Hallo an alle, ich möchte mich gerne mit betroffenen und Interessierten austauschen

emago
emago
06.07.2008 | 27 Antworten
Ich habe vor sechs Wochen meinen kleinen Sohn Elias "still" zur Welt gebracht. Wenn ich eines besonders erfahren durfte .. der Austausch mit anderen hilft zu verarbeiten.

Zudem finde ich, dass diesem Thema zu wenig Beachtung geschenkt wird. Hätte ich während der Schwangerschaft nicht durch Zufall in einer Fernsehserie das Thema mit bekommen, hätte mich die Nachricht noch unvorbereiteter getroffen.

Ich bin zuerst in einer Klinik gelandet, die mehr als unmenschlich mit der Situation umgegangen ist. Diagnose reingewürgt und dann direkt gefragt, ob ich mein Kind bestatten oder mit anderen im Krankenhaus gesammelt verbrennen möchte .. Gott sei dank hat mein Mann die Initiative ergriffen und mich in eine Geburtsklinik gebracht, die mit der Situation sehr einfühlsam umgegangen sind. Ich denke, dass ich heute nur deshalb so weit mit der Verarbeitung bin. Ich freue mich auf Nachrichten von Betroffenen wie auch von Frauen, die sich für das Thema interessieren.
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30 Antworten (neue Antworten zuerst)

