Mutterschutzgesetz

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
11.11.2016 | 19 Antworten
Vielleicht kennt sich ja hier jemand ein wenig aus oder war in einer ähnlichen Situation.

Meine Kollegen sind mir in Bezug auf den Mutterschutz keine wirklich Hilfe. Ich habe gelesen, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist die Schwangerschaft bei den zuständigen Behörden zu melden. Ich habe vor gut 3 Wochen auf der Arbeit bescheid gegeben und bis jetzt hat sich hier noch keiner gerührt, obwohl ich meine Kollegin bereits 2 mal drauf angesprochen habe. Immer wenn ich was sage kommt. "Wir haben ja noch was Zeit". Ich will aber alles wirklich richtig gemacht wissen, da es meine erste Schwangerschaft ist. Muss gewartet werden bis der voraussichtliche Entbindungstermin bekannt ist? Diesen erhalte ich erst nächste Woche bei dem ersten Ultraschall.

Desweiteren habe ich mir diesen Beurteilungsbogen der ausgefüllt werden muss mal angesehen. Da mein Arbeitgeber diesen ausfüllen muss weiß ich jetzt schon, dass dieser zu seinem Vorteil von meiner Kollegin ausgefüllt wird, da natürlich die Möglichkeit bestehen könnte dass ich ein Beschäftigungsverbot erhalte und meine Teilzeitkollegen dann etwas mehr arbeiten müssten

Beispielsweise der Lärm. Ich arbeite genau in der Einflugschneise des Flughafens...Trotz der geschlossenen Fenster sind die Flugzeuge natürlich unglaublich laut. Gebe ich an dann an dass ich auf der Arbeit Lärm durch Maschinen habe oder ist das egal?


Genau wie gefragt wurde, ob man lange sitzen muss. Ich arbeite im Büro und sitze so ziemlich den ganzen Tag. Was ist gemeint wenn dort steht die Arbeitszeit muss unterbrochen werden können? Wir haben keinen Pausenraum. Ich könnte also nur von einem Büro ins andere und ins kalte Lager laufen oder bei Wind und Wetter einmal um den Block gehen. Mehr Möglichkeiten habe ich nicht um meine Arbeit zu unterbrechen. Muss mein Arbeitgeber einen Pausenraum mit Liege einrichten? Was wenn nicht? Was mache ich? Wem melde ich das?

Desweiteren werden mir die "Mehr"-Pausen um die Arbeit zu unterbrechen von meiner Arbeitszeit abgezogen. Das heißt entweder mache ich Minusstunden oder muss länger arbeiten um auf meine volle Stundenzahl für den Tag zu kommen. Genau wie mir die Arzttermine, wenn diese während der Arbeitszeit stattfinden, was zwar nicht immer der Fall ist aber wie ihr wahrscheinlich auch wisst hat man nicht immer die Möglichkeit einen Termin um 17 Uhr zubekommen. Ichweiß, dass meinArbeitgeber das laut Gesetz nicht darf. Muss ich ihn darauf hinweisen oder muss er sich das selber durchlesen und seine Pflichten einhalten? Was mache ich wenn er das nicht macht?

Ich muss dazu sagen, dass ich zwar ein gutes Verhältnis mit meinem Chef und meinen Kollegen pflege, da wir eine recht kleine, mehr schon familiäre, Firma sind, jedoch auf Grund von Unstimmigkeiten auf der Arbeit wollte ich eigentlich zum ende diesen Jahres kündigen und hätte auch schon ab dem 01.01.2017 eine neue Stelle gehabt, die ich jetzt nicht antreten kann. Daher ist es mir recht gleich ob mein Chef oder wer auch immer bei mir auf der Arbeit einen auf den Deckel bekommt, wenn ich diese "Verstöße" melde.


Habe mich auch schon bei der Bezirksregierung gemeldet, warte aber noch auf eine Antwort. Diese Sachen lassen mir jetzt übers Wochenende aber so gar keine Ruhe. Vielleicht hatte jemand von euch die gleiche Situation?

