Fehlgeburt - wem erginge es noch so?

elsewhereee
elsewhereee
16.11.2014 | 11 Antworten
Hallo Alle!

Ich habe vor gut 1 1/2 Monaten erfahren, dass ich schwanger bin - unser 1 Kind auf dass wir uns irrsinnig gefreut hatten! Den Gedanken, Mama zu werden konnte ich noch absolut nicht einordnen doch die Freude war groß ..
Nun ist es eine Woche her, als ich mich mit meinem Freund um 10 Uhr abends zusammen gepackt habe und ins Krankenhaus gefahren bin - eine Blutung schoss ein. Auf das Schlimmste gefasst und doch noch voller positiver Gedanken "Es wird schon nichts schlimmessein" stellten wir uns der traurigen Wahrheit .. unser Kind lebt nicht mehr. Mein Körper hat die Schwangerschaft abgesoßen da etwas nicht in Ordnung war. Es war das mit Abstand schlimmste was ich je erlebt habe .. Schuldgefühle "Was habe ich falsch gemacht?" Über Fragen "Wieso?Weshalb?Warum wir?" und diese wahnsinnige Traurigkeit ..

ich habe nun große Angst vor meiner nächsten Ssw .. wir wünschen uns eine Familie und nein wir "basteln" nicht an einem Kind und schon gar nicht an einem "Ersatz", denn unser Sternchen kann niemand ersetzen!! .. doch das Risiko ist nun erhöht noch einmal ein Baby zu verlieren .. wer hat das selbe durchlebt & wie geht ihr damit um?