27 Antwort
still zu welt und immer in herzen
hallo ich bin nadine und ich bin auch sternmama von ein jungen jannik joel und er ist an 7.3 08 still zu welt gekommen per keiserschnitt . und es tut mir sehr leid für euch ich weiß was dir garde auch macht und wenn du ein zum reden brauchst ich bin für dich da liebe grüße nadine und ronny .
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.07.2008
26 Antwort
unser aller schreckliches erlebnis
erstmal möchte ich dir mein beileid ausdrücken. letzten dezember haben auch wir unseren sohn verloren. eine woche vor weihnachten mussten wir ihn beerdigen. das ist hart und ich habe heute noch probleme damit umzugehen. ich wünsche euch von ganzen herzen alles alles gute!
elchen1975
elchen1975 | 08.07.2008
25 Antwort
.....
Wir waren nur noch damit beschäftigt zu erfahren, ob es denn nun ein Junge oder ein Mädchen werden würde, da unser Baby sich vor dem Ultraschall immer sehr zurückhaltend verhielt. Innerhalb von 24 Stunden waren unsere Wünsche und Träume zerplatzt. Bei einer Standard-Untersuchung wurde festgestellt, dass das kleine Herz von Elias nicht mehr schlug. In der folgenden Nacht, am 4.6.2008 um 3.22 Uhr kam Elias mit einer Größe von 46 cm und einem Gewicht von 1.880 Gramm zur Welt. Es war eine ganz ruhige und friedliche Nacht im Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg. Man ließ uns die Zeit, um Elias zu erkunden, ihn zu berühren, anzuschauen, zu streicheln, in den Arm zu nehmen und uns von ihm zu verabschieden. Seinen Tod zu begreifen. Das Unbegreifliche zu akzeptieren. Nun werden wir unser Kind, unseren erstgeborenen Sohn, beerdigen. Es ist unnatürlich, dass Eltern ihre Kinder beerdigen. Es sollte nicht sein, aber es ist zu unserer Aufgabe geworden. Wir werden diese Aufgabe meistern und gestärkt aus ihr hervorgehen. Und unsere Familienplanung fortsetzen. Aber eines steht fest: Nichts ist vergessen, nichts wird jemals vergessen. Elias ist unser Sohn, geboren am Mittwoch, den 4. Juni 2008. Wir behalten ihn so in Erinnerung, wie er war: wunderschön.
emago
emago | 07.07.2008
24 Antwort
Von Papa
Abschied Seit 1991 sind wir nun ein Paar. 2004 feierten wir eine wunderschöne Hochzeit. Ein Haus haben wir, einen Apfelbaum im Garten gepflanzt, einen Hund und einen Kater. 2008 wollten wir eine “richtige” Familie werden. Mit einem Kind an unserer Seite. Alle haben sich über die Nachricht von Veras Schwangerschaft riesig gefreut. Unsere Freunde und Familie, und hier insbesondere unsere Eltern, für die es das erste Enkelkind ist. Vera war so sensibel, dass sie die Schwangerschaft schon in den ersten Wochen spürte, als Elias noch weit kleiner als ein Gummibärchen war. Auf dem Monitor des Ultraschalls war kaum etwas zu erkennen. Da die Schwangerschaft noch in einem frühen Stadium war, hatten wir beide noch etwas Angst, ob alles gut gehen würde. Doch bis auf eine ziemlich ausgeprägte Übelkeit insbesondere am Morgen verlief die Schwangerschaft vollkommen unproblematisch. Wir wuchsen weiter zusammen und freuten uns unheimlich auf das Kind. Alle Babymärkte in der Umgebung kennen wir nun. Die Namen der Kinderwagenhersteller, die Testberichte über Autokindersitze, die verschiedenen Stadien der Entwicklung eines Fötus: über all’ diese Themen sind wir nun informiert. Zwei Monate vor dem ausgerechneten Termin hatten wir uns schon alles in den schönsten Farben ausgemalt: das erste Weihnachtsfest, der erste Geburtstag, der erste Urlaub. Niemals hätten wir jetzt noch damit gerechnet, dass unserem Glück etwas im Wege stehen könnte.
emago
emago | 07.07.2008
23 Antwort
Danke für Eure liebe Anteilnahme!
Ich möchte Euch gerne noch zwei Texte hinterlegen, die mein mein Mann und ich vor der Beerdigung geschrieben haben. Früh morgens wurde es Gewissheit, ich trug Dich unter meinem Herzen. Papa und ich lagen uns lange in den Armen und spürten unsere Liebe, die sich mit Dir zu einer Einheit verband. Ungeahnte Glücksgefühle und tiefe Demut erfüllten mein Herz, als ich Dich erstmals sehen durfte, so klein und unscheinbar auf dem Monitor des Ultraschallgerätes. Wie kleine Bonbons verbreiteten wir stolz die gute Neuigkeit. Schon mit der Nachricht über Dich kleines wachsendes Wesen beglückten wir so viele Menschen. Sanft wie der Flügelschlag eines Schmetterlings waren die ersten Berührungen von Dir in meinem Bauch. So zart und fein diese auch waren, ich spürte schon da Deine unglaubliche Kraft und wieviel Du mir bedeutest. Kraftspender, Kämpfer und Halt in schweren Stunden, manifestierte Hoffnung, ein Anker, der mich positiv in die Zukunft blicken lässt, Du hast mir so viel gegeben. Dein Fortgehen, zunächst nur unglaublich schmerzhaft und ohne spürbaren Sinn. Nicht zu bewältigen war der Eindruck von der Aufgabe, die ich zu erfüllen hatte. Unerträglich die Gedanken und Gefühle. Mitten in der Nacht, Deine Geburtskerze brannte hell und verbreitete Liebe und Hoffnung. Still und ruhig in Verbundenheit und Einigkeit mit allen musste ich Dich hergeben, unser letzter Kampf, versprochen!
emago
emago | 07.07.2008
22 Antwort
das ist
so was von traurig tut mir wahrnsinnig leid........lg
pitty88
pitty88 | 07.07.2008
21 Antwort
liebe amago
deine Geschichte hat mich sehr berührt.. habe noch immer eine Gänsehaut. ich bewundere dich dafür das du so stark bist.. Ich wünsche dir all das Glück der Welt.. mein herzlichstes Beileid an dich und deine Familie. Ganz liebe grüße
Ebby08
Ebby08 | 07.07.2008
20 Antwort
beerdigung
hab gerade gänsehaut bekommen bei der geschichte! mein beileid hast du bereits.viel kraft wünsch ich dir!!!
anneganz
anneganz | 07.07.2008
19 Antwort
nein, meine selbsthilfegruppe
ist mamiweb, hier habe ich ganz viele, nette frauen gefunden, aus denen sogar eine freundschaft entstanden ist. Hier sind viele frauen, denen es genauso ergangen ist, wie mir, das hilft mir, wenn ich mich mit denen unterhalte, weiß ich, die können meinen schmerz nachvollziehen. Ich fühle mich verstanden. Es gibt eine gruppe: sternenkinder , da sind wir alle, guck mal rein.. gute nacht und alles gute, vielleicht bis bald, wenn du magst, lg natalia
