Was ist eine Einnistungsblutung?

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Oftmals kaum bemerkt: Die Einnistungsblutung
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Oftmals kaum bemerkt: Die Einnistungsblutung

Viele Frauen sind verunsichert, wenn sie in Schwangerschaftsratgebern von der sogenannte Einnistungsblutung lesen. Diese wird auch als Implantations- oder Nidationsblutung bezeichnet und gilt oft als erstes Anzeichen einer Schwangerschaft. Tatsächlich ist diese Blutung, die etwa sechs bis zehn Tage nach der Befruchtung auftritt, jedoch so schwach, dass nur etwa jede fünfte Frau sie wirklich wahrnimmt. Zudem gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die für schwache Blutungen in der zweiten Zyklushälfte verantwortlich sein könne.
Etwa sechs bis zehn Tage nach dem Eisprung und der Befruchtung hat die befruchtete Eizelle die Gebärmutter erreicht und beginnt sich dort einzunisten. Bereits vor ihrer Ankunft haben sich die Blutgefäße in der Gebärmutter unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone Progesteron und Östrogen erweitert. Bei der Einnistung der Eizelle können im Uterus außerdem Gefäße verletzt werden. Hierdurch kann es dann zu einer Blutung kommen, die jedoch meist so gering ist, dass viele Frauen sie gar nicht bemerken. Eher selten macht sich diese Implantationsblutung wirklich als Blutung aus der Scheide bemerkbar, die dann aber nur als leichte Schmierblutung oder tröpfchenweise auftritt. Im Gegensatz zu einer Menstruationsblutung ist das austretende Blut nicht dunkelrot oder bräunlich, sondern hellrot. Die Blutung bleibt in gleichem Maße schwach und hört oft bereits nach einem Tag wieder auf.

Einige Frauen haben jedoch auch in der gesamten Frühschwangerschaft, mit einer leichten Blutung zu kämpfen. In diesen Fällen raten Ärzte gewöhnlich zur Schonung. Vor allem wenn Blutungen in den ersten Schwangerschaftswochen mit Unterleibsschmerzen verbunden sind, können diese auch auf eine drohende Fehlgeburt hindeuten. Gelegentlich kommt es vor, dass die Einnistungsblutung fälschlicherweise mit einer schwachen Periode verwechselt wird. Dies kann zu einer falschen Bestimmung des Schwangerschaftsalters führen. Bei der ersten Ultraschalluntersuchung zeigt sich dann häufig, dass die Schwangerschaft bereits drei bis vier Wochen älter ist als die Frau angenommen hatte.

Eine wirkliche Nidationsblutung ist für gewöhnlich harmlos. Die Blutung alleine ist jedoch kein Beweis für eine Schwangerschaft. Da Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte auch eine Vielzahl anderer Ursachen haben können, darf sie im Grunde nicht einmal zu den Schwangerschaftsanzeichen gerechnet werden. Eine Gelbkörperschwäche, ein plötzlicher Abfall des Östrogenspiegels oder eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut können ebenfalls Blutungen verursachen. 

[BS]

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