Zahnschmerzen bei Kindern

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Zahnschmerzen bei Kindern

Erkennung von Karies bei kleinen Kindern

Karies kann bei unzureichender Zahnpflege jeden treffen. Besonders kleine Kinder, die im Umgang mit Zahnbürste und Zahncreme erst noch üben müssen, sind gefährdet. Das Heimtückische an Karies ist, dass sich Schmerzen erst bemerkbar machen, wenn der Zahn schon befallen ist. Oft kann ein Kind mit einem kariösen Zahn deshalb noch wochen- oder monatelang beschwerdefrei essen und trinken. Erste Anzeichen können weißlich-hellbraune Flecken auf den betroffenen Zähnen sein.

Bei Babys und kleinen Kindern werden Zahnschmerzen vermutet, sobald sie eine Schonhaltung einnehmen - um Schmerzen zu vermeiden, essen sie nur noch wenig und weigern sich, beim Zähneputzen durch Öffnen des Mundes mitzuhelfen, sofern sie noch auf Hilfe angewiesen sind. Hinzu kommen bei Babys und Kleinkindern unruhiges Weinen und Wimmern, welches zeigt, dass das Kind durch die Schmerzen eine deutliche Beeinträchtigung seiner Lebensqualität erfährt.

Karies - was nun?

Die Ursachen für Karies liegen in mangelnder Zahnpflege und oftmals vor allem in stark zuckerhaltiger Ernährung. Sogar in der Muttermilch kann bereits ein die Zähne gefährdender Anteil an Zucker vorhanden sein. Fruchtsäfte sind ebenfalls mit viel Zucker versehen. Auch bei gemeinsamer Nutzung eines Besteckteils von Elternteil und Kind können Erreger in den Mund des Kindes gelangen, wenn das Elternteil eine Karieserkrankung hat. Werden die Erreger nicht durch ordentliche Reinigung entfernt, breiten sie sich weiter im Mundraum aus, setzen sich am Zahnschmelz fest und zerstören diesen durch Bildung von Milchsäure. Die Folge: Löcher in den Zähnen.

Ist es wirklich Karies?

Zahnschmerzen äußern sich durch ziehenden, stechenden Schmerz an der betroffenen Stelle. Bei Untersuchung bereits kariöser Zähne sind schwarze Stellen sichtbar. Da Kleinkinder oftmals noch nicht in der Lage sind, ihren Eltern mitzuteilen, dass ihnen ein Zahn weh tut, muss sich hierbei ganz auf die elterliche Auffassung des Problems beschränkt werden. Sie müssen richtig beurteilen können, ob es sich bei den oben genannten Verhaltensweisen ihres Kindes wirklich um Karies handelt. Andere in Frage kommende Probleme können beispielsweise ein erneuter Wachstumsschub weiterer Milchzähne sein, eventuell eine durch zu starken Druck beim Putzen hervorgerufene Reizung des Zahnfleisches oder auch völlig andere Erkrankungen wie eine akute Halsentzündung oder eine Entzündung des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut. Auch sollte bei Zahnschmerzen daran gedacht werden, ob eventuell in letzter Zeit ein Unfall (wie z.B. ein versehentlicher Stoß) stattgefunden hat, der sich negativ auf den betroffenen Zahn auswirkt. Starke Krafteinwirkungen bewirken oft eine Lockerung des Zahnhalses innerhalb des Zahnfleisches, was ebenfalls empfindlich weh tun kann.

Wann zum Arzt?

Bereits bei den ersten frühen Anzeichen von Karies, den oben genannten Verfärbungen der Zähne, muss zunächst keine ärztliche Hilfe erfolgen. Das Putzen mit einer fluoridhaltigen Zahncreme kann den bereits befallenen Zahnschmelz wieder aufbauen und reparieren. Ist der Zahn jedoch bereits mit einem Loch geschädigt und schmerzt dementsprechend, ist ein Gang zum Zahnarzt unumgänglich. In den meisten Fällen wird gebohrt und das Loch mit einer Füllung versehen. Ganz selten kommt es vor, dass ein befallener Zahn auf Grund des Schadens gezogen werden muss - bei Milchzähnen ist dies auch nicht unbedingt ratsam, da diese meist maßgeblich sind für das Wachstum der bleibenden Zähne. Das Ziehen eines Milchzahns kann dafür sorgen, dass der bleibende Zahn eine Fehlstellung im Gebiss erleidet.

Was sonst noch hilft

Für eine richtige Vorbeugung hilft bereits regelmäßiges, gründliches Putzen und Pflegen der Zähne und das Reduzieren von zuckerhaltiger Nahrung. Bei akuten Zahnschmerzen empfiehlt sich als homöopathische Alternative zum Schmerzmittel Nelkenöl. Dies wird an die betroffene Stelle aufgetragen und lindert den Schmerz. Des Weiteren kann auch Schmerzmittel in flüssiger Form eingenommen werden, was oftmals den Schmerztabletten vorzuziehen ist. Entsprechende Schmertabletten sollten erst verabreicht werden, wenn sich die Schmerzen nicht anders reduzieren lassen. Erforderlich ist hierbei, da es sich noch um kleine Kinder handelt, die Schmerzmittel auf die kleinstmögliche Menge zu dosieren!

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