Die ewige Hartz IV Diskussion

QuasimodosKlon
QuasimodosKlon
02.06.2008 | 8 Antworten
Hab den Thread mit der Hartz IV Diskussion von gestern mal so durchgelesen und staune immer wieder, wie sehr der Geist der deutschen Unterschicht doch schon gebrochen ist. Wieso hacken die Leute, die ohnehin schon ganz unten sind, noch gegenseitig aufeinander rum und erkennen die eigentlichen Probleme nicht.
Wen stören Menschen, die von Hartz IV leben? Fakt ist doch schließlich, daß es nicht genügend Arbeit gibt, um den arbeitswilligen Teil der Bevölkerung abzudecken. Da kann man doch nur begrüßen, wenn sich einige freiwillig mit dem Hartz IV-Regelsatz zufriedengeben. Wo würde es hinführen, wenn diese Leute nun auch noch den arbeitswilligen Arbeitslosen die Chancen auf ne Stelle wegnehmen würden. Und sich noch billiger anbieten, als die derzeit beschäftigten, die dann entlassen werden und gegen billigere Arbeitskräfte ausgetauscht werden. Man kann doch nur über jeden froh sein, der freiwillig auf Arbeit verzichtet, solange nicht ausreichend Stellen zur Verfügung stehen, um alle suchenden mit einer fair bezahlten Stelle zu versorgen.
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8 Antwort
Der Markt hat unbesetzte Stellen nötig
Nur wenn ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr bereit ist, um jeden Preis jede Arbeitsgelegenheit wahrzunehmen, kann der Arbeitsmarkt sich regenerieren. In der freien Marktwirtschaft herrscht nun mal Angebot und Nachfrage. Wenn Unternehmen keine billigen Arbeitskräfte mehr finden, müssen sie wieder höher entlohnte Stellen anbieten, und davon haben wir alle was. Mein Traum war es immer, selber als Unternehmer Arbeitsplätze anbieten zu können und damit einen Beitrag an unsere Volkswirtschaft zu leisten. Leider wird das von politischer Seite her nicht honoriert sondern im Gegenteil eher erschwert. Die Steuern dürften nicht auf bewegtem Kapital lasten , sondern da wo es ruht und dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird. Es muß attraktiver werden, Geld zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.
QuasimodosKlon
QuasimodosKlon | 02.06.2008
7 Antwort
Politik ist nich wirklich an Arbeitsmarktlage interessiert
Ich bin selber auch schon sehr lange immer wieder von Arbeitslosigkeit betroffen. Ich hätte damals locker das Abi schaffen können, am Ende kam der einfachste Hauptschulabschluß heraus. Sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung hatte ich selten, geschweige denn war eine Ausbildung zu finden. Ich hatte immer wieder mit selbständigen Tätigkeiten versucht, mich über Wasser zu halten, von Markthandel bis Gebäudereinigung nach Hausfrauenart und dubiosen Vertreterangeboten, als freischaffender Webprogrammieren usw. Letzteres wollte ich gerade neben Hartz IV beginnen, um mein Abiturfernkurs selbst zu finanzieren. Abitur ist ja nicht "berufsbildend", also kann das Jobcenter das nicht fördern, ungeachtet, ob man unqualifiziert überhaupt noch Marktchancen in der Region hat. Das kostet mal schlappe 113 Euro/Monat, nach Ratenverlängerung noch 75 RURO. Um als Webprogrammierer einen Teil selbst verdienen zu können, muß ich einen Businessplan bei einem Wirtschaftsprüfer vorlegen, der mir ins Gesicht sagt, es ist ein überlaufenes Gebiet, woher wolle ich noch meine Kunden hernehmen. Fange ich ohne positive Beurteilung an, streicht mir das Amt Hartz IV. Also lernen wir daraus: Man muß offensichtlich auf der faulen Haut liegen und darf nicht versuchen, an seiner Situation was zu ändern.
QuasimodosKlon
QuasimodosKlon | 02.06.2008
6 Antwort
Genug Arbeit
gibt es eben nicht. Und es ist auch nicht gut, wenn sich die Leute breitschlagen lassen, sich nicht mehr zu fein für unterqualifizierte Arbeiten herzugeben. Es sitzten so viele Fachkräfte auf der Straße. Das erlebe ich gerade im Bereich als Programmierer. So viele studierte Informatiker finden keine Beschäftigung, weil die Wirtschaft sie nicht will. Die Politik will aber noch welche per Greencard aus Indien importieren, weil sie billiger sind. Unsere Fachkräfte sollen dann minderqualifizierte Tätigkeiten annehmen und in den Branchen den qualifizierten die Arbeit wegnehmen, damit die dann irgendwann völlig unqualifitierte Tätigkeiten ausüben. Und die, die keine Qualifikation haben, finden dann ganz schwer bis gar keine Arbeit mehr. Man muß doch nur mal die Zahl der Arbeitslosen mit den offenen Stellenangeboten vergleichen. Wieso will man unwillige in Arbeit zwingen, während die willigen kaum einen Job finden? Davon haben die Arbeitgeber am wenigsten, wenn sie aus nem Haufen Unwilliger die Willigen raussuchen müssen und immer wieder schlechte Mitarbeiter einstellen und entlassen.
