Angst vor spontangeburt

naddl1988
naddl1988
25.06.2014 | 9 Antworten
Ich habe vor 5 Jahren meine erste Tochter per Kaiserschnitt bekommen. Nun bin ich 27+4 ssw und habe mich für eine spontangeburt ( nach vielem hin und her entschieden um einmal das gefühl erleben zu können ) .... habe allerdings ein wenig angst vor dem ungewissen und den schmerzen und den wehen.

wie war eure spontangeburt und wie spürt man wenn es los geht ?
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9 Antwort
Die Angst kann dir leider keiner nehmen. War bei mir genauso. Habe vor knapp drei Wochen entbunden. Hmm war nicht schmerzfrei aber bei wem schon ? Aber kann dir wirklich nur eins sagen auch wenn du das mittlerweile 10000 mal gehört hast, wenn dein Baby da ist sind alle Schmerzen vergessen und du bist mega Stolz auf dich. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Kaiserschnitt weniger schmerzfrei ist als eine spontangeburt, finde ich gut das du dich dazu entschieden hast. Alles gute du schaffst das schon
Elfi88
Elfi88 | 26.06.2014
8 Antwort
Vor der ersten Geburt hatte ich auch irgendwie Angst. Man weiß ja, dass es weh tut. Meine Hebamme konnte mir die Angst etwas nehmen und meinte, sie lässt keine Frau tagelang in den Wehen liegen. Das hat sie bei mir auch beherzigt und ein bisschen nachgeholfen, als es nach 10 Stunden nicht voran ging. Und dieses Nachhelfen war jetzt nicht so pralle, dass ich vor Freude auf dem Tisch getanzt hab. Das Schöne heutzutage ist aber, dass du dir, wenn du das Gefühl hast, das nicht stemmen zu können, eine PDA legen lassen kannst. Ich kann dir aber versichern, wir Frauen sind zu viel mehr fähig, als wir glauben :). Aber ich will dir noch was sagen, etwas, das zeigt, dass eine Geburt zwar kein Spaziergang ist, aber dennoch etwas, das gut zu bewältigen ist. Ich kenne keine Frau, die nach einer für sie subjektiv schlimm empfundenen Geburt AUS DIESEM GRUND kein weiteres Kind mehr bekommen hat. Die meisten Frauen werden unmittelbar nach einer Geburt sagen, dass sie das nicht noch mal haben müssen, aber wenn der Kinderwunsch dann kommt, sagt ebenfalls fast jede Frau, dass sie das in Kauf nimmt, eben noch mal durch eine Geburt durchzumüssen. Und es gibt Frauen, die kriegen auch freiwillig vier, fünf und 12 Kinder . Ich für meinen Teil habe, obwohl ich die erste Geburt nicht als eine Offenbarung empfunden habe und mir eine PDA habe legen lassen, bei meiner zweiten Schwangerschaft so gut wie keinen Gedanken an die kommende Geburt verschwendet. Und das ist doch eigentlich bezeichnend, dass mein beim zweiten Kind häufig keine Angst mehr hat, obwohl man bei der ersten Geburt vielleicht schon ganz schön ans Limit gegangen ist. Ich glaube, das liegt einfach daran, dass man als Mutter ziemlich schnell nach einer Geburt verstanden hat, dass so eine Geburt einen nicht umbringt und dass man das schafft. Es sind ein paar Stunden, die unter Umständen ein kleines bisschen scheiße sind , aber die Belohnung für diese Anstrengung ist ungleich größer und einfach nicht aufzuwiegen. Ich habe mein zweites Kind übrigens nach unter einer Stunde heftiger Geburtswehen fast im Spaziergang rausgeschoben und bin ne Stunde später zu Fuß ins Zimmer gegangen, hab mein Kind geschoben und war ein paar Stunden später mit dem Kind zu Hause. Ich glaube, allein das Wissen, dass es machbar ist, hat mich viel entspannter in die zweite Geburt reingehen lassen als in die erste und natürlich geht es tendenziell beim zweiten Kind leichter. Und du wirst das auch schaffen. Sei zuversichtlich und freu dich drauf, denn es gibt keinen Schmerz, bei dem die Belohnung dafür so wundervoll und überwältigend ist, wie der bei einer natürlichen Geburt. Du darfst ruhig Angst haben, lass das ruhig da sein. Aber nimm dich für die Angst in den Arm und sage dir, dass du das wie schon Milliarden von Frauen vor dir schaffen und du danach stolz auf dich sein wirst. Alles Gute wünsch ich dir!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.06.2014
7 Antwort
@Heviane Gänsehaut. :) super geschrieben.
