Tochter schwerbehindert

Schnurpselpurps
Schnurpselpurps
03.10.2017 | 16 Antworten
Hey...
ich weiß auch nicht, ich muss es irgendwie loswerden. Meine Tochter bekommt nun einen Behindertenausweis. Wegen ihrer psychischen Erkrankung(en). Ich komme irgendwie noch nicht richtig damit klar. Meine Tochter ist zu 50% behindert deswegen. Offiziell bestätigt. Was fange ich damit an, mit dieser Information? Mit dieser Definition? Mit dieser Diagnose? Wird sie nie wieder gesund / normal? Bin ich ein Schwein, wenn ich Forderungen an die arme behinderte Tochter stelle, die sie doch einfach nicht erfüllen kann weil sie doch behindert ist? Oder wie nun? Wo hört Rücksicht auf, wo wird sie albern? Woran soll ich mich orientieren, wenn nicht am normalen Menschenverstand?

Scheiße, ja. Mich belastet das.

Musste ich mir schon die letzten Jahre öfter mal anhören: "So ist das eben bei Borderlinern", wie wird es dann jetzt werden? "Ich kann das nicht, schließlich bin ich schwerbehindert"? Muss ich das dann hinnehmen und mich für meine Erwartungshaltung schämen? Die besteht darin, dass Verabredungen eingehalten werden, besonders wenn sie das Kind betreffen. So wie heute erst wieder. "Ich kann nicht. Blasenentzündung, ich mag nicht raus." Eine Stunde vor dem Treffen auf das die Kleine sich gefreut hatte. Na, waren ja noch andere da. Die Kleine hat es vollkommen gleichgültig aufgenommen, dass Mama nun doch nicht mitkommt. Hat sie inzwischen auch schon keine (positiven) Erwartungen mehr an ihre Mutter oder habe ich es einfach geschafft, selbst gleichmütig genug zu klingen?

Tausend Fragen, genau so viele Zweifel.
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16 Antwort
Nutzt die Vorteile und es egal wie es betitelt wird. Sie ist einfach deine Tochter mit alles guten und schlechten Eigenschaften.
SuseSa
SuseSa | 05.10.2017
15 Antwort
Ich hab die andeten Kommentare nicht gelesen und ich hab etwas überlegen müssen was ich dir hierzu schreiben soll. Die Gefühle verstehe ich gut. Mir wurde kürzlich ganz klar gesagt, dass ich mich an den Gedanken gewöhnen müsse ein behindertes Kind zu haben. Ubd vom Kopf her weiss ich, dass er irgendwie ja so ist. Ob er ein selbstständiges Leben führen wird weiss ich nicht..... Ich sehe wie schwierig vieles für ihn ist was andere in seinem Alter selbstverständlich ist. Und, ja es ist eine Erleichterung wenn es offiziell ist. Der Druck ist weg. Wenn mein Sohn nicht zur Schule gehen will, braucht er das nicht, er bekommt alle möglichen Hilfen, teure Therapien, Lernstudio...... Ubd niemand wird von ihm verlangen sich in die Gesellschaft anderer Menschen zu begeben. Er lebt in einem wholbehütetem Kokon mit einem grossen Fenster drin das Internet heisst.... Er scheibt nun glücklich zu sein, wir sind alle entspannt, denn der Druck ist weg, es ist offiziell, er ist unbeschulbar u d ein schwerer Fall von Asperger Autismus mit xxx Komorbiditäten. Super! Kann ich das so akzeptieten? Nein! Behinderung oder gar Schwerbehinderung ist ja kein wertfreies Wort. Meist kommt es mit einer Assoziation. Da wurd es dir wahrschrinlich ähnlich gehen wir mir. Ich denke dabei automatisch an einen Pflegefall, jenand der körperlich oder geistig in einem Masse eingeschränkt ist, dass er sich nicht versorgen kann....also, nicht ernähren, nicht waschen, nicht anziehen. In der Krankenpflege hiess das früher ATLs. Aber zu diesen Aktivitäten des täglicgen Lebens gehört mehr als satt und sauber, dazu gehört auch die Teilhabe am sozialen Leben und im weitesten Sinne die Fähigkeit seine Belange zu verwalten. Und da kommt unser Problem. Diese erweiteren Anforderungen können unsere Kibder nicht im genügenden Masse erfüllen. Sie essen, sie waschen sich, sie gehn auf Klo, aber sie werden den sozialen Anforderungen und wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht gerecht. Daher sind sie wohl " behindert". Ich mag das Wort nicht. Ich kann es nicht wirklich verstehen oder akzeptieren. Ich würde es können, wäre mein Sohn ein bettlägriger Pflegefall. Aber er ist hochintelligent, talentiert, gnadenlos ehrlich und gerecht und er hat ein so gutes Herz. Er wird wohl nie einen Schulabschluss haben. Ich bin immer traurig, wenn ich mittags aus dem Fenster schaue und die Kinder von der Schule kommen sehe. Ich habe mich entschlossen die Vorteile dieser offiziellen Behindetung für meinen Sohn zu nutze. Es mir egal wie die Gesellschaft es nennen will, hier in CH heisst es Invalidenversicherung . Für mich ist mein Junge einfach einzigartig, wie jedes Kind für seine Mutter. Und wenn ich ihn durchs Leben tragen muss bis ich sterbe, dann werde ich das tun und dankbar sein das dieser wundervoller Junge mein Sohn ist. Deine Tochter ist ein Teil von dir, daher kann sie nicht ganz verkehrt sein und sie hat dir eteas sehr Kostbares anvertraut, Clara.
