Schwangerschaftswoche (16. SSW)

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16. Schwangerschaftswoche
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16. Schwangerschaftswoche

Dein Kind wird sich jeden Tag ein wenig mehr bemerkbar machen und schon bald wirst du erkennen, dass es Zeiten hat, an denen es immer wach ist und andere, an denen es schläft. Es ist nun fast schon ein richtiger kleiner Mensch.
Was du hier über die 16. SSW lesen kannst:
  • Veränderungen des Körpers ab der 16. SSW
  • Entwicklung des Embryos in der 16. SSW
  • Schlafen ab der 16. SSW
  • Freud und Leid in der 16. SSW
  • Gefühlschaos und wie man damit umgeht
  • Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit ab der 16. SSW
  • Zweite Vorsorgeuntersuchung
  • Reisen in der Schwangerschaft
  • Dehnung der Mutterbänder
  • Erste Ideen zur Geburt entwickeln
  • Erkältungen in der Schwangerschaft
  • Nasenbluten in der Schwangerschaft
  • Zahnpflege in der Schwangerschaft

Veränderungen des Körpers ab der 16. SSW

Ruhige Zeiten in der Schwangerschaft

Vorausgesetzt du hattest Normalgewicht zu Beginn der Schwangerschaft, wirst du nun vermutlich so um die 2 bis 5 Kilo zugenommen haben. Dein Bauch wächst immer weiter und dein Schlaf sollte ruhiger und erholsamer sein, als in den Wochen zuvor. Diese Phase der Schwangerschaft wird gerne als Flitterwochenphase bezeichnet, da du hier selten Probleme hast und die Zeit durchgehend genießen kannst und dies auch tun solltest. Meinst du, du kannst dies nicht, dann solltest du dein Leben und deine Tätigkeiten überdenken. Zwar bist du nicht krank, aber eine Schwangerschaft kostet trotzdem Kraft und Ressourcen und du tust gut daran, dich zu schonen und die ruhige Zeit wirklich zu genießen.

Dein Körper verändert sich weiter

Deine Gebärmutter hat nun in etwa die Größe eines Handballs. Damit wird auch dein Bauch ständig härter und gewährleistet dem Baby nun einen gewissen Schutz. Auch wirst du feststellen können, dass deine Brüste immer weiter wachsen und nun vollständig die sogenannte Kolostralmilch, auch Kolostrum oder Vormilch genannt, produzieren und sich auf das zukünftige Stillen einstellen. Im Zuge dessen kann es passieren, dass Vormilch tröpfchenweise austritt. Dies ist kein Grund zur Sorge, sondern zeigt nur, dass in deinem Körper alles seinen richtigen Gang geht. Ob Milch austritt oder nicht, ist sehr individuell und somit von Frau zu Frau unterschiedlich. Es ist kein Indiz dafür, ob das Stillen hinterher einfacher oder schwerer sein wird.

Psychische Belastungen in der 16.SSW

Aus rein körperlicher Sicht wird nun immer deutlicher, dass du demnächst eine Mama sein wirst. Damit einher gehen meist aber auch einige psychische Belastungen, mit denen du umgehen musst. So ist die Gewichtszunahme und der immer dicker und härter werdende Bauch für manche Frauen ein Problem, mit dem sie sich erst einmal irgendwie arrangieren müssen. Manche Frauen finden sich nicht mehr schön oder haben Angst, dass ihr Partner sie nicht mehr erotisch oder anziehend finden könnte. In den meisten Fällen ist das natürlich ausgemachter Unsinn und du tust gut daran, solche Gedanken mit deinem Partner zu teilen und dir von ihm bestätigen zu lassen, dass der Bauch kein Problem darstellt. Wie du mit diesen Ängsten und Befürchtungen nun umgehen kannst, musst du selbst herausfinden, denn eine immer funktionierende Anleitung hierfür gibt es leider nicht. Du musst deinen eigenen Weg finden. Grundsätzlich aber hilft es eigentlich immer, wenn du über deine Bedenken und Ängste sprichst.

