was bei "Schreibabys" hilft:

michelle-leyla
michelle-leyla
14.10.2010 | 16 Antworten
Hallo,
meine Tochter ist jetzt 5 wochen alt und ich war schon fast am verzweifeln weil sie so viel schreit und nachts kaum zur Ruhe kommt. Sie nahm auch keinen Schnuller und hat immer die typischen Such-Zeichen gemacht obwohl sie mit Sicherheit schon genug getrunken hat.
Heute ist meine Hebamme vorbei gekommen um mir eine spezielle Übung zu zeigen. Es hat sehr gut geholfen, und ich bin sehr begeistert, wie friedlich sie seither ist. Deshalb empfehle ich jedem, dessen Baby sehr viel schreit und die Eltern zum verzweifeln bringt, diese Übung aus zu probieren.

Am besten du wickelst dein Baby erst einmal ganz eng in ein Pucktuch ein, weil Babys sich darin sehr wohl fühlen. Dann nimmst du es vor dich, sodass die Beinchen an deinem Bauch sind. Den Kopf hältst du mit deiner einen Hand, sodass es dich angucken kann, die andere Hand legst du auf den Brustbereich. So hältst du dann dein Baby sehr eng an dich, ein bißchen gekrümmt wie im Mutterleib.
Nun wird das Baby vermutlich anfangen zu schreien. Deine Aufgabe ist es nun, dein Baby in dieser Haltung schreien zu lassen und ihm aufmerksam zu zu hören, was es zu erzählen hat. Vielleicht kommt es mit dem Leben hier auf der Erde noch nicht ganz zurecht - oder es hat so viele verschiedene Eindrücke erlebt, die es nun verdauen muss - oder es spürt die Spannungen in der Partnerschaft/Familie. was auch immer es ist, zeige deinem Baby dass du für es da bist, egal was auch ist. Lasse es wissen, dass es vollkommen in ordnung dass er/sie im moment wütend/frustriert/traurig ist. Öffne dein Herz komplett, sei aufrichtig und ehrlich. Dein Baby wird das spüren.

Denn bei uns erwachsenen ist es schließlich auch so dass wir uns manchmal über etwas aufregen und das dann los werden wollen. doch wenn derjenige uns nicht richtig zu hört sondern das Problem ignoriert und sagt: ach komm, mach doch nicht so ein Drama draus, dann fühlen wir uns auch unverstanden und werden nur noch frustrierter. Doch wenn uns jemand fest an sich drückt und uns auch liebt wenn wir weinen - dann fühlen wir uns danach gleich viel besser. Ich hoffe das klingt einleuchtend.

Bei meiner Tochter hat es hervorragend funktioniert. Nach einer heftigen Schreiphase (kann bis zu 30 min dauern) - die ich sehr schwer aus zu halten fand - hat sie sich wieder beruhigt. Es kann sein, dass das Baby ein paar minuten später wieder anfängt zu schreien, jedoch werden die Schreiphasen immer kürzer. Es ist gut wenn es dabei so richtig aus vollem Halse schreit. Denn nur so kommt es innerlich ganz tief an das Problem heran - und desto friedlicher wird es hinterher sein. Es ist erst vollkommen wieder in Ordnung und in Frieden, wenn es den Blickkontakt zu dir sucht und dir Tief in die Augen sieht. Wenn es deinem Blick oder deinen Versuchen, es zu streicheln, ausweicht, dann ist noch irgendwas da, was es bedrückt. Schließlich sehen wir auch nicht gerne friedlich jemandem in die Augen mit dem wir uns gerade streiten.
Während du dein Baby so hältst kannst du ihm auch erzählen, was dich selbst gerade bedrückt oder du kannst auch einfach mit weinen. Wichtig dabei ist, dass man ehrlich ist und die Liebe zu dem Kind fliesen lässt.

Wenn es sich dann endlich richtig beruhigt hat und dir friedlich in die Augen sieht ist es gut das Baby noch eine Weile eng an die Brust zu halten, damit sich das Gefühl der Geborgenheit noch etwas verstärkt. Denn wenn du es gleich anschliesend wieder weg legen würdest, würde es sich verlassen fühlen und vielleicht wieder von neuem an fangen zu schreien.

Diese Übung ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Und versuche wirklich diese Schreiphase bis zum Ende auszuhalten. Es lohnt sich!

