Frage an Stillmamis bzgl. Selbstabstillen

Frage von: Kristina1988
30.05.2014 | 14 Antworten
Hallo zusammen

Ich habe eine nun 10 Monate alte Tochter, die ich noch abends, morgens und nachts stille. Tagsüber bekommt sie immer verschiedene Breie, die ich selber mache.

Meine eigentliche Frage ist jedoch, haben sich eure Kinder selber abgestillt, oder habt ihr sie "gezwungen"? So wie es momentan aussieht, hat sie noch lange nicht vor, ihre "titi" abzugeben ;), was für mich auch noch ok ist. Hat das nächtliche Stillen bei euch von selber aufgehört ?? Sie schläft zusammen mit uns im Bett und meldet sich gerne mal öfters die Nacht zum stillen.

Ich möchte sie ungern mit Weinen abstillen und hoffe darauf, dass sie es selber macht ;)

Wie waren eure Erfahrungen so?

GlG

Kristina

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17 Antworten
Kristina1988 | 31.05.2014
1 Antwort
Ich danke euch herzlich für die antworten und werde wohl versuchen, ihr schonend, die brust in der Nacht abzugewoehnen, wenn sie so 15 Monate alt ist. Ich denke dann reicht es wirklich. Die Nächte sind momentan wirklich nicht entspannend. Ich wollte immer lange stillen und bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, aber irgendwann ist einfach mal gut. Glg
buchfresserin | 31.05.2014
2 Antwort
Bei unserer Kleinen haben wir es so gemacht, dass wir sie mit 3 Monaten ins eigene Bett im eigenen Zimmer gelegt haben. Allzu oft musste ich dann nicht mehr rüber und stillen. Dann hat sich das Stillen im Laufe der Monate durch die Breie immer weiter reduziert bis auf 3x am Tag. Dann 2x , dann nur noch morgens. Und mit etwa 15 Monaten hat sie morgens dann nur noch kuscheln und bei mir fertig schlafen wollen. Hat es schön langsam angehen lassen, erst immer kürzer getrunken, dann gelegentlich verweigert, so dass meine Milchdrüsen sich schön anpassen konnten. Völlig natürlich, ohne weinen, ohne Abstillpillen für mich.
Gelöschter Benutzer | 31.05.2014
3 Antwort
@silvana89 Ich habe das Wort "missbraucht" im Zusammenhang mit Müttern gewählt, die hier sehr verzweifelt auftreten, weil sie nicht mehr schlafen können und ihr Kind deren Brust zur Beruhigung sehr in Beschlag nimmt. Natürlich missbraucht ein Baby mit 10 Monaten seine Mutter nicht in dem Sinne, aber es gibt Mütter, die sich sozusagem missbraucht fühlen bzw. das Gefühl haben, sie sind nicht mehr Herr über ihren Körper, insbesondere wenn das Stillen weit über das erste Lebensjahr hinaus geht. Wenn man zufrieden damit ist, lange zu stillen, mag das für viele Stillmütter nicht nachvollziehbar sein, aber das Gefühl existiert. Ich persönlich kann das verstehen. Heute würde ich das anders sehen, weil ich kein Bedürfnis habe, dauernd wegzugehen und mal ein Gläschen zu trinken , aber damals war das anders. Da fühlte ich mich stark eingeschränkt und wollte irgendwann nicht mehr stillen. Wenn eine Mutter mit diesen Gefühlen monatelang kämpft und nachts nicht schlafen kann, soll ihr wohl das Gefühl erlaubt sein, als Beruhigungsmittel "missbraucht" zu werden. Ein 15 Monate altes Kind Und dass es auch für ein Kind sehr anstrengend ist, wenn es nur durch die Mutterbrust beruhigt werden kann, sollte auch einleuchten, vor allem, wenn die Mutter sich damit nicht wohl fühlt. Es ist für alle Beteiligten viel entspannender, wenn das Baby sich nicht nur in der Nähe der Mutter bei Stress entspannen kann. Insbesondere für das Baby! Es ist schön, wenn es bei vielen Müttern unproblematisch ist und sie darin aufgehen, sieben Jahre zu stillen. Aber nicht jede Mutter ist gleich. Das sollte man auch respektieren.
Gelöschter Benutzer | 31.05.2014
4 Antwort