Rechtzeitig Hilfe suchen

Sollten die psychischen Belastungen zu groß werden und du so gar nicht mehr wissen, wie du mit den körperlichen Veränderungen umgehen sollst, dann ist es Zeit, dass du dich an einen Arzt wendest oder dich mit anderen Frauen austauschst. Andere Mütter können dir meist erzählen, wie diese die emotional anstrengende Zeit hinter sich gebracht haben und du findest sicher jede Menge gute Ideen und Hilfestellungen. Zurückziehen in das eigene Schneckenhaus ist keine Lösung. Sprich lieber aktiv mit Personen, denen du vertraust, über deine Gefühle und Probleme. In den meisten Fällen, reicht es schon aus, um dich wieder zu beruhigen und dir einen Teil des Frusts und der Unsicherheit zu nehmen.

Entwicklung des Embryos in der 16. SSW

Das Baby wächst und wächst

Bleiben wir bei den Vergleichen mit dem guten Obst und stellen fest, dass das Kind nun etwa die Größe einer Avocado, also rund 9,4 cm, hat und so ganz grob 90 bis 110 Gramm auf die Waage bringt. Der Fuß deines Kindes ist nun etwa 2 Zentimeter lang. Du musst ab jetzt mit zunehmender Aktivität deines Sprösslings rechnen und mit viel Glück können selbst außenstehende Personen, wenn sie die Hand auf deinen Bauch legen, schon erste zaghafte Tritte spüren. Solltest du noch nichts spüren, mach dir keine Gedanken! Nicht jede Frau merkt es sofort und es hängt auch ein wenig davon ab, wie gut du deinem Körper zuhören kannst. Bist du den ganzen Tag aktiv, bekommst du vermutlich weniger mit, als jemand, der es sich irgendwo gemütlich gemacht hat und zum Beispiel ein Buch liest, wenn das Kind im Bauch aktiv wird.

Das Baby ist schon ein kleiner Mensch

Die Proportionen zwischen Kopf und Körper beginnen nun langsam „menschlich“ zu werden. Augen und Ohren sind nun am richtigen Fleck und der kleine Kopf wird nun auch meist aufrecht gehalten und nicht mehr, wie in den Wochen davor, nach vorn abgeknickt. Die Entwicklung des Herz-Kreislauf-Systems macht jetzt deutliche Fortschritte und das kleine Herz hat seine Arbeit aufgenommen und befördert Liter um Liter Blut durch den kleinen Körper.

Es bilden sich nun auch deutlich die Beinchen heraus und bei weiblichen Föten werden jetzt schon tausende von Eizellen in den Eierstöcken angelegt (bei Frauen findet die Meiose nicht ständig statt sondern nur einmal im Leben). Die Eizellen, die jetzt angelegt werden, sind aber noch nicht bereit für die Befruchtung, da sie in der Prophase der Meiose angehalten haben und erst später zu Ende reifen.
Bei männlichen Föten erkennt man möglicherweise schon einen kleinen genitalen Fortsatz, der sich im Laufe der nächsten Zeit zu einem Penis entwickeln wird.

An den kleinen Händchen und Fingerchen entsteht nun der individuelle Fingerabdruck, der bei jedem Menschen einzigartig ist. Wenn du Glück hast kannst du beim Ultraschall jetzt schon das Geschlecht deines Kindes erfahren, wenn das Kleine passend liegt oder entsprechende Turnübungen in deinem Bauch mach, die einen Blick auf den Bereich zwischen den Beinen zulassen. Außerdem sind die Gesichtszüge des Kindes so weit entwickelt, dass man mit etwas Glück sogar seine Mimik auf dem Ultraschall erkennen kann.
Auch beginnt das Baby nun am Daumen zu lutschen, denn sein Saugreflex funktioniert schon und auch Schluckauf hat das kleine Wesen in deinem Bauch schon einmal. Gelenke und Muskeln reagieren bereits auf die Stimulation, die das Gehirn sendet und selbst die Schweißdrüsen sind nun ausgebildet und können ihre Funktion aufnehmen.

Während es für dich derzeit ruhig hergeht, wird es für dein Kind nun aber langsam stressig, denn für den Embryo beginnt nun ein regelrechter Wachstumsmarathon. Schließlich will es bis zu seiner Geburt im Durchschnitt 3-4 Kilo erreicht haben.

