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Schnucki89
Schnucki89
22.07.2017 | 6 Antworten
Hallo liebe Leute
Ich bin in einer ziemlichen komplizierten Situation und hoffe das ihr mir vielleicht helfen könnt.
Ich bin noch verheiratet, sind schon seit 3 Jahren getrennt und wollen nun die Scheidung.
Ich habe einen neuen Partner und mit ihm bekomme ich ein Kind.
Wer ist für das Kind unterhaltspflichtig sollte die Scheidung nicht rechtzeitig bis zur Geburt durch sein und würde es etwas bringen wenn mein jetziger Partner die Vaterschaft anerkennt. Auf was müssten wir uns vorbereiten wenn das Kind kommt und ich noch nicht geschieden bin?
Danke für eure Hilfe
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6 Antwort
Nochmal... http://www.rechtskanzlei.org/familienrecht/vaterschaft.html Vaterschaft – Anerkennung und Anfechtung Grundprinzip | Vaterschaftsanerkennung | Anfechtung Grundprinzip Vaterschaft Die juristische Definition der Vaterschaft geht von drei möglichen Konstellationen aus, in denen ein Mann als Vater eines Kindes gilt: Wenn er mit der Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet war Wenn er die Vaterschaft anerkannt hat Wenn die Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde Diese Regelung führt immer dann zu Fragen bzgl. der Vaterschaft, wenn das Kind außerehelich sein könnte, die Ehegatten sich in der Trennungsphase befinden oder eine Scheidung durchgeführt wird. Beispiel 1: Zieht die in Trennung lebende Ehefrau während der Trennungsphase mit einem neuen Partner zusammen und bekommt von ihm einen Monat nach der Scheidung ein Kind, so hat das Kind zunächst einmal keinen Vater, da die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt weder mit dem bisherigen Ehegatten noch mit dem neuen Lebenspartner verheiratet war. Beispiel 2: Das Kind könnte auch schon einen Monat vor der Scheidung geboren worden sein. Hier wäre dann der Noch-Ehegatte Vater des Kindes, da er mit der Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt noch verheiratet war. Um nun die Vaterschaft korrekt zuzuordnen, sieht das Gesetz zwei Möglichkeiten vor – die Vaterschaftsanerkennung und die Anfechtung der Vaterschaft. Vaterschaftsanerkennung Im ersten Beispiel, in dem das Kind nach der Scheidung geboren wurde, kann der neue Lebenspartner seine Vaterschaft durch eine Vaterschaftsanerkennung erklären. Gibt er hierzu, z.B. beim Jugendamt, eine Erklärung ab, und die Mutter stimmt dieser Erklärung zu, so ist er der Vater. Sollte jedoch die Mutter der Erklärung nicht zustimmen oder der Mann keine Erklärung zur Vaterschaft abgeben wollen, so muss die Vaterschaft gerichtlich festgestellt werden. Hierzu kann durch die Mutter, den mutmaßlichen Vater oder das Kind bei Gericht ein Antrag auf Feststellung der Vaterschaft gestellt werden.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 22.07.2017
5 Antwort
Eine besondere Regelung bzgl. der Vaterschaftsanerkennung gibt es im Beispiel 2. Da das Kind vor der Scheidung, also noch während der Ehe mit dem Noch-Ehegatten geboren wurde, ist dieser per Gesetz der Vater. Nun müsste eigentlich die Vaterschaft des Noch-Ehegatten angefochten werden, damit der neue Lebenspartner seine Vaterschaft anerkennen kann. Diese Form der Vaterschafts-Zurechnung hat sich jedoch als unrealistisch erwiesen. Der Scheidung geht ein mindestens einjähriges Trennungsjahr voraus, in dem sich neue Partnerschaften ergeben können.Dies hat zu zahlreichen Anfechtungs-Verfahren geführt.. Um dies einzugrenzen sieht das Gesetz seit 1998 vor, dass im Fall eines anhängigen Scheidungsantrags bis spätestens einem Jahr nach der Scheidung ein anderer Mann als der Noch-Ehegatte die Vaterschaft anerkennen kann. Stimmen die Mutter und der Noch-Ehegatte der Erklärung zu, dann ist nicht der frühere Ehegatte Vater des Kindes, sondern der Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat. Stimmen die beiden Personen nicht zu, so muss der Vaterschaftsanerkennung zunächst eine Anfechtung vorausgehen.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 22.07.2017
4 Antwort
@Wildrose1 So einfach ist das aber nicht Es können ja nicht 2 Väter in der Urkunde stehen. Defacto ist es so, dass der Ehemann als Vater eingetragen wird Dieser muss die Vaterschaft anfechten via klage. Hier gibt es vllt noch ein Schlupfloch durch den Scheidungsantrag Aber mal eben so anerkennen kann der neue partner nix.
xxWillowXx
xxWillowXx | 22.07.2017
3 Antwort
Dein jetziger Partner sollte natürlich die Vaterschaft anerkennen.
Wildrose1
Wildrose1 | 22.07.2017
2 Antwort
Ich würde hier ggf zum Jugendamt oder Anwalt gehen. Eniswiss hat Schon recht. Aber laut Gesetz gibt es auch Sonderregelungen, wenn der Scheidungsantrag bereits gestellt ist. Inwiefern das dann zum tragen käme, ist von der individuellen Situation abhängig
xxWillowXx
xxWillowXx | 22.07.2017
1 Antwort
rechtlich ist der Ehemann der vater, er muss einen Einspruch dagegen einlegen
eniswiss
eniswiss | 22.07.2017

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