Gedichte über Engel

Mana210411
Mana210411
05.01.2011 | 1 Antwort


Gedichte

Hier möchte ich so nach und nach Gedichte einschreiben. Diese Gedichte hab ich irgendwo gefunden und ich finde sie einfach sehr schön.


Ein Gedicht zum Thema "behinderte Kinder"

Warum ist mein Kind behindert?

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter, manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit. Dieses Jahr werden 100 Frauen Mütter behinderter Kinder werden.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter behinderter Kinder auserwählt werden?

Ich stelle mir Gott vor, wie er über der Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

„Armstrong, Beth: Sohn. Schutzheiliger: Matthias. Forst, Marion: Tochter. Schutzheilige: Cäcilie. Rutledge, Carrie: Zwillinge. Schutzheiliger? Gebt ihr Gerhard, der ist es gewohnt, dass geflucht wird." Schließlich nennt er einem Engel einen Namen und sagt lächelnd:

„Der gebe ich ein behindertes Kind."

Der Engel wird neugierig: , , Warum gerade ihr, O Herr? Sie ist doch so glücklich."

„Eben deswegen", sagt Gott lächelnd. „Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam."

„Aber hat sie denn die nötige Geduld?" fragt der Engel. „Ich will nicht, dass sie zu viel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie Heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und so nötig sind. Verstehst du: das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden."

„Aber, Herr, soviel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich." Gott lächelt. „Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, Sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus."

Der Engel ringt nach Luft. „Egoismus? Ist das denn eine Tugend?"

Gott nickt. , , Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen Schritt als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung jemals sehen.

Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne - Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile -, und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit eben so sicher tut, als sei sie hier neben mir."

„Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?" fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott. „Ein Spiegel wird genügen."



Gedichte zum Thema "Sternenkinder"


Diese Geschichte erzählt von einem kleinen, blonden Engel und wie er seine Flügel wieder bekam ..

Eines Tages spazierte ein kleiner blonder Engel mit seinem großen Schutzengel durch das Himmelsreich. Da blickte er durch ein Wolkenloch und sah eine neue Welt. Eine fremde Welt, die ihn magisch anzog.

Er fragte den Schutzengel: "Was ist das für eine Welt?"
"Oh", sagte der Schutzengel "diesen Ort nennen wir Erde, dort leben die Menschen".
"Menschen?" fragte der kleine Engel "was sind das?.
"Das sind Geschöpfe, die nicht mehr wissen und vergessen haben, was Engel sind" sagte der Schutzengel.
Verdutzt blieb der kleine Engel stehen, schaute zum großen Schutzengel hinüber und lachte.
Er lachte mit seiner hellen, klaren Stimme, dass alle Sternlein am Himmelszelt wackelten.

Dann gingen sie weiter, doch der kleine blonde Engel musste immer wieder an die Worte des Schutzengels denken. Nach einiger Zeit, da sah der kleine Engel während eines Spaziergangs wieder durch ein Wolkenloch auf die Erde. Ein seltsames Gefühl stieg in ihm hoch und er fragte den großen Schutzengel:

"Ich verspüre ein neues Gefühl in mir. Es kribbelt, was ist das?"
Der große Schutzengel sah seinen kleinen Freund ruhig an und dann sagte er: "Dieses Gefühl nennt man Sehnsucht".
"Was ist Sehnsucht?", fragte der kleine blonde Engel.
"Das Warten auf ein Wiedersehen mit der Ewigkeit." sprach der große Schutzengel.

Das verstand der kleine blonde Engel nicht, doch aus lauter Freude über dieses Gefühl lachte er, er lachte mit seiner hellen, klaren Stimme, dass alle Sternlein am Himmelszelt wackelten.
Die Zeit verging und der kleine Engel fühlte sich immer mehr und mehr zu den Menschen hingezogen.
Seine Sehnsucht wurde so groß, dass er eines Tages zum großen Schutzengel lief und sprach:
"Wie komme ich auf die Erde?".
"Nun", sprach der Schutzengel "Du musst warten, bis zwei Menschen sich nichts sehnlicher wünschen, als ein Erdenkind.
Dann kannst Du in ihre Welt reisen und sie kennen lernen. Doch nur für einen Augenblick ..
Du bist ein Engel und Deine Aufgaben sind hier im Himmelsreich".
Der kleine Engel freute sich, er hüpfte aufgeregt von Wolke zu Wolke und wartete ungeduldig auf den Tag seiner Reise zu den Menschen.

