Pflegestufe beantragen, Pflegedienst und Vollmachten

Frage von: ekiam
29.01.2017 | 12 Antworten
Ich hoffe, es gibt hier jemanden, der mir Helfen bzw.Auskünfte geben kann.Dazu muss ich leider etwas weiter ausholen.Es geht um meine Schwiegermutter.Sie wohnte bisher in einem eigenen Haus, direkt auf unserem Nachbargrundstück.Hatte sich immer selber und eigenständig verpflegt.Es fing mit Wasseransammlungen in den Beinen an, die ich(MFA)nach ärztlicher Abklärung wickeln sollte.Nach ca.1, 5Wo.wurden die Beine schlimmer und Luftknappheit kam dazu.Das ganze verschlimmerte sich so stark, dass sie vom 12.-22.12.16 ins KH kam.Sie wurde mit einer dekomp.Herz-u. Niereninsuffizienz entlassen.Anschließend wußte sie nicht, wo oben oder unten war.Wir schoben es darauf, da sie im KH irrtümlich statt 2x 300mg Epilepsiemedikament teilweise 2x 600mg erhalten hatte.Nachdem der Körper sich wieder eingependelt hatte, besserte sich ihr Befinden.(Zwischenzeitl.hatte ich mein 4. Kind entbunden)Der Körper gewöhnte sich an die neuen Medikamente.Jetzt sollte die Behandlung zwischen Kardiologen, Nephrologen u.Hausarzt beginnen.Mein Mann hatte sich intensiv 3 Wo.um sie gekümmert. Der 1.Termin beim Kardiologen war am 17.01.17, nächsten Tag sollte der Nephrologe sein.Einen Tag vorher fiel uns auf, dass ihr Wasser aus den Beinen lief.Plötzlich passte sie in keine Hose mehr, wieder Luftknappheit u.laufen ging auch nicht mehr.Ich bekam sie nur mit Gewalt ins Auto, fuhr sie so dicht es möglich war, bis zur Kardiologischen Praxis vor. 30m musste sie noch gehen, nach 8m war vorbei.Von da schleppten ein Herr u.ich(mit Baby)sie in die Praxis.Die Kardiologin schlug nur die Hände über dem Kopf zusammen.Sie gehöre nicht in ambulante sondern in stationäre Behandlung und rief einen RTW.Seit dem ist sie wieder im KH, selbe Station.Seit dem baut sie Tag täglich ab.Wird immer verwirrter und aggressiver. Zwischendurch hat sie mal 1 klaren Tag, wo man Hoffnung schöpft. Jetzt soll plötzlich eine Pflegestufe beantragt werden. Antrag habe ich von der Krankenkasse erhalten.Weil sie überhaupt nichts mehr eigenständig kann, soll sie hoffentlich Dienstag in die Geriatrische Abteilung verlegt werden, damit sie wieder auf die Füsse kommt.Sie will niemals ins Heim, hat mein Mann seinem Vater auch auf dem Sterbebett versprochen.Wie kann man es mit dem Pflegedienst am besten regeln?Sie denkt, ich könnte die Pflege übernehmen und das Geld bekommen.Das Problem ist aber schon, wir würden sie nicht die Treppe rauf kriegen.Nicht vom Bett zur Toilette.Wir hatten schon Ende Dez./Anf.Januar neue erhöhte Toiletten eingebaut, nun haben wir einen Pflegebetteinlegerahmen in ihr Bett eingebaut, da wir dachten, sie würde nach medikamentöser Einstellung nach Hause kommen und dann (fast)alleine wieder zurecht kommen.Das man ihr zwar ab und an zur Hand geht.Aber die Pflege/Betreuung schaffe ich körperlich nicht und erstrecht nicht mit 4 Kindern, wo das jüngste 4 Wo.ist.So verwirrt wie sie z. Z.ist, bekommt man keine Vollmachten mehr.Ins Heim würde SIE nie gehen.Liegt die Verwirrtheit an den Med? Sie redet nur noch von Sterben. Hilfe!

