Zu wenig Geld während des Beschäftigungsverbots

Frage von: daddyG
20.01.2016 | 13 Antworten
Hallo (werdende) Mütter und Väter!

Ich habe das Glück, dass meine Freundin schwanger ist (6te Woche) und möchte mich nun, so gut wie möglich, über alles Relevante informieren. Als Mann und Pragmatiker, habe ich zuerst das Organisatorische und Finanzielle im Kopf- der emotionale Aspekt wird von meiner Liebe abgedeckt ;)Da ich noch viele Fragen habe, die mir keiner aus dem Freundes- und Familienkreis beantworten kann, hoffe ich auf die Hilfe von euch Mitgliedern :)

Zum Thema und der Fragestellung:

Meine Freundin ist noch in der Probezeit und hat erst am 15. Dezember ihren ersten vollen Nettolohn (1400€ Netto) bekommen. Davor hat sie zwar schon, nach dem Studium, 2-3 Monate im selben Job gearbeitet, aber nur 800€ Brutto verdient, da es eine Einarbeitung war. Jetzt ist es alles schneller gegangen als erwartet und wir haben uns selbst am Weihnachtsabend das schönste Geschenk "gemacht".
Jetzt werden bei einem BV die letzten 13 Monate herangezogen und das Entgeld wird durch die Einarbeitungszeit sehr gering ausfallen. Nächste Woche hat sie den Termin bei Ihrer Ärztin, um die Schwangerschaft offiziel zu bestätigen.
Meine konkrete Frage lautet: Gibt es eine Möglichkeiten, dass sie trotzdem ihr jetziges, im Vertrag vereinbartes Netto-Gehalt weiterhin erhält? Schließlich ist das BV dazu da, dass Schwangere nicht wegen des finanziellen Verlustes durch das geringere Krankengeld sich oder ihr Baby in Gefahr bringen sollen, indem sie weiter ihrer Tätigkeit nachgehen. Das wäre ja der Fall, weil die letzten 13 Monate im Durchschnitt viel geringer ausfallen werden, als das Gehalt, dass seit dem 15.11.15 greift.
Ich bin auch in Arbeit und verdiene auch 1400 Netto.
Es mag zwar jetzt ein bisschen doof klingen, aber wir haben erwartet, dass es eh ein paar Monate dauern kann, aber es war uns dann doch beim ersten Versuch gegönnt :)

Hat eine(r) Erfahrungen mit dieser Sachlage, bzw. weiß eine(r), welche Instanz man befragen kann, um eine konkrete Antwort zu erhalten?

Für eure Hilfe, bin ich im Voraus schon äußerst dankbar!