Natalia1983
Natalia1983 | 07.07.2008
18 Antwort
Das ist schwer zu verarbeiten...
Fragen bleiben offen... und so gut man es auch verarbeitet, die Frage, wie wäre mein Kind jetzt, wird nicht beantwortet. Habt Ihr Euch an eine Selbsthilfegruppe gewendet? Ich tue mich damit noch etwas schwer.
emago
emago | 07.07.2008
17 Antwort
ja, das stimmt,
mir kommt es auch so vor. Meine Schwägerin hat den selben et, das ist hart, immer wenn ich ihr kind sehen werde, werde ich denken, dass ich auch so eins hätte, also gleich alt. Aber neidisch bin ich nicht, es geht mir nicht um ihr kind, sondern um meins, ....
Natalia1983
Natalia1983 | 07.07.2008
16 Antwort
Das kann ich nachempfinden Natalia1983,
davor graut es mir auch schon sehr. Besonders, weil meine Nachbarin fast zeitgleich mit mir schwanger geworden ist und bald entbindet. Es scheint, als würden auf einmal überall Schwangere und Babys unterwegs sein...
emago
emago | 07.07.2008
15 Antwort
danke liebe emago,
am 17.07. wäre mein et!!! Ich hab solche angst vor diesem tag....
Natalia1983
Natalia1983 | 07.07.2008
14 Antwort
Liebe Natalia1983,
ich drücke Dich ebenfalls :0)) Ich finde es ganz traurig, dass es Menschen gibt, die sich anmaßen für einen zu entscheiden, ab wann eine Mutter um ihr Kind trauern darf. Ich hoffe, dass Deine Wunden in diesem Bezug irgend wann heilen können. Dafür wünsche ich Dir viel Kraft!
emago
emago | 07.07.2008
13 Antwort
Beerdigung
Ja, wir haben den Kleinen beerdigt. Auch das haben wir dem Personal in der Klinik zu verdanken. Sie haben uns einen Bestatter empfohlen, der sehr viel Erfahrung mit der Betreuung in einem solchen Fall hat. Er hat uns sogar den Sarg mitgegeben. Wir durften in selbst gestalten und so haben wir, meine Familie, Freunde und ich, die Scheu vor diesem Anblick verloren. Ich hätte zwar lieber mit Elias gebastelt, aber so konnte ich ihm wenigstens ein erstes und letztes Geschenk machen. Wir haben ihn nach gutem Zureden des Bestatters auch selbst in den Sarg gebettet. Wir haben Briefe von den Großeltern, der Tante und den Freunden beigefügt. Er hält nun auch einen kleinen Rosenquarz in den Händen. Die Beerdigung selbst war sehr traurig. Mein Mann und ich waren zu der Zeit schon stabiler. Aber dort sind dann erst mal die Familie und die Freunde zusammengebrochen. Was völlig unverhofft und wunderschön war, ich hatte Elias gebeten, mir eine Zeichen zu schicken. Auf seinen Sarg habe ich eine goldende Sonne gemalt. Am Tag der Beerdigung hat es furchtbar geregnet. Der Bestatter hat extra ein Zelt aufgebaut. Als der Pfarrer gerade sagte: Elias hat nicht das Licht der Welt gesehen, aber er ist dort, wo er jetzt ist, im Licht" da lichteten sich die Wolken und ein Sonnenstrahl traf direkt auf den kleinen Sarg. Ab da wusste ich, er ist mir sehr nah und er wird immer bei mir sein. Das ist einer der schönen Erinnerungen, die mich immer wieder hoch holen, wenn es all zu sehr schmerzt.
emago
emago | 07.07.2008
12 Antwort
liebe emago,
es tut mir sehr, sehr leid, lass dich erst mal feste drücken. Am 08.02.08 musste ich mein Kind gehen lassen, ich war in der 17 Ssw. Bis jetzt habe ich Probleme damit, den Tod meines Kindes zu akzeptieren. Auch "wir" wurden respektlos behandelt. Ich musste mir viele unwürdige Sachen meinem Baby gegenüber anhören, wie "es war ja noch kein Baby usw". Bis jetzt verfolgen mich deren Worte, ....Und das bleibt für immer so... Ich wünsche Dir/Euch ganz viel Kraft, wenn du reden magst, ich bin für dich da. LG Natalia
Natalia1983
Natalia1983 | 06.07.2008
11 Antwort
Hallo,....
So etwas finde ich äussert fies von Schicksal, .. erst ist man schwanger, .. man freut sich soooo sehr auf das kleine Wunder Baby, .. und dann wird es einem wieder genommen, ...Es tut mir sooo leid das auch dir das passiert ist....
mici25
mici25 | 06.07.2008
10 Antwort
Unvorstellbar
Ich kann mir nur ganz wenig vorstellen, wie es dir geht. Ich weiß auch das es keine töstenden Worte gibt, doch meine Tante sagt auch immer: Ich will darüber offen reden und nicht schweigen. Ich wünsch euch viel Kraft die schwere Zeit zu überstehen, haltet zusammen! Du hast den richtigen Anfang gemacht, indem zu Kontakt suchst.
Monika-Maitner
Monika-Maitner | 06.07.2008
9 Antwort
Nabelschnur
Die Hebammen und Ärzte gehen davon aus, dass die Nabelschnur der Grund für Elias Tod war. Sie war sehr stramm um seinen Hals gewickelt. Das hat mich trotz allem sehr beruhigt. Denn ich weiß, dass ich ein sonst gesundes Kind auf die Welt gebracht habe. Ich hatte vor der Geburt schlimmste Befürchtungen...
emago
emago | 06.07.2008
8 Antwort
bei uns in der klinik
gibt es viele frauen die ihr kind still zur welt bringen.... viel nicht in dem sinn von täglich sondern kommt schonmal vor... mein dady is chefarzt!und natürlich auch für ihn speziell... ich arbeite als fachangetsellte gesundheit) is praxis und station die dazu gehört... hatte auch schon mit einer patientin zutun....im wochenbett der es unheimlich schlecht ging nach ihrem kaiserschnitt....schmerzen...schmerzen im herz wegen ihrem baby etc etc etc....hart wirklich hart! da hilft nur reden und zuhören wenn die patientin das möchte... es gibt psychologische betreuungen....seelsorger etc...oder auch wir schwestern... ich habe im fernen sowas FAST erleben müssen.... ich habe im jan08 mein 2 baby zur welt gebracht. laut meinem dady 5min später und sie wäre tot gewesen... hatte nabelschnur 3mal um den hals schon blau und musste beatmet werden... mensch das war ein schock! auch ich habe darüber geredet!udn es hat mit geholfen.... bin heute nur noch froh habe ich eine 2 gesunde tochter zur welt gebracht! wenn du reden möchtest melde dich:)
piccolina
piccolina | 06.07.2008

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