Bei einem Körper-Massen-Index (Body-Mass-Index oder kurz BMI) von mehr als 25 liegt Übergewicht vor, bei einem BMI von mehr als 30 spricht man von Adipositas oder Fettleibigkeit.
Vor allem bei Frauen mit starkem
Übergewicht verläuft eine Schwangerschaft häufiger problematisch
und die Quote an Fehl- und Frühgeburten oder Missbildungen bei den
Kindern ist nachweislich höher. Man vermutet, dass dies mit der
unausgeglichenen Nährstoffversorgung, die bei einer massiven
Fehlernährung meist vorliegt, in Zusammenhang steht.
Für die Frau erhöht sich das Risiko während der Schwangerschaft mit gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Wassereinlagerungen kämpfen zu müssen. Da überernährte Föten zudem oft sehr groß und schwerer als die empfohlenen drei bis vier Kilogramm sind, erhöht sich das Verletzungsrisiko bei der Geburt. Häufig ist ein Kaiserschnitt nötig.
Auch
wenn das Kind einer adipösen Mutter zunächst normal gewichtig zur
Welt kommt, zeigt sich die Neigung zu Übergewicht oft in den ersten
Lebensjahren. So belegen Studien, dass 22 Prozent der Kinder adipöser
Mütter mit einem BMI von mehr als 30 später ebenfalls übergewichtig
waren, bei den Kindern normal gewichtiger Mütter wiesen hingegen nur vier Prozent der Kinder eine Neigung zu Übergewicht auf. Man
nimmt daher an, dass dies im Zusammenhang mit einer pränatalen
Prägung stehen könnte und Faktoren wie die erhöhte
Insulinausschüttung in der Gebärmutter adipöser Frauen bereits den Stoffwechsel des Kindes im späteren Leben bestimmen.
Zwar sollte man während der Schwangerschaft niemals radikale Diäten machen, doch sollten gerade übergewichtige Frauen darauf achten, die zusätzliche Gewichtszunahme möglichst gering zu halten. Während bei der normalen Frau die Gewichtszunahme 10 bis 15 Kilogramm betragen darf, sollten übergewichtige Frauen nicht mehr als 7,5 bis 10 Kilogramm zunehmen. Stark Übergewichtige sogar nur circa sechs Kilogramm.
| In Bezug auf die Ernährung während der Schwangerschaft stellen sich die betroffenen Frauen oft eine Vielzahl von Fragen. Im Mittelpunkt des Interesses steht hierbei die Fragestellung, ob ich ungehemmt schlemmen darf, jetzt wo ich doch für zwei esse. Und wie viel darf ich überhaupt zunehmen? Um dies beantworten zu können, muss man das Gewicht vor der Schwangerschaft betrachten. |