Sternenkinder! Zwei Anliegen

Moppelchen71
Moppelchen71
28.06.2009 | 1 Antwort
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf Verschiedenes ansprechen.

Zum einen auf die Aktion, in der andere mamis Bekleidung für die winzigen Sternenkinder handarbeiten, die mit einer Größe unter 40cm zur Welt kommen.

Die Gründer der Aktion haben es sich zur Aufgabe gemacht, Geburtskliniken zu informieren und mit selbsthergestellter Kleidung für die kleinen Sternchen zu versorgen, in die ihre Eltern sie hüllen können, wenn sie den schweren Weg des Abschiednehmens gehen müssen.

Nach wie vor, können die Initiatoren jede Unterstützung gebrauchen. Sei es bei den Handarbeiten oder auch darin, dass Woll- und Stoffreste zur Verfügung gestellt werden.


Desweiteren möchte ich noch einmal auf die Unterschriftensammlung für die Pedition erinnern.

Näheres dazu findet Ihr in einigen Beiträgen hier, im Magazin, im Forum, aber auch unter der Homepage der initierenden Eltern und deren Familie, die ihre 3 wunderbaren kleinen Kinder zu den Sternen gehen lassen mussten.

http://jltfpw.jimdo.com/


Zu dieser unverständlichen Bürokratie haben mein Mann und ich uns viele Gedanken gemacht.

Allein die Tatsache, dass der Gesetzgeber das Recht auf Eintragung dieser Sternchen und aller anderen Sternchen, die das gesetzlich vorgeschriebene Mindestgewicht nicht erreichen, verbietet, ist an sich schon ein Widerspruch.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich keinesfalls eine Stellung über Abtreibung abgeben möchte.

Ich vergleiche nur einen Widerspruch in der Gesetzgebung.

Laut Gesetz, ist eine legale Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche erlaubt.

Danach gilt es eigentlich als Straftat.

Warum?

Weil das Baby ab dieser Entwicklungsstufe als MENSCH gilt.

Nun gilt aber gleichzeitig das Gesetz, dass Kinder, die unter 500gr. geboren werden, gesetzlich nie existiert haben.

In meinem Verständnis würde das Bedeuten, dass Kinder zwischen der 12. und 22./23. Schwangerschaftswoche, sozusagen in einem gesetzlichen Niemansland existieren.

Solange sie in dieser Zeit im Bauch der Mutter sind, genießen sie (und das ist auch gut so) den Schutz der Gesetzgebung, der besagt, dass sie nicht abgetrieben werden dürfen, da sie ja MENSCHEN sind (es sei denn, eine der Ausnahmeregelungen bezüglich Behinderungen wäre greifbar anwendbar).

Werden diese Kinder aber innerhalb dieses Zeitraums geboren, sagt der gleiche Gesetzgeber "Diese Kinder gab es nie!".

Wie kann ein logisches Gesetz Kinder zu Menschen erklären und ihnen dann diese Existenz wieder absprechen?

Oder ist es am Ende gar kein logisches Gesetz?

Helft mit, diese Unlogik zu beseitigen.

Helft den Sternenkindern, die in dieser gesetzlichen Grauzone geboren werden und ihren Eltern!

Unterschreibt für sie, lasst all Eure Freunde und Bekannte mit unterschreiben.

Unterstützt die betroffenen Eltern, die ihre Babys zu den Sternen gehen lassen mussten, ihre Kinder anerkennen lassen zu dürfen.

Damit unterstützt ihr gleichzeitig auch alle zukünftigen Eltern, die noch betroffen sein werden.

Bitte, verschließt nicht die Augen, in dem Ihr das Thema von Euch schiebt, weil Ihr selbst nicht betroffen seid.

Niemand ist davor geschützt!

Jedes Kind könnte betroffen sein, Eure eigenen, die Nichten und Neffen, Eure zukünftigen Enkelchen ..

Ein Gesetz, dass UNSEREN KINDERN anhand eine Messlatte beim Gewicht die Existenz abspricht, ist grausam, roh, widersprüchlich und völlig veraltet.

Es gehört nicht in unser System, das sich der Menschlichkeit rühmt, denn menschlich sein heißt, im Sinne des Menschen, auch und besonders im Sinne der winzigen Menschen, die unseres Schutzes bedürfen, die nicht in der Lage sind für ihre eigenen Rechte zu kämpfen, einzustehen.
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 28.06.2009

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