Die wichtigsten Kinderversicherungen

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Kinder richtig versichern
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Kinder richtig versichern

Kinder sind beim Thema Versorgung leider oftmals die großen Verlierer. Denn nur wer bereits Steuern oder Leistungen gezahlt hat, hat auch ein Anrecht auf Versicherungsschutz.

Es liegt daher bei den Eltern, diesen Mangel irgendwie auszugleichen. Um den Weg für das Kind so sicher wie möglich zu vorzubereiten, sollten Eltern zu allererst dafür sorgen, dass sie selbst gut abgesichert sind, da sie sonst in Notfällen eine Absicherung für ihr Kind auch nicht weiter finanzieren können. Hierzu erfahrt Ihr mehr in unserem Artikel Familienversicherungen.
Eine gute Wegbereitung bedeutet zum einen, dass man die finanzielle Vorsorge für spätere Ereignisse, wie Ausbildung, Hochzeit, Hausbau möglichst von einer generellen Absicherung des Kindes trennen sollte. Denn sollten einmal weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, muss das Kind so nicht vollkommen auf eine Vorsorge verzichten. Zum anderen ist es erforderlich, genau zu prüfen, welche Versicherung tatsächlich notwendig ist, um das Kind möglichst gut abzusichern und dennoch dabei kein Geld zum Fenster rauszuwerfen. Zwar bieten viele Versicherungen ein „Rundum-Paket“ an, dass dann mit schönen Namen wie "Biene Maja" oder "Knirps&Co.-Versicherung" nochmal besonders verlockend klingt und einen umfassenden Schutz für die Kinder inklusive Spareffekt verspricht. Doch leider stellt sich dieser oftmals als überteuerter Reinfall heraus.

Woher weiß ich, was mein Kind wirklich braucht?

Hier gilt es individuell zu prüfen, wo das Geld für ein Kind wirklich sinnvoll angelegt ist. Wir stellen hier die wichtigsten Versicherungen vor.
  • Krankenversicherung: Grundsätzlich sind Kinder bis zum 18. Lebensjahr über die gesetzliche Familienversicherung über ihre Eltern krankenversichert. Wenn sie bis zum 25. Lebensjahr noch ihre erste Ausbildung oder zuerst ein Studium beginnen, sind sie ebenfalls bis zu diesem Alter noch mitversichert. Wehr- oder Zivildienst können ihre Mitversicherung ebenfalls um den entsprechenden Zeitraum verlängern. Die gesetzliche Versicherung lohnt sich daher für Familien oft mehr. Selbstständige Mütter können ihr Kind über den Vater, wenn er gesetzlich versichert ist, mitversichern lassen. In der privaten Krankenversicherung muss für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag gezahlt werden. Dies kann unter Umständen sehr teuer werden. Wichtig ist grundsätzlich, die Krankenkasse frühestmöglich über die Geburt des Kindes zu informieren.
  • Krankenzusatzversicherung: Je nachdem, wie gut Leistungen durch die Krankenkasse abgedeckt sind, kann es manchmal sinnvoll sein, eine Zusatz-Versicherung abzuschließen. Mit dieser können beispielsweise Kosten für Kieferorthopädie, Brillen, Zahnersatz und andere Leistungen zu einem großen Teil abgedeckt werden. Wichtig ist hierbei, dies auf Leistungen zu begrenzen, die tatsächlich notwendig sind. Auch wenn manches verlockend klingt, sollte Eltern bewusst sein: Je mehr Leistungen ich in Anspruch nehme, umso teurer wird die Versicherung. Privat Versicherte können keine Zusatzversicherung abschließen. Daher sollte immer im Voraus geprüft werden, ob der Tarif ausreichend die Leistungen abgedeckt. Ein Tarifwechsel zum Zeitpunkt einer anstehenden Behandlung ist nämlich leider nicht mehr möglich, es sei denn der Tarif bietet ein Optionsrecht an.
  • Kinderunfallversicherung: Die private Unfallversicherung haftet für Unfälle, wenn diese unter Betreuung im Kindergarten oder in der Schule oder auf dem Weg dorthin stattgefunden haben. Bei allen Unfällen, die während Freizeitaktivitäten stattfinden, haftet die Versicherung nicht. Unfallversicherungen lohnen sich für Familien oft mehr im Paket im Rahmen einer Familienversicherung.
  • Invaliditätspolice: Statistiken zeigen, dass das Risiko, durch einen Unfall schwere, bleibende Behinderungen davonzutragen im Vergleich zu Behinderungen, die krankheitsbedingt sind, ziemlich klein ist. In Deutschland erlangen weniger als 1% der Kinder ihre Behinderung durch einen vorangegangenen Unfall, ca. 60 % der Kinder mit schweren Behinderungen erwerben diese jedoch durch eine Krankheit. Die Invaliditätspolice leistet im Gegensatz zur Unfallversicherung auch, wenn eine Behinderung nicht durch einen Unfall verursacht, sondern durch Krankheit ausgelöst wurde. Es gibt allerdings nur wenige gute Produkte, sie sollten daher genau geprüft werden. Im Kleingedruckten eines Vertrages sollten keine Zahlungsausschlüsse stehen, beispielsweise für Erbkrankheiten oder psychische Erkrankungen. Es ist außerdem sinnvoll, wenn die versicherte Grundsumme mit dem Grad der Invalidität steigt. Wird beispielsweise ein Vertrag mit einer  Grundsumme von € 230.000,- abgeschlossen, sollte sich die Summe bei einer Vollinvalidität mindestens verdoppeln. Invalidiätspolicen sind in der Regel teuer. Sie sollten daher nur abgeschlossen werden, wenn es sich die Familie auch tatsächlich leisten kann.

In diesem Artikel:

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