26. Schwangerschaftswoche (26. SSW)

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26. Schwangerschaftswoche
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26. Schwangerschaftswoche

In der 26. SSW ist es nicht unüblich, dass du dich danach sehnst, endlich dein Kind auf den Arm nehmen zu können. Die Bindung zwischen dir und deinem Baby wächst von Tag zu Tag.
Was du zur 26. SSW lesen kannst:
  • Veränderungen des Körpers ab der 26. SSW
  • Entwicklung des Embryos in der 26. SSW
  • Der Muttermund

Veränderungen des Körpers ab der 26. SSW

Die „Urlaubszeit“ der Schwangerschaft neigt sich nun langsam aber sicher dem Ende zu. Ab jetzt musst du wieder mit neuen Schwangerschaftsbeschwerden rechnen. Dein Bauch wächst weiter und er wird regelmäßig hart. Das gehört auch weiterhin zu einem ganz normalen Schwangerschaftsverlauf, solange du zumindest keine ernsten Schmerzen dabei verspürst.

Hinzu können nun Sodbrennen, Rückenschmerzen oder sogar Atemnot kommen, vor allem immer dann, wenn du dich anstrengst. Der Grund hierfür liegt schlicht und ergreifend darin, dass dein Kind mit zunehmender Größe deine Organe immer weiter zur Seite schiebt und diese demnach weniger Platz haben und so diese Probleme und Symptome verursachen. Keine Sorge, das ist vollkommen normal. Teilweise wirst du dich daran gewöhnen, teilweise wird es dich bis zum Ende der Schwangerschaft nun nerven. Welche Symptome eine Frau nun letztendlich hat, ist individuell und lässt sich nur von Frau zu Frau unterscheiden.

Schmerzendes Steißbein ein Anzeichen für eine Verstopfung

Es kann vorkommen, dass du nun Schmerzen im Steißbein verspürst. Das ist oft sehr unangenehm, doch meist unproblematisch, denn sie kommen häufig durch eine Verstopfung. Diese entsteht, da das Ungeborene starken Druck auf deinen Darm ausübt. Da nicht alle Frauen diese Probleme haben und jene, die sich diese Symptomatik teilen, sich nur darüber einig sind, dass sie daran leiden, aber quasi nie, wie schlimm oder häufig die Schmerzen sind, bringt es nichts, dies mit anderen Frauen vergleichen zu wollen. Sprich das Problem mit deiner Hebamme oder deinem Arzt durch, denn diese wissen noch am besten, wie man diese Probleme in den Griff bekommt und können dich individuell beraten.

Maßnahmen wie muskelentspannende Übungen, Bestrahlung durch Rotlichtlampen oder sogar Akupunktur bringen häufig Linderung. Gerade bei der Akupunktur solltest du nicht selbst herumprobieren, sondern es einem Fachmann überlassen, die kleinen Nadeln zu setzen. Viele Ärzte und auch sehr viele Hebammen sind hierzu in der Lage und haben eine entsprechende Ausbildung.

Auch weiterhin gilt: Bei wichtigen Fragen bezüglich deines Körpers, der Schwangerschaft und damit verbundenen Problemen ist es immer ratsam, deine Hebamme zu Rate zu ziehen, oder einen Termin bei deinem Frauenarzt auszumachen.

Entwicklung des Embryos in der 26. SSW

Mit einem Gewicht von 900 Gramm und einer Größe von etwa 34 Zentimeter steigen die Überlebenschancen selbst für Frühgeburten immer weiter an und liegen etwas oberhalb von 85%.

Die Augen öffnen sich

In der 26. SSW ist es nun endlich soweit: Das Baby kann zum ersten Mal seine Augen wirklich öffnen und zwischen wechselnden Farben und Formen unterscheiden. Jetzt sind die Nerven, die das Auge mit der Großhirnrinde verbinden endlich ausgebildet.
Interessant ist, dass sich die individuelle Augenfarbe erst in einigen Monaten wirklich ausbildet. Die meisten Babys in Mitteleuropa haben zunächst blau-graue Augen, die dann später ihre endgültige Farbe annehmen. Fertig ist dieser Pigmentierungsprozess erst mit etwa 18 Monaten. Welche Augenfarbe ein Kind bekommt, hängt stark von der Sonneneinstrahlung und der genetischen Veranlagung ab.

