Wunden bei Kindern

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Wunden bei Kindern
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Wunden bei Kindern

Kinder verletzen sich schnell, sei es beispielsweise beim Rennen, spielen oder während einer kleinen Rangelei. Natürlich muss hier nicht immer der Arzt aufgesucht werden, aber bei einigen Verletzungen sind Erste-Hilfe-Maßnahmen durchaus angebracht und manchmal ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Schürfverletzungen selbst behandeln

Ist die Verletzung größer, dann sollte etwas unternommen werden. Hier gilt es generell, die Wunde nicht zu berühren und nicht auszuwaschen. Eine Ausnahme bilden Schürfwunden, bei denen kein Arztbesuch notwendig ist.
  • ist die Wunde beispielsweise mit Sand oder Erde verunreinigt, dann können diese Verunreinigungen unter fließendes Wasser gehalten und somit abgespült werden.
  • befinden sich größere Steine in der Wunde, verschafft eine Pinzette Abhilfe.
Ist die Schürfwunde unterwegs entstanden, kann zum Säubern Mineralwasser verwendet werden. Kleinere Wunden, die nicht ärztlich behandelt werden müssen, können desinfiziert werden. Ein solches Desinfektionsmittel gibt es in jeder Apotheke. Danach ist es ratsam, ein Pflaster auf der Wunde anzubringen. Sollte die Verletzung noch größer sein, dann sind sterile Kompressen beziehungsweise ein Verband notwendig. Sollte die Wunde sehr stark bluten, ist ein Druckverband die richtige Wahl.

Gefahrenquelle Fremdkörper in der Wunde

Bei Kindern kann es immer wieder vorkommen, dass sie sich eine Wunde zuziehen, in der ein Fremdkörper steckt. In diesem Falle sollte der Fremdkörper nicht herausgezogen werden, da die Folge hiervon schwere Blutungen sein können. Weitaus besser ist es, den Fremdkörper mit mehreren Mullbinden abzupolstern und einen ganz lockeren Verband anzulegen. Anschließend sollte der Gang zum Arzt anstehen.

Ausgenommen hiervon sind Splitter, die leicht selbst entfernt werden können. In der Regel lassen sich diese ganz leicht mit einer Pinzette und etwas Geduld herausziehen. Ist der Splitter jedoch hartnäckiger, dann kann eine Tomatenscheibe für zwei bis drei Stunden darauf gelegt und mit einem Verband an Ort und Stelle gehalten werden. Anschließend kann er meistens problemlos entfernt werden. Sitzt der Splitter tiefer, dann wird Zugsalbe aus der Apotheke aufgetragen und ein Pflaster auf die Stelle geklebt.

Sofort zum Arzt, wenn...

Doch es gibt Wunden, bei denen ein Arztbesuch unumgänglich ist. Hierzu gehören,
  • stark blutende Wunden
  • äußerst verschmutzte Wunden
  • Verletzungen mit Fremdkörper
  • Bisswunden
Ist das Kind nicht gegen Tetanus geimpft, muss ebenfalls der Gang zum Arzt angetreten werden. Dies gilt auch für alle Wunden, die länger als ein Zentimeter sind und bei Verletzungen im Gesicht.

Bei Verbrennungen im Gesicht oder im Bereich der Genitalien sowie bei Verbrennungen zweiten und dritten Grades ist ein sofortiger Arztbesuch unumgänglich.

Sollte sich eine Wunde infiziert haben und beispielsweise Eiter oder ein stark geröteter Wundrand auftreten, dann ist der Besuch in der Arztpraxis ebenfalls notwendig.

Dringend wird es, wenn sich von der Wunde an ein "roter Strich" bildet, denn dieser kann ein Hinweis auf eine beginnende Blutvergiftung sein.

Nähen oder kleben?

Manchmal, bei großen, tiefen und stark blutenden Wunden ist es notwendig, dass der Arzt die Verletzung näht. Dies ist besonders dann wichtig, wenn sich die Wunden im Gesicht befinden, damit keine Narben zurückbleiben. Und auch bei Verletzungen an den Händen, denn hier dürfen keine Nerven- oder Gefäßverletzungen zurückbleiben, die unter Umständen die Funktion der Hand herabmindern könnten. Bevor genäht wird, betäubt der Arzt die Wunde. Eine Alternative zum Nähen ist das Kleben der Wunde. Hierfür ist in der Regel keine Betäubungsspritze notwendig und die Prozedur ist wesentlich schneller überstanden.

Die Wundheilung beschleunigen

Natürlich ist es auch möglich, das Heilen einer Wunde zu fördern. Allerdings ist es hier nicht zwangsläufig notwendig, den Kindern das oftmals gewünschte Pflaster zu verweigern, denn mittlerweile ist erwiesen, dass Wunden an der Luft nicht besser heilen. So ist es nützlicher, eine Wunde nicht trocken, sondern leicht feucht zu halten, da die körpereigenen Enzyme und diversen Wachstumsfaktoren in einer feuchten Umgebung deutlich besser "arbeiten". Selbst die Anzahl der Entzündungszellen vermindert sich schneller, wenn keine Luft an die Verletzung gelangt. Bei kleinen Verletzungen helfen beispielsweise Wund- und Heilsalben sehr gut. Diese beugen einer harten Kruste vor und die Heilung kann somit schneller einsetzen.

Homöopathie

Doch auch homöopathische Mittel sind oftmals eine gute Wahl. So können unter anderem in der Apotheke verschiedene Globuli erstanden werden, die bei der Wundheilung helfen. Bei Schürf-, Riss- und Quetschwunden sowie bei offenen Verletzungen und solche, die schlecht heilen bietet sich zum Beispiel Calendula an.

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