Schlafen ab der 16. SSW

Normalerweise sollte die Nachtruhe ab der 16. SSW auch wieder angenehmer werden. Die Unruhe und Einschlafprobleme sollten sich Stück für Stück legen und wer weiß, vielleicht hast du sie ja auch schon hinter dir? Wenn du ein Rückenschläfer bist, könntest du versuchen, dich an ein Schlafen auf der Seite zu gewöhnen, denn in späteren Monaten wird es für viele Frauen sehr unangenehm sein, auf dem Rücken zu schlafen, während der Bauch auf die Hohlvene drückt.
Hilfreich kann es sein, ein Kissen zur Hilfe zu nehmen oder sich gar gleich ein Schwangerschaftskissen zu besorgen, welches sich bei der seitlichen Liegeposition wunderbar an den Körper schmiegt.

Entgegen aller Unkenrufe muss man aber auch sagen, es gibt durchaus Frauen, die die ganze Schwangerschaft auf dem Rücken verbracht haben und deren Kinder auch bestens versorgt und putzmunter waren. Hier lohnt es sich auf jeden Fall wieder auf seinen Körper zu hören. Wenn dir etwas nicht gut tut, sendet der Körper in der Regel Signale, die du nur wahrnehmen und deuten musst. Rückenschmerzen, Verspannungen und Schlafprobleme könnten hier also zum Beispiel durch eine falsche Liegeposition kommen. Probier einfach ein wenig herum und du wirst merken, die meisten Dinge ergeben sich schließlich von ganz allein. Auch deine Hebamme oder dein Gynäkologe können dich sicher gut beraten und alle offenen Fragen klären.

Freud und Leid in der 16. SSW

Kindsbewegungen in der 16. Schwangerschaftswoche

Noch sind die Bewegungen deines Kindes, die du spüren kannst, eher zaghaft, da sie vom Fruchtwasser gebremst werden und die Kraft, die dein Baby derzeit hat, kaum nennenswert ist. Zu Anfang ist es übrigens völlig normal, dass du die Bewegungen noch nicht sicher einordnen kannst und man oft unsicher bist, ob das Gefühl nun wirklich ein Tritt vom Baby war oder doch nur eine Regung im Darmbereich. Mit der Zeit und etwas Übung wirst du die Unterschiede deutlich wahrnehmen können und je größer dein Kind wird, desto einfacher ist es auch auseinanderzuhalten, was nun ein Tritt war und was nicht.

Wundervolle Erinnerungen ab der 16. Schwangerschaftswoche

Gerade für Mütter, die ihr erstes Kind erwarten, ist dieses Gefühl etwas Wundervolles, an das sie sich immer erinnern werden. Doch auch in der zweiten, dritten oder vierten Schwangerschaft ist es völlig normal, wenn die ersten Bewegungen kleine Begeisterungsstürme in der werdenden Mama auslösen. Schließlich ist es das erste Mal, dass du wirklichen Kontakt zu deinem Kind aufnehmen kannst. Bis zu diesem Zeitpunkt wusstest du nur von den Symptomen und der Diagnose, dass du schwanger bist. Doch wenn das Kind sich das erste Mal bemerkbar macht, dann wird es plötzlich greifbarer und realer.

In der Regel ist es eines von den Gefühlen, dir du nie wieder vergessen wirst. Selbst wenn das Kind das Haus verlässt oder womöglich sogar selbst Mutter oder Vater wird, wirst du dich immer an diese ersten Bewegungen erinnern können. Vielleicht bleiben dir sogar im Gedächtnis, was du in diesem Augenblick getan hast, als du dein Kind das erste Mal bewusst wahrnehmen konntest.

Instinkte und evolutionäre Rolle als Frau

Für Frauen ist die Schwangerschaft in der Regel etwas vollkommen Natürliches und viele werden sich schnell in diese neue Rolle einfinden. Die Fortpflanzung und das Aufziehen eines Kindes ist eine natürliche Veranlagung bei allen Frauen, auch wenn manche dies nicht mehr wahrhaben wollen, sind wir doch auf Fortpflanzung und Erziehung programmiert. In den meisten Fällen übernehmen unsere natürlichen Instinkte wieder ihre Rollen, wenn wir dies zulassen und zeigen uns den richtigen Weg.
Es kommt nicht von ungefähr, dass immer wieder behauptet wird, dass man einer Schwangeren die Schwangerschaft ansieht, auch wenn es noch keinen Bauch zu entdecken gibt. Viele Frauen finden hierin endlich einen Sinn im Leben, der mehr zählt als Beruf und Erfolg. Viele, gerade ältere Menschen meinen, dass die Schwangerschaft in dem Strahlen der Augen, der werdenden Mutter sichtbar wird. Lass dich darauf ein und vertrau auf deine Instinkte. Dein Bauchgefühl wird dir gute Dienste leisten.