Viel Erfolg. Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße, michelle-leyla
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16 Antwort
@_Carmen_
vielen Dank für den Tipp, Carmen. Ich werde das mit dem Föhn auch mal versuchen und mal ein Termin beim osteopathen machen. Meine kleine schreit zum glück nicht gaaanz so viel :-) aber trotzdem ist es an manchen Tagen seeeehr anstrengend!
michelle-leyla
michelle-leyla | 17.10.2010
15 Antwort
PS
Sry für die Rechtschreibung! und Amy wird 6 Monate alt mit beginn des 5. Monats hat sie fast nieee mehr so geweint so wie die ersten 4, 5 Monate.Sie ist jetzt ein ausgeglichenes baby und ich weiß genau wie ich ihr dazu verhelfe ;-) ohne sie je schreien lassen zu haben
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
14 Antwort
Teil 3
Sie veränderte sich aus drei Gründen. 1. ich musste nicht mehr 24 stunden am Tag alleine klar kommen. 2. ich hatte mittlerweile eine so gute bindung zu ihr das ich sofort sah.. es geht bald los und schon da handeln konnte und 3. weil ich begriff warum sie so war. Unbewusst hatte ich die letzten Monate schon dafür gesorgt das sie vertrauen aufbaut. Hatte sie vor zu vielen aussenreizen beschützt LG
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
13 Antwort
Teil 2
Tip bekam von einer netten Userin hier. Dieses besagte Buch. Zu der Zeit lief ich wirklich auf reserve. Ich hatte 4 Monate nie länger als MAL 2 Stunden am Stück geschlafen und mein Rücken war im A*** vom rumtragen und ich zweifelte das erste mal an mir als Mutter So ging ich mit Amy zum Papa, spannte den voll ein und nahm mir 20 min am Tage für mich. Las das Buch..fuhr mit amy in Urlaub+Papa und unsere welt veränderte sich.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
12 Antwort
Ja
möchte auch noch mal betonen : ich finde es klasse . Wollte damit nur sagen das es soger noch erweitert und variiert werden kann ;-) bei uns wirkte der Staubsauger Wunder und fliessend Wasser. Amy war genau 3 Wochen alt als si sich um 100 grad wandelte. Es gab keinen Tag an dem sie nicht schrie und manchmal gab es auch keum eine Stunde ind er sie nicht weinte. ICH konnte es mir nur mit schmerzen erklären. Naja so typisch Ärzte "drei Monatskolik" hieß es! Hm klar. Also habe ich einen Monat verbracht mit Amy und alles gegen Bauchweh getan und dabei keinee min verschwendet mich nicht um sie zu kümmern ach und ewig getregen ...und und und. Bis ic kurz vor ende des 4. Monats einen Tip
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
11 Antwort
Fortsetzung
noch ein Geheimtipp: hört sich zwar blöd an, aber wenn sie sich überhaupt nicht beruhigt, dann dreh den Fön neben ihr auf, das hat bei Sophia in Kombination mit Pucken sofort gewirkt. Der Fön hört sich nämlich genauso an wie die Geräuschkulisse im Mutterleib, gibt sogar eigens Geräte sog. "White-Noise-Generatoren" die dieses sog. "weiße Rauschen" erzeugen, was so beruhigend auf Babys wirkt, daher schlafen die auch so gut im Auto ein, da funktionieren gleich 2 Beruhigungsmechanismen und zwar über das sog. vestibulare System und eben das weiße Rauschen. Aber mein absoluter Geheimtipp, wo bei uns die ganze Schreierei endlich nach 4, 5 Monaten endete: geh bitte so schnell wie möglich mit ihr zu einem Osteopathen!!!! Hat bei uns dann noch 2-3 Wochen gedauert und die ganze Schreierei hatte ein Ende. Bei Fragen kannst mich gerne per PN anschreiben! lg Carmen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
10 Antwort
Hallo
