ADHS-Familie

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
05.01.2009 | 24 Antworten
Meine Kleine ist 2, 5 Jahre und hat ADHS-Symptome. Ich spreche bewusst von \\'Symptomen\\', da man in diesem Alter ja ADHS noch nicht diagnostizieren kann. Sie war von Geburt an ein extremes Schreibaby und ist mittlerweile zu einem nicht weniger komplizierten Kleinkind geworden. Hauptproblematik sind Hyperaktivität, starke Impulsivität und geringe Aufmerksamkeit mit allen weiteren daraus resultierenden Problemen. Ich habe mich nun schon seit längerer Zeit mit dem Theme ADS/ADHS auseinandergesetzt. So nach und nach ist mir dann auch bewusst geworden, dass mein Mann ebenso betroffen sein wird. Alle gängigen Symptome sind zumindest vorhanden. Nur will er selbst nichts davon wissen, schaltet auf stur und will sich auch nicht testen lassen. Ich denke, weil er einfach Angst vor der Wahrheit hat.

Es ist für mich sehr schwierig. Ich habe niemanden mit dem ich über dieses Thema sprechen könnte, es belastet mich aber sehr. Schließlich gehört es zum ständigen Alltag dazu. Ich habe bereits versucht, mich einigen wenigen Leuten anzuvertrauen, habe mich aber noch nie verstanden gefühlt. Mein Mann weist alles von sich. Für meine Mutter existieren nur körperliche Krankheiten. Und meine Schwester kann sich zu wenig in meine Situation versetzen. Ich war bereits bei einem Kinderarzt und einer Kinderpsychologin wegen meiner Tochter. Im Endeffekt hat es aber gar nichts gebracht, weil sie für eine ADHS-Diagnose ja sowieso noch zu klein ist.

Ich fühle mich ehrlich gesagt ziemlich alleingelassen damit. In meinem Umfeld scheint niemand dieses Problem zu kennen. Wo sind denn all die anderen Menschen mit ADHS? Gibt es die nicht, verstecken sie sich oder haben sie es so gut unter Kontrolle, dass man es gar nicht merkt?

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21 Antwort
Hyperaktivität
@joel-daniel Vor ein paar Monaten habe ich auch die Diagnose "Überaktivität" schwarz auf weiß für meine Kleine bekommen. Gewusst habe ich das aber schon lange vorher. Ich finde auch, dass das erste Jahr eine einzige Katastrophe war. Sie schrie oft stundenlang, ließ sich unendlich schwer beruhigen, schlief trotz totaler Müdigkeit immer nur minutenweise, lehnte Körperkontakt teilweise komplett ab, wollte ständiges Unterhaltungsprogramm, wirkte generell unzufrieden und quengeltet und quengelte und quengelte... Und was das Schlimmste war: diese Ungewissheit. So oft bin ich dagesessen und habe geheult, weil ich nicht wusste was meinem Kind fehlt. Keiner konnte es mir sagen. Inzwischen habe ich eben diese ADHS-Vermutung. Auf der einen Seite ist es gut, eine Erklärung für diesen ganzen Spuk zu haben, auf der anderen Seite tut es aber unendlich weh, wenn die Vermutung immer mehr zu einer Gewissheit übergeht...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 05.01.2009
22 Antwort
Ergotherapie
@joel-daniel Wie geht es deinem Sohn heute? Wie geht es deiner gesamten Familie heute? Was genau macht man bei einer Ergotherapie?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 05.01.2009
23 Antwort
ADHS bei Kleinkindern
Habt ihr auch bereits bei euren Babys oder Kleinkindern Zeichen von ADHS bemerkt? Oder ist euch erst später aufgefallen, dass eure Kinder irgendwie "anders" sind als die anderen Kinder?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.01.2009
24 Antwort
Danke
Muss mal Danke an alle sagen, die mir hier geantwortet haben. Ich bin ja neu in diesem Forum. Und bin echt froh, gleich auf so viele nette Leute gestoßen zu sein! Ist ja nicht überall so...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 07.01.2009

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