Ursachen einer Frühgeburt

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Frühchen - Gesundung durch Liebe
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Frühchen - Gesundung durch Liebe

Angesichts der eigenen Hilflosigkeit fragen sich viele Eltern von Frühgeborenen, wie es dazu kommen konnte, dass ihr Kind zu früh auf die Welt gekommen ist, oder ob sie die Frühgeburt eventuell sogar hätten verhindern können.

Viele werden auch von Selbstvorwürfen geplagt und geben sich die Schuld an der Situation. Wie aber kommt es eigentlich zu einer Frühgeburt? Welche Faktoren deuten auf sie hin und lässt sie sich tatsächlich verhindern? Unser Artikel verrät Dir mehr.

Vielfältige Gründe

Die Ursachen für eine Frühgeburt können sehr unterschiedlich sein. Oft gibt es auch gar keinen richtigen Auslöser dafür, dass das Baby weit vor dem errechneten Entbindungstermin auf die Welt kommt. Generell unterscheidet man aber zwischen Frühgeburten, die durch vorzeitige Wehen und/oder Blasensprung ausgelöst werden und anderen Fällen, in denen die Geburt eingeleitet werden muss, weil Gefahr für das Baby oder die Mutter besteht. Dies kann zum Beispiel bei einer Unterversorgung oder einer schweren Erkrankung nötig sein. Dabei kann es natürlich auch zu Überschneidungen kommen, wenn etwa eine Infektion einen vorzeitigen Blasensprung und Wehen verursacht und gleichzeitig zu einer Gefährdung von Mutter und Kind führt. Auch ein Nabelschnurvorfall beim Kind kann ein schnelles Einleiten der Geburt erforderlich machen.

Gründe seitens der Mutter

Zu den möglichen Gründen seitens der Mutter, die zu einer Frühgeburt führen können, zählen Auffälligkeiten der Gebärmutter, zum Beispiel wenn der Gebärmutterhals (Zervix) oder die Gebärmutter selbst in irgendeiner Form beeinträchtigt sind, etwa durch Myome, Fehlbildungen oder ähnliches. Auch uterine Blutungen bei der Schwangeren, zu viel Fruchtwasser (Polyhydramnion) oder das Vorliegen von zwei oder mehr Schwangerschaftsabbrüchen in der Vergangenheit können eine Frühgeburt auslösen.

Hormonelle und psychosomatische Störungen

Weitere Risikofaktoren sind hormonelle oder psychosomatische Störungen, ungünstige soziale und wirtschaftliche Bedingungen, evtl. verbunden mit psychischem Stress, körperliche Überforderung oder vorausgegangene Früh- oder Fehlgeburten. Zwischen der 12. und 32. Schwangerschaftswoche sind aufsteigende genitale Scheideninfektionen die Hauptursache für eine Früh- oder Fehlgeburt, da sie zu vorzeitigen Wehen und einem vorzeitigen Blasensprung führen können. Aber auch Harnwegsinfektionen gehören zu den Faktoren, die eine Frühgeburt begünstigen, weshalb bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßige Urintests durchgeführt werden.

Bitte den Arzt aufsuchen, wenn:

Treten die typischen Beschwerden eines Harnwegsinfekts wie Brennen beim Wasserlassen oder Harndrang auf, sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Manchmal kommt es auch zu Infektionen der Eihäute, der Plazenta, des Fruchtwassers oder des Kindes selbst. Zwar treten diese Arten von Infektionen nicht so häufig auf, führen aber doch manchmal zu Frühgeburten, da es durch die Entzündung sowohl bei der Mutter als auch beim Baby oftmals zu Abwehrreaktionen des Körpers kommt. Hierbei werden Stoffe freigesetzt, die Wehen auslösen können.

Infektionskrankheiten und Darmprobleme

Auch Infektionskrankheiten wie Masern, Röteln und Toxoplasmose müssen in diesem Zusammenhang genannt werden, da sie von der Mutter auf das Kind übertragen werden und je nach Schwangerschaftsdauer zu einer Schädigung des Babys bzw. einer Früh- oder Fehlgeburt führen können. Eine Impfung vor der Schwangerschaft ist daher empfehlenswert, wenn die Erkrankungen nicht schon als Kind durchgemacht worden sind.

Auch fieberhafte Erkrankungen und Darmprobleme (Durchfall) mit starken Darmbewegungen gehören zu den Risikofaktoren, die Wehen auslösen können. Fieber ist besonders gefährlich, da hierbei wehenfördernde Prostaglandine ausgeschüttet werden.

Daher sollte die Schwangere bei grippalen Infekten besser schnell ihren Arzt aufsuchen, um ein fiebersenkendes Mittel zu erhalten. Liegt dagegen eine schwere Erkrankung der Mutter, wie beispielsweise eine Schwangerschaftsvergiftung (EPH-Gestose / Präeklampsie) oder das HELLP-Syndrom vor, muss eine Schwangerschaft häufig beendet werden, um das Leben der Mutter zu retten.

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