Zu dem thema kampfhund

pitty88
pitty88
31.05.2009 | 13 Antworten
Kampfhunde gefährden besonders die Kinder.

Dieser Gedanke verbreitete sich nach dem Vorfall vom Sommer 2000 in Hamburg, als ein Kind von zwei American Staffordshire Terriern getötet wurde. Hier werden Urängste beschworen vor dem bösen Wolf, der kleine Kinder frisst, und wo Ängste kochen, wird der Verstand gern ausgeschaltet. Mit dieser einmal im Hintergrund vorausgesetzten, ein anderes Mal deutlich ausgesprochenen Vorstellung wird immer dann operiert, wenn es darauf geht, sachliche Überlegungen zu verhindern.

Es soll am Beispiel eines Berichtes der Magdeburger Volksstimme vom 17. Januar 2003 demonstriert werden. Nachdem hier über W.Marchewka berichtet wird, der einen American Staffordshire Terrier als Schulhund ausgebildet hat, mit dem er in Schulen Kindern zeigt, wie man mit Hunden richtig umgeht, kommt folgende Stellungnahme von Matthias Schuppe, Sprecher des Innenministeriums des Landes Sachsen-Anhalt:

"Es ist nicht erfunden, dass verängstigte Mütter ihre Kinder nehmen und auf die andere Straßenseite rennen, wenn ihnen ein Kampfhund entgegenkommt." Und dass solche Tiere nichts bei öffentlichen Veranstaltungen, auf Spiel- und Sportplätzen zu suchen hätten, wolle doch niemand ernsthaft bestreiten.

Was geschieht hier? Der Gedankengang ist folgender: "Kampfhunde sind gefährlich, DESHALB flüchten zu Recht besorgte Mütter angstvoll mit ihren Kindern auf die andere Straßenseite, DESHALB muss man verhindern, dass Kampfhunde in die Nähe von öffentlichen Veranstaltungen, Spiel- und Sportplätzen gelangen - und DESHALB brauchen wir ein Gesetz, das das verhindert. Dass das dem vorhergegangenen Bericht diametral entgegensteht, scheint überhaupt nicht zu stören. Auffallend ist insgesamt die irrationale Resistenz der Befürworter von Kampfhundegesetzen gegen Argumente und Tatsachen.

In den USA werden American Staffordshire Terrier besonders gern als Therapiehunde ausgebildet (das müssen Hunde sein, deren Aggressionsschwelle zuverlässig so hoch liegt, dass sie auch auf unerwartetes und bedrohlich wirkendes Verhalten beispielsweise geistig Behinderter friedlich reagieren), und der Staffordshire Bullterrier heißt in England "nurse dog", was man als "Kindermädchen auf vier Pfoten" übersetzen kann.

In Wirklichkeit ist die oben beschworene hysterische Reaktion einer Mutter unverantwortlich: sie verunsichert sowohl den Hund, der den Eindruck bekommt, dass mit Kindern irgendetwas nicht in Ordnung sein muss, als auch das Kind, das sie zu unvernünfigen panischen Reaktionen gegenüber Hunden erzieht und tut damit alles, was in in ihrer Macht steht, um einen Beißvorfall zu provozieren. Dieses unvernünftige Verhalten wird dann außerhalb aller Logik als Beweis der Gefährlichkeit von Kampfhunden (besonders gegenüber Kindern .. ) herangezogen.

(Herrn Schuppe ins Stammbuch: Ich bestreite allen Ernstes, dass solche Tiere nichts bei öffentlichen Veranstaltungen, auf Spiel- und Sportplätzen zu suchen haben.)

danke lostsoul für diesen schönen link!
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13 Antworten

