum sowas nicht in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Aber, Chrissi, du hast auch an der Reaktion neulich in dem Thread
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
9 Antwort
also laut http://www.funeral-arts.de/index.php?id=171 gibt es sehr wohl auch ne Lokalanästhesie bei der Organentnahme ... Behauptet doch niemand, dass es ein "Klacks" ist, eine "Kleinigkeit". aber ernsthaft: selbst wenn Hirntod natürlich nicht "tod" bedeutet - beim abschalten der Maschinen folgt sogleich der Tod. Dann kann man die Organe nicht mehr transplantieren. "unwürdiger, grausamer Tod"? Ja, aber wohl eher immer. Von außen ist der Tod meist unwürdig und grausam- Vom Erlebten sollen in diesem Moment angeblich ganz viele Endorphine freigesetzt werden - ein warmes, enormes Glücksgefühl. Die Natur ist dem Sterbenden gegenüber nicht grausam ... genauso, wie auch eine Mutter nach den Schmerzen der Geburt mit dem Glücksgefühl belohnt wird ... Ich zähle darauf, dass es einem beim richtigen Sterben dann gut geht. Die kurze Zeit davor, sollte man aber keine Schmerzen haben müssen - das finde ich auch.
BLE09
BLE09 | 24.05.2012
10 Antwort
PS: Von dieser Panikmache halte ich nicht viel - denn dann muss man vor der gesamten Intensivmedizin Angst haben ... was da alles mit dem Menschen angestellt wird ...
BLE09
BLE09 | 24.05.2012
11 Antwort
ich war ja nun schon 2x bei einer extransplantation dabei. es laufen bei uns immer die schmerz- und sedierungsmittel weiter und werden erst abgestellt wenn das herz entnommen wird, also dann wenn das beatmungsgerät ausgechaltet wird. ansich ist die atmosphäre sehr ruhig und es ist uns bewußt was da passiert und was dieser mensch leistet mit seinen organen. zum "schluß" stehen wir alle im saal für ne ruhige minute und die türen werden geöffnet, das die seele "hinaus" kann ...
SrSteffi
SrSteffi | 24.05.2012
12 Antwort
@SrSteffi Das hört sich gut an. Aber das mit den Sedierungsmitteln wird immer so gemacht? Stimmt das dann nicht, was in dem Link steht, den ich gepostet habe? Das interessiert mich jetzt, weil da behauptet wird, dass Hirntote keine Narkose kriegen dürfen, da sie ja tot sind.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
13 Antwort
@SrSteffi Hut ab ... ich könnte das nicht :-/
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
14 Antwort
naja, ob sie es nicht bekommen dürfen weiß ich nicht, aber wo kein kläger da kein richter oder? ich find es gut so wie wir es machen. @passwort: es ist nicht wirklich schön und sehr kräfteraubend, auch für mich als anästhesieschwester. das einzig "schöne" daran ist, das es ein paar wochen später einen brief gibt, in dem steht wer welches organ bekommen hat und wie es ihm geht. und dann denke ich immer , das sich diese kräfterauben doch gelohnt hat.
SrSteffi
SrSteffi | 24.05.2012
15 Antwort
@SrSteffi das glaub ich dir aufs Wort, wie gesagt, ich könnte das nicht ... auch wenn man als Schwester/Arzt keine Beziehung zu einem Partient hat, da muss man schon ein Unmensch sein, wenn sowas spurlos an einem vorbei gehen würde ...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
16 Antwort
@Passwort bevor ich in die anästhesie gegangen bin habe ich 6 jahre auf der onkologie gearbeitet. ich habe das sehr sehr gerne gemacht und meinen weg gefunden damit umzugehen.
SrSteffi
SrSteffi | 24.05.2012
17 Antwort
@SrSteffi oha ... da war ich ein einziges Mal um eine Freundin zu besuchen ... sie lag in Freiburg auf der Kinderonkologie ... ich war danach fix und fertig und konnte sie auch kein weiteres Mal besuchen, sie wurde, toi toi toi, wieder gesund, aber das was ich dort gesehen hatte : (
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.05.2012
18 Antwort
@Maulende-Myrthe Unbequemes wird natürlich gerne verschwiegen, aber wenn der Hirntote noch irgendetwas davon mitbekommt, darf das nicht gemacht werden. Und wenn dann eine Narkose gesetzt wird, werden die Ärzte wohl wissen, warum sie das machen. Ich spinn jetzt mal rum: Wenn jemand stirbt, wie lange wird es dann wohl dauern, bis die Organe "unbrauchbar" sind? Es wird wahrscheinlich nicht innerhalb von Sekunden sein, aber doch innerhalb von Minuten. Das hieße also, wenn jemand stirbt und zur Organspende bereit ist, müsste derjenige sofort in den OP und die Organe entnommen kriegen. Wenn zum Zeitpunkt des Todes die Familie anwesend ist, wird die bestimmt nicht sagen, nehmen sie ihn sofort mit und entnehmen sie die Organe. Die Familie wird noch einen Augenblick haben wollen, um sich zu verabschieden. Selbst wenn jemand hirntod ist und ohne medizinische Hilfe nicht mehr leben kann, kann ich mir doch vorstellen, daß Restschmerzimpulse vorhanden sind. Die Mutter einer Freundin hatte zu
Chrissi1410
Chrissi1410 | 24.05.2012
19 Antwort
Weihnachten einen Karpfen, der schon einige Stunden tot war. Als sie ihn aufgeschnitten hat, ist er gut 30 cm hochgesprungen, weil da wohl noch Restimpulse waren. Ich weiß nicht, ob man das so vergleichen kann, aber es scheint mir doch realistisch zu sein, je länger ich drüber nachdenke.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 24.05.2012
20 Antwort
ach ja, Myrthe, ich bin nicht bei FB, habe es also nicht gelesen.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 24.05.2012

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