Kristina1988
Kristina1988 | 25.06.2014
6 Antwort
@Heviane das hast du schön geschrieben, und irgendwie hilfts sogar ein bisschen ;)
quiteeasy
quiteeasy | 25.06.2014
5 Antwort
Ängste , Sorgen und Zweifel, an der eigenen Gebärfähigkeit gehören zu jeder schwangeren Frau. Es ist ja auch schier unvorstellbar das es möglich sein soll aus eigener Kraft ein fertiges gut entwickeltes Baby aus dem Körper zu schieben. Und doch ist es bei allem medizinischen Möglichkeiten unsere ureigenste Bestimmung. Wir werden schwanger, gebären und stillen unsere Kinder. Aber .. wir müssen unsere Chance auch wollen! Wir müssen bereit sein an unsere Grenze zu gehen, wir bekommen unsere Kinder nicht geschenkt es ist harte Arbeit aber den Stolz, die Erlösung, die Freude, das nicht fassen können, dieses Gefühl die Welt soll stillstehen, all das bekommen wir nicht geschenkt. Ja, Geburt tut weh, aber mehr wie das es ein paar Stunden weh tut passiert nicht. Das mag sich jetzt hart lesen aber es geht vorbei. Der Schmerz hat seinen Sinn sonst wäre er nicht da. Manchmal vergleiche ich die Wehenarbeit mit einem Marathonlauf. Der Läufer denkt sich auch irgendwann, warum tue ich mir das an? Warum bleibe ich nicht einfach stehen? Wenn er diesen Punkt überläuft dann passiert es dass der Schmerz einfach sein darf. Er konzentriert sich auf das Geräusch seiner Füße auf dem Asphalt und bekommt Kraftreserven und Rauschhormone. Unter Geburt ist es häufig auch so .. der Körper schüttet körpereigene Glückshormone aus und Zeit und Raum verlieren an Bedeutung. Vielleicht ist der Schmerz auch wichtig um ganz loszulassen von unserer alten Rolle und nötig unser Herz, und die Seele zu öffnen für das Leben mit unseren Kindern, Angst vor dem Unbekannten darf sein, aber Mut, Zuversicht, Kraft, Ausdauer, Stolz, Liebe , und Freude im Herzen und der Glaube das ich das als Frau kann, sollten mindestens genauso groß sein. In jeder Frau wohnt eine Löwin und nicht nur ein ängstliches Reh! Lasst die Löwin mal raus! Bei der Geburt ist alles erlaubt. LG
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.06.2014
4 Antwort
Eine natürliche Geburt ist etwas völlig anderes als ein Kaiserschnitt, wo du aufgeschnitten wirst, wo Muskeln und Nerven durchtrennt werden, die erst Tage bzw. Wochen später wieder verheilt sind. Du hast Wundschmerzen, bist eingeschränkt in der Bewegung, kannst nicht schwer heben usw ... kennst es ja Bei einer Spontangeburt gehts langsam los. Du wirst instinktiv wissen, wenn es echte Wehen sind. Erst schwach werden sie nach und nach stärker, so dass du dich darauf einstellen kannst. Die Eröffnungsphase kann unterschiedlich lang sein, jenachdem wie dein Körper reagiert. Von wenigen Stunden bis mehrere viele Stunden ist da alles mit dabei. Durchschnittlich sind die meisten Frauen zwischen 6 und 12 Stunden dabei bis das Kind da ist. Die Eröffnungsphase ist nicht ohne, wenns länger dauert, weil Kräftezehrend. Die Presswehen sind heftig, aber dafür kurz ... in 15-30 Minuten ist es normalerweise vorbei und das Kindchen geboren. Du wirst mit Sicherheit ne Menge fluchen - aber die Natur hat es wundervoll eingerichtet. Wärend der Geburt und kurz danach schüttet dein Körper Glückshormone aus und die sind geiler als jede Droge. Du bist einfach nur happy und all die Mühen und der Schmerz sind binnen von Sekunden wie weggeblasen. Ich hab das alles zwei mal erlebt. Hatte so ne Angst vor der Geburt. Das erste mal weil ich nicht wußte was auf mich zu kommt und das zweite mal ebend weil ich wußte was da auf mich zu kommt - und beide Male war ich danach einfach nur glücklich und alles war vergessen. Wenn dir das mit der Eröffnung zu heftig wird und du denkst du schaffst es nicht mehr gibt es die Möglichkeit der PDA. Das ist eine Rückenmarksbetäubung, so dass du die Eröffnungswehen nicht mehr mitbekommst. Bei den Presswehen bist du aber im Normalfall voll dabei. Hast du eine Hebamme? Hast du nen Geburtsvorbereitungskurs? Da wird alles erklärt, viele Fragen werden beantwortet und auch deine Ägste sind da gut aufgehoben. Genieße jetzt deine Schwangerschaft ... :)
Solo-Mami
Solo-Mami | 25.06.2014
3 Antwort
Ich wurde beide Male eingeleitet, da ich über Termin war. Ich habe unter der Geburt, da es auch sehr lange dauerte, Panik bekommen und bei beiden zum Ende hin dann eine PDA bekommen. Die Wehen selbst waren wie dolle Regelschmerzen, die immer stärker wurden - damit lernt man umzugehen. Während der Geburt lag die PDA, dennoch habe ich die Presswehen gespürt. Ich hatte den Drang zu pressen - das tat sich auch und dann ging es recht schnell. Danach war alle Mühe vergessen.