Vielen Dank für jede Antwort die ich bekomme :)
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19 Antwort
Liebe Duessi, was soll eigentlich an deiner Arbeit gefährdend sein? Deine Arbeit kannst du ja im Büro jederzeit unterbrechen und am Platz bleiben. Du bist an keiner Supermarktkasse und an keinem Fließband. Dafür ist diese Vorschrift gedacht, für Frauen die ihre Arbeit nur unterbrechen können, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Aber zu dem Lärm möchte ich was sagen. Der Lärm geht von der Umgebung aus, nicht vom Betrieb selber. Du kannst das in das Formular reinschreiben, dass das Büro direkt in der Einflugschneise des Flughafens liegt. Der Arbeitgeber muss aber einem Lärm-Tagesexpositionspegel von mehr als 80 dBLärmpegel über den Tag gemessen hat, darfst du als Schwangere nicht arbeiten. Der Arbeitgeber kann dir dann ein ruhigeres Büro woanders anbieten. Die Bezirksregierung wird sich um deine Sorgen kümmern und das klären. Und eigentlich sollte ein Pausenraum da sein, wo man mal essen und trinken kann, das ist normalerweise Standard. Aber kein Grund für eine Freistellung. Warte es ab.
Livia_XY
Livia_XY | 12.11.2016
18 Antwort
Und gelöscht...zum Ko... Langsam hab ich keine Lust mehr :-(
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.11.2016
17 Antwort
@Sabi77 Das mit dem Attest stimmt so nicht. Der AG ist IMMER verpflichtet, den Mutterschutz einzuhalten, wenn ihm eine Schwangerschaft angezeigt wird. Auch mündlich. Er muss NICHT auf das Attest warten. Er KANN ein Attest verlangen . Der Mutterschutz gilt aber sofort, sobald die Mitarbeiterin das sagt. Dafür muss sie noch nicht einmal beim Frauenarzt gewesen sein oder sonstwas. Und Melden: Ja, der Arbeitgeber muss das beim Gewerbeaufsichtsamt melden. Da kriegt aber der Arbeitnehmer genau 0, 0 Rückmeldung dazu. Ist auch nicht weiter wichtig für die werdende Mutter. Wenn Verstöße gegen den Mutterschutz vorliegen, kann man sich auch direkt beim Gewerbeaufsichtsamt beschweren, die schicken dann einen Mitarbeiter raus, der überprüft, ob der Arbeitsplatz Mutterschutzkonform ist. Warum du deine neue Stelle nciht antreten können solltest, versteh ich auch net? Wenn du da schon zugesagt hast und die auch unterschrieben haben, warum nicht? Arbeitest du da mit chemischen Giftstoffen, oder was? Zum Thema Bewegungsmöglichkeit wurde schon richtig gesagt: Das heißt: Dir muss es möglich sein, während deiner Arbeit mal aufzustehen und dir eine Tasse Tee zu holen. Das reicht schon. Das einzige, was du als Bürokraft nicht mehr machen darfst, ist, Toner nachfüllen. Das müssen Kollegen machen, weil der theoretisch krebserregend ist. Aber den Rest kannst du ganz normal weiterarbeiten. Allerdings ist diene Arbeitszeit dann jetzt auf 8, 5 Stunden täglich begrenzt
StefansMami
StefansMami | 11.11.2016
16 Antwort
hallo duessi also erst mal glückwunsch zur SS... :) und gleich zu beginn: werde ruhiger :) mir erscheint es so, wie wenn du peinlichst genau in jeden paragraphen wühlst und jeden vorteil für dich rausschlagen willst. du arbeitest also in einem büro. ok. das ist für eine schwangerschaft schon mal gechillt :) wieviele leute gibt es, die trotz schwangerschaft sonstwie arbeiten. ein bürojob wird deiner schwangerschaft nicht schaden. du brauchst auch keine liege oder was weiss ich. du bist schwanger, nicht krank. wie dajana glaub ich schrieb: immer mal aufstehen, aufs klo gehen, das reicht an bewegung :) zum ENDE hin muss man zusehen, dass man einiges ändert, aber nicht zu beginn. was die bestätigung betrifft: wieso willst du deinen mutterpass deinem arbeitgeber nicht zeigen? es reicht völlig wenn du die seite kopierst, wo dann der berechnete zeitpunkt der entbindung eingeschrieben ist. klar im mutterpass werden auch andere sachen eingetragen, aber die musst du ihm nicht zeigen. kopier die seite mit dem entbindungstermin ODER lass dir vom arzt ausschreiben, dass du schwanger bist. gott was kostet son wisch. paar euro. wegen denen würde ich nun nicht rumtun, ob du das geld nun kriegst oder net. alles was du tun musst, ist dem arbeitgeber in irgendeiner form schriftlich etwas in die hand zu geben. und dann einfach weiter gechillt zur arbeit gehen. mach dir nicht sooooo viele gedanken. wenn dein arzt natürlich probleme feststellen sollte usw, dann muss man weitersehen. aber wenn es eine normale SS ist, dann geniesse sie und dreh net durch :) alles gut