Die Wortwahl, dass ein Baby seine Mutter missbraucht , finde ich nicht wirklich geglückt! Die Brust auch als Beruhigungsmittel zu haben und um das Saugbedürfnis zu Stillen, ist vollkommen natürlich. Man sollte sich mal bewusst machen, dass der Schnuller Ersatz für die Brust ist und nicht umgekehrt. Wenn ein Kind problemlos einen Schnuller nimmt, dann finde ich das völlig legitim, einen zu geben. Aber einem Baby oder Kleinkind vorzuwerfen, es würde die Mutterbrust missbrauchen, um zu nuckeln oder Nähe zu bekommen...Schwierig in meinen Augen. Zum Thema, dass man als Mutter ja dann total gebunden wäre und das Kind "nur" mit der Brust einschlafen könnte: Mein Zwerg schläft in der Kita auch ohne Brust ein, genauso wenn er im Auto oder im Kinderwagen oder in der Trage ist. Vllt versucht dein Mann einfach mal ein eigenes Ritual mit eurer Tochter zu etablieren. In dem Alter verstehen sie schon ganz gut, dass es nun mal keine Brust gibt, wenn Mama nicht da ist. Kristina, lies mal ein bisschen im Stillen-und-Tragen-Forum , da gibt es viele Mamas, die lange Stillen, trotz Fremdbetreuung, Arbeitstätigkeit usw. Das funktioniert.... Und die Kinder entwachsen dem auch von allein. L. schläft zB ohne dass ich was dafür getan hätte, abends auch öfter ohne Stillen ein. Solange ihr euch damit wohlfühlt, ist alles in Ordnung. Du kannst deinem KiA ja auch mal erzählen, dass Nationale Stillkommission und WHO auch empfehlen solange zu Stillen, wie Mutter und Kind es wollen.
Gelöschter Benutzer | 30.05.2014
5 Antwort
@Kristina1988 Puh, also ich glaube, dass es schon so ist, dass Babys aufgrund des Stillens und der Zeit, die sie mit der Mutter verbringen, einfach ein engeres Verhältnis zur Mama haben. Demnach lassen sie sich von Mama einfacher beruhigen als von Papa, es sei denn, man hat von Anfang an drauf geachtet, dass der Papa diese Aufgabe früh mit übernimmt. Bei uns war das so, dass mein Mann ganz viel gemacht hat, wenn ich nicht gestillt habe. Mit der Großen hat er die ersten Wochen nächtelang auf dem Sofa gelegen, mit ihr auf dem Bauch, weil sie Koliken hatte und ich mit Wochenbettdepression zu kämpfen hatte und den Schlafmangel nicht gut aushalten konnte. Die beiden hatten immer ein enges Verhältnis zueinander, auch wenn Mama immer ihre Nummer 1 war, womit mein Mann auch immer klar kam. Bei der Kleinen war es schwieriger, zumal sie auch viel länger gestillt worden ist als die Große und auch sonst ganz anders war. Sie schlief auch bei mir im Bett in den ersten 4, 5 Monaten , während die Große ja schon nach 6 Wochen alleine schlief, einfach, weil sie da viel besser schlief als in unserem Zimmer. Ich glaube definitiv, dass diese Dinge großen Einfluss darauf haben, ob ein Baby sich von beiden oder nur von Mama beruhigen lässt. Ganz sicher erziehst du deine Tochter aber nicht zu einer Psychopathin. Dein Mann sagt sowas, weil er getroffen ist, dass er in manchen Situationen so hilflos ist und vielleicht ein bisschen eifersüchtig, weil du sie beruhigen kannst und er oft nicht. Und mit 10 Monaten finde ich total normal und auch kindgerecht, noch zu stillen. Es ist MEINER Meinung nach nur nicht bei jedem Kind förderlich, wenn man es in den Schlaf stillt oder mit der Brust beruhigt. Denn genau das kann bewirken, dass die Brust nicht Nahrungsaufnahme, sondern Beruhigungsmittel wird. Und das könnt ihr vielleicht wirklich mal üben. Indem du sie auch mal ohne Brust versuchst zu beruhigen, wenn du weißt, dass sie keinen Hunger haben kann. Ich habe hier schon viel von verzweifelten Müttern gelesen, die von ihren Babys als Beruhigungsmittel missbraucht wurden und immer an die Brust wollten, wenn sie nachts aufwachten oder ihnen irgendwas anderes quer ging. Und alle schrieben sie hier, dass sie nicht mehr weiter wissen und endlich mal wieder schlafen wollen. Oder auch mal abends weg gehen wollten, aber