Um einen vorzeitigen Blasensprung zu diagnostizieren oder gegebenenfalls auszuschließen, führt der Arzt eine vaginale Untersuchung durch. Während dieser wird mit einem so genannten pH-Indikatorpapier den pH-Wert der abgehenden Flüssigkeit bestimmt. Hierdurch lässt sich Urin von Fruchtwasser unterscheiden.
Nach der Diagnose „vorzeitiger Blasensprung“ wird die werdende Mami per Blutbild auf ein Amnioninfektionssyndrom (AIS) untersucht. Eine Infektion der Eihaut, der Plazenta, der Fruchtblase oder des Fötus selbst, die durch Erreger wie Streptokokken oder Clamydien ausgelöst werden kann.
Was sind die Ursachen für einen vorzeitigen Blasensprung?
In der Regel wird er durch eine verminderte Stabilität der Wand der Fruchtblase (auch Eihaut genannt) ausgelöst oder aber wenn der Innendruck der Fruchtblase stark erhöht ist. Beides kann durch eine vaginale Infektion ausgelöst werden. Auch Rauchen oder der Genuss von Alkohol während der Schwangerschaft kann einen vorzeitigen Blasensprung auslösen.
Zu den weiteren Risikofaktoren für einen vorzeitigen Blasensprung zählen außerdem die vermehrte Bildung von Fruchtwasser, vorausgegangene Fruchtwasseruntersuchungen, vorherige Fehlgeburten oder Ausschabungen der Gebärmutter, Blutungen während der Schwangerschaft oder wiederholte Abtreibungen.
Bei mir wurde ein vorzeitiger Blasensprung diagnostiziert, was kommt jetzt auf mich zu?
Die Therapie eines vorzeitigen Blasensprungs hängt vom jeweiligen Stadium der Schwangerschaft ab. Ziel ist es, die Geburt möglichst hinauszuzögern und das Baby so lange wie möglich in der Gebärmutter zu belassen, damit es sich schonend entwickeln kann. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto besser stehen die Überlebenschancen für das Ungeborene. In 65 Prozent der Fälle muss jedoch eine Frühgeburt eingeleitet werden.
Tritt der vorzeitige Blasensprung vor der 24. Schwangerschaftswoche auf, ist die Prognose für den Fötus schlecht. Liegt kein Infekt vor und ist es noch zu keinen vorzeitigen Wehen gekommen, wird die Schwangere in eine Klinik mit einer Spezialabteilung für Frühgeburten verlegt. Hier heißt es dann abwarten, wobei die Schwangere das Bett hüten und sich schonen muss. Alle sechs bis 24 Stunden wird per Blutkontrolle überwacht, ob AIS auftritt oder nicht. Außerdem werden die Vitalzeichen des Kindes und die Fruchtwassermenge kontrolliert. Ab der 20. SSW kann eventuell auch eine AIS-vorbeugende Antibiotika-Therapie sinnvoll sein. Kommt es zu Komplikationen in der Entwicklung des Kindes oder tritt AIS auf, muss die Schwangerschaft eventuell abgebrochen werden. Erst ab der 23. SSW wird bei AIS die Geburt eingeleitet.
Bei vorzeitigem Blasensprung zwischen der 24. und der 34. Schwangerschaftswoche wird, sofern kein AIS-Verdacht besteht, ebenfalls unter Bettruhe abgewartet. Die werdende Mutter erhält Antibiotika, Mittel zur Wehenhemmung sowie Medikamente zur Lungenförderung des Babys. Alle 6 bis 24 Stunden wird Blut abgenommen und Babys Herzfrequenz überwacht. Leidet die Schwangere unter AIS, leitet der Arzt zügig die Geburt ein. Parallel dazu bekommt die werdende Mutter Antibiotika.
Ab der 32. SSW wird heute ein Kaiserschnitt präferiert, da so schwere Komplikationen wie der Nabelschnurvorfall und Infektionen verhindert werden können.
Zwischen der 33. und 35. Schwangerschaftswoche versucht man die Geburt so lange hinauszuzögern, bis die Lungenreife erreicht ist. Wenn nötig auch durch das Verabreichen von Wehenhemmern.
Besteht bei erfolgtem Blasensprung nach der 35. SSW kein Verdacht auf AIS, wird das Einsetzen der Wehen abgewartet. Sollten diese ausbleiben, wird die Geburt nach 12 bis 24 Stunden nach dem Blasensprung eingeleitet. Bis zur 37. Schwangerschaftswoche erfolgt zudem eine Antibiotika-Therapie. Ein Kaiserschnitt ist nötig bei eindeutiger AIS-Diagnose, wenn keine schnelle Geburt zu erwarten ist. Auch hier erfolgt eine Therapie mit Antibiotika.
[AKH]

Auch bei diesem Artikel Kritik von mir. Angstmache und gefährliches Halbwissen. Getreu dem Motto, es wird nicht genau gewusst wovon gesprochen wird aber dass Mutter und in Gefahr sind ist muss rein! Auch bei diesem Artikel steht rechts ein Bild und der Hinweis auf meine Hebammenseite daneben, so das der Eindruck entstehen könnte , er spiegelt meine Meinung als Fachfrau wieder! Dieses ist nicht der Fall.