SuseSa
SuseSa | 05.10.2017
14 Antwort
@130608 Aber deshalb habe ich ja schon in meiner ersten Antwort geschrieben, dass es schon mehrmals vorkam. Wenn jemand einen Thread erstellst und fragt:"Mein Kind macht mich wahnsinnig und ist total aufgedreht. Hat es adhs..." Und dann einen neuen Thread erstellt und fragt:"wo kann ich Beruhigungsmittel ohne Rezept bekommen?" dann kann ich doch eins und eins zusammenzählen und beziehe mich auch auf den letzten Thread. Da kann man doch zwischen den Zeilen lesen und gerade eniswis fällt ja mit ihrer art auf. Ich will dir keine Blauäugigkeit vorwerfen, aber ich finde es schon offensichtlich wie eniswis das meint. Und weil ich ja geshrieben habe, dass sie schonmal antworten erhalten hat usw, habe ich nicht vertsanden wieso du jetzt sowas schreibst. :-(
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 04.10.2017
13 Antwort
@Schnurpselpurps Ja, ich tippe auf frust und langeweile... Also, dass es einen schwerbehindertenausweis für Borderliner gibt, habe ich schon öfter gehört und meine dass das auch schon seit ein paar oder mehreren Jahren so ist. Also, nicht wirklich neu. Schade und ärgerlich ist es, wenn sich jemand meint sich mit sowas einen freifahrtschein für alles zugelegt zu haben. Hier muss man ganz klar differenzieren was krankheitsbedingt und was auch Faulheit, Ignoranz oder Bequemlichkeit zurückzuführen ist und auch da solltestndu deine Bedenken direkt mit deiner tochter besprechen und auch klar definieren, was du duldest und was nicht. Die Frage ist natürlich wie ihr Krankheitsbild aussieht, wie weit sie therapierbar ist bzw auf welchem Stand sie ist. Das ist ja von Borderliner zu Borderliner unterschiedlich. Oft flachen die Symptome im Alter ab und es sollte klar sein, dass das jetzt nicht das ende ist. Therapien sollten stattfinden , sie sollte aktiv darauf hin arbeiten dass sich ihr Zustand bessert. Wenn möglich sprich deine Bedenken bei einer Beratungsstelle, vielleicht einer Selbsthilfegruppe für Angehörige, bei einer Psychologen und den Bearbeitern, die den ausweis ausstellen. Frage nach was das für dich bedeutet, trage deine Ängste und Bedenken vor und stelle Fragen. Vielleicht nimmt die das etwas deine sorgen. Ich glaube nicht, dass das jetzt die endstation ist. Es gibt auch foren wo du dich als Angehörige anmelden und austauschen kannst und auch direkte Fragen an andere Betroffene stellen kannst. Borderline ist ein sehr komplexes Thema. Du kannst Erwartungen und forderungen stellen, aber dennoch ist Fingerspitzengefühl und Verständnis ebenso wichtig. Sprich auch mit ihr und versucht vereinbarungen auszuarbeiten und zu treffen an die sie sich halten kann, aber auch muss.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 04.10.2017
12 Antwort
@130608 Ich lese, dass Du von diesem Thread ausgegangen bist. Es ist aber definitiv so, dass eniswiss genau wie alle anderen User ein Bild hinterlässt, in ihrem Fall durch Antworten, nicht nur mich betreffend, die vorsichtig ausgedrückt "grob" sind. Mich betreffend hat sie von mir zu der hier gestellten Frage bereits Antworten erhalten. Und weil das so ist, fällt es langsam mal auf. Wäre sie eine Userin, die neu ist oder noch nicht xmal so reagiert hätte, dann hätte ich die Frage auch anders verstanden. @Weidenkätzchen: Ich finde es total lieb von Dir, dass Du so deutlich geworden bist. Dickes Danke dafür.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 04.10.2017
11 Antwort
@Wildrose1 Danke... Mich erinnert die Dame an jemanden von netmoms...
