Was ist eine Risikoschwangerschaft?

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Risikoschwangerschaft: Wie geht es jetzt weiter?
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Risikoschwangerschaft: Wie geht es jetzt weiter?

Wann habe ich eine Risikoschwangerschaft?

Nachdem eine Frau als Risikoschwangere eingestuft wurde, macht sie sich verständlicherweise viele Gedanken. Der Schock und die Angst sind groß. Was ist, wenn mit dem Baby etwas passiert? Doch die Angst ist oft unbegründet. Die Einstufung als Risikoschwangere bedeutet, dass das Risiko für das Auftreten von Komplikationen erhöht ist. Es bedeutet nicht, dass es zwingend Komplikationen geben wird.

Es gibt eine Liste mit 52 Kriterien für die Einordnung als Risikoschwangere. Wenn, je nach Kriterium, eines oder mehrere auf Dich zutreffen, gilst Du automatisch als Risikoschwangere. Aufgrund der hohen Anzahl der Kriterien gilt mittlerweile die Mehrheit der Schwangerschaften in Deutschland als Risikoschwangerschaft.

Risikoschwangerschaft - keine Angst

Du musst nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn Du eine Risikoschwangerschaft hast. Die Einstufung als Risikoschwangere bedeutet erstmal nur, dass bei Dir häufigere Kontrollen und Untersuchungen stattfinden. So kann das Risiko für mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt minimiert werden. Die meisten Risikoschwangerschaften verlaufen vollkommen problemlos und es werden kerngesunde Kinder geboren.

Nur in seltenen Fällen verläuft eine Risikoschwangerschaft wirklich kritisch und die Schwangere muss wochenlange Bettruhe erdulden.

Kriterien für eine Risikoschwangerschaft

Kriterien für eine Risikoschwangerschaft sind unter anderem:
  • Vorrangegangene Schwangerschaften:
  • vorrangegangene Früh-, Fehl- oder Totgeburten
  • Komplikationen bei vorangegangener Geburt
  • vorangegangener Kaiserschnitt
  • bisherige Entbindungen von mehr als 4 Kindern
  • die vorangegangene Schwangerschaft liegt weniger als 1 Jahr zurück

Auch bestimmte Erkrankungen der Mutter können dazu führen, dass diese als Risikoschwangere eingestuft wird. Dazu zählen etwa:

  • Zuckerkrankheit
  • Bluthochdruck
  • Herz-, Nieren- oder Kreislauferkrankung
  • Erkrankung an Schwangerschaftsgestose
  • Parodontitis
  • psychische Probleme
  • Asthmaerkrankung
  • Epilepsie
  • Hepatitisinfektion
  • Tuberkulose
  • Gerinnungsstörung
  • momentane Infektion
  • Übergewicht
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Allergien
  • Gebärmutterhalsschwäche

Andere Kriterien der Schwangeren, die zu einer Risikoschwangerschaft führen, sind:

  • Schwangerschaft nach einer Sterilisierung
  • Auftreten von genetischen Erkrankungen in der Familie
  • erste Schwangerschaft mit über 35 Jahren oder unter 18 Jahren
  • Spätgebärende über 40 Jahren
  • Medikamenten- oder Drogenkonsum
  • Nikotin- oder Alkoholkonsum während der Schwangerschaft

Auch Auffälligkeiten im Mutterleib können dazu führen, dass die Mutter als Risikoschwangere eingestuft wird. Darunter etwa:

  • Veränderung des Fruchtwassers
  • falsche Kindslage im Mutterleib (Steiß- oder Querlage)
  • falsches Wachstum des Kindes
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Rhesus-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind

Immer die Ruhe bewahren

Du siehst, man gilt sehr schnell als Risikoschwangere. Dabei ist Risikoschwangerschaft aber nicht gleich Risikoschwangerschaft: Bei Erkrankungen der Mutter sollten die Medikamente gegebenenfalls durch andere ersetzt werden, die Schwangere unbedenklich nehmen dürfen. Bei vorliegenden Allergien oder Mehrlingsschwangerschaften werden vorsichtshalber mehr Untersuchungen durchgeführt. Meistens verlaufen diese Schwangerschaften aber vollkommen problemlos.

Schwangerschaft ab 35 wird besonders beobachtet

Bei einer Schwangeren über 35 Jahren steigt unter anderem das Risiko, dass das Kind eine Chromosomenstörung haben kann. Daher wird Schwangeren ab 35 Jahren oft zur Fruchtwasseruntersuchung geraten. Bei solchen Schwangerschaften besteht aber nur sehr selten ein wirkliches Risiko für Dich oder das ungeborene Kind.

Wann ist Bettruhe notwendig?

Nur bei einer drohenden Frühgeburt und auftretenden Blutungen wird in der Regel absolute Bettruhe verordnet. Die Einstufung als Risikoschwangere kann also Probleme während der Schwangerschaft oder Geburt nach sich ziehen, muss aber nicht. Dein Arzt kann Dir sagen, inwieweit die Einstufung bei Dir eine reine Vorsichtsmaßnahme ist oder ob tatsächlich eine akute Gefahr für Dich oder Dein Baby besteht.

[JS]

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