nur die Mama sie mit der Brust ins Bett machen kann. DAS halte ich für nicht unkritisch. Wenn einer Mutter das nichts ausmacht, es so zu handhaben und der Partner damit klar kommt, dann ist es total in Ordnung. Dann wird man das bis 3 Jahre machen und dem Kind dann sachlich erklären, dass es vorbei ist. Wenn du es aber mit 1, 5 Jahren leid bist, wirst du Probleme haben und dann erstrecht Tränen ertragen müssen, denn dann ist das Kind es einfach zu lange gewöhnt und muss damit fertig werden. Und da muss eben jeder selber entscheiden, wie lange er es rauszögert, dem einen Riegel vorzuschieben. Es ist aber eben auch nicht bei allem Babys gleich, die nachts gestillt werden. Manche finden das super entspannend, das Kind nachts zwei-, dreimal an die Brust zu schieben, wenn es im Elternbett schläft und empfinden das als unkompliziert. Und genau das ist der Punkt. DU musst dich wohlfühlen und dein Partner in gewisser Weise auch. Wenn du das Gefühl hast, du bist unglücklich mit der Situation, dann ändere was. Meine beiden Kinder fanden die Flasche dann irgendwann total unproblematisch. Und für mich war das vor allem bei der Großen nachts viel leichter, die Flasche zu geben, weil die dreimal so schnell getrunken war wie die Brust, wofür ich mindestens 25-30 Minuten brauchte. Also, jeder muss nach seinem Gefühl entscheiden.
Kristina1988 | 30.05.2014
6 Antwort
@Maulende-Myrthe Mein Mann würde sofort mit dem konform gehen, was du geschrieben hast ;) Es sagt auch, dass sie es nicht mehr braucht, weil sie tagsüber schon gut isst. Mein Problem ist aber, dass ich angst habe, ihr nachts etwas zu nehmen, was sie vllt noch braucht .... daher will ich mir auch noch Zeit lassen. Es gibt mal gute und dann weniger gute Nächte, aber das ist wohl bei allen so. Mein Mann meint, dass ich eine Psychopathin aus ihr mache, weil sie sich abends wirklich nur durch mich und Brust beruhigen lässt und gar kein Interesse an ihm zeigt ...Vor 3 Tagen war es wieder ganz schlimm... Ich habe sie gestillt und sie ist eingeschlafen ... musste dann noch duschen und bin weg .. naja, sie ist dann wachgeworden und danach ging es los ... er konnte gar nichts machen ... sie hat sich ganz extrem reingesteigert ... und selbst als ich gekommen bin, hat es noch eine halbe Stunde gedauert, bis ich sie beruhigen konnte.. nicht mal die Brust wollte sie ... und er schiebt dieses ganze Verhalten auf das Stillen und, dass sie ohne Brust nicht mehr kann, usw. . Dann gibt es aber auch Abende, an denen er es schafft, sie in den Schlaf zu singen ... Es ist mal so und mal so ...Ich denke schon, dass du Recht hast mit dem beibringen ... aber man liest auch soooooooviel Kram ... Und ich bin dann noch so eine, die gerne im Internet nach allem sucht ....
Kristina1988 | 30.05.2014
7 Antwort
@BLE09 Ja, das "Problem" ist, dass unsere Kia ihm das "eingeredet" hat, mit dem Egoisten. Er ist schon ziemlich lange in seinem Job und meinte das zu uns . Zu dem Zeitpunkt hat sie tagsüber Brust und Beikost bekomen, aber nie richtig davon gegessen. Er meinte, dass es damit zusammen hängt, dass sie weiß, dass sie danach eben Brust bekommt. Deshalb stille ich seitdem tagsüber auch nicht mehr und es klappt mit dem essen ziemlich gut. Ich will ihr aber auch kein Fläschen mehr angewöhnen. Mag ihr das einfach nicht geben und mal abgesehen davon, nimmt sie das alles auch nicht ... auch keinen Schnuller ...
Zypta | 30.05.2014
8 Antwort
Bei den ersten zwei war ich noch unerfahren und habe auf andere gehört, darum erwähn ich die mal nicht. ;-) Meinen dritten habe ich dann ganz langsam .
BLE09 | 30.05.2014
9 Antwort
PS: Ich würde ja evt. mal antworten: "Abstillen ist ne gute Idee - denn nachts das Fläschchen geben, da können wir uns dann endlich abwechseln.."