QuasimodosKlon
QuasimodosKlon | 02.06.2008
5 Antwort
so, musste die zwillinge aus dem bett holen, aber nun gehts weiter...
ich denke, jeder der wirklich arbeiten will findet einen job, vieleicht nicht perfekt bezahlt, aber gegen ein bisschen unterstuetzung vom staat ist ja auch nichts einzuwenden, oder... viele hartz 4 empfaenger gehen nebenbei schwarzarbeiten, und auch das ist etwas was unsere wirtschaft kaputt macht...logischerweise zahlt der schwarzarbeiter keinerlei steuern, wer kommt denn dann irgendwann fuer die wirklich hilfsbeduerftigen auf?? und natuerlich fuer die schmarotzer, wer soll das zahlen, irgendwann ist der grosse pott einfach leer wenn jeder reingreift... ich bin stolz darauf das wir das nie mussten, obwohl wir auch jung kinder bekommen haben...trotzdem haben wir verzichtet um nie in die verlegenheit zu kommen irgendwo um geld "bitten" zu muessen... wir sind naemlich beide gesund und koennen arbeiten!
bineafrika
bineafrika | 02.06.2008
4 Antwort
daz kann ich nur sagen was ich immer sage...
jeder kann in eine situation kommen in der er unterstuetzung braucht, aber, der deutsche staat macht es viel zu einfach sich darauf auszuruhen...wenn ich ein kind in die welt setze muss ich vorbild sein, man darf sich vieleicht auch nicht zu schade sein anderen den muell weg zu raeumen, oder was weiss ich! es gibt aber leute die leben vom staat und meinen wirklich sich den luxus goennen zu koennen 3 jahre zuhause zu bleiben mit dem kind... und ganz ehrlich, wo sind wir denn? meine eltern haben mir beigebracht das ich dafuer, wenn ich etwas haben will arbeiten muss...und ich persoenlich denke auch, das es meine zwerge nur staerker gemacht hat das mama nicht immer verfuegbar war, das sie frueh lernen mussten mit anderen umzugehen und selbst verantwortung zu uebernehmen...
bineafrika
bineafrika | 02.06.2008
3 Antwort
Schwarzarbeit
ist das einzig unsoziale in so einer Lage. Leistungen beziehen und zusätzlich schwarzes Einkommen erzielen ohne Abgaben zu leisten, das ist Abzocke. Leute, die einfach nur mit dem sozialen Mindestsatz leben ohne zu betrügen, kann ich nicht verurteilen.
QuasimodosKlon
QuasimodosKlon | 02.06.2008
2 Antwort
die Diskussion wird jetzt wohl wieder ausarten...
aber dann gebe ich auch mal wieder meine Meinung dazu ab: es gibt sicherlich genügend Leute, die arbeiten und so wenig verdienen, daß das Geld nicht reicht und die - trotz arbeit - hartz4 oder dergleichen als Unterstützung beantragen oder Leute, die aus welchen Gründen auch immer - nicht arbeiten gehen können und auf Geld vom Staat angewiesen sind... Aber es soll Tatsache sein, daß es nicht genügend Arbeit gibt, um den arbeitswilligen Teil der Bevölkerung abzudecken?!? Das halte ich für einen ziemlichen Witz!!! Ich denke immer noch, wenn jemand wirklich arbeiten will, dann wird er auch Arbeit finden - im Zweifelsfalle muss man halt mal in Regionen umziehen, in denen es mehr Arbeit gibt... oder aber man darf sich halt für irgendwelche Arbeiten nicht zu fein sein und jetzt freue ich mich schon auf viele böse Mitteilungen, weil ich es gewagt habe, meine Meinung zu äußern... :-)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 02.06.2008
1 Antwort
ist auch
eine coole theorie ggg Ich kann nicht viel dazu sagen ich bin aus österreich, aber wenn hier jemand von sozialamt lebt wer bezahlt das wir die arbeiten gehen, und wegen lohn wirds auch nicht damit besser, denn die gehen dann billig schwarz arbeiten oder? Lg
zoeggei1
zoeggei1 | 02.06.2008

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