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16 Antworten
Sabi77 | 20.01.2016
1 Antwort
also zum einen: warum sollte deine Freundin direkt ein BV bekommen? was arbeitet sie denn? abgesehen davon, steht ihr im BV der Lohn zu, den sie zum zeitpunkt an dem das BV ausgesprochen wird vertraglich zusteht. Bei meinem BV wurde da nichts zurückgerechnet.
andizip | 20.01.2016
2 Antwort
Wieso sollte Sie denn direkt ein BV bekommen? Nur, weil Sie schwanger ist, kriegt Sie noch lange kein automatisches BV? Dazu muss es schon einen Grund geben. Ich arbeite auch in der Altenpflege und habe bis auf einzelne Tätigkeiten bis zum 7. Monat gearbeitet.
daddyG | 20.01.2016
3 Antwort
@coccolone Vielen Dank! Habe mich jetzt noch in die Gesetzestexte reingelesen und auch festgestellt, dass wenn das Beschäftigungsverhältnis kürzer als 13 Wochen andauert, eben die kürzere Spanne zur Berechnung herangezogen wird. Danke für die Antworten! Tolles Forum!
Gelöschter Benutzer | 20.01.2016
4 Antwort
ich kanns dir aus eigener erfahrung sagen da ich als krankenschwester auch ein beschäftigungsverbot habe. beim beschäftigungsverbot ist es so, dass du einfach deinen aktuellen lohn weitererhältst. also das was deine freundin an lohn gezahlt bekommt, aktuell, das bekommt sie weiter. ohne abzüge.
daddyG | 20.01.2016
5 Antwort
@gina87 Danke für die Info! Es war nur keine Gehaltserhöhung, sondern ein neuer Vertrag, der erst ab dem 15.11.15 griff- der alte war ein Einarbeitungsvertrag mit ca. 700-800€ Brutto. Davor war das ein Vertrag über Kurzarbeit mit vorübergehender Minderung des Verdienstes. Wird schon alles gut werden :)
gina87 | 20.01.2016
6 Antwort
"Der Mutterschutzlohn muss dem Durchschnittsverdienst der Mitarbeiterin während Referenzzeitraumes entsprechen. Hat die Mitarbeiterin hier Überstundenzuschläge oder sonstige Zulagen erhalten, müssen sie beim Mutterschutzlohn berücksichtigt werden. Hat sie während der betreffenden 3 Monate eine Gehaltserhöhung erhalten, oder wurde eine Erhöhung vereinbart, die jetzt während der Schwangerschaft wirksam wird, muss von dem erhöhten Verdienst ausgegangen werden. Dies gilt auch dann, wenn der höhere Verdienst an Nacht- oder Sonntagsdienste gekoppelt ist, die die Schwangere gar nicht leisten darf. Da es sich bei dem Mutterschutzlohn um einen Bruttolohn handelt ist er wie jeder andere Bruttolohn steuer- und beitragspflichtig." aber warte erstmal ab...vielleicht gibt's ja doch noch ne alternative, die ihr AG ihr anbieten kann...
daddyG | 20.01.2016
7 Antwort
Danke für die Antworten! Ich wusste z.B. nicht, dass die 13 Wochen rückwirkend ab dem Mutterpass gelten. Ich dachte, dass gilt ab dem schwanger-Werden- bisschen doof angestellt, da es ja logisch ist :) Sie macht die Pferde auch nicht scheu, sondern ich, der krampfhaft versucht, schon das Wichtigste zu klären und die Kontrolle über jede mögliche Situation zu behalten . Das mit der alternativen Beschäftigung ist mir bekannt, wollte nur, wie MiriamEvelyn schon meinte, mich vorab informieren. Da ich Ihre Arbeitssituation kenne, zweifle ich aber an einer Möglichkeit der Alternative. Aber ihr habt recht- erstmal abwarten. Sehr nette und hiflreihe Antworten, danke nochmals!
Gelöschter Benutzer | 20.01.2016
8 Antwort
Sicherlich ist es richtig, sich vorab schon mal zu informieren. Aber soweit ich weiß, muss der AG der Freundin ihr für die Zeit der Schwangerschaft einen Alternativarbeitsplatz anbieten und nur wenn er das nicht kann, würde deine Freundin ein Beschäftigungsverbot erhalten.
Krissi86 | 20.01.2016
9 Antwort
Sie soll sich sonst erstmal krankschreiben lassen ;) bis dann vllt die Wochen um sind und sie das normale Gehalt bekommt im Falle eine Beschäftigungsverbot.
StefansMami | 20.01.2016
10 Antwort
Vielleicht wird sie auch nach Tags und ins Büro für Hiwi-Arbeiten versetzt. Ich würd da nicht zu früh die Pferde scheu machen. Und wie gesagt, wenn nächste Woche erst Arzttermin ist und ihr da den Mutterpass kriegt, dann ist der Januar auch schon rum. Dreizehn Wochen zurück gerechnet ist dann der 1. November. Das heißt, für 2 Wochen wird niedrigeres Gehalt angerechnet, für 8 Wochen das höhere... Also sooooo viel tut sich da jetzt auch nicht.
daddyG | 20.01.2016
11 Antwort
Ersteinmal danke für eure Antworten! @Krissi86 Genau das ist meine Frage und da bin ich mir nicht sicher und kann auch keine konkreten Infos finden. @StefansMami Das mit den 13 Monaten war ein Versehen. Ich meinte natürlich 13 Wochen :) Trotzdem wäre das eben nicht das volle Nettogehalt, dass sie seit dem 15.11.15 erhält. Dass sie ein BV erhält, ist ziemlich sicher, da sie Nachts im Außendienst ist und auch schwer heben muss. Wie beschrieben, meine Frage ist einfach hinsichtlich der 1-2 Monate, die eingerechnet werden, in denen sie in der Einarbeitung war und dementsprechend viel weniger verdiente. Das ist für uns natürlich ein finanzieller Nachteil und entspräche nicht dem jetztigen Standard.
Krissi86 | 20.01.2016
12 Antwort
Soviel ich weiß, steht ihr der vertraglich geregelte Lohn auch im Beschäftigungsverbot zu. Das wird nicht anhand der letzten Monate berechnet-das ist dann nur beim Elterngeld so. Und da fließt dann ja das Geld aus dem Beschäftigungsverbot mit in die Rechnung ein ;)
StefansMami | 20.01.2016
13 Antwort
Wieso denkst du, dass sie sofort ins BV geschickt wird? Nur, weil man schwanger ist, erhält man noch lange kein Beschäftigungsverbot. Schwangerschaft ist schließlich keine Krankheit. SOLLTE ein BV seitens des Arbeitgebers oder des Arztes ausgesprochen werden, wir das Verdienst der letzten 13 WOCHEN herangezogen . Also dürfte das dann schonmal ein bisschen höher sein. Erst beim Elterngeld , da greift dann das mit den 13 Monaten. Und das ist halt, je nachdem, wer von euch beiden daheim bleibt, dann entsprechend hoch.

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Kategorie: Recht und geld

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