Zur gleichen Zeit begab es sich auf der Erde, dass ein Vater und eine Mutter erfuhren, dass sie noch ein Kind erwarteten. Sie waren voller Freude und erzählten es ihren beiden Töchtern, die schon in der Familie wohnten. Nun begann für die Familie das Warten auf den großen Tag der Niederkunft.
Mit jedem Tag wuchs auch die Sehnsucht der Eltern, dass das Kind endlich das Licht der Erde erblickte.

Genau so unruhig wurde der kleine blonde Engel in seinem Himmelsreich. Dann kam der Tag, an dem die Reise losgehen sollte. Der Schutzengel nahm den kleinen Engel bei der Hand und ging mit ihm zum Himmelstor und fragte ihn:
"Möchtest Du wirklich diesen Ausflug machen? Es wir nur eine kurze Reise in die Welt der Menschen sein. Wenn der Tag für Dich gekommen ist, nach Hause zu gehen, werde ich Dich abholen."

Der kleine blonde Engel zappelte vor Aufregung hin und her. Er konnte nicht stillstehen und rief: "Ja, ja, ich möchte endlich los. Bald bin ich wieder zurück."
"Halt, halt", rief der große Schutzengel "Deine Flügel musst Du hier lassen! Ich werde sie für Dich aufbewahren, bis Du wiederkommst".
"Woher weiß ich, wann ich nach Hause kommen soll?" fragte der kleine Engel.
"Du wirst es spüren", sagte der Schutzengel, "dann werde ich bei Dir sein."

Zur gleichen Zeit spürte die Mutter, dass das Baby bald kommen würde, und an einem heißen Spätsommertag war es dann soweit.
Der kleine blonde Engel tauchte durch das Himmelsreich, durch die Wolken in das irdische Leben in Gestalt eines kleinen, blonden Menschenjungen.
Die glücklichen Eltern gaben ihrem kleinen Sohn einen "Namen" und die beiden Töchter waren voller Stolz und Freude über die Geburt ihres kleinen Bruders.
Der kleine Junge wuchs in der Familie heran und seine beiden Schwestern umsorgten ihn fürsorglich.

Er war voller Liebe und Wärme und spendete der Familie viel Licht und Kraft.

Es kam der Tag, an dem dem kleinen Jungen der Schutzengel erschien.
Er tippte ihm behutsam auf die Schulter und sagte: "Kleiner, blonder Engel! Es wird Zeit, nach Hause zu gehen!"
Der Junge antwortete: "Aber ich will noch bleiben. Ich fühle mich wohl bei meiner Familie:"
"Ich weiß, dass die Liebe Deiner Familie so groß ist, dass es schwer fällt, zu gehen. Aber erinnere Dich! Deine Aufgaben sind im Himmelsreich." sagte der große Schutzengel.

"Du hast Recht, ich komme.", antwortete der kleine Junge, "werde ich meine Eltern und meine Schwestern jemals wiedersehen?".

Der Schutzengel überlegte einen Augenblick und sprach dann: " Wenn die Liebe Deiner Eltern und Schwestern so groß ist, dass sie wieder an Engel glauben können, dann wird es für Euch ein Wiedersehen geben."
Der Schutzengel griff unter einen weiten Umhang und holte ein paar kleine goldene Flügel hervor und und legte sie dem kleinen Jungen an.

Da lachte der, er lachte mit seiner hellen, klaren Stimme, dass alle Sternlein am Himmelszelt wackelten, glücklich, dass er seine Flügel wieder hatte.

