Traurig

Frage von: Zickehochzehn
15.04.2017 | 7 Antworten
Ich muss mir mal was von der Seele schreiben. Ich war schwanger 6. Woche, habe es verloren. Ich bin unendlich traurig. Für mich war es ein Wunschkind, mein Mann hingegen hat sich dieses Kind nicht wirklich gewünscht, er hat die Zeugung lediglich zugelassen weil er mich liebt und mich nicht verlieren möchte. Er konnte sich zunächst nicht damit anfreunden hat es dann aber mir zu liebe zugelassen. Dann wurde ich schwanger. Der Test war positiv...er war zunächst nicht wirklich erfreut, wir haben viel gestritten, doch dann hatte ich das Gefühl er hat es akzeptiert und er hat sich damit arangiert, er hat dem baby sogar schon einen Namen geben wollen. Zwei Tage konnte ich mich wirklich darüber freuen. Dann setzten leichte Blutungen ein. Wir sind besorgt ins Krankenhaus gefahren. Dort hat man die erste ultraschalluntersuchung gemacht. Es war alles so wie es sein sollte. Auch die Blutwerte deuteten auf ein Frühschwangerschaft hin. 5 +4...ich sollte Magnesium nehmen und mir keine Sorgen machen. Sollte die Woche darauf zu meinem ersten Termin bei meiner frauenärztin gehen und mir bis dahin Ruhe antun. Die Blutungen hörten auf für 2 Tage. Am 3. Morgen wachte ich auf, ging zur Toilette und das frische Blut lief. Kurze Zeit später war ich bei meiner Ärztin...sie sagte es täte ihr leid es sei nichts mehr auf dem Ultralschall zu sehen. Die folgenden drei Tage blutete ich sehr stark und hatte furchtbare Unterbleibschmerzen... Das ist inzwischen gut 2 Wochen her...ich wollte nach vorne schauen und hatte die Hoffnung alles positiv verarbeiten zu können, da meine Frauenärztin sagte, es besteht ja eine gute Chance, dass es vielleicht im nächsten oder übernächsten Zyklus wieder klappt... Nun will mein Mann das unter keinen Umständen mehr, er sagt er wollte nie nochmals Kinder zeugen, er sei zu alt, möchte zur Ruhe kommen und er versteht nicht woher dieser Kinderwunsch plötzlich kommt. Ich muss dazu erwähnen, dass wir am Anfang unserer Beziehung (3. oder 4. Woche) mal darüber geredet haben und ich mir damals keine weiteren Kinder mehr vorstellen könnte, wie auch ich war 17 Jahre verheiratet und nun gerade in einer frischen Beziehung mit ihm. Ich habe bereits eine 9 jährige Tochter aus 1. Ehe und er hat bereits 3 Kinder aus 1. Ehe. Doch im Laufe unserer Beziehung wünschte ich mir immer mehr ein 2. Kind mit ihm. Er hat immer wieder ausreden gesucht...wir sind gerade 1 Jahr zusammen usw. natürlich hat er auch immer wieder gesagt er will keine Kinder mehr...mein Wunsch hingegen war ihm ein Dorn im Auge. Inzwischen sind wir 2 1/2 Jahre zusammen und seit Dezember verheiratet... im Januar habe ich mit seinem Wissen die Pille abgesetzt, ich hatte nicht damit gerechnet so schnell schwanger zu werden...aber er hat es zugelassen und jetzt so was. Er erwartet nun ein Leben nach seinen Wünschen und ich soll meinen Wunsch nach einem 2. Kind abstellen.
Ich bin unendlich traurig und wütend und am Boden zerstört nach dieser Fehlgeburt und den Zukunftsaussichten.

