Wie hat euer Arbeitgeber reagiert?

Mami2o14
Mami2o14
17.04.2014 | 6 Antworten
Kurz zu mir, ich bin noch relativ am Anfang meiner Schwangerschaft. Ich bin fast 11 SSw. Da ich beruflich als Assistentin der Geschäftsleitung arbeite und leider einen ungenießbaren Chef habe, war mir relativ schnell klar, ich werde es meinem Arbeitgeber so schnell wie möglich berichten - einfach um mich selber auch zu schützen. Vor zwei Wochen ging ich dann also zu meinem Chef und habe Ihm die frohe Kunde berichtet und einfach auf Verständnis gehofft. Im Gegenteil, all das machte es noch schlimmer. Ich bekam nicht einmal ein "Glückwunsch" oder ähnliches, sondern dürfte mir gleich anhören, was das soll und das er mich deshalb nicht eingestellt hätte. Mir wurde sofort gedroht, dass wenn ich aus dem Mutterschutz komme ich weder bei Ihm noch in dem Unternehmen zurück kehren dürfte. Da ich nun nicht gerade in einem Kleinunternehmen arbeite, sondern in einem Weltunternehmen bin ich sofort zum Betriebsrat gedackelt und habe Ihm alles berichtet. Mein Chef und ich waren uns vorher noch nie richtig grün miteinander, allerdings war diese Reakation dann doch unerwartet. Nun soll ich versetzt werden, da man mich natürlich nicht einfach rausschmeißen kann. Unabhängig vom Kündigungsschutz, ich habe einen Festvertrag und nichts weiter angestellt.
Eine Woche versuchte ich mich diesem Druck und Stress zu stellen, litt dann aber unter argen Schlafstörungen mit Alptträumen. Außerderm schlug die ganze Situation auf mein Gemüt und ich machte mir immer sorgen a) meinen Job zu verlieren und B) mein Baby. Nach einer WOche ging ich dann schließlich zu meinem Hausarzt und bin bisher erstmal krankgeschrieben. Ich habe immer überlegt mit meinem Frauenarzt zu sprechen, aber solch einen Abgang auf Arbeit wollte ich nun auch nicht hinlegen. Außerdem ist es dann doch eine sehr sehr lange Zeit, die man dann darauf wartet, dass das Baby kommt ;o)Auch nach einer Woche zu Hause merke ich, wie ich einfach nur schwer nicht an die Arbeit denken kann und ich ärgere mich über mich selber, wie mir mein Chef eigentlich mein Leben versauen kann. Schließlich ist es meine Entscheidung wann ich ein Baby in die Welt setze und nicht seine.
Lange rede kurzer Sinn: Was würdet Ihr mir raten? Habt Ihr ähnliches durchmachen müssen?
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6 Antwort
Ich habe meiner Chefin sofort bescheid gesagt und sie hat positiv reagiert. :-) Vor 2 Wochen war ich zum Gespräch da, weil ich nach 1 Jahr EZ, wieder in Tz arbeiten möchte. Et voila, kein Problem. Ich bekomme meine 20 Stunden Woche und kann mir sogar aussuchen, ob ich um 8, 9 oder 10 anfangen möchte, da sie Verständnis dafür hat, dass ich mit einem kleinen Kind nicht um Punkt 8, auf der Arbeit sein muss, wg früh aufstehen, Stress usw. :-) ich bin da wirklich dankbar für und fange ab 01.08., wieder an. :-)
Kristina1988
Kristina1988 | 19.04.2014
5 Antwort
ich war damals mehr oder weniger mein eigener Chef...war selbstständig mit einem Verlag als Auftraggeber...dem musste ich natürlich bescheid geben... sonderlich begeistert waren sie nich, aber juckte mich auch nich....das ich den Job mit Kind nich weitermachen wollte, stand für mich von anfang an fest..und nun wars nunmal passiert und ich wurde schwanger..lief auch alles nur telefonisch mitm Verlag...im juli 08 kam mausi zur welt und das letzte mal wen vom Verlag gesehen, hab ich im Dezember 07 als in meinem Büro ne kleine Weihnachtsfeier mit meinen umliegenden, ebenfalls selbstständigen´, kollegen stattfand..im märz/April 08 trafen sich alle anzeigenberater die für die Zeitung arbeiteten mit leuten vom Verlag und machten ne stadttour durch Rheinsberg usw...dazu wurd ich gar nich erst eingeladen, weil ich ja schwanger war und mir man das nich zumuten wollte...ja nee is klar...der tag dort, war nix im vergleich zu dem, was ich bis 3 Wochen vor Geburt gearbeitet habe...der wäre pure Erholung gewesen im Gegensatz zu meinem arbeitsalltag...aber naja..was solls...war mir egal hät ich beim Verlag nich angefangen, sondern wär in meinem Lehrbetrieb geblieben, häts keine Probleme gegeben, weil seinerzeit mein vater noch mein Chef war.... 2009, nach ende der einjährigen elternzeit, fing ich wieder bei meinem vater an, weil er zwischenzeitlich die andere ausm Büro, die mich damals ausbildete, verhaltensbedingt und völlig zurecht, kündigte und nun ohne Buchhalterin dastand...bot sich halt an, weil ich beim Verlag ja nich wieder einsteigen wollte 2011 hat er die Firma dann verkauft..alle wurden übernommen...mein neuer Chef würde nie was böses sagen, wenn ich sagen würde, ich wär schwanger... aber selbst wenn...das wär mir so schnurz.. auch wenn er sich mitfreuen würde..auf die dämlichen Kommentare, die er ggf nich ma böse meint, aber bei mir echt keinen anklang finden, könnt ich jetzt schon dankend verzichten...
