Was kann uns passieren? Pflegekräfte da?

thereallife
thereallife
15.04.2011 | 10 Antworten
Vielleicht ist jemand da, der mir eine Antwort geben kann. Und zwar muss ich kurz ausholen. Wir haben im Oktober eine Patientin bekommen, die einen Rückenmarksinfekt gehabt haben soll. Jedenfalls ist die Dame querschnittsgelähmt.
Wir wurden von den Angehörigen damals beauftragt ein Druckgeschwür am Steiss mit 3x4 cm und 0, 5cm Tiefe zu verbinden. Vom ersten Tag an sagten wir den Angehörigen, sie sollen die Dame lagern...überall hin, nur nich auf den Rücken.

Für die Anamnese brauchte ich Angaben zur Wunde selber. Man sagte mir, die Wunde sei im Krankenhaus entstanden weil die Dame angeblich nicht gelagert wurde...hm ist mal so hingestellt.

Naja, dann hatte ich die Dame auf meiner Tour, konnte die ersten 5 geplanten Verbandswechsel garnicht machen, weil die Arzthelferin der Arztpraxis immer schneller war als ich, die hat aber nie was schriftliches über Wunde, und Zustand der Wunde, geschweige denn Verbandsmaterialien da gelassen.

Gut, dann war die Dame ewig im KH, dort wurde wirklich alles menschenmögliches getan. Dame nach knapp 3 Monaten wieder zurück, mit einem 15x8 cm großen und 8 cm tiefen Deku mit Wundtaschen die so groß wie meine Hand sind zurück.

Naja, bald n Schock bekommen. Also, haben wir verbunden und drum gebeten zu lagern. DIe Dame wurde nie gelagert, geschweige denn, dass ihr einer den abgetrockneten Stuhl entfernt hätte. Noch am ersten Verbandstag sagte ich den Angehörigen, wir können das Problem zu Hause nicht in den Griff bekommen und ich verwies sie an die Kurzzeitpflege. Gut, da war sie auch 4 Wochen...Wunde soweit keine Verschlechterung...sozusagen eine stagnierte Wunde.

So, JETZT wird es interessant. Seit dem die gute Dame wieder da war, waren wir jeden Tag dran zum verbinden. Wir wurden der Wunden garnicht mehr Herr. ICh wusste nicht mehr, was wir eigentlich machen sollen...weil, sie wurde definitiv nicht gelagert. Nur einmal am Tag, wenn wir das gemacht haben und sonst lag sie immer auf dem Rücken.

Und nun die Krönung, die Angehörigen haben uns gekündigt, weil wir zu vorlaut waren, immer gemeckert haben und immer meinten wir sind so schlau. Naja, der Zustand der Wunde wurde natürlich durch uns verursacht...hmm, ist klar....und, wir hören von ihrem Anwalt.

Also, ich sag mal so, die entsprechende Dokumentation von uns steht soweit, aber manchmal recht schwammig. Wunddoku ist bestens, aber die ganzen Debatten mit den Angehörigen stehen nicht drin.

