Tipps zum erfolgreichen Stillen: Stillhäufigkeit



Zeit
Zeit zum Stillen
Die Häufigkeit des Stillens ist eine viel diskutierte Angelegenheit:

Wurde früher von einem Vier-Stunden-Rhythmus gesprochen, so lautet die aktuelle Empfehlung von Ernährungswissenschaftlern "Stillen nach Bedarf".



Jedes Baby kommt mit dem natürlichen Instinkt, sich seinen Bedürfnissen entsprechend zu ernähren, zur Welt. Das heißt, wenn Babys selbst entscheiden, wann sie gestillt werden, entspricht dies dem, was sie für ein gesundes Wachstum brauchen. Dabei benötigen manche Säuglinge alle zwei Stunden Nahrung, andere sind hingegen drei bis vier Stunden satt. Auf gar keinen Fall soll ein Baby hungern müssen, nur um einen bestimmten Rhythmus einzuhalten.
 
Bei zu kurzen Stillabständen kann es zum sogenannten "Over feed Syndrom“ kommen. Wenn Babys zu oft und nur kurz gestillt werden, nehmen sie in erster Linie die wässrige Vormilch auf und zu wenig fettreiche Milch. Diese Kinder nehmen, obwohl sie oft trinken, kaum an Gewicht zu. Babys die sehr häufig angelegt werden können außerdem schwerer ein natürliches Hungergefühl entwickeln und "naschen" oft an der Brust ohne richtig satt zu werden.
 
Durch häufiges Anlegen wird vermehrt Milch gebildet. Bei jedem Stillvorgang wird das Hormon Prolatkin ausgeschüttet, das die Milchbildung anregt. Je häufiger gestillt wird, desto mehr Milch fließt: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.


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Kommentare

1

schließ mich mal an...meinen infos nach, ist die vordermilch so das sie den durst stillt, und relativ schnell auf die hinteremilch zugegriffen wird...so ist es auch beim brust wechsel, das quasi direkt die nahrhafte milch angeboten wird...aber das hab ich jetzt nur aus büchern die hier so rumliegen und von meiner hebi....finde aber im endefekt, der artikel könnte überarbeitet werden

von evil-bunny am 30.04.2012 19:35

2

Ich finde diesen Artikel sehr fragwürdig - vor allem das "Over feed syndrom" - bei Google nicht wirklich zu finden (5 Treffer, allesamt diesen Artikel betreffend) - eine Erfindung des Autors? Könnte man diesen Artikel nicht evt. gegen einen etwas fundierteren tauschen?

von BLE09 am 30.03.2012 11:10

3

Ich habe mal gehört, daß der Unterschied zw. Vorder- und Hintermilch nicht so gravierend ist. Insgesamt hört sich der mittlere Abschnitt nicht sehr überzeugend an. Scheint so, als wäre sich der Autor nicht mit sich selbst einig: Nach Bedarf, aber bloß nicht zu oft? Im Bauch wird ein Baby rund um die Uhr mit Nahrung versorgt. Wenn es geboren wird, hat es einen Magen, der so groß wie eine Murmel ist. Es gibt Babys, die durchaus öfter als alle 2 Stunden trinken wollen. Sie gedeihen deswegen nicht schlecht! Nach Bedarf ist eben nach Bedarf. Und wenn es alle halbe Stunde ist, bei einem Wachstumsschub z.B. Der Wink, man würde seinem Baby mit zu häufigem Stillen (was noch nicht mal richtig definiert wird) schaden, weil es an der Brust nur nascht, ist auch deshalb überflüssig, weil Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme bietet. Man nennt das non-nutritives Stillen.

von Backenzahn am 05.07.2011 21:00




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