Lg, elsewheree
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11 Antwort
Hallo! Ich hab 2 Fehlgeburten hintereinander, und davor hatte ich zwei problemlose Schwangerschaften. Warum die 3. Und 4. Schwangerschaft so endete kann mir niemand sagen. Aber es betrifft ganz viele Frauen. Nur hab ich auch schon gemerkt, dass Fehlgeburt ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Dann kommen die gut gemeinten Ratschläge: "das war doch noch gar kein richtiges Kind! Sei froh, wär doch nur behindert gewesen!" Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Aber die meisten Frauen haben nach einer Fehlgeburt eine normale Schwangerschaft. Ich hab es auch wieder mal in due 10. Woche geschafft und hoffe weiter, dass diesmal alles gut geht.
Haselmaus123
Haselmaus123 | 05.05.2015
10 Antwort
Liebe hope89: es tut mir auch sehr leid für dich, was passiert ist! Vor einer weiteren Fehlgeburt habe ich zur zeit- wahrscheinlich verständlich - am meisten angst . Wir wünschen uns eine Familie und vor meiner Fg gab es eine Zeit in der ich mir sehnlichst ein Kind gewünscht habe .. jetht habe ich eher Angst davor ! ich wünsche dir das aller beste, dass es dir und deinem Zwerg weiterhin gut geht und drücke euch alle vorhandenen Daumen ;) Lg, elsewhereee
elsewhereee
elsewhereee | 22.11.2014
9 Antwort
Hey , Tut mir sehr leid für dich... Ich habe bereits 2 FG hinter mir , wobei ich beim ersten male nicht wusste das ich Schwanger war.Mein Mann und Ich haben gefeiert und dabei ist sehr viel Alk geflossen und geraucht wurde auch nicht gerade wenig.Zuhause angekommen habe ich plötzlich Unterleibsschmerzen bekommen die kaum auszuhalten waren , starke Blutungen und dann habe ich beim Toilettengang etwas entdeckt , wo ich ersteinmal Schockiert war. 2te FG war ca. die 5 ssw. dort fing es urplötzlich mit starken Migräneanfällen an wo ich wusste : Nun , dass war es. Nun bin ich erneut Schwanger und die Angst ist mein ständiger Begleiter , doch ich rede immer mit meinem kleinen Schatz und vetraue darauf , dass dieses mal alles gut wird. Viel Glück dir :)
Hope89
Hope89 | 22.11.2014
8 Antwort
Hallo ! Tut mir leid, dass du das erleben musstest. Ich hatte im Mai 2008 eine FG in der 9. Ssw. Nach der pathologischen Untersuchung stellte sich ein Gendefekt raus, wodurch mein Koerper das Kind abgestossen hatte. Anfang 2009 wurde ich dann erneut schwanger und bekam im Dezember 2009 ein gesundes Maedchen. Lass dir Zeit zum Trauern und habe keine Angst vor einer erneuten Ss. Alles Gute.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 17.11.2014
7 Antwort
Zunächst möchte ih euch danken, dass ihr mir eure Geschichten erzählt habt! Sie geben mir Mut nach vorne zu schauen und die Familienplanung nicht nur mit negativen Gefühlen zu verbinden .. mir sagen viele dass ich ja noch jung sei und es vielleicht eben nicht hat sein sollen .. das hilft mir persönlich nicht wirklich - ja es hat nicht sollen sein aber das hat nichts mit dem Alter zu tun - zumindest nicht in meinem Fall . wir haben auch beschlossen, wie schon vorher nicht zu Verhüten, nichts zu planen und es einfach auf uns zukommen zu lassen! wie ich reagieren würde wenn es in ein paar Monaten passiert weiß ich nicht und daran will ich auch nicht denken .. vielen dank nochmal an euch alle!!
elsewhereee
elsewhereee | 17.11.2014
6 Antwort
Hallo liebe Elsewheree, dieses Thema ist ganz schön schwierig und ich fühle wirklich mit dir. Uns erging es ähnlich....und ich kann dir nur sagen das du durchhalten musst. Als wir unser Baby verloren haben, ist für mich meine Welt zusammen gebrochen und ich habe ganz viel Zeit für mich gebraucht. Jedes Jahr am 06.12. muss ich daran denken denn das war der e.t. Mitlerweile haben wir eine kleine, bezaubernde Tochter die am 12.12. schon zwei Jahre alt wird :) Du musst nach vorne bicken.....auch wenn das im mom sicher total schwer ist. Als ich wieder schwanger wurde hatte ich die ganze Zeit furchtbare Angst dieses Baby auch zu verlieren....Die Angst war bis zur Geburt da....allerdings ist sie immer mehr in den Hintergrund gerückt. Du wirst dieses Erlebnis nie ganz vergessen...und irgendwann wirst du wissen das es auch gutso ist, denn dadurch nimmst du dein Glück, wenn ihr ein Baby bekommt, sehr bewußt war. Ich wünsche dir viel Kraft für euren weiteren Weg lg Agi
Agi1985
Agi1985 | 17.11.2014
5 Antwort
ich hatte eine frühe fehlgeburt in der 6. ssw. ich bin und war einfach überzeugt, dass das kind aufgrund eines baufehlers einfach nicht lebensfähig war. ich war zwar traurig, aber das passiert eben. 3 monate später wurde ich erneut schwanger und bekam 9 monate später einen gesunden jungen. das war 2009. mit der zeit relativiert es sich einfach. ich rede von der fehlgeburt auch nicht als sternenkind, weils einfach so früh abging und wohl nie einen herzschlag hatte.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 17.11.2014