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15 Antworten
ekiam | 30.01.2017
1 Antwort
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Beim Sozialen Dienst des KH hatte Schwiegermutter wohl häufiger angerufen, nach paar Tagen kam jemand zu ihr, die sie vergrauelt hat und laut meinem Mann, der gerade ins Zimmer kam, sauer das Zimmer verlassen hat. Gestern hat sie den Antrag für die Pflegeversicherung unterschrieben. Heute muss sie noch die Vollmacht unterschreiben, die ich aufgesetzt habe, damit ich/wir gegenüber der Krankemkasse, Pflegeversicherung, MDK, Ärzten und KH entscheiden können. Beim Hausarzt habe ich heute nachgefragt, mit welchem Pflegedienst sie zusammen arbeiten. Der eine steht auf der Liste der Krankenkasse, für die Kostenübernahme. Voraussichtlich kommt sie morgen nicht in die Geriatrische Reha, da sich ihr Zustand verschlechtert hat. Jetzt ist von einer evtl. Dialyse die Rede. Ich hoffe, dass es nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist. Heute war sie wieder klarer im Kopf.
gina87 | 30.01.2017
2 Antwort
ich würde auch mitm sozialmedizinischen dienst vom KH reden..die erklären einem alles und sind einem behilflich... wir haben das spiel mit meinen Großeltern durch, die beide stark Demenz hatten Pflegedienst kannst du nehmen wen du möchtest und du kannst auch ohne Probleme wechseln wenn du möchtest..wir hatten damals erst das DRK und sind später dann zu einem anderen dienst gewechselt, mit dem das alles weitaus besser passte ins pflegheim kamen sie dann nach etwas über 3 jahren aber trotzdem..das war definitiv kein einfacher schritt, aber rückblickend betrachtet der beste da waren es ja nun auch beide, die es zu versorgen galt und mit Job usw. war das für uns nich mehr vereinbar, die beiden weiterhin zuhause zu pflegen..mindestens einer hätte seinen Job aufgeben und streng genommen bei den beiden einziehen müssen, um der pflege gerecht zu werden..für ne 24/7 Betreuung durch nen Pflegedienst, gings den beiden noch nich schlecht genug naja und nachdem meine Oma dann stürzte und sich nen Lendenwirbel brach, war klar, dass es so zuhause nicht mehr geht ...da sprach uns der med. dienst vom kh auch drauf an und so kam Oma gar nich mehr erst noch nach hause, sondern gleich ins Pflegeheim und opa zog paar tage später mit ein.. wir hatten wahnsinniges glück, dass es noch freie plätze gab und dann auch noch n Doppelzimmer.. es war ein kampf die ganzen jahre..zuhause, wie auch mit den ganzen behördengängen..grade was so gerichtl. Betreuung anging usw.. die Wohnung auflösen usw noch dazu, wo wieder klar wurde, dass sämtliche vollmachten usw die man so hat, fürn arsch sind..
rudiline | 30.01.2017
3 Antwort
Ich arbeite in ner geriatrischen Reha! :) wir haben schon viele Menschen wieder auf die Beine bekommen! Aber du musst auch damit rechnen, das es nicht immer klappt! Ausserdem wird man sehen müssen, wie sie bei der verwirrtheit mitmacht! Pflegedienst darfst du frei wählen! Die AOK bietet zum Beispiel auf ihrer Homepage einen pflegenavigator an, dort stehen auch die prüfberichte vom mdk! Es kann allerdings passieren, das dein Wunsch PD keine Kapazität mehr har, dann musst du weiter suchen! Es bietet sich auch an, mit dem Hausarzt zu reden, meistens haben die Pflege Dienste mit denen die zusammen arbeiten!
130608 | 30.01.2017
4 Antwort
die Verwirrtheit kann auch damit zusammen hängen , weil der Körper durch die Insuffizienz nicht mehr richtig arbeitet und wie eine innerliche Vergiftung statt findet.......jedes KH hat einen sozialen Dienst , vereinbar mit denen einen Termin , sie können Dir sicherlich sagen , an wen Du Dich wenden kannst....oder ruf bei der Krankenkasse an wegen PflegeEinstufung
ekiam | 29.01.2017
5 Antwort
@rudiline Kann ich bei jedem X-Beliebigen Pflegedienst anrufen? Sie soll Dienstag in die geriatrische Reha kommen. Nach ihrem heutigen Zustand zweifel ich daran.