Der Schutzengel nahm seinen kleinen Freund bei der Hand .. und sie schwebten glücklich zurück ins Himmelsreich, begleitet von der Liebe seiner Eltern und Schwestern ..


Wolkentag

Wenn die Sonne über die Wolken spitzt,
Sternchen schon auf dem Bettrand sitzt.
Hat gewaschen Ohren und Gesicht,
und vergaß auch die Hände nicht.

Zum Frühstück gibts Marmeladenbrot,
dazu Beerensaft, funkelndrot.
Frische Milch gibts natürlich auch,
und knusprig Cornflakes gar zu hauf.

Jetzt aber nix wie raus zum toben!
Das Wetter kann man hier nur loben.
Nicht zu kalt und nicht zu heiss,
immer richtig, wie man weis.

Auf Wolken toben ist ganz famos,
brauchst keine Schuhe, nackte Füße blos.
Auch das hinfallen tut nicht weh,
gibt kein Geschrei, kein herrjeh!

So macht spielen richtig Freude,
jeden Tag, nicht nur heute.
Dann gibt es auch schon Mittagessen,
das tut kein Sternchen je vergessen.

Gibt hier doch lauter leck're Sachen:
Tomatennudeln, bis die Tische krachen.
Kuchen noch und Eis dazu,
alle Schüsseln sind geleert im Nu!

Nach dem Essen, Sternchen waschen,
alle klebrig noch, vom naschen.
Dann gehts auch schon wieder weiter,
schnell hinauf und auf die Leiter.

Zu der Wolke hoch, da oben,
das ist gar kein Platz zum toben.
Hier machen die Sternchen Mittagsschlaf,
schlummern friedlich ein, ganz brav.

Nachher dann, zu spät'rer Stunde,
macht 'ne Nachricht hier die Runde:
der Wolkenkasper kommt herbei!
Da ist der Mittagsschlaf vorbei.

Alle wollen doch den Kasper sehen,
mit ihm lachen, mit ihm reden.
Ist die Vorstellung dann aus,
gehn' die Sternchen schnell nach Haus.

Essen alle noch ein Abendbrot,
malen vorher noch den Himmel rot.
Nach dem Essen gibts noch eine Geschicht',
heute von Flux, dem kleinen Licht.

Sind alle Sternchen endlich eingeschlafen,
schlummern ruhig, die kleinen Braven.
Träumen dann von Mama und Papa,
sind in ihren Träumen, sind immer da.

So geht ein Wolkentag vorbei,
ihr seht: ist kein Einerlei!
Allen Sternchen geht es gut,
drum habt viel Kraft und auch viel Mut!

René Andreas


Sternchenparty

Wir fragen uns, tagein, tagaus:
"Wie sieht eine Sternchenparty aus?"
Mit dem Geheimnis ist's jetzt vorbei!
Ich erzähls euch, ich war dabei.

Wenn kleine Sternchen Party machen,
dann gibts für alle was zu lachen.
Alle Wolken werden zusammen geschoben,
so lässt sich doch viel besser toben.

Luftballon und Schmetterling,
jedes noch so hübsche Ding
feiert mit, das ist klar!
Heut' ist Sternchenparty! Hurra!

Kekse und Kakao gehen rund,
und Fingerfarben kunterbunt.
Malen einen Regenbogen
an den Himmel, ungelogen!

Müde gar, von der großen Sause,
machen alle erstmal Pause.
Kuscheln mit dem Wolkentier,
wird dann wieder ruhiger hier.

Und die Sternchen feiern fleissig,
aber nur bis sechs Uhr dreissig.
Dann gehts flugs ab ins Bett!
Da schlummert sich's dann so nett.

Träumen dann von Mama und Papa,
sind ihnen dann ganz dicht und nah.
Kuscheln sich im Traume an,
damit das Sternchen besser schlafen kann.

Eine Sternchenparty ist genial,
darum denkt daran, jedes mal:
Gibts eine Wolkendecke am Himmel oben?
Die ham die Sternchen zusammen geschoben!

Manchmal ist es einfach tröstend, sich vorzustellen,
dass es dort wo mein Krümelchen jetzt ist, einfach schön ist.