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1 Antwort
hmmmm...
ich wechsel eher die straßenseite wenn mir der besitzer dazu nicht passt. meist kann man an denen erkennen, ob die hunde gefährlich sind oder nicht. ich frage mich immer wie dumm menschen sein können, tiere so zu dressieren, dass sie entweder im tierheim als schwer vermittelbar landen oder eingeschläfert werden.
julchen819
julchen819 | 31.05.2009
2 Antwort
Letztens kam ein Beitrag über Beiss-Vorfälle
Laut Statistik ist die Anzahl der Beisatakken von Kampfhunden drastisch GESUNKEN. Laut Statistik liegt der Schäferhund an oberster Stelle gefolgt von diversen anderen "Familienhunden" ... Kampfhunde waren erst an 6. oder an 8. Stelle der Beisstatistik LG
Solo-Mami
Solo-Mami | 31.05.2009
3 Antwort
....
ich hab so eben diesen "bericht" gelesen und musste echt zustimmend nicken ... wir haben einen stafford mischling und der ist sowas von lieb unsere maus kann auf gut deutsch gesagt machen was sie will mit ihm und wenn es ihm zuviel wird geht er einfach weg ... und ich kenne auch diese reaktion wenn ich ihn dabei hab am kinderwagen, das mit dem kopf geschüttelt wir und vorwürfe kommen wie ich mein kind solcher gefahr aussetzen kann ... dabei ist nicht der hund das problem sondern das andere ende der leine ... und man kann aus jedem hund einen kampfungd machen und nicht nur aus diesen songenannten kampfhunden ... und diesen wesenstest.. kann ja gut und schön sein das der was bringt aber ich bin der meinung dann sollten alle hunde diesen machen, denn am schlimmsten sind die kleinen zicken ... die immer umher getragen werden und somit automatisch denken sie stehen über den anderen hunden die ja selber laufen müssen ... lg ira
Lexa_Seraphina
Lexa_Seraphina | 31.05.2009
4 Antwort
.......
Muss dir voll und ganz zustimmen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.05.2009
5 Antwort
@julchen819
ja das ist furchtbar nur der besitzer ist schuld was aus dem hund wird ... hatte letztens einen beitrag drinne das der kleine hund von meinen schwiegereltern meine tochter beißen wollte und selbst der hätte es geschafft von einer einjährigen das gesicht zu zufetzen. fakt ist mein pitty mischlingshündin ist super lieb klar muss man auch immer dabei sein aber wenn man ahnung von hunden hat ist es egal welche rasse es ist.
pitty88
pitty88 | 31.05.2009
6 Antwort
danke
das nicht weit aus alle so denken ... die reaktionen von menschen die man beim spazieren gehen trifft reichen schon voll kommen aus. wie kann man z.b. seinen kind erzählen vorsicht der beißt?? klar muss man aufpassen wenn man den hund nich kennt aber mit solchen kommentaren braucht man sich nicht wunder wenn die kinder angst haben oder falsch reagieren ...
pitty88
pitty88 | 31.05.2009
7 Antwort
Von meiner
Mutter wurde ich so erzogen: "Vorsicht, pass auf, ein Hund, der kann dich beißen!" Ich hatte als Kind große Angst vor Hunden. Und wurde 3* gebissen . Meinem Sohn versuche ich beizubringen, dass er nicht vor Hunden wegläuft und sie nicht einfach anfasst, sondern vorher den Besitzer fragt. Das hat bisher gut funktioniert. Leider braucht nur ein Hund einem Kind was zu leide tun, schon sind alle Hunde potentielle Beißer oder noch schlimmer. Provozierend könnte man auch fragen, wenn z.B. ein Mann einem Kind etwas zu leide getan hat, sind dann alle Männer ... VG
Superchica
Superchica | 31.05.2009
8 Antwort
........
"Der Hund liebt und verehrt uns, als hätten wir ihn aus dem Nichts emporgezogen. Er ist vor allem unser Geschöpf, voll überströmender Dankbarkeit und uns treuer als unser Augapfel. Er ist unser geheimer und begeisterter Sklave, den nichts entmutigt, dem nichts widerstrebt, dem nichts den glühenden Glauben und die Liebe nehmen kann." "Soweit die Annalen der Menscheit reichen, ist der Hund an unserer Seite wie jetzt. Wir brauchen weder sein Vertrauen noch seine Freundschaft zu erwerben. Er wird als unser Freund geboren und glaubt schon an uns, wenn seine Augen noch geschlossen sind." "Wir sind allein, vollkommen allein auf diesem Zufallsplaneten. Und von all den vielen Lebewesen hat keines außer dem Hund einen Bund mit uns geschlossen." Maurice Maeterlinck
pitty88
pitty88 | 31.05.2009
9 Antwort
Na das "Vorsicht der beisst"
lässt später dann auch die größeren Kinder die Straßenseite wechseln. Bei uns gilt die Regel : Erst fragen, dann streicheln. Ehrlich gesagt, früher hätte ich ich schon bei einem Pudel die Straßenseite gewechselt. Jetzt mit Vorbildfunktion bei Sohnemann versuche ich etwas mutiger zu sein. Aber ein ungutes Gefühl habe ich jedesmal, wenn der Halter den Kinderwagen sieht und dann ganz panisch nach seinem Hund ruft, um ihn dann schnellstmöglich an die Leine zu nehmen. Da wird wir dann auch immer ganz anders ... Und das Verhalten des Halters färbt sich doch auch auf den Hund ab, oder?
