Vollzeit-Mama: Ich bin total "out"

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Vollzeitmutter - ein Auslaufmodell?
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Vollzeitmutter - ein Auslaufmodell?

Ein Beitrag von "prettypregnant"

Schon lange bevor ich schwanger wurde, war mir eines völlig klar: Ich werde nicht nach einem Jahr mein kleines Kind, ja eigentlich noch fast Baby, in die Kita geben, "nur" um wieder arbeiten zu gehen.

Mal abgesehen davon, dass man in meinen Beruf (Redakteurin) schlecht bis gar nicht in Teilzeit gehen kann und als Freiberufler miserabel bezahlt wird, wollte ich einfach, dass meine Kinder einmal die gleiche, totale Aufmerksamkeit und Liebe erfahren, wie ich als Kind.

Die guten alten Zeiten

Damals nämlich, als ich klein war, galt es als normal, dass die Mama mindestens bis zum Kindergartenalter (damals ging man mit 3-4 Jahren) daheim blieb, bei mir sogar einige Jahre länger. Ich fand das toll. Wenn ich vom Kindergarten oder von der Schule heimkam, war Mama da. Es stand ein frisch zubereitetes Mittagessen auf dem Tisch und am Nachmittag war sie stets verfügbar. Die wenigen Kinder, deren Mütter berufstätig waren, taten mir oft leid.

.. es macht mich wütend

Ich weiß, dass sich die Zeiten geändert haben, dass es mittlerweile schon fast unnormal ist, wenn man sich als Frau dafür entscheidet, sich voll und ganz der Kindererziehung zu widmen. Mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt und es ist wirklich erstaunlich, wie oft wir schon angesprochen wurden, ob, wann und warum er noch nicht in die Kita geht. Behindere ich ihn dadurch nicht in seiner sozialen Entwicklung? Will ich nicht endlich wieder mein eigenes Leben leben, meine Freiheit zurück? Mache ich mich nicht total von meinem Mann abhängig, wieso habe ich überhaupt studiert? Diese und noch viele weitere Fragen, die alle in dieselbe Richtung gehen und sozusagen gegen Vollzeitmütter schießen, machen mich richtig wütend.

Klar, alle die arbeiten müssen, wobei "müssen" auch immer relativ ist (müssen beide arbeiten, um einen super hohen Lebensstandard zu halten oder geht es ans Eingemachte, wenn nur einer Geld nach Hause bringt?) sollen das gerne tun. Ich verurteile natürlich auch niemanden, der seinen Job liebt und deshalb wieder schnell anfangen möchte. Ich schreibe auch nebenher ein bisschen, einfach weil es mir Spaß macht.

Karriere um jeden Preis?

Was ich aber nicht verstehen kann, sind diese "So-schnell-wie möglich-wieder-Vollzeit-Mütter", die ihr Kind am Liebsten Montag bis Freitag von morgens bis abends in die Kita stecken und dann am Wochenende das Kind eine Nacht zu Oma und Opa bringen, um endlich auch mal wieder richtig feiern oder entspannen zu können. Und bei aller Emanzipation und Toleranz gegenüber jeglicher Art von Erziehung, in solchen Fällen frage ich mich immer "Wieso bekommen diese Leute Kinder?" und vor allem wieso muss ich, als Vollzeitmama, als Mutter im Sinne des Erfinders, mich jetzt plötzlich fragen lassen, ob denn nun mein Leben vorbei sei, ob ich keine Karriere machen wolle.

Dazu kann ich nur eines sagen: Nein, liebe Leute, mein Leben ist nicht vorbei – ich habe gerade definitiv die beste Zeit meines Lebens. Und ja, wir können uns leisten, dass ich erstmal zu Hause bleibe und das erachte ich als großes Privileg. Ich bin dankbar dafür, dass ich diese entscheidende Zeit voll und ganz mit meinem Sohn zu verbringen darf, sehr dankbar... – Karriere machen kann ich, wenn ich das überhaupt möchte, auch später noch. Aber das hier, dieses kleine ganz besondere Wesen, das ich mehr alles andere auf der Welt liebe, braucht mich und zwar JETZT.

Wenn Ihr mehr von "prettypregnant" lesen möchtet, dann klickt einfach mal in ihren Instagram-Account: prettypregnant.

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"prettypregnant" stellt sich vor

Hallo Ihr Lieben,
mein Name ist Steffi, ich bin 30 Jahre alt und Mama des eineinhalbjährigen Maximilians. Seit knapp zwei Jahren poste ich unter dem Pseudonym „prettypregnant“ auf Instagram. Meinen Account habe ich im vierten Monat meiner Schwangerschaft eröffnet. Zuerst gab es da fast nur Bilder mit sehr wenig Text. Ich wollte andere Mamis, wachsende Babybäuche und Inspirationen für Outfits mit Babybauch, für die Inneneinrichtung und fürs Kinderzimmer finden – selbst zu posten, stand dabei eher im Hintergrund.

Im Laufe der Zeit hat sich das Fotoportal für mich dann in eine Art Blog mit angeschlossener Mami-Community verwandelt. Ich poste als Mamabloggerin regelmäßig Fotos aus unserem Alltag und schreibe mittlerweile auch des Öfteren längere Texte.

quelle

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