Zervixschleim

zervixschleim-zykluskalender

Durch den Zervixschleim steht jeder Frau ein zuverlässiges Instrument zur Zykluskontrolle zur Verfügung. Mit ein wenig Hintergrundwissen lassen sich zyklusbedingte Veränderungen des Schleims als Zeichen von fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen deuten. Diese Information kann zum Beispiel zur Familienplanung genutzt werden.

Zervixschleim als Zykluszeichen

Der Zervixschleim wird in den Drüsen des Gebärmutterhalses, der Zervix, produziert. Von dort gelangt er in die Scheide und wird von der Frau häufig als weisser Ausfluss wahrgenommen.
  • Während der unfruchtbaren Tage zu Beginn des Zyklus ist er zäh, trüb und trocken, wodurch er Spermien an der Fortbewegung hindert.
Im Verlauf des Zyklus beeinflussen die Hormone Östrogen und Progesteron seine Beschaffenheit und Menge.
  • Während der fruchtbaren Tage in der Mitte des Zyklus entsteht mehr Zervixschleim und er wird klar und flüssig. Spermien können ihn durchdringen und die Befruchtung einer Eizelle ist möglich.
  • Am Ende der fruchtbaren Zeit wird die Menge geringer und die Qualität wieder zäher und trockener, bis dann etwa zehn bis zwölf Tage nach dem erneuten Umschwung die Periode beginnt.

Veränderungen sehen, fühlen und empfinden

Die hormonell bedingte Veränderung der Schleimqualität kann von der Frau beobachtet werden. Dies geschieht auf verschiedene Arten.
  • Sehen: Wenn der Zervixschleim als Ausfluss aus der Scheide austritt, kann Farbe (weiß, durchsichtig, gelblich, rötlich...) und Konsistenz (klumpig, zäh, cremig, flüssig...) beurteilt werden. Je flüssiger und durchsichtiger der Schleim ist, umso fruchtbarer ist die Zyklusphase.
  • Fühlen: Mit den Fingern kann erfühlt werden, ob der Scheideneingang glatt und glitschig ist, sich wie eingeölt anfühlt oder Ähnliches.
  • Empfinden: Der Scheideneingang kann auch ohne mit den Fingern zu kontrollieren als trocken, feucht oder nass empfunden werden. Wie auch bei den erfühlbaren Merkmalen deutet viel Feuchtigkeit auf hohe Fruchtbarkeit hin.

Kontrolle ist wichtig

Um die Schleimqualität zuverlässig zu bestimmen, ist die regelmäßige Kontrolle aller drei Kategorien nötig. Am einfachsten lässt sich diese vor dem Toilettengang durchführen. Dabei wird mit den Fingern oder etwas Toilettenpapier über den äußeren Scheideneingang gestrichen und der so aufgefangene Schleim wird untersucht. Wenn kein Zervixschleim zu finden ist, dann deutet dies auf die unfruchtbare Zeit hin. Im Normalfall ist das Empfinden an solchen Tagen trocken oder neutral.

Ist dies auffällig häufig der Fall und es können deswegen keine Veränderungen beobachtet werden, kann der Schleim auch direkt am Muttermund abgenommen werden. Dazu werden zwei Finger in die Scheide eingeführt. Durch vorsichtigen Druck auf die Zervix lässt sich der Schleim entnehmen.

Je häufiger der Schleim überprüft wird, umso sicherer kann der Zeitpunkt der Veränderung bestimmt werden. Es empfiehlt sich deswegen, die Kontrolle morgens und abends durchzuführen um Änderungen zeitnah festzustellen.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Nicht bei jedem Ausfluss handelt es sich um Zervixschleim.
  • Der Erregungsschleim der Frau z. B. ähnelt dem flüssigen, durchsichtigen oder eiweißartigen Schleim, der zur hochfruchtbaren Zeit um den Eisprung auftritt. Zu eindeutigen Identifizierung kann der Schleim in ein Glas Wasser gegeben werden. Löst er sich darin nicht auf, dann ist es Zervixschleim.
  • Auch Sperma und Reste von Gleitgel, die nach dem Sex austreten dürfen nicht mit dem Zervixschleim verwechselt werden.
  • Zudem verändern bestimmte Erkrankungen wie Pilzinfektionen und einige Medikamente das Erscheinungsbild des Schleims. Diese Umstände sind im Einzelfall zu beachten.

Zykluskalender

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Zykluskalender als Hilfe

Um eine Fehlinterpretation zu vermeiden empfiehlt es sich, alle Beobachtungen gewissenhaft in einem Zykluskalender zu notieren und auch Unsicherheiten dort zu vermerken. Mit der Zeit lässt sich so ein individuelles Schleimmuster feststellen und Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten können zunehmend sicherer interpretiert werden. Auch die ärztliche Abklärung von Problemen wird erleichtert.

Kontrolle, Kinderwunsch und Verhütung

  • Ein wesentlicher Vorteil der Beobachtung des Zervixschleims ist die Zykluskontrolle. Es lässt sich nachvollziehen ob und wann in etwa ein Eisprung eingetreten ist, wann die fruchtbare Zeit beendet ist und wann voraussichtlich die Monatsblutung beginnt. So entsteht eine gewisse Planungssicherheit.

  • Der Zervixschleim bieten auch Hilfe bei der Familienplanung. Reichlich flüssiger, ziehbarer und durchsichtiger Schleim zeigt die Zyklusphase an, in der die Chance für eine Befruchtung am größten ist. Ist eine Schwangerschaft erwünscht, dann kann der Geschlechtsverkehr gezielt in dieser Zeit stattfinden.

  • Im Umkehrschluss gilt jedoch nicht, dass bei klumpigem oder nicht vorhandenem Zervixschleim eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Die Beobachtung des Schleims alleine ist keine zuverlässige Verhütungsmethode, sondern liefert lediglich einige Anhaltspunkte zur Fruchtbarkeit.

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