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 04.10.2017
10 Antwort
Weidenkätzchen ...ich möchte Dich nicht ankreiden ...ich gehe von diesem Thread aus und nicht von den letzten ....und ja , das mit der Oma habe ich auch ernst gemeint - da gebe ich Dir Recht....das kann eine Ursache sein... ...
130608
130608 | 04.10.2017
9 Antwort
Ich gönne ihr alles, was auch immer man da für Vorteile hat. Und ich denke, es kann auch gut sein, dass ihre Krankheit offiziell anerkannt wird. Dass jemand sagt: Du bist behindert, das ist so und Du bist nicht einfach kollossal faul und unerzogen und assozial, sondern Du hast wirklich einen Packen zu tragen. Ich habe ja vor einiger Zeit schon beschlossen gehabt, dass ich meine Tochter als seelisch behindert ansehe. Ohne zu wissen, dass es sowas tatsächlich GIBT. Für mich bedeutet das grundsätzlich auch, Frieden zu haben, Frieden zu schließen. Und trotzdem ist es erschreckend. Und natürlich frage ich mich auch, die letzten Jahre betreffend: Habe ich immer zu viel verlangt? Während ich unter Druck einfach die Augen aufmache, mich vielleicht schüttele, mal jammere, aber letztlich funktioniere oder den Druck als Herausforderung betrachte, reagiert sie ja entgegengesetzt. Verstehen werde ich das wohl nie. Für mich zum Beispiel ist Krankheit lästig .
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 04.10.2017
8 Antwort
Ich verstehe deine Gedanken komplett. Das es einen Behindertenausweis für Borderliner gibt, ist mir neu und ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll. @enswiss wer bist du eigentlich? Scheinst ja in sämtlichen Foren dein “Unwesen“ zu treiben.
Wildrose1
Wildrose1 | 04.10.2017
7 Antwort
Menschen mit unsicherem Selbst gehen übrigens besonders gerne auf solche mit Schuldgefühlen los. Das ist einfach und sehr praktisch, gibt es einem doch das Gefühl, selbst besser zu sein als der/die andere.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 04.10.2017
6 Antwort
@Weidenkaetzchen Für gewöhnlich schießen sich Menschen dann auf ein bestimmtes Thema ein, wenn es sie im Besonderen tangiert. So wird eine Tochter, die selbst Borderline hat, auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter immer viel intensiver auf dieses Thema reagieren und nach Schuld suchen als ein Unbeteiligter. Auch eine Mutter, die selbst ein Kind mit Borderline hat, wird immer wieder stochern. Und ganz besonders stochern Menschen, die selbst an der Symptomatik leiden. Du darfst Dir was aussuchen ;-)
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 04.10.2017
5 Antwort
@130608 Solche mehr oder weniger direkten "nur nachgefragt"-antworten kamen von ihr bzgl schnurpsel schon öfter. Und sie hat diesbezüglich auch schon eine Antwort von schnurpsel bekommen. Wenn du schon meine Antworten kritisierst, dann mach dir doch bitte auch mal gedanken über den Inhalt. Da steht dich dass es schon mehrmals vorgekommen ist. Daraus kann man doch schon schließen dass sie schon öfters gefragt hat bzw waren es ja nicht nur fragen, sondern teilweise schon unterstellungen. Keine Ahnung warum sie sich ständig auf diese "wer ist schuld"-frage eingeschossen hat. Und ja, das war auch genauso gemeint: auch der tod der geliebten oma reicht aus um so eine Persönlichkeitstörung hervorzurufen. Da muss man nicht permanent solche sachen Posten wie:"meistens liegts am elternhaus" ubd solche Späße. Es ist eben multifaktoriell und nicht immer muss es die böse mutter sein. Sorry, aber warum du mich jetzt schon wieder ansprichst, obwohl ja eindeutig aus meinem text hervorgeht dass sie schnurpsel schon öfter so kam und auch schon antworten von mir und schnurpsel erhalten hat, erschließt sich mir grade überhaupt nicht. Wäre es das erste mal gewesen, hätte ich es auch als simple nachfrage verstanden. Ist es aber nicht und ich denke dir sollte auch schon aufgefallen sein, dass eniswis gerne mal noch stichelt oder einen provokanten vorwurfsvollen Satz in ihre antworten einbaut.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 04.10.2017