René Andreas


Still, seid leise

Still, seid leise,
es waren Engel auf der Reise.
Sie wollten ganz kurz bei euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.
Sie kamen von Gott,
dort sind sie wieder,
wollten nicht auf unsere Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt
von ihnen zurück,
in euren Herzen ein großes Stück.
Sie werden jetzt immer
bei euch sein,
vergesst nie,
sie waren noch so klein.
Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denkt, es war ihr Flügelschlag.
Und wenn ihr fragt,
wo mögen sie sein ?
Ein Engel ist niemals allein.
Sie können jetzt alle Farben sehen
und barfuß durch die Wolken gehen.
Vielleicht lassen sie sich hin und wieder
bei den Engelskindern nieder.
Und wenn ihr sie auch sehr vermisst
und weint,
weil sie nicht bei euch sind,
so denkt, im Himmel,
wo es sie nun gibt,
erzählen sie stolz:
Wir werden geliebt !

Verfasser unbekannt




Ein Gedicht das Beatrice Pfister für alle krebskranken Kinder geschrieben hat.

KINDERKREBSSTATION
*
Nirgends sonst
habe ich soviel Kummer, Schmerz und Ohnmacht
mitgetragen und durchlebt
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
verspürte ich Hass - und Ungerechtigkeitsgefühle intensiver in mir
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
haben Kinderaugen eine deutlichere Sprache gesprochen
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
war mir ein vollkommen reglos im Bett liegendes Kind unheimlicher
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
gingen mir die Schreie von Kindern so sehr durch Mark und Bein
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
sah ich mehr spuckende Kinder, mehr kahle Köpfe und blaue Flecken, mehr piepende IVAC's und bandagierte Hände
als auf der Kinderkrebsstation.

DOCH nirgends sonst
habe ich großartigere Menschen kennen gelernt
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
war der Umgang zwischen Personal und Betroffenen so offen
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
herrschte eine größere Lebenslust und Zuversicht
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
kam das Lachen so tief aus der Seele
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
war die Hoffnung so greifbar
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
gab es so einen starken Zusammenhalt
zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
wurden so viele Regenbögen gemalt
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
habe ich das "TROTZDEM" so intensiv erlebt
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
konnte ich schlaflose Nächte besser nutzen
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
gingen Kinder behutsamer und toleranter miteinander um
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
habe ich weisere Kinder getroffen
und das Ausmaß wahrer Tapferkeit besser verstanden
als auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
wurden so tiefe Freundschaften geschlossen
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
habe ich mich auch "fremden" Kindern und Eltern so verbunden gefühlt
wie auf der Kinderkrebsstation.

Nirgends sonst
als auf der Kinderkrebsstation
habe ich mein Leben wieder lieben gelernt.

Beatrice Pfister (1994)



Ein Gedicht für alle Papa´s von kranken Kindern

Halt mich Papa!

Papa, kommst du zu mir und nimmst du mich in den Arm? Ich möchte fühlen, dass du mich lieb hast, mich festhältst und niemals alleine lässt. Ich habe Angst, Papa. Angst, dass dir etwas passiert, dass ich dich nicht mehr habe. Du bist mein Papa, ich brauche dich. Und ich brauche dich mehr als du dir vorstellen kannst und mehr als ich deutlich machen kann. Papa ich bin krank. Und ich habe Angst. Vielleicht muss ich sterben Papa. Aber davor habe ich gar keine Angst. Ich habe Angst dir und Mama weh zu tun, ich habe Angst davor, dass ihr traurig seid.

Ich habe Angst, dass ich nie wieder nach draußen darf.
Ich habe Angst, dass ich immer drinnen bleiben muss und nur zusehen darf, wenn mein Bruder mit anderen Kindern spielt. Ich bin so traurig, wenn ich aus dem Fenster sehe. Ich träume dann immer, dass ich fliegen kann - einfach aus den Fenster und vielleicht im Baum lande und von dort aus heimlich zusehen kann. Oder vielleicht zu den Wolken ganz nach oben an den Himmel, sie berühren, denn ich wollte schon immer wissen, wie Wolken sich anfühlen. Und ich träume davon einfach mitzuspielen. Manchmal stelle ich mir das vor, dann spiele ich auch mit Fußball und mach mich so dreckig, dass Mama schimpft, wenn sie uns reinruft. Mama hat noch nie mit mir geschimpft. Ich wünsche mir auch mal eine dreckige Hose zu haben. Mit grünen Flecken drin, die nie wieder rausgehen.