Brilline
Brilline | 11.11.2016
15 Antwort
Meinen Vorrednerinnen ist nichts hinzuzufügen. Du musst n bisschen ruhiger werden, du machst dir Gedanken über Sachen die in deinem Fall nicht schwerwiegend sind, wirklich. Ich weiß das man alles richtig machen möchte und unsicher ist in der ersten Schwangerschaft, aber es ist in deinem Fall nicht schwierig
SrSteffi
SrSteffi | 11.11.2016
14 Antwort
OMG, du machst dir aber schon verdammt viele Gedanken. Du hast einen Bürojob, musst weder viel laufen, noch schwer heben noch die ganze Zeit stehen. Was genau arbeitest du denn? Lass es doch erst einmal auf dich drauf zu kommen, wie es dir in der Schwangerschaft ergeht. Ich habe zum Beispiel bei allen Schwangerschaften bis zum Schluss gearbeitet, im Einzelhandel in einem kleinen Ladengeschäft mit Werkstatt, kenn aber einige, die durch Übelkeit und Co nicht arbeiten konnten. Zu der Frage auf dem Bogen: Nein, du bist keinem Lärm von Maschinen ausgesetzt, Straßenlärm zählt nicht dazu, denn der hat nichts mit deinem Job zu tun. Wie machst du das denn jetzt? Du arbeitest doch sicher nicht die komplette Arbeitszeit ohne jegliche Unterbrechung. Du gehst doch sicher auch mal essen oder zur Toilette. Es geht darum, ob du am Fließband arbeiten musst oder auch mal pausieren kannst, wenn es nicht mehr geht, und das scheint ja gegeben zu sein. Mann muss eine Schwangerschaft nicht dramatisieren und sein komplettes Berufsumfeld auf den Kopf stellen. Du bist schwanger, nicht plötzlich schwer krank.
Antje71
Antje71 | 11.11.2016
13 Antwort
selbst wenn du ein bv bekommen solltest müssen deine kollegen deswegen nicht mehr arbeiten. dein chef bekommt das geld von einer versicherung die jeder arbeitgeber verpflichtend haben muss zurück um jemanden zusätzlich einzustellen. weder deine kollegen noch dein chef hätten einen nachteil davon
Sabi77
Sabi77 | 11.11.2016
12 Antwort
@Duessi Hab ich das geschrieben? Ich schrieb lediglich, dass NICHTS davon dazu berechtigt...genauso hypothetisch. Und dann angepampt zu werden, nur weil die Antworten nicht die sind, von denen man ausging, ist extrem schlechter Stil.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
11 Antwort
@Dajana01 ja die Möglichkeit besteht. Aber habe ich gesagt dass ich das will? Das ich das darauf anlege?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
10 Antwort
@Duessi lies mal deinen eigenen text durch. natürlich steht das was von bv. angefahren hat dich hier keiner. wir haben dir lediglich aufgezeigt was du erwarten kannst und was nicht. und wenn du jemanden bracuhst der dir nur recht gibt bist du in einem forum voll mit erfahrenen müttern leider falsch denn da wird dir eben gesagt wie es tatsächlich ist.
Sabi77
Sabi77 | 11.11.2016
9 Antwort
@Duessi du brauchst das attest für den ag sonst ist er nicht verpflichtet den mutterschutz einzuhalten. wenn du das bezahlen musst kostet das ein paar euro und die sollte es dir schon wert sein viele von deinen "forderungen" sind etwas übertrieben. muss ich dir leider so sagen. ich hab in der altenpflege gearbeitet in der schwangerschaft. bewegung heisst nur dass du die möglichkeit hast mal aufzustehen bei rückenschmerzen z.b. und um trombse zu vermieden. da reicht es ein paar schritte im büro zugehen, toilette aufsuchen usw. da musst du nicht um den block laufen. das ist vor allem an frauen gerichtet die in akkord arbeit am fliesband sitzen oder kassiererin im supermarkt. bei dir ist das doch wirklich kein problem. ein bv bracuhst du wegen all dem was du beschreibst sicher nicht
