Was ist eine Sturzgeburt?

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Angst vor einer Sturzgeburt
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Angst vor einer Sturzgeburt

Bald ist es soweit, der Geburtstermin rückt immer näher und die Spannung steigt. Bald wirst du zum ersten Mal Dein Baby im Arm halten und endlich wissen, wie er oder sie aussieht!

Von diesem einzigartigen Moment trennt Dich nur noch die Geburt, zu der sich die Mehrheit der werdenden Mamis in eine Geburtsklinik begibt. Oft ist das Auto schon Tage vor der Entbindung vor der Haustür geparkt und die Kliniktasche steht natürlich auch schon bereit, damit nichts den Weg ins Krankenhaus unnötig verkompliziert.

Zu schnell um zu reagieren

Viele Schwangere werden in dieser aufregenden Zeit allerdings von einem ganz bestimmten Gedanken heimgesucht: Was, wenn ich es nicht rechtzeitig ins Krankenhaus schaffe? Dieses Szenario tritt oft bei sogenannten überstürzten Geburten oder Sturzgeburten auf, wenn das Baby so schnell geboren wird, dass noch nicht einmal genug Zeit ist, das Auto zu starten, geschweige denn, den Weg in die Klinik zurückzulegen. In unserem Artikel erfährst Du mehr über dieses Thema.

Unterschiedliche Bezeichnungen

Überstürzte Geburt

Laut Hebammenbuch handelt es sich um eine "überstürzte Geburt", wenn die Entbindung außerordentlich schnell verläuft und dabei nicht länger als drei Stunden dauert.

Sturtzgeburt

Diese lässt sich von der Sturzgeburt abgrenzen, die unabhängig von der Dauer der Eröffnungsperiode oder Austreibungsphase definiert ist und im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass das Baby aus dem Geburtskanal heraus zu Boden fällt.

Toilettengeburt

Zu einer sogenannten Toilettengeburt kann es kommen, wenn die werdende Mutter den einsetzenden Pressdrang falsch deutet. Da dieser ein starkes Druckgefühl auf den Darm auslöst, kann es vorkommen, dass die Schwangere die Toilette aufsucht und das Baby dort auf die Welt bringt.

Dies geschah unter anderem im Jahr 2008 in Indien, als eine im siebten Monat Schwangere auf der Zugtoilette ohnmächtig wurde, das Baby dort auf die Welt kam und dann durch das Toilettenrohr auf den Kies zwischen den Bahnschienen rutschte. Dort wurde es später von Eisenbahnarbeitern gefunden und der Mutter unbeschadet zurückgegeben. (Quelle: Spiegel Online).

Mehrgebärende sind öfter davon betroffen

Eine überstürzte Geburt oder eine Sturzgeburt tritt in den meisten Fällen bei Mehrgebärenden auf, bei denen der Weichteil-Widerstand gering ist, kann aber vereinzelt auch Erstgebärende ereilen.

Die Wehen sind schmerzhafter

Diese Frauen haben dann wenige, aber dafür kräftige und oft sehr schmerzhafte Wehen – in manchen Fällen sogar nur eine oder zwei Presswehen. Die Vorwehen sind oft so schwach ausgeprägt oder kommen in so langen Abständen, dass sie gar nicht richtig wahrgenommen werden, bis dann die Presswehen scheinbar wie aus heiterem Himmel einsetzen.

Während Frauen während einer normalen Entbindung erleben, wie sich der Muttermund langsam öffnet und sich das Baby seinen Weg bahnt, so dass sie sich auf den Geburtsvorgang einstellen können, sind Mütter nach einer sehr schnell verlaufenden Geburt oft traumatisiert und schockiert. Dies kann ganz besonders dann der Fall sein, wenn sie ihr Kind allein und ohne geschultes Personal, teilweise auch irgendwo unterwegs auf dem Weg ins Krankenhaus, zur Welt bringen müssen. Zwar verlaufen solch schnelle Geburten oft komplikationslos für Mutter und Kind, jedoch kommt gerade eine Sturzgeburt für die werdende Mutter oft so überraschend, dass es allein durch ihre Körperhaltung theoretisch zu Verletzungen kommen kann, wenn sie beispielsweise keine Zeit zum Hinlegen hat und das Baby aus einer gewissen Höhe auf den Boden fällt.

Gefahr eines Nabelschnur-Risses

Des Weiteren kann eine überstürzte Geburt oder Sturzgeburt auch mit einem Riss der Nabelschnur einhergehen. Eine Umschlingung mit der Nabelschnur und eine damit einhergehende Unterversorgung des Kindes ist durch die schnelle Austreibung allerdings nicht zu befürchten. Bei der Mutter können schnelle Geburten aufgrund der mangelnden Vordehnung und des starken Drucks beim Austritt des Kindes jedoch mit Verletzungen der weiblichen Geschlechtsorgane einhergehen, wobei ausgedehnte Verletzungen wiederum die Gefahren von Blutungen und Infektionen im Wochenbett bergen.

Generell lässt sich aber sagen, dass besonders die Sturzgeburt ein relativ selten auftretendes Phänomen ist, auch wenn es Frauen gibt, die mehrere Kinder innerhalb kürzester Zeit auf die Welt gebracht haben. Im Durchschnitt liegt die Geburtsdauer bei einer Erstgebärenden aber immer noch bei circa 13 Stunden und bei einer Frau, die bereits ein oder mehr Kinder geboren hat noch bei acht Stunden.

[AKH]

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