sonnencreme stell mal was rein weil vorhin ne frage dazu war

lafra996
lafra996
26.03.2012 | 1 Antwort
Sonnenschutz für Babys / Säuglinge

Melanomanstieg weltweit
Das Dilemma des Sonnenschutzes ist, dass wir trotz verbesserter Sonnencremes, immer mehr strahlungsbedingte Hautkrebserkrankungen registrieren müssen. Kinder und Jugendliche setzen sich zuviel und mit mangelhaften Schutzmaßnahmen der Sonne aus, wohingegen die UV-Strahlungsintensität der Sonne durch den Rückgang der schützenden Ozonschicht in der Stratosphäre zunimmt. In den letzten 20 Jahren haben sich die Erkrankungen am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) mehr als verdoppelt. Die Ursache hierfür ist in 70% bis 90% die ultraviolette Sonnenstrahlung. Für Kinder unter 10 Jahren ist das Risiko durch übermäßige UV-Strahlung später einen Hautkrebs zu entwickeln, aber besonders hoch. Daher betonen die Empfehlungen der letzten Jahre einen bewussteren Umgang mit der UV-Sonnenstrahlung.



Mit Vernunft in die Sonne
Die direkte Sonnenbestrahlung der Haut muß auf ein vernünftiges Maß begrenzt bleiben, auch Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren können die Hautschutzzeit nur begrenzt verlängern. Bei Kleinkindern unter einem Jahr ist die direkte Sommersonne ganz zu vermeiden. Es gilt für alle Altersgruppen im Kindes- und Jugendalter:

Meiden sie die Mittagssonne von 11:00 bis 16:00 Uhr
Setzen Sie Kleinkinder und Babies niemals direkt der Sonne aus
Verwenden sie möglichst strahlenundurchlässige helle Kleidung
Vorsicht: Hitzestau-Gefahr bei zu warmer Kleidung
Tragen Sie 30 Minuten vor der Sonnenbestrahlung ein geeignetes Sonnenschutzmittel auf, wiederholen Sie das Auftragen regelmäßig Achtung: die maximale Verweildauer wird dadurch aber nicht verlängert!
Nutzen sie die maximale Verweildauer in der Sonne nie völlig aus.

Der UV-Index: UVI
Damit Sie die Intensität der UV Strahlungsbelastung einschätzen können, wurde weltweit der sogenannte UV-Index UVI definiert. Sie können ihn tagesaktuell für Ihre Region oder ihr Reiseziel abrufen unter www.uv-index.de . Der UVI ist somit auch ein Maß für das Sonnenbrandrisiko und hilft bei der Wahl des Lichtschutzfaktors.

Sonnenschutz für Babys und Kleinkinder
Die Inhaltsstoffe der herkömmlichen Sonnencremes werden durch die Sonnenstrahlung verändert und wandeln somit die Strahlungsenergie in thermische Energie (Wärme) um. Es ist richtig, dass die noch zarte Babyhaut häufig überempfindlich auf chemische Hautschutzmittel und ihre Umbauprodukte reagieren kann. Unproblematisch und in der Praxis sehr bewährt sind dagegen Sonnenschutzcremes mit mineralischen Zusätzen (wie z.B. Titandioxid). Aufgrund der hervorragenden Verträglichkeit und bester Schutzeigenschaften verwende ich seit Jahren in der Praxis Daylong LSF 25 oder LSF50 (nur über die Apotheke zu beziehen) oder auch Ladival für Kinder LSF 25 oder LSF30. Bei Babys und Kleinkindern sollte der Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme das vier- bis fünffache des UV-Indexes betragen, also: LSF 25 bei UVI 5. Weiterhin empfehle ich anfangs ein kleines Hautareal auf seine Verträglichkeit hin zu testen und keine angebrochenen Cremes des Vorjahres zu verwenden (!).
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Ich möchte hinzufügen: Textilien und Sonnenschutz: Stoffe, die so grob gewebt sind oder so stark gespannt Nasse Naturfaserkleidung läßt beinahe die gesamte UV Strahlung durch.
BLE09
BLE09 | 26.03.2012

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