4 Antwort
Ich habe mein erstes Kind auch verloren. Machte mir auch Vorwürfe, stellt mir Fragen, ....! Haben es aber einen Monat später wieder drauf ankommen lassen. Es dauerte ca. 4 Monate, dann wurde ich schwanger. Meine Große ist heute 3, 5 Jahre alt. Als sie 1, 5 Jahre alt war, war der Wunsch nach einem 2. Kind. Ich dachte eh es klappt nicht so schnell, hielt aber 3 Wochen später schon den positiven Test in der Hand. Die Kleine ist heute 1, 5 Jahre alt. In beiden SS hatte ich natürlich Angst sie wieder zu verlieren, du solltest aber keine Angst haben, die überträgt sich nur auf dein Ungeborenes. Ich drück dir die Daumen, das es bald wieder klappt. Ich wünsch dir alles alles Gute.
Capucchino
Capucchino | 17.11.2014
3 Antwort
@elsewhereee Natürlich bist Du Mama Deines kleinen Engels und wirst das immer bleiben! Für mich war die FG etwas "Heilendes", so schlimm sich das anhören mag. Wenn Du Dich stark genug fühlst, kannst Du in unserem MW-Magazin in die Suche "Fehlgeburt" eingeben. Dort findest Du eine Reihe Artikel zum Thema, aber auch den Artikel "Erfahrungsbericht: Meine selbstbestimmte Fehlgeburt". Das ist die Geschichte um meine FG, die ich knapp 1 Jahr nach dem Tod meines Sohnes hatte, der im Alter von fast 4 Monaten starb. Er hatte einen schweren Herzfehler und konnte nicht operiert werden. Jedenfalls nicht zu dem Zeitpunkt. Und sein Körper hielt das Spiel auf Zeit nicht mehr aus. Ich schreibe Dir das nicht, weil ich hier Mitgefühl möchte, sondern um Dir zu zeigen, dass ich den Vergleich hatte, ein Kind zu verlieren, das geboren war und kämpfte und dann eines sehr früh, in der SS gehen zu lassen. Natürlich tat der Verlust bei der FG auch sehr weh, aber im Nachhinein wurde mir bewusst, dass ich es noch viel schlimmer empfunden hätte und meine Schuldgefühle dem Kind gegenüber größer gewesen wären, wäre es geboren worden und dann so schwer gehandicaped, dass es nicht hätte leben können. Die FG war also für mich etwas, was die Natur meinem Baby geschenkt hatte, damit es nicht leiden muss und das gab mir tatsächlich sehr viel Kraft, die Trauer um das Kind besser verarbeiten zu können. Wir versuchten nach der FG noch gut 1 Jahr, noch mal schwanger zu werden und fanden uns danndamit ab, keine Kinder mehr zu bekommen. Ich hatte begonnen, mich beruflich neu zu orientieren, einen Job angenommen, mein erstes Manuskript bei einer Agentur untergebracht und wir beschlossen, dass unsere Familienplanung abgeschlossen ist. Es war eine Folter, jeden Monat zu hoffen, dass es geklappt hat, um dann wieder enttäuscht zu werden. Ich wurde ja auch nicht jünger und wir sahen ein, dass es eben nicht mehr sein sollte. Als wir dann also absolut auch kein Baby mehr wollten, eineinhalb Jahre nach der FG, wurde ich dann unerwartet schwanger. Es war mehr Erstaunen, als ein Schreck und wir freuten uns natürlich. Dennoch waren und sind da viele Sorgen. Ich ging erst in der 13. SSW zum Arzt, um das brisante 1. Trimester hinter mir zu haben, bevor ich das Baby sehe und womöglich wieder verliere. Und da zeigte sich dann ein - soweit man sehen kann - gesundes Mädchen, dass sich eben prächtig entwickelt. Ein paar Ängste bleiben, bis wir sie gesund im Arm halten werden, aber mit jedem Tag wächst die Zuversicht und die Freude ist ohnehin grenzenlos. Verliere nicht de Mut. Unsere Zweifel an uns selbst, nehmen uns sonst die Chance, ein kleines WUnder erleben und genießen zu können.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 17.11.2014
2 Antwort
Es ist sehr schön zu hören, dass so viele Betroffene nun gesunde Kinder haben .. dass es für mich so kurz danach total weit weg ist, ist denke ich auch klar .. und du hast vollkommen recht damit, dass es in der Natur so vorgesehen ist, bevor etwas schlimmeres passiert oder das Kind später leiden muss! Für mich ist es auch ein Trost zu wissen, dass ich trotzdem irgendwie Mama bin .. auch wenn ich dieses Kind nicht austragen konnte , das kann mir / uns niemand nehmen ! Darf ich fragen wie lange es gedauert hat, bis du wieder scheanger wurdest Moppelchen71 ? Lg, elsewhereee
elsewhereee
elsewhereee | 17.11.2014
1 Antwort
Ich kann Deine Gefühle nachvollziehen. Gerade die Schuldgefühle sind grauenvoll. Aber wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wenn etwas im Bauplan der Natur nicht richtig läuft, können wir das nicht beeinflussen. Für mich war es ein Trost, dass die Natur mein Baby hat gehen lassen, bevor es die Folgen von Fehlentwicklungen hätte spüren und darunter leiden können. Als ich dann wieder schwanger wurde, hatte ich auch panische Angst, doch diese scheint unbegründet zu sein. Die kleine Maus ist gesund und wächst vorbildlich.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 17.11.2014

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