deeley
deeley | 25.06.2014
2 Antwort
ich habe quasi beides in einem erlebt. es war eine spontangeburt, sogar ambulant mit eigener beleghebamme angestrebt. als die wehen einsetzten, die richtigen, merkte ich das sofort, das war nicht bloß ein ziepen, sondern wurde stetik intensiver und man muss die wehen dann auch tatsächlich veratmen. also das wirst du wirklich merken, als meine wehen einsetzten, war die eröffnungsphase schon gegessen, da der muttermund komplett geöffnet war und meine wehen wirklich doll, gut und in kurzen abständen da waren. meine hebi hatte wochen vorher mit der geburtsvorbereitenden akupunktur angefangen, die die eröffnungsphase deutlich verkürzen soll. soweit so gut, alle waren sich sicher, dass meine tochter in wenigen std zur welt kommt, es waren wirklich dolle schmerzen während der wehen, aber ich bin so froh das erlebt zu haben, sie rutsche allerdings immer wieder aus dem becken hoch, weil sie kurve nicht bekam, da sie sternengucker war, was allerdings niemand wusste. nach 12 std austreibungsphase, also dem eigentlichen endspurt der geburt, wo die wehen wirklich dolle sind, weil dann auch die presswehen einsetzen, war ich langsam fix und fertig, ich hab auch alles im stehen gemeistert, weil es dann besser gehen sollte. ohne pda ohne schmerzmittel, wollte alles natürlich erleben. mir ist auch stuhl und urin abgegangen, aber alles halb so wild. als dann die herztöne schlechter wurden und endlich mal ein ultraschallgerät gebracht wurde, stellte sich heraus, dass mein baby nicht durch mein becken passt, weil sie mit dem kopf falsch herum liegt und sich die schädelplatten so kaum zusammendrücken/übereinanderschieben und weil ich sehr zierlich und klein war war klar, dass das köpfcehn/schultern nicht durchs becken passen und weil der stress negativen einfluss auf das baby hatte durch die sehr unregelmäßigen herztöne, wurde dann ein kaiserschnitt gemacht. beim kaiserschnitt hab ich dann auch noch schön in den op-saal gekotzt. also ich hätte es mir so sehr gewünscht, dass mein kind auf natürliche weise das licht der welt erblickt, klar es ist kein spaziergang, aber ich fand die schmerzen jetzt nicht sooooo schlimm, habe ich sowieso schon längst wieder vergessen, da fand ich die schmerzen nach ks viel lästiger, vor allem weil sie einen viel länger begleiten und man wirklich eingeschränkt ist. sollte ich nochmal schwanger sein und aus ärztlicher sicht gibt es keine einwände, möchte ich erneut eine normale geburt auf jeden fall probieren. wegen der schmerzen etc gibt es pda und noch viele weitere möglichkeiten, du kannst in die wanne. wenn das baby da ist, ist alles vergessen und du bist schnell wieder fit.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.06.2014
1 Antwort
ich häng mich an den thread mal an, ich kann dir nachfühlen, hab auch echt schiss davor
quiteeasy
quiteeasy | 25.06.2014

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