Windeldermatitis: Ursachen und Symptome

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Windeldermatitis: Zwei Drittel aller Babys haben einen entzündeten Po.
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Windeldermatitis: Zwei Drittel aller Babys haben einen entzündeten Po.

Entzündete Hautstellen im Windelbereich

Entzündete Hautstellen im Windelbereich sind für das Baby nicht nur unangenehm, sondern meist auch schmerzhaft. Es juckt und brennt, die Haut ist gerötet, manchmal sogar wund und nässt, Ausschlag kann sich bilden und es kommt sogar zu offenen, blutigen Stellen.

Jeder Erwachsene, der sich vielleicht einmal im Sommer eine wunde Stelle im Bereich des Slips gelaufen hat, weil der Stoff an der verschwitzten Haut rieb, weiß, wie quälend die Schmerzen sein können. Wie muss sich da erst ein Baby fühlen, dessen gesamter Windelbereich betroffen ist?

Zwei Drittel der Kinder von Windeldermatitis betroffen

Eltern machen sich in der Regel schwere Vorwürfe, ob sie ihr Baby vielleicht nicht genügend oft gewickelt haben. Natürlich kann es passieren, dass eine Vernachlässigung beim Wechsel der Windeln zum Wundsein führen kann, aber der Wunde Po rührt nicht zwangsläufig und immer von dieser Ursache her.

Etwa zwei Drittel aller Säuglinge und Kleinkinder leiden einmalig oder sogar wiederholt unter einem so genannten „Windelekzem“ oder der „Windeldermatitis“. Damit zählt die Windeldermatitis zu den häufigsten Hautkrankheiten bei Babys.

Wie entsteht eine Windeldermatitis?

Die Haut des Babys ist sehr empfindlich. Sie reagiert weit sensibler auf Einflüsse als die Haut eines Erwachsenen, da sich die natürlichen Schutzmechanismen der Babyhaut noch ausprägen. Zudem muss die zarte Kinderhaut erst lernen, mit bestimmten Umwelteinflüssen umgehen zu können.

Im Windelbereich herrscht ein feucht-warmes Milieu. Urin und Kot bleiben länger direkt am Körper, als bei einem Menschen, der auf die Toilette geht und sich direkt nach der Erledigung seines Geschäfts säubern kann. Dies stellt bereits eine Reizung an die Haut dar.

Je wärmer es ist, desto höher ist auch die Temperatur im Windelbereich. Die Haut des Babys schwitzt und der Schweiß mischt sich mit den Ausscheidungen. Durch die Nahrungsaufnahme können Urin und Kot zudem aggressiver auf die Haut einwirken. Beispielsweise Obstsäure reizt auch als Ausscheidung über den Urin die Babyhaut. Auch Infektionen im Körper des Babys können die Exkremente soweit „verschärfen“, dass die Reizungen auf die Babyhaut weit stärker sind, als sonst.

Oft reibt die Windel

Besonders dann kann es bereits innerhalb kürzester Zeit zum Wundsein im Windelbereich kommen. Zudem reibt das Material der Windel auf der gereizten Haut und bringt eine zusätzliche Verschlimmerung. Je länger die Reizungen anhalten, die Windel also nicht schnell genug gewechselt und der Haut eine pflegende Creme zugeführt wird, desto größer ist die Gefahr, dass sich die Windeldermatitis verschlimmert.

Lesetipp: Hier kannst Du lesen, was die Babyhaut von der Erwachsenenhaut unterscheidet.

Als Folge werden nicht nur die Schmerzen für das Kind schlimmer, sondern es kann zur Ausbreitung über eine immer größere Fläche innerhalb des Windelbereichs kommen, die zudem einen Nährboden für weitere Erkrankungen bildet.

Risiko für Pilze steigt

Bakterien und Pilze, die sich in der feucht-warmen Umgebung der Windel ohnehin schon sehr wohl fühlen, können sich an den wunden Hautstellen ansiedeln und die Infektion verschlimmern. Viele Babys zeigen sich bereits bei den ersten Anzeichen einer Windeldermatitis unruhig, weinen viel und wirken zappelig, weil sie versuchen, den Schmerz loszuwerden. Doch was können Eltern gegen die Windeldermatitis tun? Eine Windeldermatitis sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie kann schnell und recht unvorbereitet auftreten. Beim letzten Wickeln war Babys Haut möglicherweise scheinbar noch völlig gesund und kaum zwei Stunden später ist sie eventuell schon stark gerötet.

Windel regelmäßig wechseln

Die Windel sollte so oft es möglich ist, gewechselt werden. Urin und Kot entfernt man am besten mit einem milden und parfümfreien Tuch. Noch besser eignen sich Einwegtücher, die lediglich in lauwarmes Wasser getaucht wurden.

Nach Möglichkeit sollte Luft an den Windelbereich kommen können, damit die Haut nicht permanent feucht in der Windel liegt. Dazu kann das Baby beispielsweise einige Zeit ohne Windel auf einem Handtuch liegen.

Zink und Calendula lindern die Beschwerden

Eltern wird geraten, grundsätzlich eine lindernde Salbe prophylaktisch im Haus zu haben, um im Ernstfall umgehend Maßnahmen ergreifen zu können. Dabei eignen sich Cremes, die speziell für den Windelbereich entwickelt wurden und Zusatzstoffe wie Calendula, also Ringelblume beinhalten. Zinksalbe ist ebenfalls eine gute Unterstützung für die Haut, da sie hilft, nässende Stellen schneller abtrocknen zu lassen. Im Vorfeld sollten Eltern mit dem Kinderarzt besprechen, zu welcher Salbe er rät.

Weniger Creme ist mehr

Die Salbe oder Creme wird grundsätzlich dünn aufgetragen. Das Motto „viel hilft viel“ ist nicht die beste Behandlung für die Babyhaut, da eine zu dicke Cremeschicht keine Luft an die Haut lässt.

Möglichst nach jedem Urinieren oder Absetzen von Kot, sollte die Windel umgehend gewechselt werden.

Hält die Windeldermatitis über mehrere Tage an, ist der Kinderarzt aufzusuchen. Er entscheidet über das weitere Vorgehen und eventuelle Behandlungsmöglichkeiten. Diese können nötig sein, wenn sich bereits eine Infektion der Haut durch Pilze oder Bakterien gebildet hat, die mit anderen Medikamenten bekämpft werden müssen.



[SyKo]

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