Zweifel und Ängste in der 16. SSW

Leider ist die Freude über den Nachwuchs nicht bei jeder Frau vorhanden. Der Verstand bombardiert viele mit diversen Fragen und liefert tausend mögliche Probleme, die nur durch die Schwangerschaft entstehen. Wenn dich so etwas plagt, dann bist du nicht allein, also versuche, es gelassen zu nehmen. Als Schwangere stehst du, gerade wenn es dein erstes Kind ist, ziemlich unter Druck und Spannung. Natürlich willst du alles richtig machen, sorgst dich um die Zukunft, deine eigenen Fähigkeiten und um das Ganze noch einen Tick schlimmer zu machen, sorgt dein Hormonhaushalt für weiteres Gefühlschaos und Unsicherheiten. Zweifel und Ängste sind vollkommen normal in dieser Phase der Schwangerschaft und es gibt vermutlich nicht eine Frau, die sich nicht mit solchen Fragen plagte wie: Werde ich das alles schaffen? Ruiniert mir die Schwangerschaft nicht meine Karriere? War es vielleicht doch zu früh, um schwanger zu werden? Bin ich wirklich bereit? Werde ich ein Kind wirklich erziehen können?

Gefühlschaos und wie man damit umgeht

Obwohl eine Schwangerschaft etwas Schönes ist, kann es durchaus passieren, dass du dich zwischendurch schlecht fühlst, auch dann, wenn sich bei dir alles normal entwickelt, auf körperlicher Ebene das Kind in deinem Bäuchlein wächst und gedeiht und du keine Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen oder Bauchweh hast. Keine Sorge, das ist relativ normal und viele andere Schwangere oder Mütter können ein Lied davon singen.

Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt

Das Problem ist, dass man für körperliche Beschwerden in allen Varianten und Ausprägungen jede Menge Tipps und Tricks findet, die Linderung bringen, doch die psychischen Belastungen lassen sich meist nicht so leicht kurieren. Es gibt leider kein Rezept, das bei allen Frauen in dieser Zeit wirkt und die emotionalen Symptome unter Kontrolle bringt. Allerdings kannst du beruhigt sein, denn leichte bis mittelschwere Stimmungsschwankungen gehören einfach zu einer Schwangerschaft dazu. Irgendwoher muss die „Weisheit“ ja kommen, dass jemand „zickig wie ein schwangeres Weib” ist.

Zwischen Lachen und Weinen ist es derzeit meist nur ein schmaler Grad und es kann durchaus vorkommen, dass du in einem Moment die ganze Welt umarmen könntest und dann ein kleines Missgeschick oder irgendwas anderes Alltägliches dich total aus der Bahn wirft. Das kann ein Internetausfall sein, deine Lieblingsschokolade, die leer ist, oder dass du beim Einkaufen etwas vergessen hast. Von traurigen Filmen oder emotional geladenen Büchern gar nicht zu sprechen!. Für solche Fälle hilft nur ein großes Paket Tempos. Diese Überempfindlichkeit wird durch die übermäßige Hormonproduktion während der Schwangerschaft und später auch während des Stillens verursacht und ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis.

Wenn die Probleme größer werden

Auch die Müdigkeit, die sich ab der 16. SSW breit macht und die Veränderungen deines Körpers können diese emotionale Achterbahnfahrt noch verschlimmern. Sobald du dich schlapp und träge fühlst, mache eine Pause und achte auf die Anzeichen deines Körpers. Sorge für regelmäßige Erholung - vielleicht kannst du mit einer schönen warmen Tasse Tee im Bett oder auf der Couch etwas entspannen.

Sollte dieser Zustand zu einem Dauerzustand werden und du täglich launenhaft und depressiv verstimmt bist, dich Ängste und Sorgen gar nicht in Ruhe lassen und dir jedes Lachen schwer fällt, dann solltest du dringend zu einem Psychotherapeuten. Aufgrund der hohen Nachfrage dieser Ärzte kann es einige Wartezeit geben und somit solltest du so früh wir möglich versuchen, einen Termin zu bekommen. Eine Schwangerschaftsdepression ist zwar eher selten, kommt aber dennoch vor und sollte nicht unbehandelt bleiben.