Sabi77
Sabi77 | 11.11.2016
8 Antwort
"da natürlich die Möglichkeit bestehen könnte dass ich ein Beschäftigungsverbot erhalte und meine Teilzeitkollegen dann etwas mehr arbeiten müssten" Du.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
7 Antwort
Jetzt mal ganz im Ernst. Was stimmt denn nicht mit euch? Habe ich hier irgendwas von einem Beschäftigungsverbot geschrieben? Da freut man sich ja richtig auf die erste Schwangerschaft wenn man in einem solchen Forum nicht mal was fragen darf ohne direkt angefahren zu werden. VIELEN DANK EUCH BEIDEN
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
6 Antwort
@Sabi77 Perfekt
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
5 Antwort
Der Mutterpass ist ein Dokument, das Deine SS bestätigt. Und eine schriftliche Bestätigung brauchst Du. Ganz ehrlich: Ein Attest kostet 5 Euro. Wenn Du Dir darüber derartig den Kopf machst und so zickst, werden Deine Kollegen noch viel Spaß haben.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
4 Antwort
für deine n chef bekommst du von deinem Frauenarzt eine Bescheinigung über die Schwangerschaft nach dem die herzaktivität festgestellt wurde. meist so um die 12. ssw was den Mutterschutz angeht- leider schreibst du nicht in welchem bereich du arbeitest. grundsätzlich gilt: der ag muss die alle 4 stunden eine Pause ermöglichen. allerdings nicht zwingend zeit zusätzlich. was den ärm usw am arbeitsplatz angeht: am besten mit dem Betriebsarzt klären der kann das beurteilen ob das noch zulässig ist oder nicht. melden der SS: wo soll dein Chef das denn melden? Mehr-pausen stehen dir grundsätzlich nicht zu. wer den plan macht muss berücksichtigen dass deine pausen die dir zustehen so aufgeteilt sind, dass du alle 4 stunden pause machen kannst. abgesehen davon würde ich dir ein ruhiges gespräch mit deinem ag empfehlen um die sache mit ruheraum usw zu klären. und ob du lange sitzt hast du ja selber in der hand denn es steht dir ja frei einfach mal aufzustehen und dich im büro oder anderen räumen der firma zu bewegen. wer dir auch sehr gut weiterhelfen kann in allen dingen um den mutterschutz ist deine krankenkasse.. die beraten gerne und kostenlos und vor allem unvoreingenommen. Achja- wegen dem termin beim frauenarzt. immer gleich neu ausmachen dann hat dein ag 4 wochen zeit den termin zu berücksichtigen und eine bestätigung vom FA ausstellen lassen dass du da warst dann darf er dir die zeit nicht abziehen.
Sabi77
Sabi77 | 11.11.2016
3 Antwort
Und nichts von dem, was Du geschrieben hast, würde ein BV rechfertigen...warum auch? Dann dürfte keine Kassiererin, keine Sekretärin mehr in der SS arbeiten. Welche "Mehr-Pausen"??? Warum Arbeit unterbrechen? Eine Liege brauchst Du; das war aber auch alles. Und wenn Du während DEiner Arbeitszeit um den Block läufst, würde Dir das JEDER Chef von der Arbeitszeit abziehen! Meine Güte, wenn Du mal zur Toilette gehst, reicht das völlig aus an Bewegung! Zum Ende der SS hin ist das anders, aber doch jetzt noch nicht! Ich rate Dir gut, etwas ruhiger zu werden - nichts davon stellt einen Verstoß dar!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
2 Antwort
Den Mutterpass habe ich schon, den ich meinen Kollegen aber nicht zeigen will und sonst hab ich nur mündlich Bescheid gegeben. Ich habe gelesen, dass mein Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen kann und dieses bezahlen muss. Als ich fragte ob ich ein mitbringen soll habe ich keine wirkliche Antwort bekommen. Erst ein ja bring mal mit und als ich dann meinte das kostet aber hieß es "ne wir glauben dir das schon". Ich weiß nämlich, dass ich auf den Kosten für das Zeugnis sitzen bleiben werde und wie gesagt es wurde nicht verlangt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016
1 Antwort
Hast Du die SS SCHRIFTLICH bekannt gegeben, sprich mit Attest?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.11.2016

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