Pflegeoma? Thema ist wohl beendet.

Schnurpselpurps
Schnurpselpurps
08.09.2017 | 21 Antworten
Hey,

ich habe mich nun über Monate mit dem Thema befasst, Pflegeoma für meine Enkelin zu werden. Ich war sogar beim Pflegekinderdienst und habe mich registrieren lassen (eigentlich wollte ich nur ein Infogespräch, aber gut).

Dort wurde mir unter anderem mitgeteilt, ich müsse dann aber Arbeitsstunden reduzieren und die Besuchskontakte würden geplant werden. Soweit noch okay - dachte ich.

Aber was ich nicht bedacht hatte ist, was das Jugendamt sich unter Besuchskontakten für die Eltern vorstellt. Nämlich: Auch wenn der Umgang innerhalb der Familie und zudem vollkommen unproblematisch ist, kann meine Tochter dann ihre Tochter maximal jede Woche einmal sehen, eher nur alle zwei Wochen, der Vater seltener.

Für mich stand bei der ganzen Angelegenheit im Vordergrund, zum Einen das Kind gegen Wechsel zu sichern, zum Anderen mich abzusichern, aber dies alles unter der Prämisse, dass die Leiblichen Eltern viel Kontakt zu ihrem Kind haben können um ggf. später wieder die Erziehung übernehmen zu können (wenn meine Tochter soweit ist, mithilfe von Therapien). Gerade im häufigen Umgang sah ich einen Vorteil für das Kind und seine Mama.

Ich mache all dies doch nicht, weil ich dem Kind eine Ersatzfamilie geben muss oder will, sondern als Hilfe für alle. Da hatte ich etwas gründlich falsch verstanden, gleich beim ersten Ansatz. Ich hatte immer den Fokus auf die Forderung des JA gelegt, dass die Pflegeeltern bereit sein müssen, mit den Leiblichen Eltern zusammenzuarbeiten ecetera pp.
Ich hatte auf Unterstützung durch das JA gehofft, auf das Erhalten und Festigen der Bindung an die Eltern mit Option auf spätere Rückkehr zur Mutter. Ich hatte darauf gehofft, dass ich in so einem Fall die Leistungen bei Krankschreibung des Kindes bekommen und daher die Pflege auch beim kranken Kind übernehmen könnte. Das Pflegegeld hätte mir ermöglicht, mehr für die Kleine dazusein und Sicherheit bezüglich des Abholens vom Kiga und der kulturellen und sozialen Teilhabe (Kinderturnen, Musikschule, so Zeugs) herzustellen, da meine Tochter da auch Ängste hat. Auch hätte ich gerne eine Sicherheit gehabt, dass Unterhalt und Kindergeld an mich gehen und nicht von meiner Tochter irgendwie anderweitig genutzt werden. Aber ich werde nicht gegen Bezahlung meine Enkelin von der Familie fernhalten.

Unter diesen Umständen habe ich auf das falsche Konzept für unsere Familie und Situation gesetzt. Und daher wird meine Tochter auch den Antrag auf Hilfe zur Erziehung nicht stellen. Was meine ungeteilte Zustimmung findet.

Wir werden in den nächsten Monaten mit meiner Tochter klären, wie das mit der Anmeldung bei mir und dem Unterhalt weitergehen soll. Das wird noch ein steiniger Weg, aber er ist allemal sinnvoller als der andere.

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1 Antwort
An die, die meine Geschichte nicht kennen, der Hinweis: Meine Tochter hat viele Fehler. Aber sie liebt ihre Tochter. Sie nimmt keine Drogen. Sie stellt keine Gefährdung für das Kind dar. Sie geht sehr freundlich mit der Kleinen um, wenn sie auch manchmal anders denkt als ich. Wenn ich sie von der Mama abhole, hole ich im Normalfall ein fröhliches und zuversichtliches kleines Mädchen ab. Meine Tochter kann nur einfach nicht so lange am Stück eine Mutter sein, mit aller Verantwortung, die dies beinhaltet. Aber zwei Stunden kann sie. Manchmal auch länger.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 08.09.2017

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