Stimmungsschwankungen oder Depression

Der Unterschied zwischen einfachen, schwangerschaftstypischen Launen und einer Depression ist nicht ganz einfach zu finden. Die folgenden Anzeichen können nur einen groben Abriss bieten und sind weder vollständig noch ersetzen sie einen Besuch bei einem Arzt. Wenn du den Verdacht hast, du leidest an einer Depression, dann suche dir auf jeden Fall professionelle Hilfe, dir und deinem Kind zuliebe.
Einige Anzeichen, für eine Schwangerschaftsdepression könnten sein, dass du dich schlecht konzentrieren kannst, dir alles Angst und Sorgen bereitet, du dich extrem matt und müde fühlst, unter Appetitlosigkeit, Lustlosigkeit, extremer Reizbarkeit oder Freudlosigkeit leidest und du dich allgemein einfach hilflos und weinerlich fühlst. Kommen dann auch noch Schlafprobleme hinzu, solltest du dringend mit einem Arzt reden. Zur Not auch einfach erst einmal mit deiner Hebamme oder mit deinem Gynäkologen.

Es ist übrigens kein Zeichen von Schwäche, wenn du dir professionelle Hilfe suchst, sondern ein Zeichen von Mut und Selbstbewusstsein, zu erkennen, dass du ein Problem hast, das du allein nicht in den Griff bekommst. Es zeigt auch, dass du bereit bist, für dich und dein Baby das Beste zu tun und du Verantwortung übernehmen und sinnvolle Entscheidungen treffen kannst. Bedenke immer: Eine rechtzeitige Therapie reduziert enorm das Risiko einer postnatalen Depression, die nach unbehandelter Schwangerschaftsdepression oft eintritt und mit der nicht zu spaßen ist.

Lösungen

Solltest du als depressiv eingestuft werden, ist es wichtig, dass du eine stabile Struktur in deinem Umfeld schaffst und deine engsten Vertrauten bittest, dich zu unterstützen. Wenn du dich daran hältst, ist es recht wahrscheinlich, dass du eine weitestgehend normale Schwangerschaft erleben wirst und wieder Freude am Dasein als werdende und später frisch gebackene Mama hast.

Sollte keine Depression vorliegen, so handelt es sich „nur“ um Stimmungsschwankungen, die eine gewöhnliche Begleiterscheinung einer Schwangerschaft und kein Grund zur Sorge sind. Manchmal hilft es, wenn du mit deinem Umfeld über die Dinge sprichst, die die Ursachen sind, mögen sie auch noch so banal sein. Du kannst nur wenig dafür, dass du launisch bist, vergiss das nicht. Trotzdem sollte man versuchen, auch seinen Mitmenschen gegenüber offen und fair zu sein und auch zu erkennen, dass man aufgrund der Schwangerschaft manchmal etwas anstrengend ist. Es hilft manchmal, auch einfach einmal einen Witz über die Situation zu machen und das Ganze nicht so verbissen zu sehen. Auch Bewegung und frische Luft lenken ab und wenn du vielleicht sogar etwas Yoga machst, kannst du dadurch wieder etwas klarer denken. Auch eine ordentliche Portion Schlaf wirkt manchmal wahre Wunder und vertreibt die Stimmungsschwankungen für einige Zeit. Wie du siehst, gibt es keine Patentlösung für die Stimmungsschwankungen, aber du kannst eine ganze Menge ausprobieren und irgendetwas ist eigentlich bei jedem hilfreich. Wenn du etwas gefunden hast, was dir hilft, behalte es bei.

Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit

Hast du schon wieder etwas vergessen? Einen Termin, einen Einkaufen, ein Telefonat? Mach dir nichts draus! Das geht vielen Frauen in der Schwangerschaft so. Solch eine latente Vergesslichkeit im Alltag ist in der Schwangerschaft vollkommen normal und wird dir, wenn du Pech hast, auch in der Stillzeit erhalten bleiben. Auch wenn dir das Konzentrieren schwer fällt, ist das vollkommen normal und betrifft einen großen Teil der Schwangeren.