Mami2o17 | 29.01.2017
6 Antwort
Ja ein großer Vorteil ist ein kompetenter Arzt an deiner Seite. Wie Yvja80 schon geschrieben hat ist die richtige Medikation ganz wichtig. Meine Mutter hatte auch starke Antidepressiva und Beruhigungsmittel nehmen müssen, da sie sonst sehr ängstlich und aggressiv wurde. Wenn die Dosis aber zu hoch ist, werden die Leute sehr lethargisch. Das ist eine Gratwanderung. Mein Vater hat unseren Hausarzt als Freund und eben dieser Arzt hat ein eigenes Seniorenheim. Das war natürlich eine riesen Hilfe mit einem Arzt der sich gut mit der Problematik auskennt.
rudiline | 29.01.2017
7 Antwort
Also zuerst meine besten Wünsche für deine Schwiegermama. In jedem KH gibt es einen Kliniksozialsdienst, an welche ihr euch schleunigst wenden solltet. Diese helfen Euch bei Beantragung Pflegegrad und unterstützen Euch beid er Suche nach einem Pflegedienst! Wenn Du allein die Pflege übernimmst beantragt ihr auf Pflegegeld, ansonsten gemeinsam mit PD Kombileistung. Frag in der Krankenkasse nach, die haben ne Pflegeberatung, die euch auch dabei helfen. Man kann heutzutage eine Pflege daheim solange noch möglich machen. Lasst Euch in einem Sanitätshaus beraten, welche HIMIS ihr braucht. Ich arbeite slebst in dem Bereich und vermittle Himis, Pflegedienste etc.! Der Grund der Verwirrtheit kann so viele Gründe haben. Wenn sie aber in die Geriatrie geht, ist sie gut aufgehoben, vielleicht kann ja auch ne geriatrische Reha beantragt werden! Wenn du noch Fragen hast meld dich einfach!
ekiam | 29.01.2017
8 Antwort
Vielen Dank für die Antworten und Ratschläge. Ich bin über alles dankbar, was mir/uns in dieser Situation weiter helfen könnte. Irgendwie haben wir die Hoffnung, wenn sie sich an die Medikamente gewöhnt hat, dass es mit ihr Bergauf gehen könnte und ihre Verwirrung sich legt. Die Ärzte sind nur leider keine Hilfe, denen müssen wir eher sagen, was sie tun sollen. Von daher ist jetzt ein großer Schritt mit der "Reha" in der Geriatrischen Abteilung in Gange gekommen. Hoffentlich ist der Beginn/Verlegung am Dienstag nicht auf Grund ihrer Verwirrtheit/Gesundheitszustand gefährdet. Wegen dem wenigen Personal hat sie inzwischen eine Windel um, da die nicht die Zeit und Kraft haben, sie hoch zu hiefen und mit ihr auf Toilette zu gehen. Das fördert allerdings ihren Abbau!?
Gelöschter Benutzer | 29.01.2017
9 Antwort
@YvJa80 ...Und das meine ich jetzt gar nicht böse...Aber eine neurologische Untersuchung könnte Vll.noch Sinn machen. Mein Vater bekommt gut verträgliche Medikamente gegen seine Aggressionen.
Gelöschter Benutzer | 29.01.2017
10 Antwort
Nun ja, wie Mami2017 schon schrieb...entmündigen ist nicht so einfach. Mein Vater ist auch pflegebedürftig, der verweigert sogar die Tagespflege. Wenn meine Mutter also mal nicht da ist, springen meine Schwester und ich ein. Keine einfache Situation. Schaut erstmal, dass ihr die Pflegestufe bekommt und nehmt dann Kontakt zu Pflegediensten auf. Die beraten euch und haben Erfahrung darin, welcher Weg der Beste ist.
Mami2o17 | 29.01.2017
11 Antwort
Ach, die schriftlichen Dinge hat mein Vater übernommen. Ich weiß nur, dass wir auch keine Vollmachten hatten. Deshalb musste mein Vater als gesetzlicher Betreuer eingetragen werden. Das war ein ganz schöner Akt, da meine Mutter ja erst entmündigt werden musste. Das geht alles nur übers Gericht und vorher wurde meine Mutter bzw. Die gesamte Situation überprüft. Genauso läuft es bei jeder Pflegestufe die neu auszuhandeln ist. Es kommt jemand und schaut sich die Zustände im Haushalt und der zu pflegenden Person an.
Mami2o17 | 29.01.2017
12 Antwort
Wir haben meine Mutter auch zu hause behalten als sie an Alzheimer erkrankte. Bis zu ihrem letzten Tag durfte sie so in ihrer Familie bleiben. Allerdings macht die Pflege eines geliebten Menschen einem richtig fertig... Besonders emotional. Wir hatten eine 24/7 Pflegekraft im Haus. Das war ein Segen für meine Mutter und uns. Falls du mehr Infos magst schreib mir ne PN

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