Sophia war ein extremes Schreibaby - oft 6-7h am Stück!!! ich war in der Zeit echt ein nervliches Wrack! Habe viel über Schreibabys gelesen und dann auch probiert, sie zu pucken, was hervorragend funktioniert hat! Allerdings hat sie sich sofort innerhalb von ein paar Minuten beruhigt, hab sie nur mehr ein bißchen auf meinem Arm geschaukelt, nur so hat sie wochenlang geschlafen, bis sie von sich aus, das Pucken nicht mehr mochte. Hab ihr dann das Stillkissen ins Bett gelegt damit sie eine Begrenzung hat und eine leichte Decke darüber gespannt so hatte sie noch ein bißchen Enge, aber schon etwas mehr Platz um ihre Beine und Arme zu bewegen - gleich als Tipp, wenn du zum Pucken aufhörst! Bei Sophia gabs fast 4, 5 Monate lang nur 2 "Zustände" - entweder war sie gepuckt und hat geschlafen, oder sie war wach und hat geschrien. War echt schlimm und ich vermisse diese Zeit kein bißchen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
9 Antwort
@KruemelchenLucy
Bei meiner Tochter hat es zum Glück nur 5-6 Minuten gedauert. Aber die Hebamme meinte dass es bei manchen Kindern auch bis zu 30 Minuten dauern kann, bis sie sich so richtig ausgeheult haben. Immerhin wäre dass auch noch besser, als die Schreierei einige Stunden am Tag aushalten zu müssen, was bei Schreibabys des öfteren mal vorkommt. Aber du hast recht - auch im Tragetuch beruhigt sich meine Tochter sehr schnell und schläft dann so lange bis ich sie wieder raus hole. Bloß scheint das das Problem nicht richtig zu lösen sondern dem ganzen nur eine Zeit lang eine Pause zu geben. Denn sobald sie wieder richtig wach war hat sie meistens weiter geschrien.
michelle-leyla
michelle-leyla | 14.10.2010
8 Antwort
Hmmmmm....
Also das was Deine Hebi Dir da geraten hat ist nicht schlecht und ich habe änliches in dem Buch " Das 24 Stunden Baby " gelesen. Nur das mit dem schreien, da mag ich mich nicht gänzlich anschließen. Es geht auch ohne 30 min. schreien in dem du das schon gesagte machst aber wenn es nicht gerade weint . Dann kann man es an der Brust tragen und es wird nach und nach weniger mit den Schreianfällen. Also alles was du beschrieben hast ist super. Versteh mich nicht falsch :-) nur geht es auch ohne diese 30 min Schreiphasen ;-) aber auch das ist nicht immer leicht. Lg
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
7 Antwort
Das kann ja sein aber
so wie du es beschreibst klingt es als würde das Baby schon Sozialverhalten haben. Und das haben sie sicher noch nicht. Wenn es aber geklappt hat dann ist es doch schön wenn es eine Lösung für dich gab.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
6 Antwort
@michelle-leyla
ja da hast du recht mein kleiner war halt viel krank und von daher war er sehr quengelig aber das pucken hat meinen schatz auch immer sehr sehr gut getan
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
5 Antwort
Also
bei meinem Krümel hat das kein bisschen geholfen. Zum einschlafen bekommt er jetzt abends eine Cd vor gespielt
vampir2006
vampir2006 | 14.10.2010
4 Antwort
kompliment
ich finde das ist kein "trick" sondern eine echte weisheit, die du hier aufgeschrieben hast. mich hat es fast ein bisschen traurig gestimmt zu lesen, dass es bestimmt viel mütter gibt, die aus verzweiflung das baby einfach schreien lassen und die tür zu machen. das ANNEHMEN einer situation war schon immer eine der höchsten künste im leben, wenn dieses annehmen dir oder anderen mütter gelingt, finde ich das einfach WUNDERVOLL!!! und macht mir auch mut für die kommenden monate. viel glück weiterhin - ein bereichernder text
Shui
Shui | 14.10.2010
3 Antwort
@Hot--Angel
ja, selbstverständlich sollte vorher ausgeschlossen werden dass es sich beim Schreien eventuell um etwas anderes handeln könnte. Die "3 - monats - kolik" ist es jedoch meistens nicht - das würde man den Babys im Gesicht ansehen, sie sind dann sehr blass usw.
michelle-leyla
michelle-leyla | 14.10.2010
2 Antwort
..
Huhu, werd es mit meiner kleinen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010
1 Antwort
...
das ist ein schöne rtricku das pucken hat meinem sohn auch immer sehr gut getan ABER viele schreibabys schreien nicht ohne grund man solte zuerst alles abklären lassen aber das ist echt ein toller trick u tut den kleinen sicher sehr sehr gut
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.10.2010

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