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10 Antworten
130608 | 19.04.2017
1 Antwort
ich kann da schon mit Dir fühlen ...wir haben nur 1 Kind , mit dem 2. Kind hat es nicht geklappt und irgendwann haben wir aus Altersgründen , den Kinderwunsch ad acta gelegt....aber auch deswegen , weil mein Mann einige Jahre älter ist als ich...und er dann wegen seinem Alter nicht mehr Vater werden wollte...
130608 | 19.04.2017
2 Antwort
...entweder man hat einen Kinderwunsch oder nicht....und einer von beiden muss dann seinen Wunsch hinten an stellen ....egal von welcher Seite man es betrachtet...wünsche Euch , dass Ihr eine gemeinsame Lösung findet....
Zickehochzehn | 18.04.2017
3 Antwort
Danke für Deine Nachricht. Und natürlich hast Du absolut recht damit. Es ist halt alles auch noch sehr frisch und das muss erstmal sacken und verarbeitet werden...mein Mann sagt die Zeit heilt alle Wunden und hilft über das ein oder andere hinweg zu kommen. Und natürlich weiß ich das auch. Es ist halt nur nicht so einfach, wenn man vollständig mit dem Wunsch mit dem Partner ein Kind zu bekommen abschließen muss. Aber natürlich müssen auch beide Partner gemeinsam darüber entscheiden und damit glücklich sein. Was bringt eine unglückliche Familienplanung, wenn nicht beide dahinter stehen. Das kann nur nach hinten los gehen und weder gut für die Beziehung noch für eine gesunde Schwangerschaft sein. Das sehe ich ein und bevor ich am Ende wieder eine Fehlgeburt habe wegen Stress und Streit oder wohl möglich allein da stehe weil ein einseitig gewolltes Kind die Ehe zerstört. Nein das will ich nicht.
130608 | 17.04.2017
4 Antwort
...eine FG muss erst einmal verarbeitet werden .....verständlich , dass Du auch wütend bist....und hoffe für Euch , dass Ihr keiner größeren Ehekrise entgegensteuert.....vielleicht lässt Du es erst einmal etwas ruhen und sprichst dann nochmals mit ihm ? ....vielleicht stimmt er dann doch nochmals zu....ich persönlich finde schon , dass ein Mann ebenfalls damit einverstanden sein sollte....ein Kind sollte ja auch willkommen sein...Alles Gute...
babyemily1 | 15.04.2017
5 Antwort
Oh, das ist ja wirklich ein Zufall. Ja, Emily heißt unsere Kleinste . Und ja, wir kommen aus Bochum-Wattenscheid. Es ist schade, daß er keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern hat. Aber meine beiden Großen haben auch ihren Kontakt zu ihrem leiblichen Vater abgebrochen. Er hat aber auch sehr viel Mist gebaut, so daß das Vertrauen zwischen den Dreien komplett zerstört war. Ist immer wirklich schade. Dann kann ich aber um so mehr verstehen, daß er natürlich gehörig Angst hat, vor einer weiteren Enttäuschung. Die Angst wird tief sitzen, daß sich das nochmal wiederholt. Wäre natürlich schön, wenn ihr beide trotzdem einen Weg finden könnt, mit Deinem Wunsch umzugehen. Du bist ja noch eine junge Frau und Dein Schatz ist ja auch noch jung mit 42. Vom Alter her gesehen ist ja noch alles im grünen Bereich. Aber ich denke mal, daß er auch andere Probleme sieht. Wenn Du möchtest, kannst Du mir ja schreiben. Liebe Grüße
Zickehochzehn | 15.04.2017
6 Antwort
@Babyemily1: danke für deine liebe Antwort...wirklich verrückt, dass ausgerechnet eine "emily" mir antwortet...."emily" so sollte sie heißen, sagte mein Mann, wenn es ein Mädchen wird. Aus Bochum ? Auch verrückt die Verwandschaft meiner Länge verstorbenen Mama kam aus Bochum. Was für ein Zufall . Ich bin 39, werde nächsten Monat 40 und mein Mann ist 42. Natürlich verstehe ich ihn auch...leider hat er keinen Kontakt mehr zu seinen anderen Kindern...seine exfrau hat ganze Arbeit geleistet damals und zwei seiner Kinder wurden inzwischen in der neuen ehe seiner exfrau adoptiert ...sie sind auch inzwischen alle groß
babyemily1 | 15.04.2017
7 Antwort
Fühl Dich erstmal ganz doll gedrückt. Eine FG ist hart. Ich selber habe 3 FG hinter mir. Ich habe auch aus meiner ersten Ehe zwei Kinder und mit meinem jetztigen Mann auch zwei Kinder. Momentan hibbeln wir wieder. Mein Mann konnte sich zuerst auch auf keinen Fall ein weiteres Kind vorstellen. Nach meiner letzten FG Anfang des Jahres haben wir aber nochmal drüber gesprochen und lassen es jetzt drauf ankommen, ob es noch mal klappt. Ich kann aber auch Deinen Mann verstehen. Er hat aus der ersten Ehe schon drei Kinder und Du auch eine Tochter. Ich denke mal, er wird auch Angst davor haben, ob er es noch schafft, die ganzen durchwachten Nächte durchzustehen. Nochmal alles von vorne, ständig Pampers wechseln, Kindergarten usw.... Ist schon nicht ohne. Dazu kommt vielleicht auch die Sorge, daß Dir etwas passieren könnte und er möglicherweise nachher alleine mit Baby und vier Kindern da steht. So etwas bereitet vielen Männern Bauchschmerzen. Mein Mann wird nächsten Monat 51 Jahre und ich bin 45 Jahre. Ist schon verrückt, was wir vorhaben, das muß ich schon eingestehen. Ich weiß ja nicht wie alt ihr beide seid. Aber Sprecht noch einmal in Ruhe miteinander über Deinen Wunsch. Aber versuch - trotz aller Enttäuschung vielleicht - auch seine Argumente zu verstehen.

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Kategorie: Kinderwunsch

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