Männer überfordert?

Frage von: Flora1978
19.03.2016 | 6 Antworten
Hallo ihr Lieben. Kurz und knapp: ich habe mich von meinem ExMann direkt nach der Geburt getrennt, weil er mich betrogen hat. Seitdem kümmert er sich nicht um unser Kind. Ein Jahr nach der Trennung habe ich einen neuen Mann kennengelernt. Ebenfalls Papa. Ich wollte mich zuerst nicht auf ihn einlassen, weil der Lütte bereits einen Vater verloren hat - dachte aber, da er selber Vater ist, weiss er ja, worauf er sich einlässt. Joah... das hat jetzt genau ein Jahr gehalten. Gestern hat er sich von mir getrennt, weil wir "nichts mehr als Paar machen" und ihm das eigentlich auch zu anstrengend ist. Mit seinem Sohn sieht das natürlich anders aus. Den sieht er aber nur einmal die Woche und kann somit gewisse Dinge natürlich nicht beurteilen. Jetzt kreisen seit gestern diverse Gedanken. werde ich überhaupt wieder einen Partner finden oder sind alle mit Kindern überfordert, die nicht ihre eigenen sind? Spontan habe ich auch wieder Verlustängste meinen Eltern gegenüber (sie unterstützen mich sehr, sind allerdings auch beide erst 60 und stehen voll im Berufsleben). Jetzt habe ich Angst, dass ich mit dem Kleinen wieder ganz alleine dastehe, wenn ihnen etwas passieren sollte etc. Kennt ihr sowas? Bitte sagt mir, dass diese Gedanken normal sind und sich wieder geben ;-)

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9 Antworten
Gelöschter Benutzer | 20.03.2016
1 Antwort
Liebe Flora, ich habe eine "sehr schwierige" erwachsene Tochter, die auch heute noch oft "Betreuung" braucht. Deren Kind auf einmal bei mir lebt. Das, kurz nachdem ich meinen Lebensgefährten kennengelernt hatte und endlich dabei war mir ein eigenes Leben aufzubauen. Mit 50 Jahren dachten wir nicht an Kinder, hatten ganz andere Pläne, unser Leben zu gestalten. Mein Partner ist sehr gefordert, es ist auch schon mal etwas kritisch geworden . Wir sind immer noch zusammen. Er ist der beste Mann den ich mir für mich vorstellen kann. Solange meine Tochter bei mir lebte, schien gar nichts in der Richtung möglich. Ja, ich kenne all das. Die Sorgen, die kreisendeln Gedanken, die Angst. Das Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Und letztlich den Burnout, der wie ein Großbrand alle Kontakte löschte und mich an den Rand der Existenz brachte. Was ich Dir sagen kann: Klar findest Du wieder einen Partner. Und zwar einen wie IHR ihn braucht und auch verdient habt. Klar sind viele Männer überfordert oder auch einfach "Weicheier", wenig belastbar, mit merkwürdigen Vorstellungen gesegnet. Klar macht Frau sich solche Gedanken. Nicht jede Frau, aber viele. Hab keine Angst, das wird! Und denke an meinen Wahlspruch: Wer weiß wofür es gut ist?
130608 | 20.03.2016
2 Antwort
es gibt leider auch leibliche Väter auch Mütter , die mit ihren Kindern überfordert sind.... dass man Ängste hat oder trauert , wenn eine Beziehung zu Ende ist , ist doch normal...und braucht Zeit... ob eine Beziehung hält oder nicht kann man nicht voraussehen ..auch nach Jahren kann eine Beziehung zerbrechen...am Anfang ist doch alles rosa...und kristallisiert sich erst heraus , wenn der Alltag einkehrt und man den zusammen meistern soll.... wegen den Verlustängsten Deiner Eltern...auch darüber darf man sich Gedanken machen ...was ist ...wenn... ...sprich mit ihnen darüber....leider ist es meiner Freundin vor fast 3 Jahren so ergangen...ihre Eltern versorgten auch ihren Sohn , weil sie alleinerziehend war innerhalb 6 Wochen....damals war der Junge 9 Jahre alt....sie geht seit über 2 Jahren mit ihm zum Psychologen zur Trauerverarbeitung....vor über einem Jahr hatte sie einen ganz lieben Mann kennengelernt , anfangs hatte ihr Sohn ihn abgelehnt , war eifersüchtig , doch ihr Freund bemühte sich und ist so toll auf ihn eingegangen...mittlerweile sind sie ein Herz und eine Seele... Alles Gute ...
janachen85 | 19.03.2016
3 Antwort
Hey Flora, ich kenne das Gefühl selber. Ich habe vor 6, 5 Jahren den Vater meines Sohnes vor die Tür gesetzt, weil er sich um nichts gekümmert hat, keine Verantwortung übernahm und ihm sonst auch alles egal war. 3 Monate später lernte ich jemand anderen kennen eigentlich sollte es keine Beziehung werden sondern einfach nur Spaß bringen Naja daraus entwickelte sich dann doch mehr. Nun sind wir seit 6 Jahren zusammen, mein großer kennt seinen leiblichen Vater nicht mal mehr, weil dieser sich auch nach der Trennung für nichts interessiert hat. Keiner würde je auf die Idee kommen das Vater und Sohn nicht leiblich verwand sind, mein Menne ist ein Super Papa obwohl er mit dem großen nichts zu tun hat. Und ich erwarte nun unser erstes gemeinsames Kind. Ich kann dir nur sagen gib niemals die Hoffung auf es gibt Männer die sind super und können damit gut umgehen und freuen sich sogar darüber. Wegen deiner Verlust Ängste sprich am besten mit deinen Eltern darüber, das hilft. Sie werden dir deine Ängste nicht vollständig nehmen können aber zuhören werden sie. Ansonsten musst du dir Zeit nehmen um es zu verarbeiten dann legt sich das auch wieder.
Gelöschter Benutzer | 19.03.2016
4 Antwort
Naja, es sind IMMER zwei.IMMER. Dazu kommt einfach, dass Frauen mit Kind schlicht mental stärker sind...Männer, die auf dieses Beschützergedöns stehen, sind da wirklich schnell überfordert. Und dass Du traurig bist, ist ganz normal!
Flora1978 | 19.03.2016
5 Antwort
@Dajana01 Vielen Dank! Mein Kleiner steht natürlich IMMER an erster Stelle. Aber meine Eltern nehmen mir da unheimlich viel ab, weil ich auch Vollzeit arbeite. Und zu diesem Traurigkeitsgefühl kommt jetzt halt auch auf einmal die Verlustangst. Irgendwie denke ich, dass ICH versagt habe :(
Gelöschter Benutzer | 19.03.2016
6 Antwort
Ach quatsch *drück* Es gibt genug Männer, die "fremde" Kinder als ihre eigenen annehmen...ich hab da viele im Bekanntenkreis! Eine Beziehung kann immer brechen, DEppen gibt es auch immer, und es darf auch NICHT klappen...aber diese Gedanken sind normal und werden sich geben ;-)

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Kategorie: Alleinerziehend

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