Vorzeitige Wehen in der Schwangerschaft

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Ein Risiko: Vorzeitige Wehen
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Ein Risiko: Vorzeitige Wehen

Gelegentliche Gebärmutterkontraktionen können bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche wahrgenommen werden, ohne dass dies ein Grund zur Besorgnis wäre.

Meist handelt es sich um Übungs- oder Senkwehen, auch als Braxton-Hicks-Kontraktionen bekannt, welche die Gebärmuttermuskulatur für die Geburt trainieren. Treten Wehen jedoch heftiger auf, sollten diese auf jeden Fall ärztlich untersucht werden, da vorzeitige Wehen zu Früh- oder Totgeburten führen können.

Doch wie unterscheidet man vorzeitige Wehen von Übungswehen? Welche Ursachen können sie haben, was erhöht das Risiko für vorzeitige Wehen und welche Maßnahmen werden allgemein gegen verfrühte Wehentätigkeit ergriffen?

Indiz für echte Wehen

In einem späteren Stadium der Schwangerschaft deutet ein vier- oder fünfmaliges Auftreten innerhalb einer Stunde auf "echte" Wehen, um die 26. SSW sollte jedoch schon ein zweimaliges Auftreten innerhalb einer Stunde ein Warnsignal sein. Senkwehen verschwinden bei Entspannung, zum Beispiel durch Ruhe oder ein warmes Bad, während vorzeitige Wehen weiterhin regelmäßiger und heftiger werden.

Vor allem bei vermehrtem Ausfluss oder einer begleitenden Blutung sollte die Frau unbedingt die Klinik aufsuchen, um eine frühzeitige Öffnung des Muttermundes zu vermeiden. Wenn man nicht sicher ist, ob es sich tatsächlich um vorzeitige Wehen handelt, sollte man im Zweifelsfall lieber einmal zu oft die Klinik aufsuchen als einmal zu wenig.

Ursachen für vorzeitige Wehen

Vorzeitige Wehen können zahlreiche körperliche Ursachen haben, die auf jeden Fall abgeklärt werden sollten. So ist bei früheren Früh- oder Fehlgeburten oder häufigen vorangegangenen Schwangerschaften das Risiko für vorzeitige Wehen erhöht. Mehrlingsschwangerschaften oder eine zu große Menge an Fruchtwasser erhöhen die Spannung in der Gebärmutter und können so ebenfalls zu verfrühten Wehen beitragen.

Häufige körperliche Ursachen für vorzeitige Wehen:

  • Plazentainsuffizienz, die eine Mangelversorgung des Fötus zur Folge hat
  • Infektionen der Scheide oder des Muttermundes
  • Schwäche des Muttermundes (Zervix-Insuffizienz)
  • Urologische Komplikationen und Infektionen
  • Bluthochdruck durch Präeklampsie
  • Schlecht eingestellter Diabetes
  • Myomknoten oder Fehlbildungen der Gebärmutter

Weitere Risikofaktoren für vorzeitige Wehen

Fehlende Rücksichtnahme von Partner und Familie, seelische Belastung, Überforderung und körperliche Überanstrengung der Mutter erhöhen ebenfalls das Risiko für vorzeitige Wehen und Frühgeburten. Allgemein gilt ein ungünstiges soziales Umfeld als zusätzlicher Risikofaktor, so bei Alleinstehenden oder Frauen mit niedrigem Sozialstatus. Auch Frauen unter 18 oder über 35 Jahren und Raucherinnen sind tendenziell stärker gefährdet.

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