Blau, grün oder braun

Kinder in sonnigeren Gegenden haben zumeist braune Augen, genauso, wenn die Eltern unterschiedliche Augenfarben haben. Je dunkler die Augenfarbe, desto häufiger setzt sie sich durch. Doch nicht nur die Augenfarben der Eltern spielen hierbei eine Rolle. Es ist durchaus nicht unüblich, dass das Kind die Augenfarbe deiner eigenen Mutter erbt und somit haben die Augenfarben der Großeltern noch Auswirkungen auf das Kind. Bis du deinem Kind allerdings zum ersten Mal in die Augen sehen kannst, liegen noch einige Wochen vor dir.

Der Muttermund

Unter Muttermund versteht man den untersten Teil deiner Gebärmutter. In der Fachsprache heißt dieser Teil der weiblichen Anatomie Uterus und ragt zum Teil in die Vagina hinein. Der Zervix, oder Gebärmutterhals, verbindet den Muttermund mit dem Rest.

Während einer Schwangerschaft ist der Muttermund hart und fest verschlossen und schützt somit das ungeborene Kind in deinem Bauch. Um das Baby auf die Welt zu bringen, muss sich der Muttermund auf ca. 10 Zentimeter weiten, damit der kindliche Kopf hindurch passt.
Dies passiert durch die Wehen, die einer Geburt vorausgehen. Schon vor den eigentlichen, meist sehr schmerzhaften Geburtswehen, wird der Muttermund meist schon durch die Übungswehen weicher und öffnet sich langsam. Der Schleimpfropf geht ab und signalisiert teilweise schon wenige Tage vorher, dass die Geburt nun bald ansteht. Der Schleimpfropf ist geleeartig und meistens etwas blutig.
Keine Panik wenn der Schleimpfropf abgeht! Du hast dann meistens noch etwas Zeit. Erst mit dem Einsetzen der Eröffnungswehen beginnt die eigentliche Geburt. Ins Krankenhaus oder Geburtshaus musst du erst dann, wenn die Wehen stärker und gleichmäßiger kommen.

Unter der eigentlichen Geburt bestimmt die Muttermundweite, wie weit die Geburt schon vorangeschritten ist. Deine Hebamme wird hierfür vorsichtig zwei Finger in den Geburtskanal schieben. Passen zwei Finger hindurch so ist der Muttermund schon 2-3cm weit offen. Können die Finger sogar zu einem V gespreizt werden, so sind es schon mindestens 4 Zentimeter. Wie bereits erwähnt, muss der Muttermund sich auf sage und schreibe 10 Zentimeter weiten, bevor aus den Eröffnungswehen die sogenannten Presswehen werden können.
Durch Hausmittel und Homöopathie lässt sich die Muttermundöffnung beschleunigen. Alle diese Hilfen sollte ein Spezialist auswählen. Der Gebärmutterhals ist in der Schwangerschaft etwa 3-5 cm lang und verkürzt sich meist schon einige Wochen vor der Geburt deutlich.

Der gefährlichste Feind deines Muttermundes sind schwere Lasten. Die Muskelschicht des Muttermundes muss zum Ende der Schwangerschaft über 7 kg Gewicht tragen. Bei Druck auf den Bauch oder eben schwerem Heben kann dies einfach zu viel Belastung werden.
Doch nicht nur durch die Belastung kann es zu Problemen kommen. Von Natur aus kann man schon an einer Muttermundschwäche leiden. Das bedeutet, dass sich der Gebärmutterhals sehr früh schon verkürzt. Hier ist Vorsicht geboten, denn wenn sich der Muttermund öffnet, ist eine Frühgeburt unausweichlich! In einem solchen Fall kann der Mutter strenge Bettruhe verordnet werden und dies bei besonderen Fällen sogar im Krankenhaus.
Die Bettruhe dient der Entlastung, denn beim Liegen wird der Uterus nicht so stark belastet, was eine Frühgeburt womöglich noch hinauszögert. Vollkommen egal, ob die Schwangere nun zu Hause oder im Krankenhaus ihre Bettruhe hat, in allen Fällen wird sie streng überwacht.

Außerhalb einer Schwangerschaft kann man mit Hilfe des Muttermundes erahnen, wann man seinen Eisprung haben wird. Den Muttermund zu überwachen gilt neben der Beobachtung des Zervixschleims als eine gute Möglichkeit, seine fruchtbaren Tage zu ermitteln und findet demnach auch dann Anwendung, wenn ein Kinderwunsch besteht.

[KaKra]

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