Sohn ist traurig weil ich "soviel" arbeite

CupcakeMami
CupcakeMami
20.03.2017 | 3 Antworten
Hallo an alle Mamis da draußen!

Ich stecke in einer Zwickmühle und ich hoffe, dass jemand von euch einen Rat für mich hat.
Ich habe meinen Sohn mit knapp 21 Jahren bekommen. Im Sommer habe ich mein Fachabitur erfolgreich gemacht, im Herbst kam er zur Welt. Damals hatte ich noch keine Ausbildung in der Tasche. Als er 2 1/2 Jahre alt war, begann ich eine Ausbildung zur Konditorin. Meine Arbeitszeit begann um 4 Uhr morgens und ging bis 12 Uhr Mittags. Zu Beginn hat Oma noch auf ihn aufgepasst. Als er dann später in die Kita ging, war Mama nur des morgens nicht da. Aber Samstags und Sonntags war ich immer zu Hause, nur selten musste ich Samstags arbeiten, aber dann nur von 24 Uhr bis 8 Uhr morgens, so dass er es kaum realisiert hat, dass ich arbeiten war.
Nach meiner Ausbildung hab ich eine neue Stelle gefunden, da mein Lehrbetrieb mich nicht übernommen hat. Nun liegen meine Arbeitszeiten anders. Ich bin morgens aus dem Haus bevor er wach ist, kann ihn zwar nach wie vor von der Kita abholen und bin den Rest des Tages für ihn da. Aber jetzt bin ich auch Samstags bis 13 Uhr arbeiten (fester Arbeitstag) und alle zwei Wochen auch Sonntags bis 11 Uhr.
Mittlerweile ist mein Sohn 5 Jahre alt und wenn ich ihm Abends erkläre, dass ich leider nicht mit ihm im Bett kuscheln und bei ihm schlafen kann, weil ich wieder früh aufstehen muss um zur Arbeit zu fahren (stehe meist gegen 5 Uhr auf), ist er traurig und sagt mir immer öfter, dass er das doof findet, dass ich "soviel" arbeite. Ich arbeite nicht mehr wie früher, nur halt zu anderen Zeiten, die er nun mit zunehmendem Alter eher mitbekommt.
Ich würde gerne auf Teilzeit wechseln, aber leider verdient mein Verlobter auch nicht die Welt, obwohl er ebenfalls in Vollzeit arbeitet. Eigentlich brauchen wir die zwei Vollzeit-Jobs. Aber es zerbricht mir immer wieder mein Herz, wenn mein Sohn mich traurig umarmt und mich am Liebsten nicht mehr loslassen will.
Aber in meiner Branche ist es auch schwer eine Stelle in meiner Nähe zu finden, müsste immer in eine andere Stadt fahren - was wieder Spritkosten verursacht und ich mehr Geld brauche, was wieder mehr Verdienst verlangt. Ein Teufelskreis.

Hattet ihr schonmal eine ähnliche Situation? Ich weiß nicht mehr weiter, bin mit meinem Latein am Ende. Wie könnte ich das "Problem" noch lösen? Hat jemand einen Rat?

Mit lieben Grüßen
CupcakeMami
Mamiweb - das Mütterforum

6 Antworten (neue Antworten zuerst)

3 Antwort
Hm, also ich persönlich würde mich da auch längerfristig umorientieren oder eben auf Teilzeit gehen, weil die verlorene zeit gibt einem keiner zurück. Was hat dein Sohn von einem gewissen Lebensstandard, wenn er unglücklich ist, weil ihm seine Mutter fehlt. So lang ihr über die Runden kommt, ist es doch ok. Zur Not kann man doch auf aufstocken lassen vom JobCenter, oder!? Oder eben einen NebenJob. Ich kenn mich dies bezüglich nicht so gut aus und fange selbst erst im April wieder an. Allerdings auch nur 30Stunden die Woche, weil ich mir und meinem Sohn genau das ersparen wollte. Er ist noch so klein und braucht deine Nähe und fordert sie ja sogar ein. Wie du das am ende umsetzt, liegt an dir, aber was denkst du was es mit deinem Sohn auf Dauer macht, wenn ihm seine Mutter fehlt? Ich kann deinen Konflikt verstehen, aber für mich persönlich ginge mein Kind da vor, weil es ja ein Dauerzustand ist mit der Arbeit. Da nicht damit zu rechnen ist dass sich deine Arbeitszeiten ändern, würde ICH mir darüber Gedanken machen, etwas anderes zu machen oder zu schauen, ob ich nicht doch woanders unterkomme. Ich kann dir da letztendlich auch nicht den ultimativen Rat geben, sondern nur sagen, wie ich es wohl machen würde. Ich hoffe ihr findet eine Lösung. Alles gute!
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 21.03.2017
2 Antwort
ich kenne dieses problem nur bedingt, aber bin damit auch schon kurzzeitig in berührung gekommen. ich habe meinen beruf zuerst "aufgegeben" und dann komplett gewechselt deswegen und auch sonst passe ich mich einfach so an, dass ich wirklich genug zeit für meine kinder habe. es ist manchmal ziemlich relativ, was man damit meint auf zwei jobs angewiesen zu sein. manche brauchen so und soviel geld um zu leben und können sich nur knapp über wasser halten und andere kommen mit dem selben betrag viel besser klar und können vielleicht sogar noch zur seite legen. ich merke immer wieder wieviel auch von der eigenen einstellung und dem lebensstil abhängt. ich persönlich finde halt, dass das so viele momente sind in der kindheit - und das passiert alles jetzt - die nur einmal stattfinden. seit mein mann und ich kinder haben, verzichten wir erheblich auf ne menge geld. die zeit mit dem kindern ist mir ehrlich gesagt wichtiger. wie gesagt, ich passe mich da sehr an beruflich und auch wenn ich nicht mehr einsteigen könnte, weil ich auf meinem hauptberuf vielleicht zu lange ne pause gemacht habe, dann mache ich halt etwas anderes. ich bin selbst mit ner arbeitenden mutter aufgewachsen. manche kinder kommen gut damit klar, andere brauchen einfach mehr nähe und zweit mit ihrer mama. und wenn das kind schon ganz klar sagt, dass es dich vermisst, dann zeigt es dir ziemlich deutlich was es braucht :-) ansonsten wäre ne alternative, dass dein sohn bei dir im bett schlafen darf? er braucht das kuscheln am abend anscheinend. so kann er sein bedürfnis nach nähe auch stillen. oder ihr verlegt die kuschelstunde auf früher oder so...
tate
tate | 20.03.2017
1 Antwort
warum kannst Du nicht mit ihm kuscheln , wenn Du früh arbeitest ? Als mein Sohn in dem Alter , wie Dein Sohn war , bin ich trotz Frühdienst zu meinem Sohn gelegen oder er zu uns ....gerade , weil er mich vermisst hat... wenn man finanziell auf eine Vollzeitstelle angwiesen ist und in der Nähe kaum eine Stelle zu finden ist , ist es schwierig einen Ratschlag zu erteilen ... evt. auf Teilzeit wechseln und in der Nähe einen bis zu 450 EUR Job suchen , der andere Arbeitszeiten hat ?
130608
130608 | 20.03.2017

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