BLE09 | 30.05.2014
10 Antwort
"Meiner nervt mich, dass ich aus dem Kind eine Egoistin mache " und was ist "unegoistisch" wenn man Flascherl statt Brust will? Ist nur mühsamer....
Gelöschter Benutzer | 30.05.2014
11 Antwort
Ich habe meine Kinder "gezwungen" und sie haben nicht geweint, sondern waren einverstanden. Man kann ein Kind langsam an die Flasche gewöhnen, wenn man nicht mehr stillen möchte. So habe ich es gemacht. Das heißt, sie haben ihre Milch noch bekommen, aber nicht mehr die Brust. Die Große hat die Milch noch haben wollen, bis sie knapp ein Jahr alt war, abgestillt habe ich sie mit 6, 5 Monaten. Bis 12 Monate gab es zumindest noch eine Abendflasche. Die Kleine wollte, nachdem sie Brei akzeptierte, nicht mehr lange Milch. Das hat vielleicht 6-8 Wochen gedauert. Allerdings hat sie lange den Brei verweigert. Das heißt, mit etwa 10 Monaten wollte sie keine Milch mehr haben. Nachts haben beide Kinder in ihrem Zimmer geschlafen. Die Große mit 6 Wochen, die Kleine mit 4, 5 Monaten. Ich habe beide nachts von Anfang an nur einmal gestillt, selten zweimal. Die Große kam mit 9 Monaten nachts nicht mehr und die Kleine mit dem Tag, als sie alleine schlief. Ich vermute, wenn du dein Kind in deinem Bett schlafen lässt, wirst du auch noch deutlich länger stillen. Musst du halt abwägen, was du möchtest. Und ich vermute auch, dass die meisten Kinder, die die Nähe in dieser Form zur Mutter gewöhnt sind, sich mit zwei noch nicht abgestillt haben, wenn man ihnen nicht beibringt, dass sie es nicht mehr brauchen. Aber das ist eher eine Vermutung, Mütter, die das so gemacht haben wie du, werden das besser wissen. Ich muss gestehen, bei dem Wort "zwingen", auch wenn ihr es in Anführungszeichen setzt, kommt in mir Ärger auf. Das ist letztlich mein Problem, aber das Wort "zwingen" beinhaltet, dass man dem Kind ein Leid damit zufügt, abzustillen. Das ist aber nicht der Fall, wenn man verantwortungsvoll abstillt. Wenn ein Kind in der Lage ist, sich tagsüber mit Brei satt zu machen, dann besteht theoretisch keine Notwendigkeit, einem Kind nicht beizubringen, ohne Brust auszukommen. Es geht auch darum, dass manche Mütter einfach gerne ihren Körper wieder für sich haben möchten. Oder sie wissen, dass sowohl sie als auch ihr Kind besser schlafen, wenn die Brust nicht mehr zur Option steht. Es gibt einfach Gründe, warum eine Mutter gerne abstillen möchte. Und wenn man es langsam macht und so, dass das Kind sich dran gewöhnen kann, geht das in den allermeisten Fällen garantiert ohne Zwang und Tränen. Ich wünsche euch, dass ihr eure Kinder nicht irgendwann "zwingen" müsst, weil sie von alleine nicht aufhören, nachts eure Brust zu fordern und ihr irgendwann das Gefühl habt, ihr möchtet auch mal wieder durchschlafen. Alles Gute dabei.
Kristina1988 | 30.05.2014
12 Antwort
@silvana89 Du hast bestimmt auch einen Mann, der dich unterstüzt und akzwptiert, dass du eben solange stillen willst, wie es euch beiden gefällt. Meiner nervt mich, dass ich aus dem Kind eine Egoistin mache und er will, dass mit 1 Jahr Schluss ist :
BLE09 | 30.05.2014
13 Antwort
Selber abgestillt- als mein mann in Karenz war wollte er plötzlich auch nachts nur noch Fläschchen - das war sooo mühsam! Bis er 2 Jahre alt war... hätte lieber weitergestillt...
Gelöschter Benutzer | 30.05.2014
14 Antwort
Huhu Kristina :). Hier ist das auch noch lange nicht in Sicht und ich werde den Zwerg auch nicht "zwingen". Sollte ich irgendwann zu viel haben, dann warte ich zumindest solange bis er es einigermaßen versteht und sich auf andere Beruhigungsmöglichkeiten dauerhaft einlassen kann . Du kannst davon ausgehen, dass es nahezu ausgeschlossen ist , dass ein Kind Jahren.

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