Ich wünsche mir auch, dass ich das essen darf, was alle anderen Kinder essen. Schokolade mag ich doch genauso gerne wie du, Papa. Aber es ist gar nicht so schlimm, darauf zu verzichten. Viel mehr würde ich mal wieder gerne richtige Spagetti essen. Die sind viel leckerer als die für mich. Und Mama muss immer so weit fahren um nur für mich einzukaufen. Ich wünsche, dass meine Mama für mich nicht mehr so lange fahren muss.

Papa, ich habe mich schon daran gewöhnt, dass ich so viele Medikamente nehme - Tabletten schlucken kann ich doch schon seitdem ich 2 Jahre alt bin! Das ist gar nicht so schlimm wie alle Leute immer sagen. Aber ich habe da keine Lust dran, das ist so viel Schlucken und Warten und Schlucken und Warten. Ich möchte einfach normal frühstücken ohne vorher so viel zu trinken und zu schlucken. Ich weiß, das ich sie nehmen muss. Aber es nervt manchmal und Mama weint wenn ich nicht möchte. Ich möchte nicht, dass Mama wegen mir weint. Ich möchte die Medizin nicht mehr nehmen müssen.

Und ich habe Angst, dass ich wieder in eine Klinik muss und Medikamente bekomme die machen, dass es mir schlecht geht. Ich weiß, das mir das alles immer helfen soll doch noch gesund zu werden. Der Doktor sagt immer, dass ich sehr tapfer bin, aber vielleicht möchte ich das gar nicht sein. Das fragt mich nie jemand. Es dauert immer so lange bis ich wieder nach Hause darf, wenn ich eine Operation hatte. Und ich muss so viel liegen, das ist langweilig und ich kann nicht spielen. Ich möchte viel lieber wieder in den Kindergarten, da war ich so lange nicht mehr und ich bin so glücklich, dass ich wieder bei meinen Freunden sein darf. Auch wenn ich nicht alles mitmachen kann und immer jemand bei mir sein muss, der auf mich aufpasst, dass ich nicht tobe und mich nicht erkälte. Mir macht es sogar Spaß zu lernen, da gehe ich gerne für eine Stunde aus der Gruppe und mache alles was Beate sagt. Ich male Striche und Kringel, denn weißt du Papa, ich möchte ein ganz normales Kind sein und das alles können, was meine Freunde schon können. Denn ich möchte doch genauso schlau sein wie sie - genauso groß und nach den Sommer bitte, bitte in die Schule gehen! Da bin ich gerne fleißig für! Ich weiß auch, warum ich nicht so bin wie die anderen Kinder. Das kommt weil ich so lange geschlafen habe um mich zu erholen von meiner Operation an den Augen vor einem Jahr. Da habe ich fast 2 Wochen geschlafen, ganz tief. Und danach musste ich erst wieder wach werden, Papa und das dauert noch lange bis es mir wieder so gut geht wie vorher. Ich gebe mir aber Mühe, dass es schnell geht! Das habe ich dir doch versprochen Papa!