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 31.05.2009
10 Antwort
in gewisserweiße ja
aber die hundehalter haben auch schon genügend schlechte erfahrungen gemacht. meißtens denken sie nur ich leine meinen hund lieber an bevor das kind vielleicht angst hat oder die mutter am rad dreht ... vielleicht mag aber dieser hund wirklich keine kinder weil er schlechte erfahrungen gemacht hat und dann handelt der halter aber richtig oder nicht? finde das aber gut wie du das machst!!! lg
pitty88
pitty88 | 31.05.2009
11 Antwort
Hallo!
Ich schließe mich unten angeführten Meinungen zu 100% an. Wie gesagt JEDER Hund kann zubeissen, aber man muss auch bedenken, dass ein Pit Bull z.B. eine Kiefersperre hat. Wenn er mal beisst dann lässt er nicht mehr los. Im Fall der Fälle gibt es solche Stecken die man ihnen ins Maul stecken muss und umdrehen dass sie los lassen. Ein Pekinese oder Chihuaha ist um Vieles bissfreudiger als ein Kampfhund. Lg
Lyndwyn
Lyndwyn | 31.05.2009
12 Antwort
Ich gehöre auch zu den
Hundehaltern, die den Hund gleich anleinen. Obwohl mein Sohn auf dem Laufrad wesentlich gefährlicher für Passanten ist ... Aber es sind tatsächlich die schlechten Erfahrungen. Bevor ich mich blöd anmachen lass ... Da ist der Hund schneller an der Leine. Bloß was mach ich mit dem Kind ... ? . VG
Superchica
Superchica | 31.05.2009
13 Antwort
huhu
Also, ob ein Hund zubeißt oder nicht, liegt meiner Erfahrung nach wirklich an der Erziehung und am Menschen, bei dem er wohnt. Ich hab einen Yorkshire Terrier, der sich anderen Hunden gegenüber aggressiv gibt und Kindern, wenn sie ihm zu aufdringlich werden, die Füße ableckt und sie so daran versucht zu hindern, ihn zu nerven. Beißen tut der allerdings nicht und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, weil ich diesen Hund kenne und er schon reichlich Stressituationen hinter sich hat. Er bellt - aber er beißt nicht. Lieber versucht er aggressiv zu wirken, denn er weiß, das schreckt ab. Das reicht. Auch wenn er bei meinen Eltern in der Ecke als deutscher Kampfhund verschrien ist. Weil er einmal einen Labrador dermassen aggressiv angebellt hat, als drei Türken um die Ecke kamen. Die haben dann sofort rumgeschrien ich soll meinen deutschen Kampfhund bitte festhalten und sofort woanders mit dem hingehen ich wäre ja schliesslich in der Nähe vom Spielplatz und sowieso und überhaupt. Mal ganz davon abgesehen, dass der Spielplatz eine Zone ist, wo ich sowieso nie mit meinem Hund langgehe, habe ich die Erfahrung machen müssen, dass Ausländer sowieso generell mehr Angst haben vor Hunden als vor allem anderem oO Und selbst Kampfhunde, die wirklich aggressiv erzogen waren, kann man umerziehen. Mein Bruder hatte einen Staff-Mix, braun, Rüde, war auf Kampf erzogen worden mit den ganzen Kommandos! Mein Bruder hat sie ihm "rauserzogen". Er kannte die zwar noch, aber hat nicht mehr auf sie reagiert. Zudem ist er total kuschelig und anhänglich geworden. Hat man sich bei meinem Bruder aufs Sofa gesetzt, saß der Hund gleich auf einem drauf, kam sich wohl so klein vor :D Auf jedenfall ist dieser Hund keinen Tag lang mehr aggressiv gewesen, bis er leider Anfang des Jahres verstorben ist aufgrund diverser Krankheiten. = ( Schade eigentlich, aber er war ein Musterbeispiel von "Kampfhund", der absolut kein Kampfhund mehr war. Finde es schade, wenn Eltern teilweise wirklich hysterisch reagieren und ihre Kinder sofort auf den Arm nehmen und sie wegreißen, wenn man mal mit nem Hund ankommt. Oder wenn sie mit Kinderwagen in die Straßenbahn kommen und eine Frau, die mit einem Schäferhund gegenüber sitzt, anmaulen, dass Hunde in der Bahn sowieso verboten wären und sie ihren Köter gefälligst wegnehmen soll, weil der ja Kinder frisst -___-" Das finde ich absolut Arm. Klar, wenn ich merke, die Kinder haben Angst vor dem Hund, dann zieh ich ihn an der Leine näher zu mir, sage, er hat bei Fuß zu gehen. Aber zum Glück sind die meisten Kinder dann so, dass sie Fragen, ob sie streicheln dürfen und das genießt er dann, das merken sie auch. Ich finde, Kindergartenkinder sollten vielleicht mal im Kindergarten Besuch von Hunden oder anderen Tieren bekommen, damit ihnen diese Angst vor Tieren genommen wird. Gleichzeitig muss ihnen aber auch der Respektvolle Umgang mit den Tieren beigebracht werden. Und das passiert leider bei wenigen = ( Da gibts also einiges zu tun ...
tokine
tokine | 01.06.2009

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