gina87
gina87 | 19.04.2014
4 Antwort
So eine Arschgeige, ehrlich Lass' Dich bitte nicht so beeindrucken. Er kann dankbar sein, dass Du überhaupt so früh Bescheid gesagt hast. Je eher Du nämlich Bescheid sagst, dass Du schwanger bist, desto eher kann er sich um eine für Dich bemühen. Wenn Du wieder arbeiten gehen möchtest, bitte vorab um ein klärendes Gespräch und entscheide dann, ob Du das die nächsten Monate "unbeschadet" aushalten kannst. In dem Gespräch würde ich ihm ganz klar sagen, dass es fair von Dir war, so früh Bescheid zu geben und dass Du in den nächsten Monaten vernünftig arbeiten möchtest. Dass ihr gemeinsam die Wahl habt, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen oder eben auch nicht. Wenn Dich das Ergebnis des Gesprächs nicht zufrieden stellt, dann würde ich mir an Deiner Stelle ein BV holen. Normalerweise würde ich dazu nie raten, da ich selber in einer Chef-Position bin. Allerdings würde es mir auch nie einfallen, so mit Menschen umzugehen - egal, ob schwanger oder nicht. Wenn ich schwangere Frauen habe dann beglückwünsche ich sie zuallererst und sage ihnen, dass das Heranreifen eines Babys im Mutterleib so ziemlich das größte Wunder ist, was man sich vorstellen kann. Ich achte auch darauf, dass sie keine Überstunden machen. Boah, ich könnte mich über die Reaktion Deines Chefs gerade richtig hochfahren, aber das bringt uns beiden nichts . Wichtig ist, dass Du ihm selbstbewusst und klar gegenübertrittst. Du hast nichts falsch gemacht und keinen Grund, Dich vor ihm zu ducken! Zeig' ihm, wo der Hammer hängt
andrea251079
andrea251079 | 18.04.2014
3 Antwort
Mein Chef ist eins zu eins aus dem selben Holz geschnitzt!!! An Deiner Stelle solltest Du an 1. Stelle an Dich und Dein Baby denken... Denn glaube mir es dankt Dir keiner am Ende, dass Du an die anderen gedacht hast! Mach was Dir gut tut, lass Dich krankschreiben, wenn Du es brauchst... oder Dir ein Beschäftigungsverbot ausstellen... das ist für die Firma kein Schaden, da sie von der Krankenkasse eine Vergütung bekommen... Lass Dich nicht ausnehmen oder Moppen... Wichtig bist jetzt Du und Dein Baby!!!! Wünsche Dir eine wunderschöne Kugelzeit und alles gut für Eure Zukunft!!
jzeis
jzeis | 18.04.2014
2 Antwort
Bei meiner ersten Schwangerschaft reagierte der Chef ähnlich wie deiner. Obwohl ich immer wieder auf die Einhaltung der MutterschutzGESETZE ihn hinwies, bekam ich regelmäßig. Überstundenusw. aufgebrummt. Das ich dabei im Betriebsrat saß störteihn wenig. Immer wieder behauptete er das Mutterschutzgesetz sei Auslegungssache und nicht verbindlich. Ich hielt den Spaß bis zur 27. Ssw Woche durch und nachdem es wieder einmal zu Auseinandersetzungen kam, bekam ich richtige Wehen. Ergebnis: Krankenhaus, offener Muttermund, drohende Frühgeburt, schließlich. Beschäftigungsverbot. Von der zweiten Schwangerschaft erzählte ich erst im Nachhinein der neuen Chefin, da sie in einer Fehlgeburt endete. Für meine Ehrlichkeit bekam ich die Quittung bekam ich bei der dritten Schwangerschaft, da ich ab der 8. Ssw wegen anhaltenden Sturzblutungen krankgeschrieben war. Ich erzählte es kurz darauf der Chefin, auch die Komplikationen, und bekam nachmittags erste Glückwünsche von Kollegen, d.h. sie hatte die ganze Belegschaft einfach mal informiert. Das fand ich gar nichtv witzig, da ja wieder ne Fehlgeburt drohte und ich auf die so tollen Kommentare meiner männlichen Kollegen wie "Schwangerschaft ist doch keine Krankheit" wenig Lust hatte.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.04.2014
1 Antwort
meiner hat mit lohnerhöhung reagiert :-) ich hab/hatte nen super chef, der sich wirklich sehr bemüht, schwangeren frauen gegenüber fair zu sein und im gegenteil, sie während der schwangerschaft und der ersten zeit mit baby eine sonderbehandlung zukommen läßt. gerade wenn du in einem großunternehmen tätig bist und den betriebsrat hinter dir hast, dann lass dich von deinem chef nicht einschüchtern, dann hat er gewonnen. trete selbstbewußt auf und beharre auf dein recht. ich würde da auch haarklein auf die einhaltung der mutterschutzrichtlinien achten, in deinem fall vor allem kein langes stehen und regelmäßige pausen. wenn du nun versetzt wurdest, hast du da einen anderen vorgesetzten? vllt kommst du mit dm besser klar? versuch das ganze nicht zusehr an dich ranzulassen, dein chef kann dir eigentlich gar nix. eigentlich ist er der depp, der sich sorgen machen müßte, einen guten mitarbeiter zu verlieren. trete selbstbewußt auf, stehe zu dem was du kannst und tritt für deine rechte ein. dann wird auch dein chef handzamer werden wenn er sieht, er kann dich nciht einschüchtern. alles gute!
ostkind
ostkind | 17.04.2014

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Kategorie: Beruf und Karriere

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