4 Antwort
schnurpsel...fühl Dich gedrückt...sicher ist es schwer , letztendlich ist es eine offizielle schriftliche Bestätigung ...die Deiner Tochter in manchen Lebensbereichen behilflich ist bezw. sein soll...denn mit ihrem Krankheitsbild lebst Du ja seit Jahren ...musst Dich immer wieder auf sie neu einstellen , je nach ihrer Lebenslage/ Tagesform.....Du weißt sicher auch einzuschätzen , was Du ihr zumuten kannst und was nicht....und darfst auch mal sauer sein , jedoch nicht persönlich auffasst....wichtig ist , dass sie ihre Therapien wahr nimmt und nicht aus Bequemlichkeit ihre Krankheit als Ausrede benutzt...Außerdem kann sich Deine Tochter auf Dich verlassen.... ich denke , Deine Kleine sieht Dich in erster Linie als Mama , weil sie bei Dir lebt , Du sie liebevoll versorgst und Du für sie da bist.... wenn sie älter ist , wird sie genauer nachfragen und auch verstehen..aber auch manchmal traurig darüber sein.... Weidenkätzchen ...sie hat doch nur nach der Ursache gefragt ?...auch der Tod einer geliebten Oma ist eine Ursache.....ich lese nichts von einer Schuldzuweisung...
130608
130608 | 04.10.2017
3 Antwort
@eniswiss Sach mal, kannst du eigentlich lesen? Immer spielst du darauf an dass schnurpsel ja schuld sein soll. 1. Darum geht es doch gar nicht und tut auch nix zur sache! 2. Habe ich dir schon mal geschrieben dass Ursachenforschung bei dem Krankheitsbild manchmal nicht möglich sind, da entweder kein konkreter Grund vorliegen muss, multifaktoriell sein kann oder auch mal schlichte Ereignisse wie der Tod der geliebten Oma sein kann. 3. Gibt es ja auh noch einen vater und andere menschen im umfeld des Kindes. Wenn man sich mit der krankheit nicht auskennt, sollte man sich einfach mal mit solchen suchen nach einem vermeindlich schuldigen bedeckt halten. Und das hast du hier schon öfter versucht.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 04.10.2017
2 Antwort
in Deutschand werden die Prozente in Behinertenausweisen regelmässig geprüft und als Borderliner kann sie die Krankheit in den Griff bekommen. Wo liegt denn die UIrsache zu der Krankheit?
eniswiss
eniswiss | 04.10.2017
1 Antwort
Puh, das ist eine schwierige Sache. Ich verstehe, dass Du völlig geschockt bist, jetzt so etwas offizielles zu haben, wissen. Wissen kann vieles verändern, auf Deiner Seite, sowie auf der Seite Deiner Tochter. Ich will nicht urteilen, aber viele Menschen nehmen ihre Krankheiten gerne, um sich vor Dingen zu drücken, die sie nicht machen wollen. Und genausoviele Menschen nehmen Rücksicht drauf, aus Angst, demjenigen Unrecht zu tun, wenn sie fordern, erwarten, was auch immer..... Ich kenne mich mit Borderlinern nicht aus, weiss nicht, wie diese Menschen ticken. Schon alleine wegen Deiner Enkelin empfehle ich Dir, Dir professionelle Hilfe zu holen. Wir können Dir hier Meinungen sagen, aber ich denke, da braucht es erfahrene Fachkräfte, um wirklich helfen zu können. Dass Deine Tochter kurz vor knapp ein Treffen abgesagt hat, ist für die Kleine natürlich blöd. Glück in meinen Augen ist, dass noch andere da waren, so dass sie etwas abgelenkt war. wie sie das empfindet, kann ich natürlich nicht beurteilen, entweder hat es ihr in der Situation tatsächlich nicht viel ausgemacht, oder sie spürt instinktiv, dass die Mama eben nicht immer alles macht, was sie verspricht und nimmt es als gegeben hin. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, um mit der neuen Situation klarzukommen.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 03.10.2017

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