Lass dich durch solch eine Schwangerschaftsdemenz nicht beunruhigen! Selbst dann nicht, wenn du zum x-ten Mal prüfen musst, ob du den Schlüssel hast oder das Licht ausgeschaltet ist. Der Grund hierfür findet sich in den großen physischen und emotionalen Prozessen in deinem Körper. Durch die Hormonumstellung wird das Gehirn einer Schwangeren etwas kleiner, was aber dramatischer klingt als es ist.
Eine kleine Erleichterung können Notizbücher und To-Do-Listen bieten. Habe immer ein Notizheft oder eine entsprechende App im Handy dabei und nutze diese als kleine Gedankenstütze. Auch das Lösen von Sudoku- oder Kreuzworträtseln können dir helfen, dich wieder besser zu konzentrieren. Spiele aus dem Bereich Gehirnjogging, die man fürs Handy bekommt, können dir hier durchaus gute Dienste leisten. Solange du nichts wirklich Wichtiges vergisst und immer darauf achtest, dass du für dich und dein ungeborenes Kind gut sorgst, ist alles in Ordnung. Genieße deine Schwangerschaft, auch wenn du hier oder da kleinere Gedächtnislücken hast und etwas schusselig wirkst.

Zweite Vorsorgeuntersuchung

Jetzt steht auch wieder eine Untersuchung mit samt Ultraschall an. Der Frauenarzt wird hierbei genau schauen, ob bei dem Kind alles vorhanden und altersentsprechend ausgebildet ist. Ein guter Zeitpunkt, um seinen kleinen Schatz schon einmal zu begutachten und zu sehen, was er in deinem Bauch so alles anstellen kann. Auch wird jetzt noch einmal Blut abgenommen und Urinwerte genau bestimmt.
Die Herztöne des Kindes wirst du nun auch hören können. Die zweite Vorsorgeuntersuchung sollte ein Gynäkologe machen, auch wenn du sonst von einer Hebamme betreut wirst, da du auf den Ultraschall nicht verzichten solltest. Hat deine Hebamme ein Ultraschallgerät, spricht natürlich nichts dagegen, wenn auch sie den Ultraschall macht. Auch eine Kombination aus Gynäkologe und Hebamme ist sicher möglich.

Aufgrund verschiedenster Merkmale, wie zum Beispiel einer Nackenfalte, ist es möglich, jetzt schon Rückschlüsse auf eventuell vorhandene erbliche Probleme zu ziehen. Trisomie 21 kann teilweise schon hier entdeckt und durch weitere Untersuchungen bestätigt oder ausgeschlossen werden. Diese Untersuchung solltest du also auf jeden Fall machen. Sie wird übrigens vollständig von der Krankenkasse bezahlt.

Reisen in der Schwangerschaft

Auch mit Babybauch kann man noch Urlaub machen. Denk dran: Schwanger sein ist keine Krankheit. Einige Dinge solltest du trotz allem berücksichtigen:

Autofahren

Autofahrten sind für eine Schwangere generell kein Problem, wenn diese darauf achtet, dass sie richtig angeschnallt ist. Der Gurt muss zwischen den Brüsten und unter dem Bauch verlaufen, damit die inneren Organe und auch das Kind bei einem Unfall noch optimal geschützt sind. Das Fruchtwasser kann den Druck des Gurtes gut abwehren, sollte etwas passieren. Was man allerdings nicht aus den Augen verlieren sollte ist, dass die Bewegungsfreiheit mit fortschreitender Schwangerschaft deutlich eingeschränkt wird und man in kritischen Situationen womöglich nicht mehr schnell genug reagieren kann. Ab diesem Moment sollte man sich lieber fahren lassen. Auch das Verreisen mit dem Zug könnte eine gute Alternative sein.

Flugreisen

Wenn es keine Komplikationen gibt, sind Flugreisen ohne Schwierigkeiten bis zum Ende des zweiten Trimesters möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass bei dir kein Risiko auf eine Fehl- oder Frühgeburt besteht.
Während der Schwangerschaft sind weder der Kabinendruck noch die erhöhte Strahlung in höheren Lagen gefährlich, weder für die werdende Mutter, noch für das ungeborene Kind. Wichtig ist es, sich frühzeitig einen Platz am Gang mit ausreichender Beinfreiheit zu reservieren, damit auch der Gang zum WC problemlos möglich ist und du die Beine ausstrecken kannst. Ab der 34. bis 36. SSW lehnen Fluggesellschaften den Transport von Schwangeren in der Regel ab, da sie das Risiko einer Geburt an Bord nicht eingehen wollen. Bei Unklarheiten und Fragen solltest du dich an die Fluggesellschaft wenden. Im Zweifelsfall kannst du deine Reisepläne auch mit deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen durchsprechen.

