Valentinstag: Woher kommt dieser Brauch?

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Der Tag der Liebe
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Der Tag der Liebe

Jedes Jahr am 14. Februar beschenken sich verliebte Paare auf der ganzen Welt mit kleinen Aufmerksamkeiten, die ihre Zuneigung zueinander ausdrücken sollen. Valentinstag: Dieser Name steht für Liebe, Romantik und Zweisamkeit. Symbole dieses Tages sind Herzen, weiße Tauben und natürlich Blumen. Woher dieser Brauch allerdings stammt, ist vielen unbekannt. Umso interessanter ist es, sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu einem Mann namens Valentin von Interamna zu machen. Interamna ist der alte Name von Terni, einer Stadt etwa 100 Kilometer nordöstlich von Rom. Daher nennt man Valentin heute allgemein auch Valentin von Terni. Hier wirkte Valentin als Bischof in einer Zeit, da das Christentum im römischen Reich noch nicht als Staatsreligion anerkannt war. Entsprechend hatten sich Christen auch stets an Auflagen zu halten, teilweise wurden sie verfolgt und hingerichtet. Um in der Zeit von Valentin zu bleiben und sein Wirken zu verstehen, muss man wissen, dass der römische Kaiser Marcus Aurelius Claudius (Claudius II) die Eheschließung unter Christen verbot. Dies war ein unblutiger Versuch, das Christentum aus dem Reich zu drängen.

Valentin soll ein besonderes Herz für Verliebte gehabt haben und widersetzte sich dem Verbot des Kaisers, indem er christliche Paare traute. Der Legende nach, beschenkte er frisch Verheiratete mit Blumen, die sogar aus seinem eigenen Garten stammten. Uns mag das heute als nette Geste erscheinen. Versteht man jedoch, dass die Ehe in der damaligen Zeit in erster Linie aus zweckmäßigen Gründen und nicht aus Liebe geschlossen wurde, erkennt man die Romantik, die offensichtlich in Valentin steckte. Er sah in der Liebe ein göttliches Geschenk, das der Ehe besonderes Glück verhieß.

Valentin selbst zog mit den Trauungen jedoch den Zorn des Kaisers auf sich. Am 14. Februar 269 wurde er durch Enthauptung hingerichtet. Ob diese Datum zufällig gewählt wurde oder eine Verhöhnung der Überzeugung Valentins darstellen sollte, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Fest steht jedoch, dass der 14. Februar im antiken Rom der Gedenktag der Schutzgöttin Juno war. Sie galt allgemein als Hüterin über die Ehe und Familie. An ihrem Feiertag beschenkte man Frauen mit Blumen und zeigte ihnen so ihre Anerkennung für ihr Schaffen in der Familie. Junge Männer aus dem einfachen Volk, heißt es, zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen lediger Mädchen standen. Das jeweilige Paar verbrachte dann den Tag gemeinsam.

Durch die Jahrhunderte hielt sich in Europa die Tradition, am 14. Februar Blumen, Liebesbriefe oder Naschwerk zu verschenken. Dies zog sich durch alle Bevölkerungsschichten, ohne Ausnahme. Englische Auswanderer brachten den Brauch schließlich nach Amerika, wo die Feier des Valentinstages bald überall begangen wurde. In Europa hingegen geriet diese Tradition langsam fast in Vergessenheit. Erst durch US-amerikanische Soldaten nach dem 2. Weltkrieg gewann der Valentinstag in Deutschland wieder an  Bedeutung. 1950 wurde in Nürnberg der erste offizielle Valentinsball ausgerichtet. Heute feiern Paare den Valentinstag weltweit, von Amerika bis Asien.
[SyKo]

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