Jetzt kann ich auch wieder ein wenig sehen und ich bin auch nicht mehr taub. Das ist gut! Es war so schrecklich, als ich aufwachte nach meine zweiten Ohren- und Augenoperation aus meinen blauen Traum und ich konnte nichts sehen und nur ein wenig hören. Ich hatte so eine große Angst Papa und ich war froh, dass du und Mama bei mir ward. Es tat alles so weh und mir war so schlecht und ich war immer müde. Du warst immer bei mir. Und ich habe die Untersuchungen und Test alle mitgemacht, denn ich bin ja tapfer, sagt der Doktor. Ganz schlimm war als ich nach der neuen Operation an den Ohren nichts mehr hören konnte. Meine Augen waren besser, aber ich habe nichts gehört. Das hat mir Angst gemacht. Denn ich konnte nicht laufen Papa! Und ich konnte nicht verstehen warum! Wieso kann man nicht mehr laufen, wenn man an den Ohren operiert wurde? Das konnte ich nicht verstehen. Und ich hatte so große Angst, denn ich wusste nicht, was mit mir los ist. Aber Papa, ich weiß, wenn du es mir hättest erklären können, hättest du es gemacht! Papa, das weiß ich. Und wenn ich geschrieen habe vor Angst, hast du mich gehalten und nicht mehr getan als das. Das hat mich beruhigt und mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin. Dann hatte ich keine Angst. Nur wenn du mich wieder losgelassen hast. Aber ich könnte nicht hören, wie sollte ich dich da verstehen? Aber ich wusste, dass alles gut wird. Ich bin so froh, das ich wieder hören und sehen kann und auch wieder laufen.

Papa, ich möchte keine Schmerzen mehr haben, ich möchte nicht, das mir alles weh tut und es juckt und ich mit meinem Anzug schlafen muss .. Papa, ich möchte gesund sein. Ich möchte euch nicht weh tun, ich möchte euch nicht traurig machen, euch keine Angst machen. Papa, ich möchte dass du mich immer so lieb haben wirst und mich nie alleine lässt.

Papa, die schönsten Momente sind, wenn ich auf deinen Bauch liegen kann und dich atmen spüre. Da kann ich alles vergessen Papa und da bin ich nur bei dir. Papa ich wünsche mir noch ganz viele solche Momente. Und du dir auch. Papa und dafür gebe ich nie auf. Danke, dass du und Mama mir ein halbes Jahr gebt, in dem ich nicht in die Klinik muss und keine Chemo bekomme. Danke! Denn das kann ich nicht mehr! Wir vergessen den Herrn Krebs jetzt einfach. Aber ich kämpfe und gebe nicht auf, Papa! Ich werde in die Schule gehen, ich werde mit dir in Afrika auf Elefanten reiten, ich werde mich dre ckig machen, ich werde mit anderen Kindern spielen, ich werde alles essen können, was lecker ist, ich werde keine Schmerzen mehr haben, keine Angst – ich werde auch wieder lachen Papa – bald. Ich werde gesund, Papa. Versprochen. Ganz fest. So fest, wie du mich hältst!

Haltet eure Kinder fest und zeigt ihnen, dass ihr sie liebt und da seid-
immer.



Mama´s sind also doch Engel!


Es war einmal ein Baby im Bauch seiner Mutter, welches bereit war, geboren zu werden…

Das Baby fragte Gott:
"Wie soll ich auf der Erde leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können,
um fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen,
wenn ich die Sprache nicht kenne?
Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen will, Gott?
Und wer wird mich beschützen?"
Und Gott antwortete dem Baby:
"Ich habe für dich ein Engel ausgewählt,
der über dich wachen wird, bist du erwachsen bist.
Dein Engel wird für dich singen und auch für dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen und sehr glücklich sein.
Dein Engel wird dir die schönsten und süßesten Worte sagen,
die du jemals hören wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld wird dein Engel dich lehren zu sprechen.
Dein Engel wird deine Hände aneinanderlegen und dich lehren zu beten.
Dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert."
In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den Namen des Babys,
denn es sollte nun geboren werden.
Voller Erwartung sprach das Baby ein letztes Mal zu Gott:
"Oh Gott Ich muss jetzt von dir gehen.
Bevor ich dich jetzt verlasse, sage mir bitte den Namen meines Engels.
Und Gott sprach:
"Ihr Name ist nicht wichtig.

Nenne sie einfach Mama!“
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xxx
Ich hab eine bessere idee
xxxBarbiexxx
xxxBarbiexxx | 05.01.2011

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Kategorie: Kinderwunsch

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