Dehnung der Mutterbänder

Wenn du ab der 16. SSW plötzlich ein unangenehmes Ziehen rechts und links von deinem Bauchnabel spürst, dann handelt es sich hierbei um die Mutterbänder. Mit diesen ist die Gebärmutter am Beckenknochen verankert. Je größer das Baby nun wird, umso weiter müssen sie sich dehnen. Viel Ruhe und Entspannung und sanfte Bewegung im Wasser können die Schmerzen lindern. Auch hier besteht kein Grund zur Sorge: die meisten Schwangeren kommen früher oder später an einen Punkt, wo sie ihre Mutterbänder merken. Falls die Schmerzen wirklich stark werden oder nicht wieder verschwinden, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

Erste Ideen zur Geburt entwickeln

So langsam wird es Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen. Wenn du nicht einfach in ein Krankenhaus willst, dann musst du dir nun anfangen Lösungen für die Geburt zu überlegen und auf die Suche nach passenden Plätzen und Betreuungen zu gehen. Gerade wenn der Wunsch einer Hausgeburt besteht, wirst du viel Glück und Geduld bei der Suche nach einer Hebamme brauchen. Viele Hebammen bieten leider nur noch die Vor- und Nachsorge, aber keine Geburtsbegleitung mehr an. Den Grund hierfür findest du zum größten Teil bei den Versicherungen, die derzeit den Hebammen das Leben schwer machen.

Erkältungen in der Schwangerschaft

Schwere Erkältungen oder auch Harnwegsinfekte kommen auch gern einmal in der Schwangerschaft vor, auch wenn sie kein typisches Schwangerschaftsproblem sind. Was man immer tun kann, ist die Krankheiten natürlich zu behandeln. Hierbei helfen Honig bei Husten, Gurgeln mit Salzwasser bei Halsschmerzen, Panthenolsalbe auf die Nasenschleimhäute auftragen und die Atemluft feucht halten.
Bei einem Harnwegsinfekt sollte man viel trinken, um die Harnwege ordentlich durch zu spülen. Wenn das nicht hilft, gibt es für den Notfall auch Antibiotika, die in der Schwangerschaft als unbedenklich gelten. Wichtig ist hierbei: Antibiotika werden niemals selbst verordnet und immer, wirklich immer, sollte man das Risiko und den Nutzen mit einem Arzt zusammen absprechen. Im Zweifelsfall lohnt es sich auch, eine zweite Meinung einzuholen oder eine alternative Therapie auszuprobieren.

Wichtig: Nur weil etwas pflanzlich ist, ist es nicht ungefährlich in der Schwangerschaft! Besprich alle Medikationen mit deinem Arzt oder deiner Hebamme!

Nasenbluten in der Schwangerschaft

Viele Schwangere neigen vermehrt zu Nasenbluten, besonders wenn im Winter die Heizperiode angefangen hat und schon ein Schnupfen besteht. Setze dich bei Nasenbluten immer aufrecht hin und den Kopf ein wenig nach vorn geneigt. Drücke dann die Nasenwände zusammen, um das geplatzte Gefäß abzudrücken. Ein Kühlpack legt man sich in den Nacken, damit ein Reflex ausgelöst wird, der die Blutgefäße in der Nase zusammenzieht und somit die Blutung stoppt.
Um Nasenbluten vorzubeugen, feuchte die Luft in deiner Wohnung etwas an, indem du nasse Handtücher auf die Heizung legst. Bei Erkältung oder trockenen Schleimhäuten hilft ebenfalls Bepanthen Nasensalbe.

Zahnpflege in der Schwangerschaft

Zähne und Zahnfleisch sind in der Schwangerschaft anfälliger als sonst. Der Grund hierfür ist der veränderte Hormonhaushalt. Außerdem benötigt dein Körper nun viele Mineralstoffe und darunter leiden die Zähne. Gerade ein Kalziummangel kann die Zähne nachhaltig schädigen. Achte deshalb bei deiner Ernährung darauf, dass du deinen täglichen Kalzium-Bedarf deckst. Hierfür eignen sich neben Milch und Milchprodukten auch Hülsenfrüchte. Ansonsten sollte man seine Zähne auf jeden Fall ordentlich putzen und dafür auch ein paar Minuten länger im Bad investieren. Auch der Gang zum Zahnarzt für eine Kontrolle ist sicher nicht verkehrt und sollte ruhig schon einmal hinter sich gebracht werden.

[KaKra]

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