Meint ihr, da kommt rechtlich was auf uns zu?? Also, ich hab keine Angst vor Konsequenzen, weil, wir haben defnitiv nichts falsch gemacht oder falsch reagiert. Die haben sie nur nicht gelagert, das ist das Problem. Aber, die werden sicher alles andere nur das nicht behaupten.
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1 Antwort
..
Warts erst mal ab, es wird nie so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ich bin zwar nicht vom Fach aber in jeder Branche hat man so Leute die meinen drohen zu müssen, weil sie es selber nicht geschissen kriegen.
Dorimom
Dorimom | 15.04.2011
2 Antwort
ich bin zwar nicht vom fach pflege
aber aus der medizin.was die dokumentation betrifft, kann euch nichts passieren, die wurde ja einwandfrei geführt.habt ihr die aufklärung über die lagerung und die bei flascher, bzw garkeiner anwendung daraus resultierenden komplikationen schriftlich festgehalten?wurden die verwandten umfangreich darüber aufgeklärt etc?zur not evtl einen gutachter einschalten, der unabhängig urteilt, wodurch sich die wunde verschlimmert hat. hoffe es hilft ein wenig. lg
Lia23
Lia23 | 15.04.2011
3 Antwort
@Lia23
Ja, es erfolgte eine umfangreiche Aufklärung über das Problem. Eigentlich jeden Tag das selbe gerede. Das wurde auch immer schriftlich festgehalten. Und, es essistiert ein Infoblatt über Risiken und Folgen ect pp. Das hat die Angehörige unterschrieben. Ich hab wie gesagt, keine Angst vor Konsequenzen, weil ich der Meinung bin, wir haben alle menschenmögliche probiert. Aber, diese komischen Leute schwirren mir echt im Kopf rum.
thereallife
thereallife | 15.04.2011
4 Antwort
@thereallife
in dem moment, in dem die den wisch mit den risiken gelesen und UNTERSCHRIEBEN haben, weist du/ihr ja jegliche "verantwortung"was das betrifft von euch.ich kenne aber solche auseinandersetzungen, leider lässt sich sowas oft nur noch durch nen anwalt klären.aber ich denke ich kann dich beruhigen, ihr habt wirklich alles menschenmögliche getan.mir tut nur die frau unendlich leid, so möchte man selber nie enden. lg
Lia23
Lia23 | 15.04.2011
5 Antwort
naja ihr hättet halt noch reinschreiben müssen
dass ihr die angehörigen aufgeklärt habt. ich war jahrelang in der ambulanten pflege da ist das schon echt doof mit den angehörigen vor allem wenn se so "schwierig" sind!! aber ich denke das ist nur gelaber von wegen anwalt. drück dir die daumen!!
larajoy666
larajoy666 | 15.04.2011
6 Antwort
@larajoy666
Steht auch drin... Bei welchem Pflegedienst warst du? Du wohnst doch auch in Augsburg...richtig? Wenn ich mal fragen darf...^^
thereallife
thereallife | 15.04.2011
7 Antwort
...
der einzige punkt ist halt, dass ihr nicht dokumentiert habt, dass ihr die angehörigen drauf hingewiesen habt, die aber nicht gelagert haben. aber an dem wird euer recht nicht scheitern, denn fakt ist dass ihr alles richtig gemacht habt und die angehörigen ihre verantwortung nicht wahrgenommen haben. die restliche doku ist ja einwandfrei, so wird man die ganze situation daraus beurteilen. euch kann nix passieren! alles gute
tate
tate | 16.04.2011
8 Antwort
...
nunja mehr als reden kannst du nich und wenn sie über risiken etc pp aufgeklärt wurden und dies auch so unterschrieben haben..ja was wollen sie euch dann noch... manche denken echt, sobald ne pflege vorhanden is, dass die dann alles übernehmen...so is es aber eben nich...selbst in heimen is es ja nich ma so, außer man hat nu son platz wo wirkliche ne rund-um-die-uhr betreuung gegeben und eingehalten wird... meine oma ...
gina87
gina87 | 16.04.2011
9 Antwort
...
da muss man als angehöriger eben auch einiges machen und darf sich nich nur auf die pflege verlassen...und die frau vom drk meinte auch, dass es in nem pflegeheim nich viel anders sein würde...die hätten dann zwar beide ihre barrierefreie behindertengerechte wohnung usw. aber am pflegeumfang würde sich auch da nix ändern, außer deren zustand verschlechtert sich nun so drastisch das sie in ne vollzeitpflege mit 24std betreuung kommen muss...nur dafür muss es ja schon richtig extrem sein gut in nem heim hätten sie ggf die tagesangebote bei denen sie mitmachen können..nur da is eben die frage inwieweit diese genutzt werden würden.-zwingen kann man sie ja nich...und essen wäre auch da..ja mittag wird derzeit auch bis in die wohnung geliefert und die momentane wohnung sagte die drk frau, is auch okay.keine schwellen, nur vor der wohnungstür 4 treppenstufen..wobei zum bewegen usw eh jemand von uns kommen müsste
gina87
gina87 | 16.04.2011
10 Antwort
....
da auch mein opa mit seinen mittlerweile 84 jahren körperlich dazu nich mehr in der lage is usw.... meine mum meinte zwar um den beiden vollkommen gerecht zu werden so wie sies eigentlich bräuchten, müsste sie ihren job kündigen und da einziehen, aber das wollen a) die beiden nich und b) wäre das auch gar nich möglich.... ergo bleibt einem nix anderes übrig als da wirklich jeden tag vorbeizugucken, das zu machen was nötig is und gut is....und dazu würde auch das lagern gehören wenns denn notwendig wäre...da muss man sich eben auch drum kümmern als angehöriger, was für mich ne selbstverständlichkeit wäre...zumal man ja weiß was der pflegevertrag alles beinhaltet an leistungen
gina87
gina87 | 16.04.2011

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